DE728077C - Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Glasgegenstaenden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Glasgegenstaenden

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DE728077C
DE728077C DEV36907D DEV0036907D DE728077C DE 728077 C DE728077 C DE 728077C DE V36907 D DEV36907 D DE V36907D DE V0036907 D DEV0036907 D DE V0036907D DE 728077 C DE728077 C DE 728077C
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DE
Germany
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pressing
glass
burner
tool
flames
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Expired
Application number
DEV36907D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Mihaly Von Neumann
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ELECTRICITAETS AG
Ver Gluehlampen & Elec AG
Original Assignee
ELECTRICITAETS AG
Ver Gluehlampen & Elec AG
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/24Manufacture or joining of vessels, leading-in conductors or bases
    • H01J9/32Sealing leading-in conductors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Glasgegenständen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung, und zwar durch Pressen erfolgende Formglebung von solchen Glasgegenständen, welche in der Regel .in dieselben eingeschmolzene oder durch sie geführte Metallkörper enthalten. Es sind dies z. B. die mit Stromzuführungs- und/oder Haltedrähten versehenen Füße von elektrischen Entladungsröhren und Glühlampen, bei welchen bekanntlich zwischen den Glas- und Metallkörpern eine luftdichte, mechanisch feste und zuverlässige Verbindung erforderlich ist.
  • Für diesen Zweck sind zahlreiche Verfahren bekannt, bei welchen sowohl die nach Maß erfolgende Formgebung wie auch die erwünschte Einschmelzung der Metalldrähte beim Pressen zwischen Schablonen bewerkstelligt wird. Bei anderen Verfahren bezweckt das Pressen in erster Linie ein so starkes Aufdrücken des erweichten Glases auf die Stromzuführungen, daß diese in das Glas gut einschmelzen sollen, doch brauchen hierbei die Maße der Preßstelle bzw. Einschmelzstelle des erhaltenen Stückes nicht sehr genau eingehalten zu werden. Die Schwierigkeiten sind bekannt, welche die Anwendung dieser Verfahren bei der Massenerzeugung verursacht, hauptsächlich infolge der ungleichen Erwärmung und Abkühlung des Glases und des Metalls, wodurch zwischen dem Glas und dem Metall eine schlechte Bindung und innerhalb des Glases erhebliche innere bleibende Spannungen entstehen können. Aus diesem Grunde mußten bei den bisherigen Verfahren die Maschinen sehr sorgfältig eingestellt werden, und das Verfahren erforderte zahlreiche Arbeitsstufen, z. B. eine mehrstufige Vorwärmung, eine neuerliche Erwärmung nach Abkühlung usw. Demzufolge war die Leistung dieser Verfahren, besonders bei komplizierteren Stücken, verhältnismäßig gering, der Wärmeverbrauch hingegen infolge der Zwischenabkühlung und anderer Gründe ziemlich groß.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bezweckt die Verminderung bzw. die Ausschaltung dieser Nachteile der bekannten Verfahren und besteht im wesentlichen darin, daß die die Einschmelzung der Metallteile bezweckende Pressung des Glases zumindest mit einem Werkzeug vorgenommen wird, dessen Preßfläche zugleich als ein das Glas auf die Pressungstemperatur erwärmender, mit Gas-Sauerstoff-Gemisch gespeister Brenner ausgebildet ist. Die Kombination dieser Maßnahmen bewirkt, daß die Metallteile mittels des dünnflüssig geschmolzenen Glases, welches in diesem Zustande auf dieselben gegossen wird, auf die nötige Temperatur erwärm= werden, ferner daß das Glas unmittelbar vor dem Pressen äußerst hoch erhitzt wird und die Zeitspanne der Unterbrechung zwischen Erhitzen und Pressen sozusagen auf Null herabgesetzt werden kann. Da beim Preßvorgang der Brennerkopf mit dem geschmolzenen Glase in unmittelbare Berührung kommt, so muß hierbei auch die durch das geschmolzcne Glas zu befürchtende Verstopfung der Brenneröffnungen verhindert werden, Die A":strittsöffnungen der durch das Gas-Sauersic.ff-Gemisch gespeisten erfindungsgemäßen Brenner bestehen deshalb aus dermaßen engen Bohrungen, vorzugsweise unter o,5 mm Durchmesser oder noch schmäleren Spalten, in welche das stark viscose Glas infolge seiner Oberflächenspannung selbst beim Pressen nicht eindringen, also diese nicht verstopfen kann. Die Anwendung von Brennern mit so kleinen Öffnungen wird durch die bei Brennern für die Glasbearbeitung an sich bekannte Speisung mit Sauerstoff-Gas-Gemisch ermöglicht, weil die große Verbrennungsreaktionsgeschwindigkeit des Gasgemisches wie auch seine hohe Flammentemperatur sogar bei so geringem Durchmesser und bei so kurzen, z. B. zwischen 0,5 bis 2 mm liegenden Flammenlängen, die rasche Entwicklung und Übertragung der nötigen Wärmemenge gestattet. Dies wird auch dadurch gefördert, daß derartig kleine Flammen in großer '1nzahl und eng aneinander im Preßwerlzzeug angeordnet werden können, ohne daß ihre Verbrennungsprodukte die Entwicklung der einzelnen benachbarten Flammen hindern würden. Die Kürze der Flammen und die Verstopfungsfreiheit der Brenner ermöglicht ferner, daß das Preßwerkzeug, welches auch gleichzeitig die Erhitzung bewerkstelligt, während der ganzen Dauer der Erhitzung sehr nahe am Glase ist und das Pressen ohne praktische Unterbrechung der Erhitzung als einen abschließenden Vorgang derselben durchführt. Der Umstand, daß das Werkzeug selbst als Brenner ausgebildet ist, sichert schließlich die entsprechende Vorwärmung des Werkzeuges und die Verwertung. der bei anderen Brennern in Verlust geratenden Wärmemenge.
