DE81072C - - Google Patents

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DE81072C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/02Stabilising arrangements
    • F42B10/22Projectiles of cannelured type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/02Stabilising arrangements
    • F42B10/22Projectiles of cannelured type
    • F42B10/24Projectiles of cannelured type with inclined grooves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
.JL
Das Geschofs besteht aus einem von specifisch leichtem Material gefertigten Mantel, welcher in der durch die Zeichnung erläuterten Weise einen aus specifisch schwerem Metall hergestellten, eigenthümlich geformten Geschofskern umgiebt. Der Mantel und auch der untere an die Peripherie stofsende Theil des Geschofskernes ist von schmalen, verhältnifsmäfsig tiefen, ununterbrochen vom Boden des Geschosses bis zur Spitze desselben schraubenförmig, gleichmäfsig durchlaufenden Nuthen umgeben; am Boden des Geschosses ist ein Blättchen aus Seidenpapier angebracht, welches den ganzen Boden bedeckt und an den Stellen, wo sich die Nuthen befinden, fein eingestochen oder eingeschnitten ist.
Dieses Geschofs wird — in einer gewöhnlichen Patronenhülse — direct auf das hineingeschüttete Pulver oder anderen Explosivstoff gesetzt. Das Blättchen verhindert das Hineinfallen der Pulverkörner etc. in die Nuthen, ermöglicht aber ein unbehindertes sofortiges Eindringen der Pulvergase in die Nuthen.
Durch die Anordnung des specifisch leichten Mantels und schweren Kernes erhält das Geschofs ein zum Verhältnifs seiner Kalibergröfse nur sehr geringes Gewicht, etwa das einer Büchsenkugel Kaliber 11,5 des Mausergewehres, ca. 20 bis 25 g, bei Kalibergröfse 16 des Geschosses und gestattet demnach die Verwendung einer im Verhältnifs zum Geschofsvolumen geringen Triebkraft, z. B. der Pulverladung einer gewöhnlichen Flintenpatrone Kaliber 16 gleich ca. 5 g, während ein Geschofs in gleicher ! Kalibergröfse 16 aus Blei ca. 100 g wiegen würde. Das Geschofs wird daher mit der gewöhnlichen Pulverladung weiter geschleudert werden, als ein solches in gleichem Volumen von 100 g Gewicht.
Der Schwerpunkt des Geschosses liegt in der Mitte der Längsachse. Durch die vom Boden des Geschosses bis zur Spitze desselben auf der Oberfläche des leichten Mantels führenden schraubenförmigen Nuthen wird das Geschofs, sobald es aus einem glatten Laufe verschossen wird, durch die unbehindert an der äufsersten Peripherie des Mantels vom Boden des Geschosses aus in die Nuthen eindringende Triebkraft: Luft, Pulvergase etc. im Laufe gedreht und zur Rotation gebracht. Lediglich dadurch, dafs die Triebkraft gleich vom Boden des Geschosses aus beim ersten Angriff auf das Geschofs die äufsersten Nuthen des Geschofsmantels trifft, wird die Drehung und Rotation gewährleistet, denn je weiter diese Nuthen, welche hier gewissermafsen die Stelle der Flügel eines Windmotors vertreten, vom Mittelpunkt der Längsachse entfernt sind und je leichter der die Nuthen führende Mantel im Verhältnifs zur Geschofskernachse ist, desto leichter und schneller wird Drehung und Rotation erfolgen.
Es ist hierbei ferner zu beachten, dafs die Hauptwirkung der Triebkraft, z. B. Pulvergase, sich auf die Vorwärtsbewegung bezw. WTegschiebung des Geschosses aus dem Laufe richten wird, und nur dadurch, dafs man gerade an der äufsersten Peripherie des Mantels
durch die schraubenförmigen Kanäle oder Nuthen, an verschiedenen Punkten, den nach Ausdehnung und Entweichung strebenden Pulvergasen etc. einen glatten, ununterbrochenen Weg zum Entweichen läfst, wird die Drehung in dem Moment erfolgen, wo die Vorwärtsbewegung des Geschosses beginnt, also unmittelbar im Gewehrlaufe. Geschieht die Drehung nicht sofort beim ersten Angriff der Triebkraft auf das Geschofs gleich im Gewehrlauf, so erfolgt sie später überhaupt nicht, es ist dann hierzu keine Zeit mehr vorhanden, sondern das Geschofs wird einfach ohne Drehung herausgeschleudert werden und erhält keine Rotation.
Wenn durch die Nuthen auch ein geringer Theil der Pulvergase entweicht und für die Triebkraft verloren geht, so kann dieses deshalb gar nicht in Betracht kommen, weil die viel gröfsere Triebkraft des später verbrennenden Pulvers die Zeit des Entweichens auf ein Minimum verkürzt und durch die viel mächtiger wirkende Rotation tausendfach ersetzt wird.
Beim Verfeuern des Geschosses auf Wild ergiebt dasselbe durch seine Construction noch eine besondere Wirkung. Sobald nämlich das Geschofs in den Wildkörper einschlägt und hier Muskelballen, Knochen oder anderen Widerstand findet, wird der leichtere Mantel im Wildkörper zurückbleiben dergestalt, dafs die hintere dünne Platte des schweren Kerns abbricht und der Mantel durch die Nuthenvertiefung in so viel Theile zertrümmert wird (alles im Umkreise zerreiisend), als durch die Nuthen abgetrennt werden, während der schwere Kern aus dem Mantel heraus weiter fliegt und einen Ausschufs im Wildkörper erzielt.
Durch diese verschiedentliche Wirkung wird ein sofortiges Strecken des Wildes bezw. ein sicheres Fällen selbst bei sonst nicht tödtlichen Schüssen erreicht werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Aus glatten Läufen zu verschiefsendes Rotations - Geschofs, bei welchem die schraubenförmigen Nuthen auf der Oberfläche eines aus specifisch leichtem Material bestehenden Mantels vorgesehen sind, welcher den aus specifisch schwerem Metall hergestellten Geschofskern umgiebt.
2. An dem unter i. gekennzeichneten Geschofs ein auf den Boden desselben geklebtes Seidenpapierblättchen , welches an den Stellen, wo es die Nuthen bedeckt, fein durchstochen oder eingeschnitten ist und welches das Eindringen der Pulverkörner in die Nuthen verhindern soll.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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