DE683259C - Vorrichtung zum Spannen fertiggeformter Glasgefaesse, insbesondere Ampullen - Google Patents

Vorrichtung zum Spannen fertiggeformter Glasgefaesse, insbesondere Ampullen

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DE683259C
DE683259C DEM126768D DEM0126768D DE683259C DE 683259 C DE683259 C DE 683259C DE M126768 D DEM126768 D DE M126768D DE M0126768 D DEM0126768 D DE M0126768D DE 683259 C DE683259 C DE 683259C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/18Re-forming and sealing ampoules

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medical Preparation Storing Or Oral Administration Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Spannen fertiggeformter Glasgefäße, insbesondere Ampullen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen fertiggeformter Glasgefäße, insbesondere Ampullen, zum splitterfreien öffnen. Es ist bereits grundsätzlich. bekannt, fertige Ampullen mit Spannungen zum splitterfreien öffnen zu verseheil.
  • Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden die Glasgefäße bzw. Ampullen in Halter eingesetzt, die in einem umlaufenden Gestell drehbar angeordnet sind. Die Halter tragen in der Höhenlage verschiebbare und durch eine Bremsung in jeder -Lage festgehaltene Innenbüchsen. In gleicher Achse mit den Büchsen befinden. sich oberhalb derselben an Führungsstangen auf und ab bewegbare durchbohrte Werkzeuge, die, über dien Ampullenhals greifend, die Ampullen bei der Abwärtsbewegung, gegebenenfalls unter Verschiebung der Innenbüchse, mit dem für die Erteilung der Spannung vorgesehenen Halsteil in eine Ebene bringen, in der an einer der folgenden Arbeitsstellen die zur Spannung benötigten Flammen sich befinden. Beim Einrichten auf Höhe werden die Ampullen durch das Werkzeug gleichzeitig zentriert. Nachdem Einrichten hebt sich das Werkzeug wieder ab, und die Ampulle wandert mit dem Werkzeug durch die zur Erwärmung dienenden Flammen, worauf sich das Werkzeug, das gleichzeitig zur Hervorrufung der Spannung ausgebildet ist, wieder' auf den Ampullenhals, diesen ringsum berührend, senkt und hier durch entsprechend langes Verweilen die Spannung hervorruft.
  • Es können sowohl oben offene als auch oben geschlossene Ampullen gespannt werden. Im letzteren Falle wird die Ampulle außer an der Spannstelle noch durch eine kleine Stichflamme an der .äußersten Spitze erwärmt, so daß durch den Überdruck der erwärmten InnenIuft an der Spitze -eine Öffnung entsteht. Diese Methode, durch Erwärmung der Innenluft und starkes Erhitzen der zu öffnenden Stelle eine Öffnung im Glase herzustellen, ist grundsätzlich bekannt.
  • Es können sowohl Ampullen mit einem Spieß als auch solche mit zwei Spießen verarbeitet werden.
  • Die abgebildete beispielsweise Ausführung der Vorrichtung zeigt 12 Stellen einer runden, sich um ihre Achse drehenden, aufrecht stehenden Vorrichtung. Selbstverständlich können auch andere, nicht runde Führungsformen, bei denen das Tragmittel in sich selbst zurückkehrt, Verwendung finden. Zum besseren Verständnis sind die Bewegungsteile fortgelassen und der Kreis aufgerollt, so daß die 12 Stellen m einer Linie erscheinen. Die Drehung erfolgt vorteilhaft nicht absatzweise, sondern fortlaufend. An der Stelle i ist im Schnitt die Lagerung der Ampulle gezeichnet. Die drehbaren Lagere sitzen in dem Kranz d. In e sitzt, auf und ab beweglich und gegen zu leichte Verschiebung in dieser Richtung durch Federring s abgebremst, die Büchse b. Diese enthält einen durchbohrten Boden, auf d sich Ampullen mit flachen und runden Bö und solche mit zwei Spießen aufsetzen k nen. In der Abbildung ist der zweite Spiel gestrichelt dargestellt. Eine aus einem schlecht leitenden Werkstoff bestehende Platte c,' die durch einen Deckel k gesichert ist und gegebenenfalls Aussparungen aufweist, damit sie die Ampulle nicht auf den ganzen Umfang umfaßt, dient dazu, die Ampulle in Mittellage zu richten. Diese Platte c ist auswechselbar und wird bei