DE678666C - Windwerk mit Planetengetriebe - Google Patents

Windwerk mit Planetengetriebe

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DE678666C
DE678666C DEN39987D DEN0039987D DE678666C DE 678666 C DE678666 C DE 678666C DE N39987 D DEN39987 D DE N39987D DE N0039987 D DEN0039987 D DE N0039987D DE 678666 C DE678666 C DE 678666C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
planetary gear
drum
brakes
gripper
gear
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Expired
Application number
DEN39987D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Neffendorf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE678666C publication Critical patent/DE678666C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C3/00Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith and intended primarily for transmitting lifting forces to loose materials; Grabs
    • B66C3/12Grabs actuated by two or more ropes
    • B66C3/125Devices for control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Retarders (AREA)

Description

  • Windwerk mit Planetengetriebe Die Erfindung betrifft -ein Windwerk mit Planetengetriebe. Das Wesen der Erfindu#ig besteht darin, daß zwei beim Stillstand gleiche Drehrichtung des angetriebenen Teiles hervorrufende Glieder des mindestens viergliedrigen Planetengetriebes in zwangsläufigem Wechsel abbremsbar sind. Dieser zwangsläufige Wechsel kann z. B. durch leinen Walzenschalter herbeigeführt werden.
  • Bisher sind viergliedrige PlanetengetrieSe, bei Windwerken dazu verwendet worden, einen doppeltrümigen Betrieb- durchzuf ühren und bei diesem die Drehrichtung des angetriebenen Teiles bei weiterlaufendem Motor umzukehren. Da die Bremsen für die festzuhaltenden Glieder des Planetengetriebes einzeln von Hand einzulegen sind, können Freifallstelliungen auftreten, in denen die Last abstürzien kann.
  • Weiter ist die Anwendung eines viergliedrizen Planeten-getriebes im Lokomotivba-u bekqnnt. Für Winden sind jedocli wesentlich andere Geschwindigkeitsverhältnisse und die Vermeidung von Freifallstellunge#i erforderlich, beides Forderungen, die bei dem Lokomotivgetriebe nicht erfüllt sind.
  • Im Verfolg der Erfindung läßt sich das Planetengetriebe mit mindestens vier Gliedern, die ohne Freifallstellung gesteuert werden, zur Gestaltung eines Einmotorenwind::werkes benutzen, das besondere Vorzüge vor ähnlichen bekannten Winden aufweist. Schließt man nämlich den Motor an das erste und die Haltetrommel und die Schließtrommel an das zweite und dritte Glied des Planetengetriebes an und versieht man -,das restliche angetriebene Glied mit einer Breinse, so kann man nach Belieben entweder die Haltetrommel. mit der Schließtrommel starr kuppeln oder einen nur kraftschlüssigen Zusammenhang schaffen, durch den die Haltetrommel während des Greifvorganges den Greifer naclisacken lassen kann, andererseits aber auch das Aufspulen des Halteseiles gewährleistet wird.
  • In der Zeichnung ist in Abb. i als Ausi führungsbeispiel eiii Greiferwiüdwerk dargestellt; Abb. 2 zeigt das zugehö i e Schema Irig, des Planetengetriebes und Abb. 3 die, Steuerung dazu. % Der einzige vorhandene Motork treibt über die Kupplung 1 die Sonnenritzelwelle / des Planetengetriebesa an, von dein aus einerseits über die Zahnräder p die Halt.etrommel o und andererseits über die Räder s die Schließtrommelr angetrieben wird. Das Planetengetriebe wirkt je nach der Steuerung als starre Kupplung zwischen den Trommeln, als Ausgleichsgetriehe und schließlich als lösbare Kupplung zur Ermöglichung des Laufes einer Trommel, wenn die andere stillsteht.
