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Kernrohrartiges Geschoß zur Entnahme von Proben aus dem noch nicht
verrohrten Teil von Bohrlöchern In dem Patent 65697o desselben Erfinders ist eine
Vorrichtung zur Entnahme von Proben aus dem noch nicht verrohrten Teil von Bohrlöchern,
insbesondere aus deren Seitenwandung, vermittels eines von einer in das Bohrloch
herabgelassenen Schießvorrichtung aus eingetriebenen Geschosses beschrieben, wobei
das kernrobrartige Geschoß :durch eine nachgiebige Verbindung, die nach dem Abschießen
bestehen bleibt, mit der Schießvorrichtung verbunden ist.
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Die Erfindung betrifft ein solches kernrohrartiges Geschoß zur Entnahme
von Proben aus dem noch nicht verrohrten Teil von Bohrlöchern, insbesondere aus
deren Seitenwandung, vermittels einer in das Bohrloch herabgelassenen Schießvorrichtung
und besteht darin, daß das Geschoß an seinen beiden Enden geschlossen und gegebenenfalls
vorher luftleer gemacht ist, wobei seine Vorderwand so ausgebildet ist, d'aß sie
durch den Aufprall auf die Erdschichten eingedrückt wird. Nach einer Ausführungsform
der Erfindung kann die Vorderwand des Geschosses von einer aufgelöteten Platte gebildet
werden.
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Nach der Erfindung kann das Geschoß auch vorteilhaft so ausgebildet
sein, daß es die Entnahme einer Probe des Strömungsmittels in einer porösen Schicht
gestattet.
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Auf den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen des Gegenstandes
der Erfindung beispielsweise.,darges-tellt.
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Abb, i ist ein senkrechter Schnitt einer Vorrichtung mit einer nachgiebigen
Verbindung zwischen dem Geschoß und der Schießvorrichtung, wobei das kernrohrartige
Geschoß an seiner vorderen Seite offen ist.
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Abb,2 ist ein senkrechter Schnitt durch eine Vorrichtung, bei der
das völlig geschlossene und luftleere Geschoß eine Vorderwand besitzt, welche durch
den Aufprall des Geschosses auf die Erdschichten eingedrückt werden .soll.
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Abb. 3 und q. sind Schnitte von Geschossen, die einen Behälter zur
Aufnahme einer Strömungsmittelprobe und zu .deren unversehrter Aufbewahrung während
der Zuttageförderung besitzen.
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Gemäß der Darstellung in Abb. r enthält die Vorrichtung zur Entnahme
von Proben beispielsweise .einen Körper i, in dem eine Explosionskammer 2 vorgesehen
ist, die ein Explosionsmitte13 enthält, dessen Entzündung das Abschießen des kernrohrartigen
Geschosses q. bewirkt, das mit dem Körper i
durch ein biegsames
Metallseils verbunden ist. Das eine Ende des Metallseils ist vermittels einer Schraube
6 an dem Geschoß und sein anderes Ende durch eine Schraube 7 an einem Metallstöpsel
8 befestigt, der in den Körper i der Vorrichtung eingeschraubt ist.
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Gemäß der Erfindung besitzt das Geschoß 4, das von einem an seinem
vorderen Ende offenen und an seinem hinteren Ende verschlossenen Locheisenrohr gebildet
wird, am hinteren Ende- öffnungen 9. Wenn das Geschoß unter diesen Be-, dingüngen
abgeschossen wird, um dort eine Probe zu entnehmen, so wird das Wasser oder die
Spülung des Bohrloches, die ganz zuerst in das Geschoß eingedrungen war, aufs diesem
durch die öffnungen ausgetrieben.
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Bei der in Abb.2 veranschaulichten Vorrichtung besteht die nachgiebige
Verbindung zwischen der Schießvorrichtung und dem Geschoß aus zwei Metallseilen
io, die am Geschoß 4 vermittels Augen i i 'und am Körper i der Vorrichtung durch
Schrauben 12 befestigt sind. Das aus einem Löcheisenrohr bestehende Geschoß ist
an seinem hinteren Ende durch. einen Boden 13 verschlössen; der von einem mit Schraubgewinde
versehenen Loch 14 durchbohrt ist, das durch einen mit Gewinde versehenen Schraubstöpsel
15 verschlossen ist. An seinem vorderen Ende enthält das Geschöß eine Öffnung
16, die, enger ist als das Innere des Geschosses und durch eine auf die Schneide
18 des Locheisenrohres aufgelötete Platte 17 verschlossen ist, so daß das
Locheisenrohr auf diese Weise :dicht ausgebildet ist.
