DE63298C - Rechenlehrmittel - Google Patents
RechenlehrmittelInfo
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- DE63298C DE63298C DENDAT63298D DE63298DA DE63298C DE 63298 C DE63298 C DE 63298C DE NDAT63298 D DENDAT63298 D DE NDAT63298D DE 63298D A DE63298D A DE 63298DA DE 63298 C DE63298 C DE 63298C
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Links
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
- G09B19/00—Teaching not covered by other main groups of this subclass
- G09B19/02—Counting; Calculating
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Entrepreneurship & Innovation (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Educational Administration (AREA)
- Educational Technology (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Der wesentliche Inhalt des Haupt-Patentes No. 58541 besteht darin, dafs ein Vorhang,
der über einem Tabellenbrett stellbar ist, durch einen Schlitz ein Tabellenfeld sichtbar macht
und zwei über dem Vorhangsschlitz angeordnete Schieber gegen und mit einander bewegt
werden können, zu dem Zweck, die Bezeichnungen des sichtbaren Tabellenfeldes entweder
nach einander oder zusammen vorzuführen.
Die Benutzung dieser Doppelschiebereinrichtung wird im Nachstehenden auf besondere
Tabellenbezeichnungen ausgedehnt, um mit dem Lehrmittel das Bruchrechnen veranschaulichen
und ausführen zu können. Hierzu dient eine
Bruchrechentafel in Verbindung mit einer Bruchtabelle.
Die Bruchrechentafel wird zwischen Leserost und Vorhang in den Rahmen des Rechenapparates
des Haupt - Patentes gelegt und ist entprechend den Randfeldern des Rahmens in
zehn Querreihen eingetheilt, wie es Fig. 1. der Zeichnung veranschaulicht. In dieser ist der
Vorhang mit Schiebereinfichtung fortgelassen, um die Tafelbezeichnungen sichtlich zu machen.
Die obersten vier Reihen der Bruchrechentafel dienen der Decimal-, die übrigen sechs
der gemeinen Bruchrechnung.
Die oberste Reihe zeigt ein ungetheiltes schwarzes Feld, die zweitoberste ist durch
senkrechte weifse Striche in zehn gleiche Theile,' die dritte in hundert und die vierte durch senkrechte
und waagrechte Striche in tausend gleiche Theile getheilt.
Die oberste Querreihe von denjenigen Reihen, welche der gemeinen Bruchrechnung dienen,
also die fünfte Reihe der Bruchrechentafel, enthält zehn waagrechte Linien, links und rechts,
je fünf. Die obersten Linien beiderseits sind ungetheilt, die zweite der linken Seite ist in
zwei, die dritte in vier, die vierte in acht und die fünfte in sechszehn Theile getheilt. Die
zweite Linie der rechten Seite ist dreimal, die dritte sechsmal, die vierte neunmal und die
fünfte zwölfmal eingetheilt.
In der folgenden, also der sechsten Querreihe der Tafel sind nur zwei, links und
rechts je eine, in der siebenten links und rechts je zwei, in der achten links und rechts
je drei, in der neunten links und rechts je vier und in der zehnten links und rechts je
fünf waagrechte Linien vorhanden. Zur deutlicheren Unterscheidung sind diese sogenannten
Bruchlinien abwechselnd in zwei von einander verschiedenen Farben dargestellt.,
In Verbindung mit dem Schiebervorhang des Haupt - Patentes dienen die ersten vier
Querreihen der Bruchrechentafel zunächst zur Veranschaulichung der Entstehung der Decimalbrüche
bis Tausendstel. Es wird der Schieber η ganz aus dem anderen Schieber m
zurückgeschoben, so dafs durch den Vorhangschlitz zunächst die ganze, ungetheilte oberste
Querreihe zu sehen ist, welche ein Ganzes bedeutet. Durch Verschiebung des Vorhanges
kommt der Schlitz nach einander über die zweite, dritte und vierte Reihe zu liegen und
veranschaulicht damit, wie ein Ganzes in zehn, hundert und tausend Theile zerlegt werden
kann.
Nachdem hiermit die Entstehung der Decimalbrüche erklärt worden ist, können unter Benutzung
des Doppelschiebers m η auch die ein-
zelnen Operationen mit den Brüchen in der Weise vorgenommen werden, dafs man die
beiden Schieber über eine der Querreihen mit und zu einander entsprechend verschiebt.