  • Zu diesem Zweck hat das Planetengetriebe die folgende Ausbildung erfahren. Auf der verlängerten Motorwellef sitzt das Ritzell. In dieses greift das Planetenrade am Planetenträger c ein. Mit dem Rade ist das Planetenradd starr gekuppelt, das einerseits mit dem außen und innen verzahnten Kranz b und andererseits mit dem Sonnenritzelk kämmt. An den Kranz b ist die Haltetrommel o angeschlossen;- das Ritzelk treibt über die Hohlwelleg das Ritzelt, die Räders endlich die Schließtrommel r an.
  • Die Glieder des Planetengetriebes sind einzeln abbremsbar, und zwar der Planetenträger c durch die Bremse n, der Kranz b durch die Haltetrommelbremse q und das Sonnenritzelk durch die Bremsem.
  • Beün Greifen des Gutes sind alle drei Bremsen gelöst. Auf beide Trommeln wirkt ein Drehmoment ein, jedoch ist infolge der übersetzung, im Beispiel etwa I - 4o, das Drehmoment an der Schließtrommel ungleich größer als dasjenigc. an der Hahetrommel. Der Greifer schließt sich also, 'wobei die Haltetrommel wegen des geringen Drehmomentes nicht in der Lage ist, den Greifer zu heben, vielmehr Seil zum Nachsacken des Greifers ausläßt und nur schlaffes Halteseil aufspult. Sobald der Greifer geschlossen ist, hebt er sich; die Halt-etrommel spult lediglich. das Halteseil auf.
  • Soll der Greifer geöffnet werden, so wird die Bremseq eingelegt und der Motor im Senksinne geschaltet. Der Motor treibt zwangsläufig nur noch die Trommel r. Soll der #affene Greifer gehoben oder gesenkt werden, so wird die Bremsen eingelegt; das Planetengetriehe wirkt dann als starre Kupplung, beide Trommeln werden mit gleich-er Geschwindigkeit angehoben.
  • Die Bremsem ist nicht unbedingt erforderlich, da die Abbrernsung der gesamten Winde durch Einlegen der Bremsenn und'q durchgeführt werden kann, Die Bremsem kann der Sicherheit halber vorgesehen werden, außerdem ermöglicht sie den Antrieb der Haltetrommel bei stillstehender Schließtrommiel. Txotz der verschiedenartigen Wirkungen des Planetengetriebes und der verschiedenen Arbeitsgänge des Greifers kann die Steuerung einfach und fehlgriffsicher, insbesondere als Einhebelsteuerung, ausgebildet sein, wie Abb. 3 zeigt.
  • Der im Führungsblech i o bewegliche Steuerhebel i i schaltet gleichzeitig mit der Steuerwalze 12 des Motors h den Schalter 13 für die BremsmagneteN, M und Q, welche die Bremsen a, tn und q steuern. Bewegt sich der Steuerhebel i i ün unteren Teil des Schlitzes X des Blech-es i o, so steht der Schalter 13 in Stellung x und schaltet alle drei Magnete ein, sämtliche Bremsen sind geöffnet, das Gut wird vom Greifer erfaßt und anschließend gehoben, wie bereits geschildert.
  • Soll der Greifer geöffnet werden, so wird der Hebel m in den oberen Teil des Schlitzes Y eingeführt, dem die Stellung y des Schalters 13 entspricht. Der Magnet Q für die Haltebrernse bleibt stromlos, die Bremse q ist also eingelegt, der Greifer kann geöffnet und bei Umkehr der Drehrichtung des Motors auch geschlossen werden, wozu der Hebel i i in den unter-en Teil des Schlitzes y einzuführen ist, Soll der Greifer ün geöffneten Zustande ge- hoben oder gesenkt werden, so werden SchlitzZ des Blechts io und Stellungz,des Schalters 13 benutzt, MagnetN wird stromlos, das Planetengetriebe wirkt als starre Kupplung.
  • Der MagnetM wird nur bei Stillstand des gesamten Wind::werkes stromlos. In 'keiner Stellung des Steuerhebels i i sind die Bremsen q -und n zugleich offen, Freifallstellungen sind also vollkommen vermieden.
