DE113305C - - Google Patents

Info

Publication number
DE113305C
DE113305C DENDAT113305D DE113305DA DE113305C DE 113305 C DE113305 C DE 113305C DE NDAT113305 D DENDAT113305 D DE NDAT113305D DE 113305D A DE113305D A DE 113305DA DE 113305 C DE113305 C DE 113305C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
piston
plug
bullet
jacket
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT113305D
Other languages
English (en)
Publication of DE113305C publication Critical patent/DE113305C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B39/00Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
    • B63B39/10Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by damping the waves, e.g. by pouring oil on water

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65«.
LEVIN LAKE in BALTIMORE. Oelgeschofs zum Vertheilen von Oe! auf der Meeresoberfläche.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1899 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Oelgeschofs zum Vertheilen von OeI über die Meeresoberfläche.
Es kommt oft vor, dafs in Stürmen auf dem Meere die Sicherheit von Schiffen durch Brechen der Wellen gefährdet ist; diese Gefahr kann jedoch vermieden werden, wenn dem Brechen der Welle rechtzeitig vorgebeugt wird. Es ist schon seit längerer Zeit bekannt, dafs auf der Meeresoberfläche vertheiltes OeI das Brechen der Welle verhütet, jedoch ist es immer schwer gewesen, das OeI auf der Oberfläche der Wellen am richtigen Punkt und im richtigen Augenblicke mit Sicherheit derart zu vertheilen, dafs das Brechen verhütet wird.
Gemäfs vorliegender Erfindung geschieht dies durch ein Oelgeschofs, welches von einem Geschütz abgefeuert wird und, mit Genauigkeit auf den gewünschten Punkt geworfen, sich beim Aufschlagen auf das Wasser öffnet und die Oelladung auf die Meeresoberfläche gerade von dem Zeitpunkt ab vertheilt, wo das Geschofs durch den Wasserstofs geöffnet ist, während das Geschofs bei seinem Flug durch die Luft die Oelladung zurückhält und das Entweichen desselben verhütet.
Es ist auch erforderlich, das Oelgeschofs in solcher Lage in der Flugbahn zu erhalten, dafs es genau mit dem Kopf voraus aufschlägt. Es geschieht dies, wie es auch bei anderen Geschossen bereits bekannt ist, . durch Anbringung von Nuthen, Rillen oder dergl. am hinteren Ende.
Auf beiliegender Zeichnung giebt:
Fig. ι eine Gesammtansicht, wie das Oelgeschofs von einem Schiff aus auf dem Meere mittelst eines Geschützes nach einem bestimmten Punkte der Meeresoberfläche abgefeuert wird.
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt des Oelgeschosses mit parallel laufenden Nuthen auf den Umfang des hinteren Endstöpsels,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt des. Oelgeschosses mit schraubenförmig laufenden Nuthen auf den Umfang des Endstöpsels.
In Fig. 2 und 3 ist der Geschofsmantel 1 ein Cylinder, dessen beiderseits offene Enden auf der einen Seite — dem Vorderende — durch den Kolben 4 und auf der anderen Seite — dem Hinterende — durch Stöpsel 6 geschlossen sind. Am Vorderende und innerhalb des Cylinders ist ein Futter 2 angeordnet, welches sich nur auf eine kurze Länge innerhalb des cylinderförmigen Geschofsmantels erstreckt. Am äufseren Umfang und gleichfalls am Vorderende des Geschofsmantels ist zur Beschwerung desselben ein zweckmäfsig aus Blei oder