DE676086C - Zuenderkopfmasse fuer elektrische Gluehdrahtzuender - Google Patents

Zuenderkopfmasse fuer elektrische Gluehdrahtzuender

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DE676086C
DE676086C DEI57376D DEI0057376D DE676086C DE 676086 C DE676086 C DE 676086C DE I57376 D DEI57376 D DE I57376D DE I0057376 D DEI0057376 D DE I0057376D DE 676086 C DE676086 C DE 676086C
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DE
Germany
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ignition
glow wire
head mass
lead
electric glow
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Expired
Application number
DEI57376D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Leon Rubenstein
Dr Wilfrid Taylor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/12Bridge initiators
    • F42B3/128Bridge initiators characterised by the composition of the pyrotechnic material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Description

  • Zünderkopfmasse für elektrische Glühdrahtzünder Die Zünderkö=pfchen für elektrische Glühdrahtzünder werden in bekannter Weise dadurch hergestellt, daß die Drahtbrücke in eine Suspiension eines leicht zündbaren Stoffes in einer klebrigen Lösung von Nitrocellulose, harzartigem Stoff o. dgl. in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel eingetaucht und der Belag dann getrocknet wird. Hierbei kann mehr als eine Eintauchung vorgenommen werden, und in vielen Fällen wird das Äußere des Belages noch mit einer Suspiensioneines anderen Stoffes versehen, beispielsweise :eines solchen, der Kaliumchlorat und Holzkohle enthält, um die Zündkraft der in dem Zünder @entstehenden Flamme zu vergrößern. Es ist auch üblich, zum Schluß noch einen oder mehrere Beläge einer wasserdichten Masse aufzubringen. Das leicht entzündbare Material, welches in den meisten Fällen bei der Herstellung von Zünderkö:pfen angewendet worden ist, ist Kupferacetylid, welches jedoch unter feuchten Bedingungen schlecht haltbar ist. Daher wurde dieses durch die einbasischen und mehrbasischen Bleisalze von hochnitrierten Verbindungen ersetzt, insbesondere solche von Nitrophenolen mit zwei oder mehr Nitrogruppen oder neutrale Salze solcher Nitroverbindungen. Von diesen sind besonders geeignet basisches Bleidini:troresorcinat, basisches Bleipikrat, basisches Bleidinitrophenolat und basisches Bleidülitrosalicylat. Gewisse dieser Stoffe sind bei ihrer Zersetzung zu heftig und können sogar dadurch zu Ausfällen führen, daß der Besag mechanisch zerstört wird, bevor er vollkommen gezündet hat. Weitere Schwierigkeiten bei der Herstellung solcher Zün.derkäpfe sind darin zu erblicken, daß das Nitrooellulose-Tauchbad leicht in Gegenwart dieser Stoffe geliert. Bei der Herstellung von Zünderköpfen haben weiterhin die basischen Bleisalze von 2-Mononitroresorcinol Anwendung gefunden... Obwohl Underköpfe, die aus diesen Stoffe; hergestellt worden sind, gewöhnlich lei'bt.: und ruhig abbrennen und das Material sich-` in großer Menge leicht handhaben läßt wurde gefunden, daß ges schwierig ist, auf einanderfolgende Tauchbäder zu erhalten, die genügend konstante Zündeigenschaften besitzen. Dies ist darauf zurückzuführen, daß bei der Herstellung eines Bleisalzes von 2-Mononi.troresorcinol durch ,doppelte Umsetzung der entstehende Niederschlag nicht immer die gleiche Zusammensetzung besitzt. Es ist möglich, daß diese Erscheinungebenso wie es bei anderen obengenannten Nitroverbindungen der Fall ist, darauf zurückzuführen ist, daßeine Möglichkeit der Bildung eines. oder mehrerer möglicher Bleisalze besteht, je nach den gerade angewandten Arbeitsbedingungen, infolge der Gegenwart von. mehr als einer Hydroxylgrupp,e in dem Ausgangsphenol, von dem sich die Nitroverbindung ableitet.