starken Durchmesserunterschieden, z. B. bei ganz verschiedenen Ampullengrößen, durch mit größeren oder kleineren mittleren Aussparungen versehene Platten ersetzt. Die Ampulle a wird auf einer freien Stelle eingesetzt. Alsdann wird - auf Stelle 2 die Buchse b durch den Schieber k gehoben. Auf Stelle 3 wird die Ampulle samt der Büchse z. B: mit dem Spanner f auf die gewünschte Tiefe gedrückt. Der Federrings hält die Büchse in dieser Höhe fest, während der Spanner sich abhebt, uni aus dem Wege zu sein und um die Ampulle trotzdem ein wenig ,auszurichten. Auf Stelle q wird durch die Flammen vit der herausragende Teil an der später zu spannendien Stelle erwärmt. Dabei dehnt sich die Luft aus, und durch die vorteilhaft seitlich herankommende Flamme ist der Luft Gelegenheit gegeben, das Glas zum Platzen zu bringen und unter Hinterlassung eines feinen Loches zu entweichen. Gegebenenfalls kann die Ampulle an dieser Stelle auch noch von unten her erhitzt werden, falls der Unterdruck in ihr sehr stark war. Nun arbeitet auf !den Stellen 5 und 6 die Flamme vz und erwärmt die Spannstelle weiter, - bis diese. die nötige Wärme besitzt. Alsdann senkt sich bei 7, der Spanner f nieder und bleibt nun in dieser Stellung so lange wie nötig, um der Stelle die zur Spannung nötige Wärmemenge zu entziehen. Das Werkzeug berührt dabei die Ampulle längs einer Linie vorteilhaft mit Unterbrechungen, die eine genaue Bemessung dieser Spannung ermöglichen, so daß es auf die Zeit des Auflegens nicht unbedingt ankommt. Auf der Stelle i o sieht man, daß der Spanner sich erhebt; auf der Stelle i i hat er die Ampulle freigegeben, so daß man sie herausnehmen kann, und auf der Stelle i z und gegebenenfalls einigen weiteren Stellen wird wieder eine Ampulle eingesetzt. Die Anordnung des zweiten Spanners ist zur Vermeidung von Undeutlichkeiten nicht gezeichnet. Er erfordert eine zweite Flamme und ein zweites Werkzeug, welches nicht fest mit dem ersten in Höhenstellung verbunden sein kann, da der Verlauf der Hälse oft ungleichmäßig ist. Deshalb läßt sich das zweite Werkzeug beliebig gegenüber dem ersten vertchieben; beispielsweise kann es bei I I ganz -' k das untere auffallen und sich bei 3 Soweit nötig von ihm abheben, um durch eine ."i#>,tstellung in diesem Abstand von f zu verbleiben. Die Kurve, die die Bewegungen der die Spanner tragenden Stangeng, die auf den Rollen r laufen, verursacht, ist mit i bezeichnet; g auf Stelle 5 und 6 zeigt d_e Achsen und die Drehrollen,' die dort die Drehung des Halters e bewirken; p zeigt die Spannungsstelle, zu deren Erzeugung die Maschine dient.
  • Beim Niederdrücken. des Werkzeuges auf die zu spannende Stelle läßt sich durch Erzeugung eines stärkeren Druckes und gegebenenfalls durch Erwärmen einer Stelle unterhalb der Spannstelle der Ampulle auch noch ein Wulst verleihen, welcher dazu dienen kann, die Spannungsstelle noch mehr zu schützen oder Unterscheidungsmerkmale zu schaffen.
  • Bei schnellem Gang der Maschine ist es unter Umständen erforderlich, die Spannwerkzeuge zu kühlen,- damit sie beim Auftreffen auf die erhitzte Glasstelle eine nicht zu hohe Temperatur aufweisen. In Fällen, in denen die Anschaffung vorstehender Maschine wegen des Preises nicht in Frage kommt; lassen sich die sämtlichen Arbeitsstufen, die hier auf 12 oder mehr Stellen verteilt sind, auf ein und derselben Stelle vornehme, wobei freilich ein langsameres Arbeiten und. eine größere Anzahl von Handgriffen nötig sein 'werden.
  • Die Maschine kann nach Bedarf mit anderen Maschinen, z. B. solchen zum Füllen und Schließen, zusammengestellt werden, da es besonders vorteilhaft sein kann, die durch die Hitze sterile Ampulle gleich zu füllen.
  • Der Erfindungsgegenstand ist als Maschine gezeichnet; es ist jedoch möglich, einzelne oder auch alle Arbeitsvorgänge von Hand auszuführen.-Die technischen Vorteile bestehen u. a. darin, daß man den Ampullen auf diese Weise eine Spannung oder gar deren mehrere. verleihen kann, die nicht nur zum entsprechend häufigen splitterfreien öffnen der Ampullen dienen, sondern die auch in jeder beliebigen Weise ausgeführt werdenkönnen, und daß die Ampullen jede beliebige Form haben können, runde, flache oder eckige Form. Beispielsweise kann die abgebildete Maschine Ampullen von i .bis i o ccm verarbeiten, wobei nur das Plättchen c ausgewechselt zu werden braucht. Es spielt auch keine Rolle, ob der Hals dicker oder dünner im Durchmesser ist; denn der Fühler tastet die Dicke ab und legt sich so tief, wie es der Umfang gestattet, so daß, z. B. auf einer und derselben Maschine flache und runde Böden, dickere oder dünnere Ampullen durcheinander und nacheinander hergestellt werden können. Sodann schadet es für die Maschine und das Verfahren nichts, wenn die Ampullen schiefe Hälse haben, da das Werkzeug .sie geradegerichtet, und schließlich komriit . im Gegensatz zu den bekannten Ampullen mit gespannter Trennstelle für splitterfreies öffnen diese Maschine überall dort in Frage, wo es sich darum handelt, eingebrannte Aufschrift zu haben, da die schon bei der Herstellung gespannte Ampulle die Spannung beim Einbrennen der Farbe unter Umständen wieder verliert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ' i. Vorrichtung zum Spannen fertiggeformter Glasgefäße, insbesondere Ampullen, zum splitterfreien Öffnen, gekennzeichnet durch mehrere in einem umlaufenden Gestell (d) drehbar eingesetzte, zum Einmitten .der Ampullen dienende Halter (e), in Verbindung mit einzeln oder in Mehrzahl in unterschiedlicher Höhe angeordneten Brennern (m, n), an denen die Ampullen vorbeibewegt werden, und über den Haltern (e) angeordnete, z. B. über Führungsstangen oder Bänder auf und ab bewegbare durchbohrte Werkzeug (f) die die Ampullen in die Halter (e) herunterdrücken, wobei ein Richten des Ampullenhalses bewirkt wird, und durch die nach erneutem Erwärmen der Ampullen an den zu spannenden Stellen durch ringsum gleichzeitiges Berühren das Spannen der Ampullen erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (e) als Zylinder ausgebildet sind, in denen sich eine ,auswechselbare durchbohrte, durch eine ebenfalls durchbohrte Kappe (h) festgehaltene Scheibe (c) sowie eine mit durchbohrtem Boden versehene, im Zylinder (e) verschiebbare, mit Bremsvorrichtung (s) versehene Büchse (1b) zur Aufnahme und zum Einmitten der Ampullen befindet.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Spannen geschlossener Ampullen vor der Arbeitsstelle (7), ,an der die Ampullen gespannt werden, jedoch hinter der Arbeitsstelle (3), ,an der sie zwangsläufig auf Höhe eingestellt werden, in der Bewegungsbahn der Ampullenspitzen ein besonderer, eine scharfe Stichflamme erzeugender Brenner (i) zum Öffnen der Ampullenspieße vorgesehen ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121777B (de) * 1953-08-24 1962-01-11 Dichter E H Jakob Dr Ing Verfahren zum splitterfreien Herstellen einer Fuelloeffnung an im wesentlichen zylindrischen Spiessen geschlossener Ampullen
EP0111710A1 (de) * 1982-11-16 1984-06-27 Schott-Ruhrglas Gmbh Verfahren zum Herstellen von Rohrfläschchen
EP0244746A1 (de) * 1986-05-06 1987-11-11 Schott Ruhrglas Gmbh Glasgefäss, insbesondere Ampulle, und Verfahren zur Behandlung dieses Glasgefässes

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121777B (de) * 1953-08-24 1962-01-11 Dichter E H Jakob Dr Ing Verfahren zum splitterfreien Herstellen einer Fuelloeffnung an im wesentlichen zylindrischen Spiessen geschlossener Ampullen
EP0111710A1 (de) * 1982-11-16 1984-06-27 Schott-Ruhrglas Gmbh Verfahren zum Herstellen von Rohrfläschchen
EP0244746A1 (de) * 1986-05-06 1987-11-11 Schott Ruhrglas Gmbh Glasgefäss, insbesondere Ampulle, und Verfahren zur Behandlung dieses Glasgefässes
DE3615287A1 (de) * 1986-05-06 1987-11-12 Schott Ruhrglas Glasgefaess, insbesondere ampulle, und verfahren zur behandlung dieses glasgefaesses

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