  • Diese Wechselwirkung hat den Erfolg, daß bei Herstellung von z. B. scheibenförmigen Entladungsrohrfüßen, welchen die genaue Form durch Formpressung bei gleichzeitiger Einschmelzung der Zuführungen gegeben wird, das Erwärmen, Pressen und Einschmelzen innerhalb 3 bis 4 Sekunden durchgeführt werden kann. Dabei entfallen auf die mittels der hervorschnellenden Flammen zu erfolgende Erwärmung der Preßwerkzeuge nur etwa 2 Sekunden, und die gewonnenen Füße sind trotz dieser äußerst raschen Arbeit in jeder Hinsicht einwandfrei, obwohl sie beim Erwärmen im Verhältnis zu den Flammen gar nicht bewegt wurden, vielmehr die Gleichmäßigkeit der Erhitzung durch die große Anzahl der die Füße erreichenden Flammen gesichert wurde.
  • Naturgemäß dürfen diese Flammen äußerst hoher Temperatur, um die Sprunggefahr ztt verhindern, bloß auf bereits vorgewiirlnte Gläser einwirken, doch wurde festgestellt, daß diese Vorwärmung mit Hilfe von strahlender Wärme, z. B. mit der bloß iooo bis 1200° C betragenden strahlenden Wärme elektrischer Widerstandsheizkörper, sehr rasch, sicher und wirtschaftlich durchgeführt werden kann, wobei es zweckmäßig erscheint, den Abstand zwischen dem Glasgegenstand und dem Heizkörper während des Vorwärmens allmählich zu verringern.
  • Es ist beim Pressen von Glas an sich bekannt, die Preßwerkzeuge oder das Glas vor dem Pressen durch vorgesehene Brenner auf die gewünschte Arbeitstemperatur zu erhitzen.
  • Demgegenüber werden in den zum erfindungsgemäßen Verfahren angewendeten Werkzeugen, welche in der Regel aus dem üblichen, für diesen Zweck entsprechenden Metall bzw. einer Metallegierung hergestellt sind, feine Bohrungen oder Spalte mit einem Durchmesser von z. B. o,2 bis 0,4 mm angebracht, welche untereinander innerhalb des Werkzeugkörpers mittels entsprechender, an Brennstoffzuführungsleitungen angeschlossener Kanäle verbunden sind. Das zu verbrennende Gas, welches zweckmäßig Leuchtgas isst, aber auch ein. anderes Kohlenwasserstoffgas sein kann, wird, mit Sauerstoff gemischt, in die Brenner reingeführt, wobei die Mischkammer, welche mit dem üblichen Sicherheitssieb versehen ist, möglichst nahe an den Brenneröffnungen angeordnet ist. Da die genaue Einstellung -solch kleiner Flammen mit dem Auge nur schwer überwacht werden kann, werden in die Gas- und Sauerstoffleitung, wie bei Gasbrennern an sich bekannt, zweckmäßig Gasgeschwindigkeitsmesser, z. B. mit einer Drosselspule oder Venturiröhre verbundene Differentialmanometer, eingebaut. Im Augenblick des Pressens kann man die Gasgemisch- oder Sauerstoffzuführung auch schließen, doch ist dies nicht unbedingt erforderlich, wenn die Speisung der Brenner unter solchen Druckverhältnissen erfolgt und/oder die Preßdauer derart kurz ist, daß in dem Brenner während des Pressens keine schädlichen überdrucke entstehen können.
