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Fahrspielzeug mit akustischer Signalvorrichtung Die Erfindung betrifft
ein Fahrspielzeug mit einer Einrichtung zur Abgabe von akustischen Signalen in Nachahmung
großtechnischer Vorbilder.
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Gegenüber den bisher bekannten Ausführungen, bei denen die akustischen
Signale während, der Fahrt gleichzeitig mit durch das Federlaufwerk für den Antrieb
des Spielzeuges selbst dauernd oder in bestimmten Zeitabschnitten erzeugt werden,
besteht das Wesen der Erfindung darin, daß die akustischen Signale von Hand des
Spielenden in Nachahmung von Einrichtungen der Großtechnik sowohl während der Fahrt
als auch beim Stillstand des Fahrspielzeugs in beliebigen Zeitabständen und in beliebiger
Zeitdauer durch Druck auf eine Vorrichtung ausgelöst werden, wobei die Auslösevorrichtung
einschließlich des von ihr beeinflußten Federlaufwerkes mit zugeordnetem Umlaufglied
im bzw. am Spielzeug angebracht ist.
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Besitzt das Fährspielzeug die Form eines offenen Automobils, wie es
das Ausführungsbeispiel zeigt, so ist die Auslösevorrichtung am zweckmäßigsten im
oder am Steuerrad angebracht. Für das Wesen der Erfindung ist es ohne Bedeutung,
ob dabei das Steuer-, rad selbst drehbar oder nur als Attrappe ausgebildet ist.
Ist dabei die Auslösevorrichtung der akustischen Signaleinrichtung in Form eines
Druckknopfes an einem drehbaren Steuerrad in Nachahmung der Großtechnik angebracht,
so wird der Spielreiz wesentlich erhöht, ünd die Spielmöglichkeiten werden erheblich
vermehrt.
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Die Auslösevorrichtung zur Signalabgabe ist in jedem Falle so ausgebildet,
daß sie den Ablauf eines besonderen Federlaufwerkes für die Signalabgabe freigibt,
solange die Auslösevorrichtung von Hand durch Druck oder Zug betätigt wird.
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Das Federlaufwerk selbst ist mit einem ein- oder mehrteiligen Umlaufglied
versehen, welches beim Ablauf des Werkes in Drehungen versetzt wird und dabei gegen
einen metallischen Hohlkörper o. dgl. anschlägt, um
ein Signalgeräusch
entstehen zu lassen. Dieses Geräusch ahmt die akustischen Signale nach, wie sie
beim großtechnischen Vorbild zu finden sind. Je nach der Ausführungsform w@d; das
ein- oder mehrteilige Umlaufglied -"ö%. einem besonderen Federlaufwerk in Drehungb
versetzt; es steht dabei nichts im Wege, aber auch das Antriebslaufwerk des Fahrspielzeugs
selbst dazu zu benutzen, welches dann an einer übertragungswehe das Umlaufglied
aufgesetzt erhält.
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Wird das zur Geräuscherzeugung dienende ein- oder' mehrteilige Umlaufglied
von. einem besonderen Federlaufwerk angetrieben, wie es an sich die Erfindung vorsieht,
so kann die akustische Signaleinrichtung für Fahrspielzeuge sowohl mit als auch
ohne Antriebswerk benutzt werden. Bei Fahrspielzeugen, bei denen das ein- oder mehrteilige
Umlaufglied vom Federlaufwerk des Fahrspielzeugs angetrieben wird, ist eine dahingehende
Einrichtung zur Erzeugung von akustischen Signalen beim Stillstand des Fahrspielzeugs
in der Weise vorgesehen, daß das Federlaufwerk bei Betätigung der Auslösevorrichtung
für die akustische Signaleinrichtung von den Laufrädern auf eine an sich bekannte
Art ausgekuppelt oder ausgelöst -wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen
dargestellt. Fig. i zeigt ein offenes Spielzeugauto, bei dem ein besonderes Federlaufwerk
zur Erzeugung der akustischen Signale eingebaut ist und bei dem die Auslösevorrichtung
am drehbaren Steuerrad als Druckknopf ausgebildet ist, der Antrieb des Fahrspielzeugs
selbst indessen von dem üblichen im hinteren Fahrzeugteil eingebauten Federlaufwerk
erfolgt.
