DE682786C - Elastisches Doppelschubgelenk - Google Patents
Elastisches DoppelschubgelenkInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60K—ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
- B60K17/00—Arrangement or mounting of transmissions in vehicles
- B60K17/22—Arrangement or mounting of transmissions in vehicles characterised by arrangement, location, or type of main drive shafting, e.g. cardan shaft
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Pivots And Pivotal Connections (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. OKTOBER 1939
21. OKTOBER 1939
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 682786 KLASSE 63 c GRUPPE
V 33382 HJo3C
®ipL-3itg. Siegfried Walther in Berlin-Tempelhof
ist als Erfinder genannt worden.
Clemens A. Voigt in Berlin Elastisches Doppelsclidbgelenk
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1936 ab
Patenterteilung bekanntgemacht am 5. Oktober 1939
Im Kraftfahrzeugbau wird die Kardanwellenleitung in einem Gehäuse eingeschlossen,
das an einem Ende am Differentialgetriebekasten und am anderen Ende am Fahrzeugrahmen
befestigt ist. Dieses Gehäuse hat hauptsächlich den Zweck, die beim Anfahren und Bremsen auftretenden Schubkräfte
aufzunehmen, die Wellenleitung also zu entlasten, andererseits muß es auch genügend
Bewegungsfreiheit besitzen, um die durch das Reaktionsmoment des Hinterachsantriebes
bedingten Verdrehungen zulassen zu können.
Man verwendete deshalb bisher ein metallenes Kugelgelenk, das an dem einen Ende des
Gehäuses die Kardankupplung umschloß und gleichzeitig die Befestigungsstelle des Gehäuses
am Fahrzeugrahmen darstellte. Der Nachteil dieses Gelenkes besteht vor allem in seiner Herstellungsschwierigkeit und dann in
dem Umstand, daß es geschmiert werden muß. Man ging -deshalb dazu über, solche
Gelenke als elastische Schubgelenke auszubilden, doch konnte man bald die Erfahrung.
machen, daß von dem Kugelgelenk nicht in jeder Richtung der gleiche Verdrehungswinkel
gefordert wird, und man mußte daher auf diese Erkenntnis die Zerstörung solcher '
elastischer Gelenke zurückführen. Der Grund zu der Verschiedenheit der Verdrehungswinkel in bestimmten Richtungen liegt darin,
daß im allgemeinen der Hebelarm von Mitte Gelenk bis Mitte Hinterachse wesentlich
größer ist als der Hebelarm, der durch die halbe Spurweite bestimmt wird. Hierdurch
wird also bei gleicher Sprunghöhe des Rades der Verdrehungswinkel in der zur Fahrtrichtung
senkrechten Ebene bedeutend größer als jener der in Fahrtrichtung liegenden Ebene.
Dieser gewünschte Grad der erhöhten Winkelverschieblichkeit in der erwähnten Ebene läßt
sich bei einem Gummikugelgelenk, in dem der Gummi festhaftend mit den Metallteilen verbunden
ist, nicht immer erreichen, zumal schon deshalb, weil zwischen Fahrgestell und Kupplungsumfang oft nur ein kleiner Raum
zur Verfügung steht, der dann nicht genügt,
dem Gummi des Kugelgelenkes die für die erwünschte Beweglichkeit notwendige Gummistärke
zu geben.
Wollte man aber den Gummi zwischen die beiden Kugelschalen des Gelenkes nicht durch
Haftung, sondern lediglich durch Pressung einbringen, dann würde der Preßdfuck infolge
des unvermeidlichen Verschleißes bald verschwunden sein, und das Gelenk würde im
ίο weiteren Verlauf seiner Benutzung bald unbrauchbar werden.