  • Dieselbe Sicherheit in der Schältun,- der abbremsbaren Glieder des viergliedrigeil Planetengetriebes ist auch bei einem Eintrommelwindwerk zu erreichen, bei demdas Planetengetriebe -nicht verschiedene Geschwindigkeiten verschiedener Lastantriebsmittel (Lastseile), sondern verschiedene Geschwindigkeiten des .einzigen Lastantriebsmittels hervorbringt. 1 Ein solches Windwerk und seine Steuerung zeigen Abb. 4 bis 6. Der grundsätzliche Aufbau des Planetengetriehes ist derselbe wie im ersten Ausführungsbeispiel, und übereinstimmende Teile sind deshalb mit denselben Bczugszeichen versehen wie in Abb. i und 2. An das Sonnenradk ist nur die Bremsern, also keine zweite 'Trommel, angeschlossen; der Ringb ist nicht abbremsbar, die Bremseq entfällt also. Man kann nunmehr wahlweise entweder die Bremsern oder die Bremseneinlegen, wobei die Tromm-el,o jedesmal eine andere Drehzahl erhält. Eine dritte Drehgeschwindigkeit für die Trommel ist möglich, wenn man eine Kupplung it, v z#rischen zwei Gliedern des Planetengetriebes vorsieht, z.B. zwischen dem Planetenträger und dem Außenkranz. Das Planetengetriehe läuft dann als Ganzes um.
  • Die Steuerung wird auch bei dieser Windenbauart mit Hilfe eines einzigen Hebels vorgenommen, der zweckmäßig in einem Schlitzblech geführt ist, wie in Abb. 6 dargestellt. Im SchlitzX wird außer dem Motor auch noch die Schaltung des Magneten für :die Brernseit bewirkt, so daß nur die Bremsein eingefallen ist. Die übersetzung ist dann verhältnismäßig groß, da die Planetenräder vom kitzel 1 angetrieben werden und sich das Rad d außerdem auf dem Ra#dk abwälzt. Führt man den Hebel in den SchlitzY, so wird die Bremse m gelöst und der Planetenträger durch die Bremsen festgehalten. Das Getriebe wirkt dann als Vorgelege, die übersetzung ist klein, die Drehzahl der Windentrommel also höher.
  • Wird schließlich bei gleichzeitiger Lösung beider Bremsen die Kupplung it, v eingelegt, was durch Einführung des Handhebels im Schlitz Z geschieht,"so wird die höchste, Drehzahl der Trommel erreicht. Diese verschiedenen Drehzahlen können z. B. in der Weise verstellt werden, daß im Schlitz X unten langsames Heben, insbesondere für größere Lasten, im. Schlitz Y oben langsames Senken größerer Lasten mit Schlupfwiderstand und größerer übersetzung, im Schlitz Y unten Heben von Teillasten und des leeren Hakens bei eingelegter Kupplung u, v, im Schlitz Y oben Senken von Teillasten bei größerer Übersetzung und großem Schlupfwiderstand, im SchlitzZ Senken des'leer#en Hakens bei Höchstgeschwindigkeit durch Einlegen der Kupplung ii, v erfolgt.
  • Entsprechend den gezeigt-en Beispielen sind auch Ausführungsfonnen des neuen Umlaufgetriebes für eine noch größere Anzahl von Schaltmöglichkeiten denkbar. Beispielsweise kann bei den in den Abb. i und 4 darge# stellten Umlaufgetrieben ein drittes oder drittes und viertes Sonnenritzel mit je einer besonderen Welle vorhanden sein, wobei diese insgesamt drei bis vier Sonnenritzel dann in einen entsprechend drei- bzw. vierstufig ausgebildeten Planetenräderkörper eingreifen. Die einzelnen die Sonnenritzel tragenden Wellen können, nach verschiedenen Seiten aus dem Getriebegehäusie hinausragen und mit eigenem Antrieb oder mit besonderen Bremsen ausgestattet sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Windwerk mit Planetengetriebe, das außer dem Antrieb und dem Abtrieb zwei weitere. abbremsbare Glieder aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bei Stillstand gleiche Drehrichtung des angetriebenen Teiles hervorrufende Glieder des mindestens viergliedrigen Planetengetriebes in zwangsläufigem, z. B. durch gemeinsamen Walzenschalter herbeigeführtem Wechsel abbremsbar sind.
  2. 2. Windwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeklinet, daß bei Ausbildung als Einmotorenwinde mit zwei Trommeln für Greifer, Klappküb#el- oder Kipperplattfonnbetrieb die beiden Trommeln, von denen die Halteseiltrommel abbremsbar .ist, an je ein Glied des viergliedrigen Planetengetriebes angeschlossen sindvrährend das restlich angetriebene Glied durch eine.Bremse festsetzbar ist.
DEN39987D 1936-10-29 1936-10-29 Windwerk mit Planetengetriebe Expired DE678666C (de)

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