DE682074C - Verfahren zum Herstellen von gewendetem Hausschuhwerk - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von gewendetem Hausschuhwerk

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DE682074C
DE682074C DER83719D DER0083719D DE682074C DE 682074 C DE682074 C DE 682074C DE R83719 D DER83719 D DE R83719D DE R0083719 D DER0083719 D DE R0083719D DE 682074 C DE682074 C DE 682074C
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DE
Germany
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slippers
adhesive
glue
casein
adhesives
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Expired
Application number
DER83719D
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English (en)
Inventor
Heinrich Roediger
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Individual
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units
    • A43B13/28Soles; Sole-and-heel integral units characterised by their attachment, also attachment of combined soles and heels
    • A43B13/32Soles; Sole-and-heel integral units characterised by their attachment, also attachment of combined soles and heels by adhesives

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstelle'n von gewendetem Hausschuhwerk Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens zum Herstellen von gewendetem Hausschuhwerk nach Patent 647 gi 2.
  • Gemäß der Erfindung wird der zum Aufkleben der Ledersohle auf die Zwischenfilzsohle vor dem Wenden dienende Kalkcaseinleim durch ein Gemisch von Casein mit Na:tronkalk als Klebstoff ersetzt, dessen Bestandteile sich sehr innig verm ' ischen und zum Zweck, des Gebrauchs mit Wasser zu einem homogenen Leim anrühren lassen. Der Zusatz von Natronkalk erfolgt in solchen Mengen, daß nach dem, Trocknen des Leims die entsprechende Kalkverbindung erhalten wird.
  • An Stelle von Casein lassen sich auch andere Klebstoffe tierischer Herkunft, nämlich Blutalbumin, Haut-, Knocheffleim o.,dgl., verwenden. Gegebenenfalls können den Klebstoffen auch anorganische Farbstoffe zur Verbesserung der Konsistenz und zur Regel lung der Eindringtiefe des Klebstoffes zugesetzt werden, auch Gerb- oder Härtemittel, wie Formaldehyd, Chromalaun, Tannin u. dgl., und Fäulnisverhinderungs- und Weichhaltungsmittel, wie Schwefel, Kampfer, Naphthalin, Fluornatrium, Kreosotsalze u. dgl., können zugesetzt werden.
  • Die Verwendung dieser Klebstoffe hat , geg genüber den bisher verwendeten Klebstoffen eine Reihe von Vorteilen, auf die nachstehend näher eingegangen werden soll.
  • Die Zusammensetzung des Kleibstoffs gewährleistet eine völlige Homogenisierung des Leims und damit ein gleichmäßiges Aufstreichen und eine ebensolche Klebestelle. Außerdem wird die Konsistenz und die Erhärtungsdauer günstig auf den Verwendungszweck, die Ledersohle auf die Filzzwischensohle vor dem Wenden des Schuhwerks aufzukleben, abgestimmt.
  • Durch die weiteren Zusätze von anorganischen Farbrstoffen wird die Eindringtiefe des Klebstoffs in die Filzzwischensohle vermindert und auf diese Weise eine Klebstoffschicht erzielt, welche nach der Erhärtung hohe Elastizität aufweist. Der Zusalz der üblichen Härtungsmittel hat vor allen Dingen dann Bedeutung, wenn Eiweißstoffe verwendet werden, welche auch mit erheblichen Kalkmengen nicht zu einer völligen Erhärtung führen.
  • Wie bereits angegeben, wird nach der Erfindung den genannten'Klebstoffen Natronkalk zugesetzt, damit nach dem Trocknen die entsprec he nden schwer löslichen Caldum:verbindungen entstehen. Zu der völligen Unlöslichkeit dieser Stoffe, welche jedoch erst einige Zeit nach der Trocknung eintritt, kann auch das Leder selbst beitragen, da es saure Gerbstoffe aus der Zurichtung enthält, welche üindrsält# die Keutralisation des freien, zum Lösen der Klebstoffe benutzten Alkalis und andererseits eine Art Gerbung der verwendeten Klebmittel erzielen, indem durch den Wassergehalt der Klebstoffe die Gerbstdffe zur Lösung und zur Reaktion mit den Kleb_ mitteln gebracht werden.
  • Das Verkleben der Ledersohle mif der Filzzwischensohle oder mit dem Schaft durch den im Anspruch i genannten Klebstoff bei nicht gewendetem Schuhwerk ist nicht Gegenstand der Zusatzerfindung. Blutalbumin, Haut- oder Knochenleim o. dgl. hat man bereits zum Verleimen von Holz, zur Herstellung von Anstrichfarben und zur Papierleimung verwendet.

Claims (2)

  1. PATtN'EÄ N S P R-U C H t! i. Verfahren zum Herstellen von ge- wendetem Hausschuhwerk nach Patent 647 912, dadurch gekennzeichnet, daß der Kalkcaseinleim durch ein Gemisch -von Casein und Natronkalk unter Zusatz von Wasser ersetzt wir#d.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Casein Blutalbumin, Haut- oder Knochenleim o. dgl. verwendet wird. 3, Verfahren nach Anspruch i und :2, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Klebmittel anorganische Farbstoffe oder zwecks Härtung geringe Mengen von Aldehyden, Chromalaun, Tannin o. dgl. 7ugefügt sind.
DER83719D 1929-09-12 1930-07-08 Verfahren zum Herstellen von gewendetem Hausschuhwerk Expired DE682074C (de)

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