  • Die Ausführung der zum erfindungsgemäßen Verfahren angewendeten Werkzeuge, deren Bewegung, die Anordnung der Brenneröffnungen in denselben, deren Anzahl wie auch andere konstruktive Einzelheiten können jeweilig nach Bedarf gewählt werden, ebenso können bei der Herstellung der üblichen, z. B. beiderseitig flach gedrückten Röhren oder Lampenfüße beide Werkzeuge mit Brennern versehen oder auch mehrteilige Preßwerkzeuge angewendet werden, und man kann das Pressen auch für andere Zwecke, z. B. zwecks genauer Formgebung eines Teiles der bereits mit Stromzuführungen versehenen Füße, durchführen. In diesem Fall hat es den großen Vorteil, daß infolge der raschen Erhitzung sich die bereits ihre Endgestalt besitzenden nicht mehr zu formenden Teile kaum erwärmen, was oft sehr wichtig ist, weil dadurch eine unerwünschte Änderung in der Lage der Stromzuführungen zueinander ausgeschlossen wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung werden in einem Beispiele an Hand der skizzenartigen Zeichnung näher beschrieben, die den Längsschnitt des zu formenden Glaskörpers in verschiedenen Abschnitten der Formgebung darstellt. In der Zeichnung vergrößerten Maßstabes ist der zum Pressen der Einschmelzstelle dienende Teil eines aus gepreßtem Glas bestehenden Entladungsrohrfußes, ferner die zur gleichzeitigen Formgebung der Einschmelzstelle desselben dienende Vorrichtung ersichtlich, und zwar in Fig. r in offener Schmelzstellung mit eingelegtemGlaskörperundStromzuführungen, in Fig. 2 in Preßstellung.
  • In der Öffnung ra des Werkzeuges r ist die Stromzuführung :2 untergebracht, deren Lage durch das untere, engere Ende der Öffnung genau bestimmt ist, da sie an den Seiten und dem Boden der Stromzuführungsöffnung anliegt. Die Stromzuführung ragt durch die Öffnung 3a des gepreßten Glaskörpers 3. hindurch,, welche einen größeren Durchmesser als die Stromzuführung besitzt. Die Lage des Glaskörpers zum Werkzeug z wird durch eine beliebige bekannte Vorrichtung gesichert. Die Form der Öffnung 4a des Preßwerkzeuges q. entspricht der Form des anzufertigenden Einschmelzteiles, die Öffnung q.b hingegen dient zur Aufnahme der Stromzuführungen und des beim Pressen etwa verbleibenden Glasüberschusses. Aus einer in der Zeichnung nicht dargestellten Mischkammer strömt das Sauerstoff-Leuchtgas-Gemisch durch die Bohrung 5 in die Verteilungsleitung 6 und von hier in die Brennerbohrungen 7, deren Durchmesser etwa 0,3 mm beträgt. Die durch diese heraustretenden Flammen 8 bringen den durch sie getroffenen und bereits vorgewärmten Teil des Glaskörpers 3 in einigen Sekunden zum Schmelzen und erweichen dessen Umgebung.
  • In der in Fig. 2 ersichtlichen Stellung des Werkzeuges q. werden die Blasöffnungen durch das mit demselben in Berührung stehende Glas verschlossen, die Flammenwerden ausgelöscht, und sofort darauf erfolgt das Pressen. Da die Stromzuführung 2 durch das daraufgeflossene geschmolzene Glas und durch die strahlende Wärme der sehr heißen Flammen 8 gut vorgewärmt wurde, wird durch das Pressen eine @einwandfrele, luftdicht schließende, an der gewünschten Stelle liegende, genau geformte Einschmelzstelle erzielt; mit entsprechender Ausgestaltung der Öffnung q.b kann man sogar erreichen, daß die Stromzuführungen ohne besonderen Materialaufwand verhältnismäßig hoch mit Glas überzogen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Pressen von Glasgegenständen, insbesondere mit eingeschmolzenen Metallteilen, z. B. mit Stromzuführungen versehenen Füßen für elektrische Lampen oder Entladungsröhren, gekennzeichnet durch die Verwendung mindestens eines zugleich als Brenner ausgebildeten Werkzeuges mit an der Oberfläche austretenden Brenneröffnungen, wobei vorzugsweise die durch Pressen zu formenden Teile des Glaskörpers durch unmittelbar aus dem Preßwerkzeug austretende Flammen auf die Preßtemperatur erhitzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glaskörper vor der Erhitzung des umzuformenden Teiles auf die Preßtemperatur mittels strahlender Wärme vorgewärmt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch zumindest ein zugleich als Brenner ausgebildetes Preßwerkzeug (q.), das mit inneren Bohrungen (5, 6) für die Brennstoffzuführung und mit an der Oberfläche austretenden Brenneröffnungen (7), vorzugsweise unter o,5 mm Durchmesser, versehen ist, wobei die zweckmäßig mit Sauerstoff und Iolilenwasserstoffgasgemisch erfolgende Speisung der Brenner durch mit Gasgeschwindigkeitsmessern versehene Organe regelbar ist.
DEV36907D 1939-08-16 1940-08-08 Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Glasgegenstaenden Expired DE728077C (de)

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