dergl. angefertigter Ring 3 befestigt. Ein Kolben 4 mit passender Liderung ist am Vorderende des Geschofsmantels innerhalb des Futters genau eingepafst und die Kolbenstange 5 verbindet Kolben 4 mit einem Kolbenkörper bezw. Stöpsel 6, der das Hinterende des Geschofsmantels schliefst. Zwischen dem Kolben 4 und dem Stöpsel 6 wird das OeI in das Geschofs eingefüllt und geschieht dies entweder durch Oeffnen des Geschofsmantelhinterendes oder indem am Hinterende des Geschosses der Stöpsel 6 von der Kolbenstange abgenommen und nach dem Füllen wieder aufgeschraubt wird oder in anderer geeigneter Weise. Der Stöpsel 6 wird aus
leichtem Material, und zwar zweckmäfsig aus Holz hergestellt und kann an dem Umfange mit parallelen (Fig. 2) oder schraubengewindeartigen (Fig. 3) Nuthen 7 versehen werden, welche den Zweck haben, das Geschofs in der Flugbahn in richtiger Lage zu erhalten.
Die Erfahrung hat gelehrt, dafs die besten Ergebnisse mit dem Oelgeschofs erhalten werden, wenn dasselbe derart construirt ist, dafs der Kolben nebst Stöpsel 4, 5, 6 ganz aus dem Geschofsmantel 1 durch den Stofs des Wassers beim Aufschlagen des Geschosses ausgetrieben wird. Beim Austreiben des Kolbens 4 wird der Stöpsel 6, sowie das zwischen dem Kolben 4 und dem Stöpsel 6 befindliche OeI mitgenommen. Um die leichte Trennung des Kolbens 4 vom Geschofsmantel zu bewirken, ist das Vorderende des Geschofsmantels mit einem Futter 2 versehen, welches sich nur auf eine kurze Länge in den cylinderartigen Geschofskörper erstreckt. Der Kolben 4 ist also nur auf die Länge des Futters 2 im Geschofsmantel öldicht eingepafst.
Aus dem Vorhergehenden ist es ersichtlich, dafs das Oelgeschofs nach beendeter Flugbahn mit dem beschwerten Kopfe voraus auf die Wasseroberfläche aufschlägt. Der Kolben 4 wird hierbei, weil er verhältnifsmäfsig viel Widerstand findet, durch die Kraft des Wasserstofses die Reibung an dem Futter 2 des Geschofsmantels 1, welcher sehr viel weniger Widerstand findet, zugleich aber infolge seines gröfseren Gewichtes viel mehr lebendige Kraft, als der leichtere Kolben besitzt, überwinden und in das Innere des Geschofsmantels 1 über das Futter 2 hinausgetrieben. Ist der Kölben 4 über Futter 2 hinausgetrieben, so kann sich der Kolben 4 frei in dem Cylinder 1 nach oben bewegen, welche Aufwärtsbewegung durch den Auftrieb des leichten Stöpsels 6 nach dem gänzlichen Untertauchen unterstützt wird, während der an seinem Vorderende mit einem Bleiring beschwerte Geschofsmantel auf den Meeresgrund sinkt.
Damit der Kolben durch die Reibung nur in einem bestimmten Mafse, d. h. auf einem kurzen Wege in dem Futter 2 festgehalten wird, darf das Futter nur eine geringe Länge haben. Wenn die Reibung über die ganze Länge des Cylinders vorhanden wäre, so würde der Kolben leicht im Cylinder hängen bleiben und mit dem Geschofsmantel auf den Meeresgrund sinken. Das OeI würde sich nur schwer oder gar nicht aus dem Geschofs entleeren.
Hat der Kolben beim Aufschlagen des Geschosses auf das Wasser das Futter 2 noch nicht ganz überschritten, so wird die gänzliche Trennung noch durch den Auftrieb des leichten Stöpsels 6 unterstützt.
Damit die Vorrichtung. sich möglichst wirksam erweist, ist es wünschenswerth, dafs das Oelgeschofs unter einem- solchen Winkel abgefeuert wird, dafs die Kolbenfläche möglichst wenig schräg zum Niveau auftrifft.