Von der Erkenntnis ausgehend; daß trotz aller dieser Schwierigkeiten das elastische
Kugelgelenk für den beschriebenen Zweck besonders geeignet und erwünscht ist, weil seine
Vorteile gegenüber dem reinen Metallgelenk, nämlich Fortfall der Schmierung, einfachere
Herstellung ohne besondere Präzisionsarbeit und schließlich die Fernhaltung von durch das
Triebwerk hervorgerufenen Erschütterungen vom Fahrgestell, sehr hoch bewertet werden
müssen, ist durch die vorliegende Erfindung die Verwendungsmöglichkeit des elastischen
Kugelgelenkes in Gestalt eines Doppelschubgelenkes ermöglicht. Erfindungsgemäß wird
dies dadurch erreicht, daß ein an sich bekanntes, aus einem zwischen zwei konzentrischen,
hohlkugeligen Metallschalen festhaftend angeordneten Gummikörper bestehendes Kugelgelenk
mit seiner äußeren Metallschale am Fahrzeugrahmen, mit seiner inneren Metallschale unter Zwischenschaltung eines weiteren,
an sich bekannten ringförmigen Gummimetallgelenkes' an dem rohrförmigen Gehäuser
teil der Kardanwelle befestigt ist, so daß dessen allseitige^ allen Anforderungen angepaßte
Winkelbeweglichkeit erzielt wird.
Es ist leicht einzusehen, daß ein solches
Schubgelenk jede gewünschte Winkelverstellung des Gehäuses zu erreichen möglich macht,
da man es bei vorgeschriebener Stärke des hohlkugelförmigen Gummikörpers noch immer
in der Hand hat, die Nachgiebigkeit der Gummimetallscheiben durch Änderung der
Gummistärke oder -härte in beliebigem Maße zu ändern.
Die Zeichnung veranschaulicht in einem Längsschnitt den Gegenstand der Erfindung.
Die Wellenabschnitte 1 und 2 stellen zusammen mit der Kupplung 3 einen Teil der
nachgiebigen Wellenleitung dar. Die Kupplung wird von einem elastischen Kugelgelenk
umhüllt, das aus zwei hohlkugelig gestalteten konzentrischen Metallteilen besteht, zwischen
denen der Gummikörper 4 festhaftend angeordnet ist.
In der Zeichnung ist beispielsweise die äußere Metallschale aus zwei Teilen 5 und 6
gebildet, die an ihrem größten Kugelkreis in Flanschen auslaufen, längs welcher die Befestigung
an dem Fahrzeuggestell mittels Schrauben 7 vorgenommen werden kann. Die
innere Metallschale 8 läuft an ihrem einen Ende in einen möglichst kurzen rohrförmigen
Stutzen 9 aus. 6g
Die Verbindung der inneren Metallschale 8 mit dem rohrförmigen Gehäuse 10 erfolgt
unter Zwischenschaltung eines ringförmigen Gummimetallgelenkes, das aus zwei an einem
Gummiring 11' festhaftend angebrachten
Scheiben 12 und 13 besteht. An die Scheiben
12 und 13 sind Winkelflansche 14 und 15 mit
Hilfe der Schrauben 16 und 17 befestigt, und der Flansch 15 steht mit dem Gehäuse 10
z. B. durch Schweißung in Verbindung, während der Flansch 14 mit dem ringförmigen
Stutzeng der inneren Schale 8 durch ein mit
Gewinde versehenes Rohr stück 18 verbunden ist. Ein Bolzen 19 sichert diese Verbindung
gegen Lösung durch Verdrehen.
Die äußeren und inneren Metallschalen können zur Begrenzung der axialen Verschiebung, wie in der Zeichnung dargestellt,
auf einer oder, wenn notwendig, auch auf beiden Seiten umgebördelt sein, so daß eine in
axialer Richtung etwa auftretende Kraft entsprechend hart aufgenommen wird.
Dieses elastische Doppelgelenk wirkt nun in folgender Weise:
Wird das Gehäuse 10 in der Querebene verdreht, dann wird diese Verdrehung wesentlich
bestimmt durch die Schubverformung des scheibenförmigen Gummikörpers 11, zu der
dann noch ein Betrag aus der Schubverformung des kugelförmigen Körpers 4 hinzutritt.
