DE67465C - Stoffführung für Nähmaschinen zum Zusammennähen zweier Stoffbahnen derart, dafs die eine in Falten gelegt wird, die andere aber glatt bleibt - Google Patents
Stoffführung für Nähmaschinen zum Zusammennähen zweier Stoffbahnen derart, dafs die eine in Falten gelegt wird, die andere aber glatt bleibtInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
- D05B35/08—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for ruching, gathering, casing, or filling lace, ribbons, or bindings; Pleating devices; Cuttlers; Gathering feet; Crimpers; Curlers; Rufflers
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B29/00—Pressers; Presser feet
- D05B29/06—Presser feet
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die vorliegende Stoffführung wird ein derartiges Aneinandernähen zweier Stoffe bezweckt,
dafs während der eine Theil glatt bleibt, der andere in Rüschen oder Faltenform mit ihm
verbunden wird. Erzielt wird dies dadurch, dafs den beiden an einander zu reihenden Stoffstücken
verschiedene Vorschubgeschwindigkeit gegeben,' der überschüssig vorgeschobene Theil
des einen Stückes mit Beziehung zum anderen in Falten gelegt wird und nun beide gegenseitig
vernäht und mit gleicher Geschwindigkeit der des langsam bewegten Stoffstückes weiter befördert
werden.
Die hierzu -erforderlichen neuen Theile sind auf beiliegender Zeichnung für sich und in
Zusammenstellung dargestellt und nachstehend erläutert.
Fig. ι zeigt den Drückerfufs in einfacher Ausführung
ohne Einstellvorrichtung;
Fig. 2 zeigt denselben mit stellbarer Federspannung;
Fig. 3 ist die erweiterte Stichplatte;
Fig. 4 zeigt den Kopf der Nähmaschine in Verbindung mit dem Stoffschieber;
Fig. 5 ist eine Ansicht rechtwinklig zu Fig. 4;
Fig. 6 ist ein Grundrifs von Fig. 4;
Fig. 7 zeigt die Art des genähten Erzeugnisses.'
Die Stichplatte A erhält dicht neben der Oeffnung B für den Stoffschieber C und vor dem
Nadelloch' D eine in der Bewegungsrichtung des Stoffes liegende Zunge E, welche die beiden
zusammenzunähenden Stofftheile F und G vor der Nadel aus einander hält.
Der Stoffdrückerfufs H, der an der Stange J befestigt wird, wenn zwei Stoffe in vorliegender
Weise zusammengenäht werden sollen, besteht, der durch die Zunge E gebildeten Zweitheilung
der Stichplatte A entsprechend, aus einem starren Schuh K und aus einem durch
Federdruck elastischen Theil K1, Fig. 1. Der starre Theil K kommt über jene. Seite der
■Stichplatte zu stehen, über welcher der Stoffschieber C sich befindet bezw. gerade über die
Oeffnung B; er drückt den Stoff auf den Stoffschieber und nimmt ihn, dessen Schub entsprechend,
mit. Der aus einer Flachfeder K1 nach abwärts drückende Theil kommt auf die
andere Seite von' E zu stehen und drückt auf jenen Stofftheil, der, glatt bleibend, sich langsamer
bezw. mit der Endgeschwindigkeit voranbewegt. Durch seinen Druck auf den Stoff verhindert er rascheres Voranschreiten des
Stoffes, als beabsichtigt ist. Beide Theile K und K1 sind durch einen Schlitz, in welchen
die Zunge E steht, von einander getrennt, welcher sich am. Ende in eine dem Nadelloch
entsprechende Queröffnung L erweitert.
Statt des soeben beschriebenen und durch Fig. ι dargestellten Drückerfufses mit nicht verstellbarem
elastischen Bremsschuh K1 kann mit
Vortheil auch der durch Fig. 2 dargestellte, mit einstellbarem elastischen Bremsschuh versehene
verwendet werden. Dieser besteht aus dem Coulissentheil h, mittelst dessen er gegen die
Stange J geschraubt wird. Der eine horizontale Theil K ist genau eingerichtet wie der Theil K
der Fig. r; seitlich davon ist auf einem Schraub-
chen m der Schuh kl hebelartig und um m
drehbar befestigt. Der vordere Arm kl entspricht
nach Lage der Federbremse K1, der hintere k2
dient zum Einhängen einer kleinen Spiralfeder n, so dafs, je nachdem diese dem Drehpunkt näher
oder entfernter auf ft2 eingehängt ist, die Druckwirkung
von k[ abwärts auf den Stoff geringer oder gröfser ist.
Statt dieser Federanordnung könnte auch eine Blattfeder?!1, Fig. 2, benutzt werden, in welchem
Fall dann der Arm A2 in Wegfall käme. Die
Regulirung des Druckes wird dann bewirkt mittelst der Federn1, welche um einen Stift
drehbar vor- und zurückgeschoben werden kann, wie Fig. 2 andeutet.
In einem Falle jedoch wie im anderen kann diese Ausführungsart für verschiedene Arten von
zu vernähenden Stoffen sich vortheilhafter erweisen, als die zuerst beschriebene.
Die Wirkungsweise der beschriebenen neuen Vorrichtung ergiebt sich nun mit. Hülfe der
Fig. 4 bis 7 wie folgt: Die beiden Stofftheile F
und G werden durch die Zunge aus einander gehalten, auf die Stichplatte A zwischen den
Stoffschieber und den Schuh H oder h gelegt und die Maschine in Gang gesetzt. Der Stoffschieber
nimmt nun den auf ihn liegenden Stofftheil G jeweils um seinen vollen Hub mit
voran; die Nadel, welche bald links, bald rechts von E tief geht, näht beide Stoffstücke an einander,
weil ,aber durch den bremsenden Schuh K1 oder kl der Vorwärtsschub des Stoffes jF gehemmt
wird, so mufs sich der Stofftheil G in Falten legen bezw. in Falten zusammengenäht
werden,, wie Fig. 6 auf der linken Seite und Fig. 7 zeigen, und der erstrebte Zweck
wird also, wie gewünscht, erreicht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Stoffführung für Nähmaschinen, welche das Zusammennähen zweier Stoffe derartig bewirkt, dafs der eine Theil während des Zusammennähens gleichzeitig in Falten gelegt wird, der andere glatt bleibt, indem die Stoffe mit verschiedener Geschwindigkeit der Nadel zugeführt, zusammen aber mit gleicher Geschwindigkeit von ihr abgezogen werden, und zu diesem Zweck besteht aus einer auf der Stichplatte (A) in Richtung des Stoffvorschubes liegenden Zunge E, welche beide Theile vor der Nadel aus einander hält und führt, während der Stoffdrücker aus zwei Theilen, einem starren , mit dem Stoffschieber zusammenarbeitenden und einem elastisch auf der Stichplatte liegenden gebildet wird, deren letzterer aus einer einfachen, nicht einstellbaren Feder K J oder einem durch einstellbaren Federdruck niederzudrückenden ein - bezw. zweiarmigen Hebel A;1 k2 bestehen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67465C true DE67465C (de) |
Family
ID=341088
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67465D Expired - Lifetime DE67465C (de) | Stoffführung für Nähmaschinen zum Zusammennähen zweier Stoffbahnen derart, dafs die eine in Falten gelegt wird, die andere aber glatt bleibt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67465C (de) |
-
0
- DE DENDAT67465D patent/DE67465C/de not_active Expired - Lifetime
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