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bei dem elektrisch zündbaren Niederspannungszünder die Drahtbrücke in eine Zündmasse eingeschlossen, die ein basisches Bleisalz von 3, 5-Dinitro-2-hydroxytoluol enthält, und zwar vorzugsweise ein solches, welches 47 bis 6,-,% Blei besitzt. Die Bleisalze können in der Form eines feinen Pulvers erhalten werden, indem man sie aus einer wäßrigen Lösung eines löslichen Salzes des Nitrokresols und eines löslichen Bleisalzes ausfällt, und zwar unter Bedingungen, die zur Bildung basischer Salze führen. Diese Salze werden entweder allein oder gewünschtenfalls mit einer gewissen Menge eines Oxydationsmittels unter Anwendung eines Klebstoffes aufgebracht, beispielsweise mit einer Lösung von Nitrocellulose o. dgl. Es wurde gefunden, daß Zünderköpfe, welche ;gemäß der Erfindung hergestellt worden sind, eine Reihe von wesentlichen VOYteLlen gegenüber Zündköpfen mit anderen Stoffen auftveisen, die bisher angewandt worden sind. Diese Vorteile bestehen insbesondere in der vergleichsweise größeren Unempfindlichkeit gegenüber Stoß oder Reibung, der Empfindlichkeit bei, der Wärmezündung, der Intensität und der nicht explosiven Art der Flamme, der Gleichmäßigkeit der Zündung, wobei sich diese Vorteile auch bei aufeinanderfolgend hergestellten Tauchbädern erreichen lassen. Außer guter Lagerungsfähigr;'*eit besitzen solche Zünderköpfe gegenüber
    t bekannten Zünderköpfen eine bessere
    bilität und geringere Empfindlichkeit ge-
    '-rüber Stoß oder Reibung. Sie lassen sich in den Tropen länger als ;ein Jahr aufbewahren, ohne daß irgendeine wesentliche Änderung des Zündstromes erforderlich ist. Die Zündtemperatur der gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangenden Salze ist geringer ,als bei der Anwendung von Bleipikrat. Beispiel i Die Drahtbrücke und die Enden der Metallstreifen, welche mit den Polstücken an jeder Seite der Papphülse seines Zünderkopfes bekannter Art angebracht sind, werden in ein Gemisch aus 6 Gewichtsbeilen bas1ischem Blei-3, 5-dinitro-2-hydroxytoluol und einem Volumenteil einer i,6%igen Lösung von Nitnocellulose in Amylacetat, die mit Amylacetat bis zur geeigneten Tauchkonsistenz verdünnt ist, getaucht. Der Zünderkopf wird dann in eine Suspension aus einer Kaliumchlorat-Holzkohlemischung getaucht und erhält dann noch einen wasserdichten. überzug durch Tauchung. Die Drahtbrücke schmilzt, wenn sie nicht mit einem Belag versehen ist, wenn ein Strom von o,65 Amp. nicht länger ,als o,o5 Sekunden hindurchgeschickt wird. Der Zündstrom des Zündkopfes beträgt o,4i bis 0,44 Amp.
  • Beispiel 2 Ein elektrisch zündender Zündkopf wird in der gleichen Weise, wie im Beispiel i angegeben, hergestellt, jedoch wird der Zünddraht in eine Mischung aus einem Gewichtsteil eines basischen Bleisalzes und einem Gewichtsteil einer 2, 5 %igen Lösung von Nitrocellulose, die mit weiterer verdünnter Nitrocelluloselüsung soweit verdünnt ist, daß sie die geeignete Tauchkonsistenz besitzt, getaucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zünderkopfmasse für elektrische Glühdrahtzünder, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus .einem basischen Bleisalz des 3,5-Dinitro-2-hydrocytoluol besteht, das vorzugsweise 47 bis 62% Blei enthält.
DEI57376D 1936-03-11 1937-03-10 Zuenderkopfmasse fuer elektrische Gluehdrahtzuender Expired DE676086C (de)

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