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Wenn das Geschoß abgeschossen wird; so wird .die Platte 17 durch den
Aufprall des Geschosses auf die Erdschichten abgeschnitten und legt sich in der
in gestrichelten Linien dargestellten Lage 17' auf den Boden des Geschosses.
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Dias in Abb.3 veranschaulichte Geschoß besteht aus einem Locheisenrohr
mit einem Boden i g, der von einer mit = Schraubgewinde versehenen öffnung :durchbohrt
ist, die zur Aufnahme des Schraubstöpsels 2o dient. Eine Wand 2i teilt das Geschoß:
in zwei Räume 22 und 23 und weist eine öffnung 24 auf, die für gewöhnlich durch
ein Ventil geschlossen ist. Dieses besteht aus einer Metallkugel ä 5 und einer Feder
26, :die sich ;gegen den Boden des Geschosses stützt und die Kugel gegen den öffnungsumriß
27 der Mittelwand drückt. Der vordere Teil des Geschosses. enthält eine Öffnung
28, die vor der Probeentnahme durch eine dünne, aufgelötete Platte 29 abgeschlossen
ist. Die Wand 21 hat nach vorn hin einen ebenen Umfangsteil 3o, der einige Einschnitte
31 aufweist. Das Geschoß ist vorn mit zwei Augen 32 zur Aufnahme der
biegsamen Verbindungsseile 33 und hinten mit einer Kautschukdichtung 34 zur Erzielung
der Dichtigkeit der Schießvorrichtung versehen.
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Wenn das Geschoß vorher leer ist, so bewirkt der Aufprall auf den
Böden das Eindrücken der -Platte 29, welche sich in der gestrichelten Läge 29' auf
den Sitz 30 legt. Zu gleicher Zeit, wie der Boden in das Geschoß eindringt, wird
die Kuge125 infolge des Druckes des Strömungsmittels nach hinten gedrückt, welches;
durch die Einschnitte 31 und die öffnung 24 hindurchgehend, den hinteren Behälter
23 füllt. Wenn dieser angefüllt ist, gleichen sich die Drücke in den beiden Räumen
22 und 23 aus, und die Kugel 25 wird durch die Feder z6 auf ihren Sitz 3o gedrückt:
Das im hinteren Behälter 23 enthaltene Strömungsmittel wird unversehrt zur Erdoberfläche
gebracht, wo man es durch Herausschrauben des hinteren Stöpsels 2o entnimmt.
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Das in Abb.4 veranschaulichte Geschoß besteht aus einem Löcheisenrohr
35, dessen hintere; mit Schraubgewinde versehene öffnung durch einen metallischen
Schraubstöpsel 36 verschlossen ist und dessen vordere öffnung 37 durch die dünne,
aufgelötete Platte 38 abgeschlossen ist. Eine mittlere, mit öffnungen 4o versehene
Wand 39 trennt das Geschoß in zwei Räume 41 und 42. Ein Ven-43, dessen Schaft durch
eine der öffnuntil gen 49 hindurchgeht und welches mit einer Feder 44 versehen ist,
schließt für gewöhnlich die Öffnungen 40. Zwei Augen 45 an der Vorderseite des Geschosses
dienen zur Befestigung der nachgiebigen Verbindungsseile 46.
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Der Aufprall des Geschosses auf :die Bodenschichten zerschneidet die
Platte 38. Der Boden und Idas Strömungsmittel dringen in den Raum 41 ein, und ihr
Druck drückt auf das Ventil 43, das die öffnungen q.0 freigibt. Sobald die Strömungsmittel
den. hinteren Raum 42 angefüllt haben, verschließt das. Ventil von neuem die öffnungen
4o unter Einwirkung der Rückstellfeder 44. Das im Raum 42 eingeschlossene und unverändert
zur Erdoberfläche gebrachte Strömungsmittel wird durch Herausschrauben des Stöpsels
36 entnommen.