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Im Spielzeuggehäuse i ist im Vorderteil das Federlaufwerk 2 für die
Signalabgabeeinrichtung eingebaut, das durch die Vierkantachse 3 aufgezogen -wird.
Eine der angetriebenen übersetzungsräderwellen des Federlaufwerkes ist mit einem
zweiarmigen Umlaufglied ,4 versehen, dessen lose Ringscheiben 5 bei ihrer Drehung
an einen metallischen Hohlkörper nachgebend anschlagen. Die Auslösevorrichtung für
die Freigabe dieses Federlaufwerkes besteht aus einem mit der Steuerwelle 9 fest
verbundenen Druckknopf 7. Die Steuerwelle 9 liegt einmal in der Zwischenwand i 2
des Spielzeuggehäuses i, ein andermal im aufgebogenen Boden 15 desselben drehbar
in der Weise gelagert, daß sich die Steuerwelle 9 in ihrer Längsachse verschieben
läßt. Das Steuerrad 6 ist auf der Steuerwelle 9 nur aufgesteckt, so daß sich dieselbe
innerhalb des Steuerrades 6 in der Längsrichtung frei verschieben läßt, während
es in der Drehrichtung auf der Steuerwelle gegen Verdrehen gesichert ist. Das Steuerrad
hat in der Mitte eine Aussparung, in die der Druckknopf 7 einschiebbar ist. Innerlalb
dieses Druckknopfes und der Steuerradrssparung ist eine Schraubenfeder 8 ange-.6rdnet,
die sich gegen die Aussparung abstützt und dazu dient, die Steuerwelle 9 und mit
ihr den Druckknopf 7 so weit aus dem Steuerrad herauszudrücken, bis die Steuerwelle
9 an ihrem unteren Ende an der Lagerung 15 anschlägt. Die Steuerwelle selbst ist
als drehbares Langritzel ausgebildet und greift in die Zahnung 1q. der eigentlichen
Lenk- und Steuereinrichtung ein, mit der die beiden Vorderachsen 16 schwenkbar verbunden
sind. Um in jeder Einstellung des Steuerrades das Laufwerk zur Signalabgabe auslösen
zu können, ist in der Mitte der Steuerwelle eine Scheibe io fest angebracht. die
im Ruhezustand gegen das Umlaufglied des Federlaufwerkes ansteht.
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Der Antrieb des Spielzeuges selbst erfolgt in bekannter Weise durch
ein im Hinterteil angeordnetes Federlaufwerk 13, -welches, wie bereits erwähnt,
von der akustischen Signaleinrichtung vollkommen unabhängig ist. Wird während der
Fahrt oder während des Stillstandes, z. B. des Spielzeugautos, von Hand auf den
unter Federdruck stehenden Druckknopf 7 am Lenk- oder Steuerrad gedrückt, so wird
die Feder 8 zusammengepreßt und die Steuerwelle 9 in ihrer Längsrichtung nach unten
verschoben. Mit der Steuerwelle 9 verschiebt sich zugleich die auf ihr angebrachte
Scheibe io, so daß das Umlaufglied q. des Federlaufwerkes 2 freigegeben wird und
dadurch das Federlaufwerk 2 ablaufen kann, wobei die an den Armen des Umlaufgliedes
q. angeordneten losen Ringscheiben 5 in Drehung versetzt -werden und gegen den metallischen
Hohlkörper (Signalkörper o. dgl.) i i anschlagen. Dadurch wird ein Geräusch erzeugt,
welches die akustischen Signale des großtechnischen Vorbildes nachahmen.
