DE896545C - Verfahren zur Herstellung von OEffnungen bzw. rohrfoermigen Ansaetzen an Gefaessen aus Glas - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von OEffnungen bzw. rohrfoermigen Ansaetzen an Gefaessen aus GlasInfo
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Classifications
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- C03B23/00—Re-forming shaped glass
- C03B23/26—Punching reheated glass
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- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Öffnungen bzw. rohrförmigen Ansätzen an Gefäßen aus Glas An Glasgefäßen, wie sie beispielsweise für die Herstellung von elektrischen Entladungsapparaten benötigt werden, werden Ansätze in der Regel in -der Weise hergestellt, daß zunächst die :betreffende Stelle örtlich hoch erhitzt wird und dann durch inneren Überdruck, durch. Hineinblasen, die erweichte Glasmasse ausgeblasen wird. Je nach der während des Blasens herrschenden Temperaturverteilung und -dem angewendeten Druck entsteht auf :diese Weise eine Öffnung oder ein kurzer rohrförmiger Ansatz an der GefäBwan@dung. Durch die Öffnung oder den Ansatz können beispielsweise Stromleiter in das Gef12ß eingeführt und gegebenen,-falls unter Zwischenfügung von weiterem Glas mit der Gefäßwand verschmolzen werden. Für die MassenherstellungvonGlasgefMen ist das !bekannte Verfahren nicht geeignet, wenn es darauf ankommt, die Öffnungen bzw. Ansätze an genau vorgeschriebenen Stellen und in möglichst genau reproduzierbarer Form zu erzeugen. Besondere Schwierigkeiten :bereitet es bei den bekannten Verfahren, mehrere einander --benachbarte öffnungen :bzvv. Ansätze an dem Glasgefäß =zubringen.
- Diese Schwierigkeiten wenden bei dem erfindunigsgemiMen Verfahren, beidem zunächst ebenfalls die Gefäßß@wandung an der mit einer Öffnung bzw. einem Ansatz zu versehendenStelle bis zumErweichenerhitzt wird, dadurch vermieden., daß das Ausblasen in einer Form geschieht, :die an den Stellen, an denen das erweichte Glas ausgeblasen werden soll, mit Bohrungen bzw. Vertiefungen versehen ist. Die Form selbst besteht zum mindesten an der Stelle, an der sie mit dem erweichten Glas in Berührung kommt, aus einem Werkstoff, (der unter den Bedingungen, beidenen das Ausblasen erfolgt, an. dem erhitzten Glas nicht haftet. Je nach den Anforderungen, .die an die Genauigkeit gestellt werden, kann die Form aus Hartholz, Graphit oder einen Metall mit entsprechend hohem Schmelzpunkt, beispielsweise Eisen, bestehen.
- Die Figuren zeitigen in zum Teil schematischer Darstellung an Hand zweier Ausführungslbeispiele die Durchführung :des Verfahrens nach der Erfindung. Das aus Glas, gegebenenfalls auch aus. Quarzglas bestehende Gefäß i wird durch den Halter 2: in die Flamme des Brenners 3 gebracht und zunächst so- weit erhitzt, @daß bei -der örtlichen Erhitzung durch:,d'ie spitzen Flammen q. das Glas nicht springt. Während der nachfolgenden Einwirkung der Flammen q. wird zweckmäßig selbsttätig der Brenner 3 ganz oder teilweise außer Betrieb gesetzt. Nachdem die örtliche Erhitzung mittels der Fl.ammen4d'urchgeführt ist, wird Idas Gefäß i, in die Form 5 gebracht, dlie an den Stehen, anderen die Öffnungen bzw. Ansätze erzeugt werden sollen, entsprechend( geformte Vertiefungen oder Bohrungen aufweist. Durch den Ansatz 6 wird, wie durch dien Pfeil angedeutet, Luft oder Druckgas in das Gefäß i geblasen und damit :die erweichte Glasmasse, soweit sie vor Vertiefungen oder Bohrungen der Form 5 zu liegen kommt, wie in Fing. 2 angedeutet, ausgeblasen, so daß Öffnungen bzw. Anisätze entstehen.
- Die Länbge ,der Ansätze ist im wesentlichen !durch die zur Verfügung stehende Glasmenge bestimmt. Es ist deshalb zweckmäßig, dien mit Ansätzen zu versehenden. Teil oder Gefäßwandung starkwandiger auszuführen als das übrige Gefäß. Eine solche Verdickung des Bodens 7 des Gefäßes i ist in Fig. 2 angedeutet.
- Falls,die auf diese Weise erzeugten: Arnsiätze nicht ,die für den Gebrauch erforderlicheLänge aufweisen, können sie nachträglich, wie Fig. 3 zeigt, .durch. Ansätze von Rohrstücken, verlängert werden.
- Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Gefäß i zunächst über dem Brenner angeordnet und dann in die Form gebrachf werden m@uß, ist es für ]die Massenherstellung zweckm:Uig, die erforderliche Relativbewegung der genannten Teile zwein, arider sowie die Steuerung der Gaszufuhr für die Bremner und` der Preßluft bzw. des Preßgases zum Ausblasen selbsttätig in einem vorbestimmten Zeitablauf vorzunehmen. Falls es sich um ein Glas mit sehr geringem Ausdehnungskoeffizienten handelt, das auch vom kalten Zustand aus eine örtliche Erhitzung ohne zu springen verträgt, braucht der Brenner 3 nicht vorgesehen zu werden. An. Stelle des Brenners 3 kann. bei empfindlichen Gläsern auch durch. Regelung der Gaszufuhr, der Form und Stelhing der Düsen und gegebenenffalls des Luft-Gas-Gemisches- bzw. Sauerstoff-Gas-Gemisches zum Vorwärmen eine ausgedehntere oder weniger heiße Flamme mit dem .gleichen Brenner q. erzeugt werden, @dIer spiäter zur hohen örtlichen Erhitzung der Gefäßwandung an Iden auszublasenden Stellen dient.
- Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gefäß i nur mit zwei Ansätzen versehen. In derselben Weise können jedoch gleichzeitig auch noch weit mehr Ansätze, beispielsweise vier oder acht, an d er gleichen Seite d'es Gefäßes hergestellt werden.
- Besonders bei Gläsernmit niedrigem Erweichung spunkt ist es. unter Umständen zur Erzeugung von Öffnungen oder kurzen: Ansätzen nicht erforderlich, die Gefäßwandung nur örtlich mit Hilfe der Flammen q. hoch. zu erhitzen. Die Erhitzung kann vielmehr auf .den ,unteren Teil, an dem bei dem Aus-:führungs'beispiel die Öffnungen bzw. Ansätze erzeugt werden sollen, ausgedehnt werden, da bei dem. Ausblasen auch, in; diesem Falle nur an, den Stellen, an denen entsprechende Vertiefungen oder Bohrungen in :der Form 5 vorgesehen sind, ein Ausblasen erfolgen kann. Die Art der vorherigen Erhitzung hängt davon ab-, ob es sich .um ein, Glas mit einem über einen großen Temperaturbereich ausgedehnten Bereich des plastischen Zustandes handelt (kurzes Glas) oder um ein Glas, das nur in einem eng begrenzten Temperaturbereich in :der geschilderten Weise bearbeitet werden kann.
- Bei der Massenfabrikation ist es unter Umstälnden zweckmäßig, auch,das Einführen des Glasgefäßes in den Halter 2- sowie d'as Ablegen des mit Öffnungen oderAnsätzem versehenen Gefäßes selbsttätig durchzuführen. Das unter Umständen erforderliche Auskühlen; :des mit Öffnungen bzw. An-§'ätzen versehenen Gefäßes .ii kann in einem besonderen Kühlofen oder durch eine entsprechende Flamme, beispielsweise mittels des Brenners 3, in der beschriebenen Vorrichtung selbst, vorzugsweise selbsttätig, vorgenommen werden.
- Falls es nicht erforderlich ist, @daß die Ansätze rohrförmig sind, wenn sie also nur am Ende geschlossene Erweiterungen dies Gefäßes darstellen sollen, die beispielsweise zum Anbringen von Haltevorrichtungen benutzt werden können, empfiehlt es sich, entweder den Gasdruck nicht bis auf den zum Durchblasen erforderlichen Wert zu steigern oder die Form 5 an den .betreffenden. Stellen nicht mit Bohrungen, wie in, Fig. 2 dargestellt, sondern led'iglic'h mit Vertiefungen zu versehen, gegen deren Wandung sich das ausgeblasene Glas ohne Bildung einer öffnung anlegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Öffnungen bzw. rohrförmigen Ansätzen an Gefäßen aus Glas, bei, dem zun2'chst die Gefäßwandung örtlich erhitzt wird-, dadurch gekennzeichnet, daß ,das Ausblasen der Gefäßwandung in einer Form durchgeführt wird, die mit entsprechenden Vertiefungen oder Bohrungen versehen ist. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung des mit Öffnungen oder Ansätzen zu versehenden Glasgefäßes gegenüber dem zur Erhitzung dienenden Brenner und,der Form sowie die Steuerung der Gaszufuhr, der Zusammensetzung des Gasgemisches und gegebenenfalls der Form und Lage der Düsen des Brenners und der Druckluft 1bzw. Druckgaszufuhr selbsttätig vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
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1940
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