KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 77: Sport.
Dieses Spielzeug, als sogenannter Kraftmesser construirt, hat den .Zweck, eine dauernde Unterhaltung
zu schaffen. Es wird hierbei durch einen Schlag auf einen Hebel eine Figur in die
Höhe geschleudert, und man kann bei jeder Stellung derselben eine Zahl ablesen, welche
entweder einen Gewinn oder einen Verlust bedeutet. Die verschieden ausfallenden Schläge
auf den ■ Hebel ergeben auch verschiedene Höhenstellungen der Figur, also auch verschiedene
Zahlen.
Die Fig. 1 beiliegender Zeichnung erklärt ein zusammengestelltes Spielzeug, und die Fig. 2, 3
und 4 veranschaulichen einige Details. Die Fig. 4 ist eine Ansicht von A gesehen.
Eine Säule s, welche auf einem Fufs ruht, hat auf der einen Seite von unten bis oben
einen Schlitz f. Oberhalb und innerhalb der Säule s ist eine bewegliche Rolle r, Fig. 1
und 2, und unten ein um p, Fig. 1, 3 und 4, schwingender zweiarmiger Hebel H1 h angebracht.
Letzterer wird durch eine Feder f in bestimmter Lage gehalten, wie gezeichnet. Die
Feder ist bei w und χ am Hebel und am Fufs der Säule befestigt, Fig. 1 und 3. Der Hebel
\ h geht auf der einen Seite durch den Schlitz t und auf der anderen Seite durch den Schlitz v,
Fig. 4, ι und 2. Eine Figur B, Fig. 1, 2 und 3, sitzt auf dem Hebel Zz1 und hat oben
am Kopf eine Schnur y, welche durch den Schlitz t, Fig. i, nach oben über die Rolle r
geht. An dem anderen Ende der Schnur y, auf der anderen Seite der Rolle, hängt ein
Gewicht g, welches die Figur B im Gleichgewicht hält.
Schlägt man nun z. B. mit einem Finger auf den Hebel Zz, Fig. 3, in gezeichneter Richtung,
so ' geht der Hebel h nach unten und Zz1 in
die Höhe und schleudert auch die Figur B hoch, welche, mit dem Gewicht g ausbalancirt,
an einer Stelle stehen bleibt, je nachdem der Schlag auf den Hebel h stark oder schwach
war. Hiernach kann man die Zahl aufserhalb der Säule s ablesen, bei welcher die Figur B
angelangt ist. Der Hebel Zz1 Zz wird durch die
Feder f in seine alte Stellung, Fig. 1 und 3, zurückgezogen. Das Gewicht g an der Schnury
innerhalb der Säule s ist entsprechend zur Höhenstellung der Figur B heruntergefallen.
Hat man sich die betreffende Zahl gemerkt, so zieht man die Figur B wieder herunter auf
den Hebel Zi1, Fig. 1 und 3, wobei das Gewicht
g wieder in die Höhe geht, und kann nun mit einem neuen Spiel begonnen werden.
Pateντ-Anspruch:
An einem Spielzeug die Anordnung einer Figur B, welche mittelst einer Schnur y, die
über einer Rolle r liegt, mit einem Gewicht verbunden ist, derart, dafs die Figur B mit
dem Gewicht g im Gleichgewicht steht, so dafs, wenn die Figur B durch den zweiarmigen
Hebel Zz1 h in die Höhe geschleudert wird, die
verschiedenartigen Höhenstellungen der Figur B sich je nach der Stärke der Schläge auf den
Hebel h richten, worauf die Figur B nach Ablesen einer Zahl auf der Säule s von Hand
wieder zurück auf den Hebel \ιλ gezogen werden
mufs, um ein neues Spiel beginnen zu können. .