Wird dagegen das' Gehäuse 10 in. seiner Längsebene verdreht, dann kommt die Schubverformung des hohlkugelförmigen Gummikörpers
im Kugelgelenk in erster Linie für seine Winkelverschieblichkeit in Frage, während
eine Zug-Druck-Verformung des ringförmigen
Gummikörpers 4 eine kleine zusätzliche Winkelverdrehung ermöglicht. Die
Schubkräfte beim Anfahren und Bremsen werden sowohl von dem Gummikugelgelenk
als auch von der ringförmigen Gummischeibe aufgenommen; und man hat es leicht in der
Hand, die Härte dieser Aufnahme in gewünschten Grenzen zu halten.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Elastisches Doppelschubgelenk, bestehend aus zwischen Metallteilen festhaftend angeordneten Gummikörpern für die Einkleidung von Kardanwellen an Fahrzeugen aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekanntes, aus einem zwischen zwei konzentrischen, hohlkugeligen Metallschalen (8 bzw. 5, 6) festhaftend angeordneten Gummikörper (4) isso bestehendes Kugelgelenk mit seiner äußeren Metallschale (5, 6) am Fahrzeugrah-men, mit seiner inneren Metallschale (8) unter Zwischenschaltung eines weiteren, an sich bekannten ringförmigen Gummimetallgelenkes (ii, 12, 13) an dem rohrförmigen Gehäuseteil (10) der Kardanwelle (2) befestigt ist, so daß dessen allseitige, allen Anforderungen angepaßte Winkelbeweglichkeit erzielt wird.
- 2. Elastisches Doppelschubgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung der beiden elastischen Einzelgelenke möglichst gering ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33382D DE682786C (de) | 1936-12-16 | 1936-12-16 | Elastisches Doppelschubgelenk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33382D DE682786C (de) | 1936-12-16 | 1936-12-16 | Elastisches Doppelschubgelenk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682786C true DE682786C (de) | 1939-10-21 |
Family
ID=7588062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV33382D Expired DE682786C (de) | 1936-12-16 | 1936-12-16 | Elastisches Doppelschubgelenk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682786C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1021213B (de) * | 1952-05-05 | 1957-12-19 | Metallgummi G M B H | Elastische Kupplung |
| DE1028433B (de) * | 1956-05-11 | 1958-04-17 | Daimler Benz Ag | Lagerung des Antriebsaggregates von Kraftfahrzeugen |
| DE973633C (de) * | 1954-09-10 | 1960-04-21 | Lemfoerder Metallwaren G M B H | Kugelgelenk fuer Spurstangen und sonstige Lenkgestaenge, insbesondere bei Kraftfahrzeugen |
| DE2729927A1 (de) * | 1977-07-02 | 1979-01-04 | Tschan Albert Kg Maschf | Drehnachgiebige kupplung |
| DE3616232A1 (de) * | 1986-05-14 | 1987-11-19 | Stromag Maschf | Hochelastische wellenkupplung |
| WO1992013734A1 (de) * | 1991-01-30 | 1992-08-20 | Dr. Ing.H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Antriebsaggregat für kraftfahrzeuge |
| DE4111613A1 (de) * | 1991-04-10 | 1992-10-15 | Bayerische Motoren Werke Ag | Fahrzeugkarosserie |
-
1936
- 1936-12-16 DE DEV33382D patent/DE682786C/de not_active Expired
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5509495A (en) * | 1991-01-30 | 1996-04-23 | Dr. Ing. H.C.F. Porsche Ag | Drive assembly for motor vehicles |
| DE4111613A1 (de) * | 1991-04-10 | 1992-10-15 | Bayerische Motoren Werke Ag | Fahrzeugkarosserie |
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