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Filmgreifen Die Erfindung betrifft einen Filmgreifer, dessen Greifzähne
,auf unterschiedlich perforierte Filme einstellbar sind. Derartige Greifer sind
bekannt. Das Wesen der Erfindung ist gekennzeichnet durch zwei beiderseitig des
Greiferkopfes ,auf gemeinsamer Welle zwangsläufig drehbare Scheiben, deren Dicke
annähernd der Perforationslochbreite entspricht und deren jede zwei Zähne trägt,
von denen zwei Zähne (das ist ein Zahn jeder Scheibe) sich in Richtung der Welle
decken und die beiden anderen Zähne symmetrisch um 12o° versetzt sind. Durch diese
Ausbildung können die Zahnkränze unter sich völlig gleich sein; auf der gemeinsamen
Welle sind diese Zahnscheiben um z8o° versetzt befestigt. .
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Wenn auf Filmbearbeitungsmaschinen -unterschiedlic'he Perforationslagen
erforderlich sind, wie beispielsweise beim Doubeln von z 6 m/m Schmaltonfilmen,
wobei verschiedene Lagen der photographischen Schicht in bezug auf das hinsichtlich
seiner Arbeitsstellung unverrückbare Greiferelement bedingt sind, besteht das Erfordernis,
entweder zwei verschiedenartig ausgebildete Greifer vorzusehen und den Film stets
einseitig zu ziehen oder je nach dem gegebenen Fall denjenigen Zahn aus dem Greiferkopf
zu entfernen, der auf derjenigen Seite angreifen würde, auf der im entsprechenden
Fall keine Perforation vorgesehen ist.
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Da der Greifer aus maschinenbautechnischen Gründen eingekapselt sich
im Innern des Kinogerätes, z. B. der Bearbeitungsmaschine, befindet, ist er sehr
schwer zugänglich. Es besteht gewöhnlich nur die Möglichkeit, mittels eines Schraubenziehers
oder eines geeigneten Schlüssels eine Klinke oder einen Bolzen zu verdrehen oder
zu betätigen. Da die bisherigen Greiferkonstruktionen ein Umstecken der Zähne zwecks
Herrichtung des Greifers für die entsprechende Perforationslage erforderlich machen,
ist ein Verstellen der Zähne durch bloßes Einführen eines Schraubenziehers nicht
möglich. Bei den bisherigen Konstruktionen muß vielmehr jeweils eine zeitraubende
und nur durch geübte Personen durchführbare Demontage der Projektionsmaschine im
Bereiche des Greifers erfolgen.
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Durch die Erfindung soll das Verstellen der Greiferzähne derart vereinfacht
werden, daß die jeweilige Einstellung der Zähne durch einen einfachen Handgriff
vorgenommen werden kann, ohne daß hierbei eine Demontage: der Bearb:eitungs- bzw.
Projektionsmaschine oder eine komplizierte Gestaltung des Greifers selbst erforderlich
ist. Zum
Zwecke der Drehung der Welle kann diese selbst aus der
Maschine herausragen oder zweckmäßigerweise stirnseitig mit einer Ein,, kerbung
versehen sein, in die ein ScliraübQ. zieher eingesetzt werden kann.
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Filmgreifer, deren Greifzähne auf un schiedlich perforierte Filme
eingestellt werded können, sind bekannt. Hierbei sollen Filme unterschiedlicher
Größe geschaltet werden. Der Nachteil der bekannten Konstruktion besteht darin,
daß bei jedesmaligem Filmwechsel die Maschine geöffnet und der Greifer geändert
werden muß.
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Die Erfindung besteht darin; daß zwei etwa der Perforationslochbreite
in ihrer Dicke entsprechende Zahnscheiben beiderseits .des Greiferkopfes auf gemeinsamer
Welle zwangsläufig drehbar angeordnet sind und daß jede Scheibe zwei Zähne trägt,
von denen zwei (das ist ein Zahn jeder Scheibe) sich in Richtung der Welle decken
und die beiden anderen Zähne symmetrisch um 120° versetzt sind. Hierdurch ist eine
Umstellung des Greifers möglich, ohne daß über die stets erforderlichen Durchtrittsschlitze
hinausgehende Ausnehmungen nötig sind. Ferner ermöglicht die erfindungsgemäße Zahnanordnung
das fortlaufende Kopieren, d. h. ohne Öffnung der Filmbahn nach Vornahme einer von
außen durch einen einzigen Handgriff zu bewirkenden Umstellung, von 16 mim Schmalfilm
unterschiedlicher Normung.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung schaubildlich beispielsweise dargestellt.
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Der Schwinghebel i trägt einen beliebig gestalteten Greiferkopf 2,
der eine Bohrung besitzt, in der eine Welle 3 drehbar gelagert ist. Auf den herausragenden
Wellenenden 3' (nur das eine ist bezeichnet) sind zwei Zähnkranzscheiben 4 und 5
starr befestigt.- Diese Scheiben 4 und 5 besitzen je zwei Greiferzähne 6 und 7 bzw.
8 und 9. Die Scheiben 4 und 5 sind unter sich gleich. Sie können in einem einfachen
Stanzvorgang einheitlich hergestellt werden: Auf der Welle 3 sind sie indes so befestigt,
daß beispielsweise die Zähne 7 und 9 ;gleichsinnig fluchten, während die Zähne 6
und 8 einen Winkel von 120° einschließen; dessen Spitze in der Achse der Welle 3
liegt. Die Ausbildung des Greiferkopfes ist demzufolge äußerst einfach, da er aus
einheitlichen Bauelementen bestehen kann.
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Die Welle 3 ist innerhalb ihrer Bohrung im Greiferkopf 2 drehbar.
Die Drehung kann durch einen in einer Wellenstirnseite 3' vorgesehenen Schlitz io
mittels eines Schraubenziehers erfolgen. Die erwünschten drei Stellungen der Zähne
des Greiferkopfes sind bei der erfindungsgemäßen Lösung in der Weise erzielbar;
daß im Falle der Bewegung eines .Films i i, der beidseitig Perforationen 12 und
` besitzt, die Zähne 7 und 9 in gleicher Achtung flüchten, wie in der Zeichnung
dar-.'stellt, und daß bei einem Film, der nur -Perforationen 12 aufweist, die Welle
3 so gedreht wird, daß der Zahn 6 in Greifstellung gebracht wird, und daß schließlich
bei Verwendung eines Films I I, der nur Perforationen 13 aufweist, die Welle 3 so
gedreht wird, daß der Zahn 8 zum Eingriff kommt. ES ist also ersichtlich, daß bei
der erfindungsgemäßen Ausbildung des Greiferkopfes durch bloßes Drehen der Welle
3 mittels eines auch bei der kompliziertesten Maschine leicht einführbaren Schraubenziehers
die je-
weils erforderliche Greifzahnstellüng geschaffen werden kann. Die
jeweils so geschaffene Stellung kann durch eine oder zwei Klinken 14; die zufolge
Federn 15 stets Anlage an einer der beiden oder an beiden Zahnscheiben 4 und 5 erhalten,
gesichert werden. Zu diesem Zwecke müssen die Scheiben 4 und 5. entsprechende Rasten
erhalten, die so vorgesehen sind, daß die Zähne 6 bis 9 an der Klinke 14 vorbeistreichen
können. An sich ist für dieses Arretierungserfordernis jede beliebige Konstruktion
verwendbar: