DE67646C - Glücksspiel - Google Patents

Glücksspiel

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DE67646C
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 77: Sport.
Dieses Spiel besteht darin, dafs auf einem Kasten k zwei Figuren d und f, welche entweder Soldaten oder Ritter vorstellen, sich gegenübergestellt sind, von denen die eine d einen beweglichen Arm α besitzt und mit diesem einen Streitkolben n> hält, mit welchem sie dem gegenüberstehenden Feind f, sobald auf einen an dem Kasten k hervorstehenden Knopf 0 gedrückt wird, auf die Nase schlägt, und dadurch veranlafst, dafs eine entweder unter der Kopfbedeckung des Feindes oder an einer Seite desselben drehbar gelagerte, in Felder eingetheilte Nummer- und Figurenseheibe s, Fig. 15, durch Uebertragung der Bewegung der Nase κ, welche an der betreffenden Figur bei χ drehbar angeordnet ist, in Umdrehung versetzt wird. Ein auf die Scheibe s ragender Zeiger ζ entscheidet dann, nachdem die Scheibe aufgehört hat, sich zu drehen, über Gewinn oder Verlust, wenn die entsprechende Zahl, Zeichen oder Figur der Scheibe unter dem Zeiger stehen geblieben ist. Die Bewegung des Armes der einen Figur d von dem an dem Kasten hervorstehenden Knopf 0 aus geschieht, indem auf der Drehungsachse c des Armes α eine Scheibe e angeordnet (Fig. 1 und 13) und an deren Peripherie ein an einem im Kasten k drehbaren Hebel h angehängter Draht r befestigt ist, so dafs bei Bewegung des Hebels h mittelst eines auf dessen Achse 1 festsitzenden Hebels 2 durch Niederdrücken eines auf diesem aufserhalb des Kastens k sitzenden Knopfes ο die Scheibe e und Achse c verdreht und damit der Arm α mit der Waffe w zwecks Ausholens zum Schlag erhoben wird (Fig. 14 und Fig. 1, punktirte Stellung). Damit der Schlag mit der Waffe n> auch genügend stark ausgeführt wird, ohne dafs dieselbe sehr schwer gehalten zu werden braucht, ist auf der Achse c noch eine Spiralfeder / angeordnet, deren einer Ausläufer im Innern der Figur festgehängt ist, während der andere, an der Peripherie der Scheibe wirkt (Fig. 1 3) und die Drehung der Achse mit dem Arm α zur Schlagwirkung anstrebt. Eine in dem Kasten k unter dem Hebel 2 angeordnete Feder 3 hebt den Hebel 2 und Hebel k nach Loslassen des Knopfes 0 wieder hoch in die Normalstellung (Fig. 1, 2, 3, 4 und 11). Die Uebertragung der Bewegung der Nase η bei deren Niederschlagen mit der Waffe w zu dem Zwecke, eine Zahlen- oder Zeichenscheibe s in Drehung zu versetzen, kann in verschiedenen Ausführungen geschehen. In den Fig. 2, 3 und 4 ist eine Ausführungsform veranschaulicht, bei welcher die Scheibe s an der Seite des zu schlagenden Feindes angeordnet ist, dagegen veranschaulichen die Fig. 1, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 eine Ausführungsform, bei welcher sich die Scheibe s unter der zurückklappbaren (Fig. 9 und 10) Kopfbedeckung befindet.. Bei Ausführung Fig. 2, 3 und 4 ist die Scheibe s auf einer in der Figur/ horizontal und drehbar gelagerten Achse 4 befestigt, auf welcher innerhalb der Figur ein Gummiring 5 und eine kleine Schwungscheibe 6 sitzt, und wird die Scheibe beim Niederschlagen der Nase η, Fig. 3, dadurch in Drehung versetzt, dafs durch die Bewegung der Nase eine gezahnte Stange t an dem Gummiring 5 hochgerissen und dann so weit von diesem entfernt wird, dafs sie, nachdem sie der Achse mit dem Gummiring eine Drehbewegung ertheilt, diese nicht mehr
durch Reibung aufheben kann (s. Fig. 3 mit 4). Eine Schleiffeder 7 verhindert zu diesem Zwecke das Zurückfallen der Zahnstange t, nachdem dieselbe zweckentsprechend hochgehoben worden ist, indem sie sich dann unter dieselbe stemmt (Fig. 3). Unter der Zahnstange t ist noch eine Spiralfeder 8 angeordnet, welche mit ihrem einen Ausläufer im Innern der Figur/ befestigt, mit ihrem anderen Ausläufer das Hochschnellen der Zahnstange mittelst der Nase η unterstützt, indem sie in tiefster Stellung der Zahnstange durch Aufdrücken derselben auf diesen Ausläufer gespannt gehalten, beim Hochziehen der Zahnstange t sich entspannt und dadurch dasselbe mit unterstützt. Das Hochreifsen der Zahnstange t, welche an einer Stange g Führung erhält, geschieht, indem die Zahnstange an einem an einem Zapfen ρ geführten und beim Niederschlagen der Nase η auf Veranlassung derselben aus dem Kopf der Figur unter Zurückklappen der Kopfbedeckung hervortretenden Kopf u, Fig. 3, angehängt ist. Die Nase η besitzt zu dem Zwecke nach rückwärts einen Ansatz y, welcher durch einen Schlitz des Zapfens ρ und des Kopfes u hindurchgreift und folglich letzteren hebt, sobald sie niedergedrückt wird (Fig. 4).