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Der Ablauf des Federwerks 2 und damit die Geräuscherzeugung durch
das Anschlagen der Ringscheiben 5 über das Umlaufglied q. an den metallischen Hohlkörper
o. dgl. dauert an, solange auf den Druckknopf gedrückt -wird. Wird der Druck auf
den Knopf aufgehoben, schiebt die sich entspannende Feder 8 die Steuerwelle 9 und
mit ihr die Scheibe io in die ursprüngliche Lage zurück, so daß das Urrilaufglied4
an die Scheibe io anschlägt und dadurch der Ablauf des Federwerks gehemmt, also
die Geräuscherzeugung unterbrochen wird. Erst bei einem erneuten Druck auf den Knopf
7 wird der Ablauf des Federwerkes 2 wieder freigegeben, und die Geräuscherzeugung
folgt anschließend, bis der
Druck auf den Knopf 7 wieder aufgehoben
wird. Die im Druckknopf 7 untergebrachte Schraubenfeder 8 hat ferner den Zweck,
das Steuerrad 6 gegen die Spielzeugzwischenwand 12 zu pressen, so daß das Steuerrad
6 und mit ihr die Steuerwelle 9 stets in der eingestellten Lage verbleibt.
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Es kann das Steuerrad auch an der Stirnwand in der Längsrichtung zur
Steuerwelle unverschiebbar, aber an sich drehbar festgehalten sein.
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Fig: 2 zeigt grundsätzlich dieselbe Anordnung der Auslösevorrichtung,
jedoch eine andere Ausbildung einzelner Teile. Der Druckknopf 7 ist hier mit vier
Verlängerungslappen 21 versehen, die durch Schlitze 22 des Steuerrades hindurchgreifen.
Zwei dieser Lappen sind in ihrem Ende in der Weise umgebogen, daß sie einen Begrenzungsanschlag
des unter Federdruck stehenden Druckknopfes 7 gegen die Spielzeugzwischenwand I2
bilden. Die anderen zwei Verlängerungslappen sind mit der Ringscheibe io, die auf
der Steuerwelle 9 lose verschiebbar ist, fest verbunden oder stehen an dieselbe
unter Druck an.
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Im Gegensatz zur vorhergehenden Ausführung ist bei dieser Ausführung
die Steuerwelle 9 mit dem Steuerrad 6 sowohl in der Drehrichtung als auch in der
Längsrichtung fest verbunden, so daß sich die Steuerwelle 9 im Gegensatz zur ersten
Ausführung in ihrer Längsrichtung nicht verschieben läßt. Sie ist deshalb auch an
ihrem unteren Ende 15 unv erschiebbar im Spielzeugboden gelagert. Die Ringscheibe
steht im Ruhezustand an einem Hebel 17 an, der im Spielzeug beweglich um einen Drehpunkt
i9 gelagert ist und durch eine Feder i8 in seiner Lage gehalten wird. Das Umlaufglied
des Federwerkes 2 steht in der Ruhelage zur Sperrung des Ablaufes des Federwerkes
gegen eine Nase 2o des Hebels 17 an. Wird auf den Druckknopf 7 gedrückt, so wird
derselbe in das Innere des Steuerrades 6 geschoben, wobei sich die Schraubenfeder
8 zusammendrückt und die mit den durchgehenden Lappen 21 verbundene oder gegen dieselbe
lose anstehende Ringscheibe io auf der Steuerwelle 9 sich verschiebt. Dabei wird
der Hebel 17 aus seiner Lage verschwenkt und damit der Ablauf des Federwerkes :z
zur Signalgabe freigegeben. Beim Nachlassen des Druckes auf den Knopf drückt die
sich entspannende Schraubenfeder 8 den Hebel in seine ursprüngliche Lage zurück,
wobei die Ringscheibe io zurückgeht und der Hebel 17 durch die Feder 18 wieder in
seine vorhergehende Läge gebracht wird und damit durch das Anstehen an das Umlaufglied
den Ablauf des Federwerkes 2 hemmt. Fig.3 zeigt das Steuerrad von oben gesehen in
der Ausführungsart nach Fig. 2. Das Steuerrad 6 ist hier auf die Steuerwelle 9 fest
aufgebracht. In der Aussparung des.Steuerrades 6 sind vier Schlitze 22 eingearbeitet,
durch die die Lappen 21 des Druckknopfes 7 hindurchgreifen.