Claims (2)

Pa tent-Ansprüche:
1. Oelgeschofs zum Vertheilen von OeI auf der Meeresoberfläche, dadurch gekennzeichnet, dafs ein cylinderförmiger und mit OeI gefüllter Geschofsmantel (1) an seinem vorderen Ende beispielsweise aufsen durch einen Ring (3) ζ. Β. aus Blei beschwert und innen auf eine kurze Länge mit einem Futter (2) versehen ist, in welches letztere ein leicher Kolben (4) öldicht eingepafst ist, der an seinem hinteren Ende durch einen leichten, mit dem Kolben (4) durch Stange (5) verbundenen Stöpsel (6) verschlossen ist, zum Zwecke, beim Aufschlagen des Oelgeschosses auf das Wasser eine Trennung von Geschofsmantel und Kolben dadurch herbeizuführen, dafs der schwere und im Wasser wenig Widerstand findende Mantel mit grofser Heftigkeit in das W7asser eindringt, während der leichte und einen grofsen Widerstand findende Kolben zurückbleibt, sich von dem Mantel trennt und das OeI aus diesem herausbefördert.
2. Anordnung eines Stöpsels (6) zum Verschlufs des Hinterendes des im Anspruch 1 genannten Oelgeschosses, wobei der Stöpsel (6) aus möglichst leichtem Materiale, z. B. Holz, hergestellt ist, um für den Fall, dafs beim Aufschlagen des Geschosses auf das Wasser der Kolben aus dem Futter (2) nicht ganz herausgezogen sein sollte, die Trennung des Kolbens durch den Auftrieb des Stöpsels zu unterstützen, wobei das Hinterende des Stöpsels mit parallelen oder schraubenförmigen Nuthen (7) versehen sein kann, um das Oelgeschofs in richtiger Lage in der Flugbahn zu halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT113305D Active DE113305C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE113305C true DE113305C (de)

Family

ID=382898

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT113305D Active DE113305C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE113305C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091895B (de) * 1957-01-05 1960-10-27 Hermann Langkraer Als Rakete ausgebildeter Flugkoerper zum Verteilen von OEl auf der Meeresoberflaeche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091895B (de) * 1957-01-05 1960-10-27 Hermann Langkraer Als Rakete ausgebildeter Flugkoerper zum Verteilen von OEl auf der Meeresoberflaeche

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0238818B1 (de) Ein durch kinetische Energie wirkendes Treibspiegelgeschoss
DE2727970A1 (de) Projektil
DE2703638C2 (de)
DE2444488A1 (de) Zerbrechliches uebungsgeschoss aus kunststoff
DE2919358C2 (de) Geschoß für Handfeuerwaffe
DE1703427A1 (de) Bolzenschussgeraet
DE1453821C3 (de) Morse rubungsgranate
DE1453811B1 (de) Panzergranate
DE113305C (de)
DE2353204A1 (de) Sprenggeschoss
DE2000363A1 (de) Rakete mit Hohlladung
DE211778C (de)
EP0146745A1 (de) Unterkalibriges, stabilisiertes Mehrzweckgeschoss
DE1578109B2 (de) Zerfallgeschoss
DE2439304A1 (de) Geschoss, insbesondere panzerbrechendes geschoss
DE2135301A1 (de) Übungsgeschoß
DE840661C (de) UEbungsgranate
DE1553866A1 (de) Vorrichtung zum Abschluss eines Geschosses
DE19727C (de) Neuerungen an Pfeilgeschossen für Geschütze
DE679275C (de) Kernrohrartiges Geschoss zur Entnahme von Proben aus dem noch nicht verrohrten Teil von Bohrloechern
DE975806C (de) Gewehrgranate
DE24182C (de) Flachköpfiges Artilleriegeschofs
DE57493C (de) Geschofs, dessen Flugbahn ganz unter Wasser oder auch zum Theil in der Luft liegt
DE81072C (de)
AT58521B (de) Geschütz für Flugzeuge, Ballons und dgl.