Die Kopfbedeckung y der Figur f ist hohl und an dem Kopf derselben scharnierartig befestigt, und geschieht das Umklappen derselben dadurch, dafs in deren Innern Warzen q vorstehen, welche in der Normalstellung der Kopfbedeckung (Fig. 4) an dem Kopf w anliegen (Fig. 2) und dadurch beim Hochbewegen desselben das Zurückdrängen der Kopfbedeckung durch diesen ermöglichen. Die Nase η ist so drehbar eingerichtet, dafs sie sich,, um beim Hochheben der Waffe diese vorbeilassen zu können, ohne Mitnahme des Ansatzes ν heben läfst (Fig. 1), bei ihrem Niederdrücken aber den Ansatz ν stets mitbewegen mufs (Fig. 3). Bei der zweiten Ausführung (Fig. 5, 6, 7, 8, 9 und ι o) ist die Nummer- oder Zeichenscheibe s auf einer, in dem Kopf der Figur f vertical gelagerten Achse 10 befestigt, aufweicher ebenfalls ein Gummiring 11 und eine Schwungscheibe 12 sitzen. Bei dieser verticalen Stellung der Scheibenachse wird dieselbe dadurch in Drehung versetzt, dafs ein neben dem Gummiring 11 pendelartig aufgehängter Hebel 13, dessen unteres Ende seitlich abgebogen und gezahnt ist, so dafs er in entsprechender Stellung etwas in den Gummiring 11 eingreift, beim Niederschlagen der Nase η mittelst eines Zwischenstückes 14 an dem Gummiring nach rückwärts gedrückt wird (Fig. 9 und 10), beim Loslassen der Nase aber, d. h. beim Abgleiten der Waffe w nach erfolgtem Schlag, von derselben mittelst einer bei seiner Rückwärtsbewegung (Fig. 9 und 10) gespannten Spiralfeder ι 5 wieder unter Eingriff in den Gummiring 11 nach vorn in seine Anfangsstellung geschnellt wird (Fig. 5 und 6) und infolge dessen den Gummiring nebst der Achse ι ο und Scheibe s eine Drehbewegung ertheilt. Die Nase η ist hier ebenfalls bei χ so drehbar angeordnet, dafs sie sich, um beim Erheben der Waffe diese vorbeilassen zu können, ohne Mitnahme des Zwischenstückes 14 heben läfst, bei ihrem Niederdrücken aber das Zwischenstück 14 stets bewegen mufs (Fig. 9 und 10). Aus Fig. 7 und .8 ist diese unabhängige Bewegung der Nase η von dem Zwischenstück ersichtlich. 16 bezeichnet einen Steg, in welchem das obere Ende der Scheibenachse 10 gelagert ist. Um bei dieser Ausführung ein Zurückklappen der Kopfbedeckung beim Aufschlagen auf die Nase herbeizuführen, ist der Scharniertheil an der Kopfbedeckung y nach unten zu einem Haken 17 verlängert, welcher in eine an den einen Ausläufer einer Spirale angebogene Oese 18 eingreift, und ist der andere Ausläufer 19 der Spirale so gestellt, dafs er beim Zurückbewegen des Hebels 13 so nach unten und rückwärts bewegt wird, dafs dadurch die Oese 18 den Haken 17 nach einwärts und oben drängt und dadurch die Kopfbedeckung nach rückwärts umgeklappt wird (Fig. 9 und 1 o). Bei beiden Ausführungen ist nach erfolgtem Schlag und nachdem die Scheibe s einmal gespielt hat, die Kopfbedeckungy in die Normalstellung zu klappen. Bei Ausführung Fig. 2, 3 und 4 wird dabei der Springkopf u und die Nase η aus Stellung Fig. 3 wieder in die Anfangsstellung (Fig. 2 und 4) gebracht, während bei Ausführung Fig. 1, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 die Nase bei der Zurückbewegung des Zahnhebels 13 durch die Feder 15 mittelst des Zwischenstückes 14 aus Stellung Fig. 10 wieder in ihre Anfangsstellung (Fig. 1, ausgezogene Stellung) zurückgeführt wird, m bezeichnet eine Schale zum Einlegen von Spielmarken.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Glücksspiel, bei welchem die eine von zwei auf einem Fundament (k) aufgestellten Figuren einen durch den Spieler beeinflufsten beweglichen Arm (α) besitzt und mit diesem eine Waffe (w) hält, mit welcher sie der anderen, den Feind darstellenden Figur auf die um einen Zapfen (x) drehbare Nase schlägt und dadurch veranlafst, dafs die Drehbewegung der Nase auf eine entweder auf dem Kopf des Feindes oder an einer Seite desselben drehbar gelagerte, in Felder eingetheilte Nummer-, Zeichen- oder Figurenscheibe (s) übertragen wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Spieles, bei welcher aus dem Kopf der auf die Nase zu schlagenden Figur bei Abwärtsbewegung der Nase (η)
    (Fig. 3) noch ein Kopf (u) hervortritt und die Kopfbedeckung (jr) nach rückwärts abklappt (Fig. 3), und bei welcher die Scheibe (s) dadurch in Umdrehung versetzt wird, dafs eine an dem zweiten Kopf (u) befestigte Zahnstange (t) bei dessen Hochbewegung an einem auf der Scheibenachse (4) befestigten Gummiring (5) emporgerissen wird (Fig. 3 und 4).
    Eine Ausfilhrungsform des unter 1. gekennzeichneten Spieles, bei welcher, um die unter der'Kopfbedeckung der auf die Nase zu schlagenden Figur beim Abwärtsbewegen der Nase in Drehung versetzte Scheibe (s) (Fig. 9) sichtbar zu machen, mittelst eines beim Niederdrücken der Nase (n) bewegten, die Scheibenachse (10) mittelst des Gummiringes (11) bethätigenden Hebels (13) und eines Doppelhebels (18, 19), welcher einen an der Kopfbedeckung angebrachten Haken (17) beeinflufst, die Kopfbedeckung abgeklappt wird (Fig. 9 und 10).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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