DE129612C - - Google Patents

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DE129612C
DE129612C DE1900129612D DE129612DA DE129612C DE 129612 C DE129612 C DE 129612C DE 1900129612 D DE1900129612 D DE 1900129612D DE 129612D A DE129612D A DE 129612DA DE 129612 C DE129612 C DE 129612C
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Germany
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letters
letter
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DE1900129612D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B1/00Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
    • B41B1/02Printing letters; Type

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  • Credit Cards Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Letter.
Die bisher zur Anwendung gebrachten Schriftzeichen sind unter einander derartig verschieden gestaltet, dafs jeder Buchstabe (oder Zahl bezw. Werth) eine besondere Letter oder Type für sich erfordert. Man ist bei dem bekannten Buchdruck- oder Schriftmaterial aller Sprachen nicht im Stande, mit einer einzigen Letter verschiedene Buchstaben, Laute oder Werthe dadurch herzustellen, dafs man die betreifende Letter in eine andere Lage bringt, weil jeder Buchstabe (oder Zahl bezw. Werth) stets unverändert bleibt, auch wenn seine Lage geändert wird. Eine einzige Ausnahme hiervon machen an je einer Stelle die Lettern der arabischen und die der römischen Zahlen. Ersteres ist der Fall bei der 6, die durch Umstellung zu einer 9 werden kann, und die römische IX kann, wenn sie als ungetheilte Letter besteht, durch Umstellung zu einer XI gemacht, also im Werth gesteigert werden. Bei den, bekannten Buchstabenlettern ist aber eine Laut- oder Werthänderung durch Umstellung gänzlich ausgeschlossen, und braucht man- deshalb auch zur Darstellung von z. B. vierundzwanzig Buchstaben eines Alphabets vierundzwanzig verschiedene Lettern oder Typen.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, den Setzereibetrieb zu vereinfachen, und zwar dadurch, dafs man
1. einfache Schriftzeichen benutzt, deren verschiedene Lage zur Horizontalen jedesmal andere Buchstaben (bezw. Laute) darstellt, und
2. Typenkörper von einem Querschnitt benutzt, der eine solche Veränderung der Lage des Schriftzei,chens ermöglicht, d. h. Typenkörper von quadratischem oder regelmäfsig achteckigem Querschnitt.
Auf beiliegender Zeichnung wird in den Fig. i, 2 und 3 eine Zusammenstellung von drei Gruppen der neuen Lettern oder Zeichen dargestellt, von denen jede Gruppe acht Zeichen bezw. Buchstaben des Alphabets enthält. Die Fig. 4, 5 und 6 erläutern einige Ausführungsformen der Lettern. In der Fig. 7 ist eine Letter in einer Oberansicht und mehreren Seitenansichten veranschaulicht, die infolge ihrer achteckigen Mantelfläche oder Gestalt zur Herstellung von acht Zeichen oder Buchstaben der einen Gruppe verwendet werden kann, so dafs zur Darstellung von vierundzwanzig Buchstaben eines Alphabets nur drei Typen erforderlich sind. Mit den Fig. 8 und 9 wird eine viereckig gestaltete Letter in Ober- und Seitenansicht erklärt; bei Anwendung dieser braucht man aber zur Darstellung von vierundzwanzig Buchstaben sechs Typen.
Um nun eine Schrift von vierundzwanzig Buchstaben mit nur drei oder sechs Lettern herzustellen, mufs das Schrift- oder Buchstabenbild selbst den vielfach umwendbaren Lettern entsprechend gestaltet sein. Zu diesem Zweck sind vierundzwanzig Buchstaben α bis χ und £ in drei Gruppen, Fig. 1, 2 und 3, getheilt worden, von denen jede acht Buchstaben α bis h, i bis q und r bis χ und ^ enthält. Das Schriftbild besteht aus einem möglichst geraden Körper (meist Linie), welcher acht verschiedene Lagen einnehmen kann, und in jeder der verschiedenen Lagen einen anderen Buchstaben bezw. ein anderes Zeichen bedeutet. Zur Unterscheidung der Gruppen
ist der Körper an seinem äufseren Ende mit einem Merkzeichen versehen, welches z. B. nach Fig. ι bis 6 oder noch in anderer Weise ausgeführt werden kann. Wird ein derartiges Schriftbild ' mit einem achteckigen Schaft zu einer Letter verbunden (Fig. 7), so kann man mit dieser einen Letter acht unter sich verschiedene Buchstaben, z. B. α bis h oder i bis q oder r bis χ und ^, in Druckschrift dadurch herstellen, indem man die Letter wendet und der jeweiligen Bestimmung entsprechend die Zahlen 2 bis 8 an Stelle der 1, d. h. nach unten oder hinten setzt. Zur bequemeren Unterscheidung der Werlhe oder Laute können die Flächen 1 bis 8 mit denjenigen Werthen oder Buchstaben, z. B. α bis h (Fig. 7), bezeichnet werden, die der Lage des Schriftzeichens entspricht. Die achteckige Letternform erfordert also zur Herstellung von vierundzwanzig Buchstaben eines Alphabets nur drei Lettern. Nimmt man aber statt der achteckigen Letternform nur eine mit vier Ecken oder Flächen, so braucht man zur Wiedergabe einer Gruppe von acht Buchstaben zwei Lettern, also für vierundzwanzig Buchstaben sechs Lettern. Auch hierbei können die Flächen 1 bis 4 (Fig. 8 und 9) mit den gleichwertigen Buchstaben der Gruppe, z. B'. a, c, e, g und b, d,f, h, bezw. mit den Buchstaben der anderen beiden Gruppen versehen werden, wenn ein anderes Zeichen zur Verwendung gelangte.
Es ist nicht unbedingt nothwendig, dafs der den Buchstaben bildende und an seinem äufseren Ende ein Merkzeichen tragende Körper eine Linie ist.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Letter, gekennzeichnet durch einen regelmäfsig vier- oder achtseitigen, event, mit Zeichen (Buchstaben o:ä) an den Seitenflächen versehenen Typenkörper, dessen Bild in jeder der vier bezw. acht durch Drehen um die Längsachse zu erhaltenden Stellungen des Typenkörpers eine andere Bedeutung hat, zu dem Zweck, mit sechs bezw. drei Typensorten je vierundzwanzig verschiedene Buchstaben eines Alphabets drucken zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1900129612D 1900-03-27 1900-03-27 Expired - Lifetime DE129612C (de)

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