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Fig.4 zeigt die Ausbildung des Steuerrades 6 als Auslösevorrichtung
zur Signalgebung, wobei dasselbe mit der Steuerwelle 9 fest verbunden ist und die
Steuerwelle in der Spielzeugzwischenwand 12 und im aufgebogenen Spielzeugboden in
der Längsrichtung verschiebbar gelagert ist.
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An ihrem unteren Ende ist eine Feder 8 angeordnet, die die Steuerwelle
9 bis zum Anschlag nach oben verschiebt und in dieser Lage festhält. Am Steuerrad
6 ist der Druckknopf 7 bei diesem Ausführungsbeispiel nur angedeutet. Beim Druck
auf das Steuerrad 6 bzw. auf den angedeuteten Druckknopf 7 wird die Steuerwelle
9 in ihrer Längsrichtung verschoben und die Feder 8 zusammengedrückt. Eine an der
Steuerwelle 9 angebrachte Anquetschung oder Nase 21 steht in der Ruhelage gegen
die Ringscheibe io des Hebels 17 an. Derselbe ist am Spielzeugkörper in Aufbiegungen
i9 drehbar gelagert und wird durch die Feder 18 in seiner ursprünglichen Lage gehalten.
Er steht in der Ruhelage gegen das Umlaufglied 4 des Federlaufwerkes 2 an und hemmt
dadurch den Ablauf desselben. Wird die Steuerwelle 9 durch Druck auf das Steuerrad
6 oder den markierten Druckknopf 7 in Längsrichtung verschoben, so drückt die Nase
2i die Ringscheibe io des Hebels 17 aus ihrer Lage, wodurch der Hebel 17 verschwenkt
wird und dadurch das Umlaufglied 4 am Federwerk 2 freigibt. Wird der Druck auf das
Steuerrad6 bzw. auf den Knopf 7 aufgehoben, so schiebt die sich entspannende Feder
8 die Steuerwelle 9 in ihre ursprüngliche Lage zurück, die Nase 21 der Steuerwelle
9 gibt die Ringscheibe io frei, und der Hebel 17 wird durch die Feder 18
in seine ursprüngliche Lage zurückgezogen, wodurch das Federlaufwerk 2 durch das
Anstehen des Umlaufgliedes 4 an der Nase 2o des Hebels 17 gesperrt wird.
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Die Anordnung der Auslösev orrichtung und Signaleinrichtung kann auch
so ausgebildet sein, daß die Ablauffreigabe des Werkes anstatt durch Druck auch
durch Zug an den einzelnen Betätigungsmitteln erfolgt.
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Fig. 5 zeigt eine ähnliche Anordnung, bei der der Druckknopf 7 nur
vorgetäuscht ausgebildet ist und unter Federdruck steht. Die Verschiebung der Steuerwelle
g erfolgt dabei durch Druck auf den Knopf 7. Durch das Nachgeben des Steuerrades
6 und des Druckknopfes 7 wird der Eindruck erweckt, als ob
die Auslösung
der Signaleinrichtung durch die Betätigung des vorgetäuschten Druckknopfes 7 erfolgt.
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Beim Nachlassen des Druckes auf den Knopf 7 schiebt die zusammengedrückte
Feder 8 die Steuerwelle 9 und mit ihr das Steuerrad in seine ursprüngliche Lage
zurück, während die Feder 8 lediglich den Zweck hat, den Druckknopf 7 beim Nachlassen
des Druckes aus dem Steuerrad herauszuschieben. Die Auslösevorrichtung ist dabei
dieselbe wie die in Fig. q. gezeigte.
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Fig. 6 zeigt eine Anordnung, bei der die Steuerwelle 9 statt in der
Längsrichtung in der Richtung nach unten unter Druck verschiebbar ist und durch
die, auf ihr fest aufgebrachte keilförmige Ringscheibe den Zwischenhebel 17 verschiebt
und dadurch das Signalwerk auslöst.
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Die in den Ausführungsbeispielen dargestellte akustische Signalvorrichtung
in ihreic Gesamtheit kann für beliebige Fahrspielzeuge verwendet werden. Auch ist
die Anordnung der einzelnen Teile der Signaleinrichtung nicht an die Darstellung
der Ausführungsbeispiele gebunden.