-
Register Bei Druckwerken der verschiedensten Art, wie wissenschaftlichen
Büchern, Nachschlagewerken, Katalogen u.d#,-l., ist gewöhnlich der ganze behandelte
Stoff in bestimmter Weise in Kapiteln, Absätzen, einzelnenAbhandlungen und Sonderbeschreib:ungen
usw. eingeteilt. Nun ist aber der Leserkreis eines Druckwerkes meisten-. kein einheitheber,
sondern er setzt sich aus Interessenten verschiedener Art zusammen. Dabei ist ab-er
das Interesse, welches diese Leser an, dem betreffenden Werk hahen, in den wenigsten
Fällen ein allgemeines, sondern es beschränkt sich vielmehr gewöhnlich auf bestimmte
Teile desselben:. Um zu diesen interessierenden Teilen zu gelangen, mit anderen
Worten, um bei solchen Werken feststellen zu können, was für den, einzelnen Leser
hauptsächlich oder allein das Wichtige, oder Notwendige ist, bleibt demLeser nichts
anderes übrig, als,das ganze häufig sehr !umfangreiche Werk gründlich durchzuarbeiten
und sich den ihn allein int#eressierenden Teil des Stoffes mühsam heraus,-7usuchen.
Das isteine sehr anstrengende und zeitraubende Arbeit, welche den Leser mit einer
Menge Stoff belastet, den er für seine Zwecke nicht braucht und der ihn von seiner
eigentlichen Aufgabe ablenkt.
-
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Register mit -einer Einrichtung,
durch welche es für jeden Leser eines größeren Leserkreises möglich wird, rasch
und leicht in Druckwerken der verschiedensten Art diejenigen Teile festzustellen,
welche ihn im gegebenen Zeitpunkt allein oder besonders interessieren. Der Leser
braucht also nicht mehr das ganze betreffende Werkdurchzuarbeiten, sondern er kann
mit Hilfe der neuen Einrichtung aus dem Register ohne weiteres sofort die ihn interessierenden
Teile erkennen und unmittelbar aufschlagen, Es ist zwar bereits bekannt, ein Register
mit -einer ähnlichen Hilfseinrichtung zu versehen. Es handelt -sich dabei
je-
doch nicht um die Registrierung des Inhaltes eines Druckwerkes in einer
solchen Weise, daß man daraus ohne weiteres dasjenige erkennen kann, was einen bestimmten
Leserkreis interessiert, sondern um die Registrierung
von Namen
zu dem Zweck, diese Namen deutlicher zum Ausdruck zu bringen. Deshalb ist das Namenregister
in alphabethischer Reihenfolge nach den einzelnen Buchstaben geordnet und mit einer
besonderen Vokalkolonne versehen, welche zu dem betreffenden. Initial auch gleichzeitig
den folgenden Vokal markiert. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß in der
Inhaltsangabe, unmittelbar neben der Aufstellung der einzelnenTeile des Inhaltes,
in besonderen Rubriken der Leserkreis nach Personen bzw. Berufsständen geordnet,
besonders aufgeführt und durch irgendein Zeichen, z. B. Kreis, Punkt, Kreuz, usw.,
derjenige Teil erkennbar gemacht ist, der den betreffenden Leser aus diesemLeserkreis
bzw. dieser Lesergruppe interessiert.
-
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbieispiel
veranschaulicht. Bei diesem Beispiel handelt es sich um ein wissenschaftliches Werk
für technische Oberflächenkunde. Man sieht hier die einzelnen Teile bzw. Kapitel
untereinanderstehend aufgeführt. Neben denselben findet man in besonderen Rubriken,
welche zusammengefaßt mit Leserkreis bezeichnet sind, die Angabe, aus welchen Personen
sich dieser Leserkreis zusammensetzt. Es sind dieses hier: S = Student
des Maschinenbaufachs, I( Konstrukteur, B = Betriebsmann, F-. Forseher. Selbstverständlich
kann dieser Leserkreis sich aus beliebig vielen und beliebig verschiedenen Personen
bzw. Berufsarten zusammensetzen. In dieser Rubrik ist nun bei jedem einzelnen Teil
des Werkes in der betreffenden Kolonne für den einzelnen Leser, für den der 1)etreffeilde
Teil wichtig ist, ein Zeichen, nämlich ein: kleiner Kreis, gemacht, der darauf liin%veist,
was für den betreffenden Leser von Interesse ist. So ist z. B. der erste 'Feil »Die
Grundbegriffe ... « für alle vier hier aufgeführten Leser von Wichtigkeit,
und diese Leser finden diesen Teil auf der, z#ve(,1"-mäßig in einer besonderen
Spalte, aufgefÜhrten Seite-nzahl. Im zweiten Tc.il hat der unter Nr. 22 angegebene
Absatz für den Betriebsmann kein Interesse, wohl aber für die übrigen Leser,
und dasselbe ist der Fall bei Nr. 23
für den Studenten. Der unter Nr. --4
angegebene Teil hat nur für den Forscher Bedeutung, und ebenso der unter Nr.
25 angegebene Teil. Der unter Nr. 26 angegebene Teil ist für den Betriebsmann
von geringem und der unter Nr. 27 angeführte Teil wieder nur für den Forscher
von Interesse. Ebenso hat im dritten Teil der unter Nr. 3 1 behandelte
Absatz £ür den Konstrukteur kein Interesse, wohl aber für die drei anderen Gruppen
von Lesern, usf.
-
In der gleichen Weise läßt sich jede beliebige Inhaltsaufstellung
bei den verschiedenartigsten Druckwerken mit einer entsprechenden Aufzählung des
dafür in Betracht kommenden Leserkreises verbinden und so für jeden einzelnen Leser
dieses Leserkreises rasch -und leicht dasjenige auffinden, was für den, Betreffenden
im gegebenen Fall wichtig ist.
-
Die Erfindung kann noch weiter ausgebildet werden, indem man mit der
Kennzeichnung der besonders interessierenden Teile zugleich die Kennzeichnung besonders
wichtiger Teile des Druckwerkes verbindet. So kann man also neben der Kennzeichnung
der Leserkreise noch eine zweite Kennzeichnung vorsehen, welche zum Ausdruck bringt,
daß der betreffende Abschnitt nicht nur für den be-
treffenden Leserkreis
bestimmt, sondern von höherer oder geringerer Wichtigkeit ist. *Dies kann, wie es
in der Zeichnung beispielsweise gezeigt ist, so geschehen, daß die für einen Leserkreis
weniger wichtigen Abschnitte mit offenen Kreisen, die wichtigeren aber mit geschlossenen
Kreisen kenntlich gemacht werden. Z. B. ist in der gedachten Inhaltsübersicht der
Abschnitt 21 für den Leserkreis S von besonderer Wichtigkeit, für den Leserkreis
I( von geringerer, dagegen wiederum für die Leserkreise B und F von erhöhter Bedeutung.