AT158515B - Verfahren zur Herstellung von pyrotechnischen Sprühkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von pyrotechnischen Sprühkörpern.

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AT158515B
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pyrotechnic
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Hans Ing Theurer
Leopold Kodytek
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Hans Ing Theurer
Leopold Kodytek
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  Verfahren zur Herstellung von pyrotechnischen   Sprühkörpern.   



   Es ist ein Verfahren zur Herstellung von   Feuerwerkskörpern   bekannt, nach welchem brennbare Stoffe, wie Harze, Fette, Cellulose, Nitrocellulose, mit flammenfärbenden Metallsalzen, wie Nitraten, Chloriden, Oxyden, Carbonaten, Acetaten, z. B. von B, Ba, Sr, Ca, Li,   Th,   Cu, K und Na, mit nichtwasserhaltigem Bindemittel, z. B. Nitrocellulose-, Acetonlösung, angeteigt, zu Körnern und Kugeln verarbeitet, vorerst mit einer leitenden Kupferpulverschichte versehen und hierauf auf galvanischem Wege mit einer Metallschicht überzogen werden. Nach diesem Verfahren wurde zur Herstellung 
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 enthält, mittels einer Lösung von Nitrocellulose in Aceton zu befestigen. 



   Nach üblichem Verfahren werden die im pyrophoren Satz verwendeten Stahlspäne vor der Verteigung mit Dextrin in Öl geröstet, d. h. brüniert, um ein Rosten der Stahlspäne unter dem Einflusse des aus der Dextrinlösung an das Bariumnitrat gebundenen Wassers zu verhindern und dadurch einem Versagen des Brennsatzes vorzubeugen. Das Verfahren des Brünierens der Stahlspäne ist äusserst zeitraubend und nicht zuverlässig. Bei dem geschilderten Verfahren zur Herstellung von Feuerwerkskörpern dient der beschriebene Metallüberzug der Körner oder Kugeln dazu, die mit den brennbaren Substanzen angeteigten Metallsalze vor Oxydation zu schützen.

   Dieses Verfahren ist bei seiner Anwendung zur Herstellung von Wunderkerzen äusserst umständlich, kostspielig und ausserdem nicht zuverlässig, da auch bei diesem Verfahren der an sich wichtige   urennsatz   mit wasserhaltigem Dextrin im walzenförmigen Brennsatzkern gebunden ist, wodurch nach wie vor die schon erwähnte
Gefahr der Oxydation der Stahlspäne besteht. Dadurch ist allenfalls die Lagerzeit der Fertigware beschränkt und einem Versagen des Brennsatzes nicht vorgebeugt. Nach einem älteren Verfahren werden die im Brennsatz verwendeten Stahlspäne zur Verhinderung des Rostens mit einem Stearin- überzug versehen, dann mit den andern Brennsatzbestandteilen gut vermischt und mit einem aus einer alkoholischen Schellacklösung bestehendem Bindemittel gebunden.

   Beim Vermischen der stearinüberzogenen Stahlspäne mit den andern Bestandteilen des Brennsatzes wird der Stearinüberzug leicht abgerieben. Ausserdem wird der erhärtete Schellack spröde und brüchig, da zwischen Stearin und Schellack keinerlei Bindung erfolgt, wodurch auch die nach diesem Verfahren hergestellten Wunderkerzen mit den genannten Nachteilen behaftet bleiben. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von pyrotechnischen Sprühkerzen (Wunderkerzen), die aus einem Gemisch eines pyrophoren Brennsatzes, z. B. Bariumnitrat, Salpeter, Aluminiumpulver und Stahlspänen, gegebenenfalls mit weiteren Beimengungen flammenfärbender Metallsalze, z. B. Nitrate, Oxyde, Chloride u. dgl., und einem Riechstoff, wie z. B. Weihrauch od.   dgl.,   bestehen. Nach dem gegenständlichen Verfahren werden die beabsichtigten, an sich bekannten Brennsatzstoffe, wie z. B. Bariumnitrat, Salpeter, Aluminiumpulver, Stahlspäne, gegebenenfalls flammenfärbende Metallsalze, z. B. Nitrate, Oxyde, Chloride u. dgl., und ein Riechstoff, z. B.

   Weihrauch od. dgl., gut vermischt, mit einem Überzug einer verdünnten Amylacetatlösung von Cellulosederivaten versehen, durch Schütteln während des Trocknens in Pulver-bis Körnerform gebracht, in welchem die Bestandteile gleichmässig vermischt, enthalten sind. Diese pulverigkörnige Masse wird entweder mit einem wasserlöslichen Bindemittel, z. B. Dextrin, verteigt und auf Drahtstücke in üblicher Weise durch Tauchen aufgebracht, oder es wird die als Überzug verwendete Amylacetatlösung von Cellulosederivaten in entsprechender   Zähflüssigkeit,. z. B. lackartig, gleichzeitig   als Bindemittel verwendet. 

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   Gegebenenfalls werden   dia--mit wasserlöslichem   Bindemittel hergestellten Wunderkerzen nach dem Trocknen   nochmals   in eine verdünnte Lösung von Cellulosederivaten in Amylacetat getaucht. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist die Herstellung von Wunderkerzen wesentlich vereinfacht, ausserdem eine vollkommene   Oxydationaeicherheit   und eine lange Lagerfähigkeit gewährleistet und ein Versagen vollkommen ausgeschlossen. Die nach der Erfindung hergestellten Wunderkerzen wirken durch die gleichmässige Vermischung der Metallsalze mit den pyrophoren Stoffen nicht explosionsartig, verbreiten durch den beigemengten Riechstoff während des Abbrennens einen den Brandgeruch abdeckenden Wohlgeruch. Die beigemengten Metallsalze bewirken einen der Flammenfarbe der Salze entsprechenden Lichtsehein und das dem Brennsatz beigemengte Aluminiumpulver und die. Stahlspäne bewirken ein Sprühen weissgelber Sterne.

   Der Abbrand dieser Wunderkerzen   wireT durch die   mit Amylacetat'aufgebrachten Cellulosederivate verzögert und dadurch der Leuchteffekt anhaltende. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung von   pyroteehnischen Sprühkorpern,   Wunderkerzen u. dgl. aus pulverigen Gemischen von bekannten Brennsatzbestandteilen, wie Bariumnitrat, Salpeter, Aluminiumpulver und Stahlspänen, gegebenenfalls mit weiteren Beimengungen von flammenfärbenden Metallsalzen, z. B. Nitraten, Oxyden, Chloriden od.   dgl.,   von B, Ba, Sr, Ca, Li, Th, Cu, K und Na und unter Mitverwendung von   wasserunlöslichen   und Wasser nicht enthaltenden Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die pulverigen Bestandteile gleichmässig vermischt mit einer Lösung von Cellulosederivaten in Amylacetat überzogen, durch Sehütteln od. dgl. des Gemisches während des Trocknens 
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Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des wasserlöslichen Bindemittels die zum Überzug der pulverförmigen Satzbestandteile verwendete Lösung von Cellulosederivaten in Amylacetat in entsprechender Zähflüssigkeit, z. B. lackartig, als Bindemittel verwendet wird.
    3. Pyrotechnische Sprühkerze (Wunderkerze), hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den Zusatz eines beim Abbrennen geruchverbreitenden Stoffes, z. B.
    Weihrauch : od. dgl.
AT158515D 1936-12-02 1936-12-02 Verfahren zur Herstellung von pyrotechnischen Sprühkörpern. AT158515B (de)

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