Die oberste Querreihe für die gemeinen Brüche, also die fünfte Reihe der Tafel, dient
dazu, die Entstehung dieser Brüche zu veranschaulichen , welche der Schüler aus der
Theilung der waagrechten Striche kennen lernt. Die übrigen Reihen sind zur Darstellung der
Operationen mit gemeinen Brüchen bestimmt, und dazu ist eine schon erwähnte Bruchtabelle
zur Hülfe zu nehmen.
Die letztere wird auf der oberen Hälfte des Vorhanges h angebracht und besteht aus je
vierzehn rechts und links neben einander liegenden waagrechten Linien, welche genau so
lang sind als die Linien der Bruchrechentafel (Fig. 2 und 3). Die beiden obersten Linien
sind zweimal durch Strichelchen getheilt, die zweiten dreimal und so fort, die anderen so
viel mal, als die seitwärts angeschriebenen Zahlen angeben.
Die beiden beweglichen Schieber m und η erhalten je einen Zeiger ρ und q, welche über
die Bruchtabelle reichen und lösbar an den Schiebern befestigt sind.
Der so ausgerüstete Doppelschieber in Verbindung mit der eben erklärten Bruchtabelle
und der Bruchrechentafel dient zum Rechnen mit gemeinen Brüchen. Das folgende Beispiel
möge zur deutlicheren Erklärung dienen. Die Aufgabe laute: Wieviel sind 2/9 + 5/s?
Zur Veranschaulichung des Aufgabenbildes werden auf der sechsten Querreihe der Bruchrechentafel,
also auf der Reihe mit einer Bruchlinie beide Schieber m und η gemeinsam so
weit verschoben, dafs 2/9 der Linie zu sehen
sind. Man erreicht dies ohne Weiteres dadurch, dafs man die Schieber so weit verschiebt,
bis ihre über einander liegenden Zeiger ρ und q über dem zweiten Theilstrich der
Bruchlinie 9 der Bruchtabelle stehen (Fig. 2). Nachdem dies geschehen ist, verschiebt der
Lehrer den inneren Schieber η um weitere 5/9
der Linienlänge und erkennt, dafs er dies erreicht hat, wenn der Zeiger. q über dem
siebenten Theistrich der Bruchlinie 9 steht (Fig. 3). Jetzt erfolgt die methodische Lösung
der Aufgabe, indem der Lehrer den äufseren Schieber m ruckweise um je V9 Linienlänge
dem inneren Schieber η nachschiebt. Der Zeiger ρ erreicht hierbei den dritten Theilstrich
der Bruchlinie 9 und der Lehrer läfst zusammenzählen:
2/9 + V9 — 3/o· Daraufführt
er den Zeiger auf den vierten Theilstrich, und es wird addirt: 3/9 -+- Y9' = Y9, und so fort,
bis unter wiederholter Hinzufügung von je Y9
der Zeiger ρ mit dem Zeiger q zusammen auf den siebenten Theilstrich hinweist und damit
die Addition von 2/9 +' 5/9 = Vs ei"f°lgt ist.
Der in Fig. 5 bis 9 dargestellte Rechenapparat bildet gewissermafsen einen Theil der
Rechentafel, welche in Fig. 2 des Haupt-Patentes dargestellt ist. Es ist hier nur eine
einzige Querreihe vorhanden und diese ist in 100 Theile getheilt. Je zehn Theilstriche
haben zur besseren Uebersichtlichkeit abwechselnd verschiedene Farben. Der Doppelschieber
m η wird hier in derselben Weise wie bei den anderen Tafeln benutzt und dieser
kleine Rechenapparat soll besonders zur Einübung einfacher Additionen und Subtractionen
dienen.
Schliefslich ist noch ein kleiner Hülfsschieber r zu erwähnen, mit dem man für
bestimmte Zwecke einige der Tafelzeichen verdecken kann, um übersichtlicher mit den beiden
Schiebern m und ή operiren zu können. Will der Lehrer beispielsweise zu einer Zahl unter
oder über zehn —■ es sei 3 oder 13 — eine
andere Zahl addiren, so verdeckt er durch den Schieber r von der ersten Strich-Zehnergruppe
so viel, dafs von dieser Gruppe nur drei Theilungen übrig bleiben, nachdem die beiden
Schieber m und η entsprechend zurückgeschoben
sind. Jetzt werden die Schieber m und η um die erste Zehnergruppe gemeinsam
weiter zurückgeschoben, und es sind auf der Tafel drei Theilungen zu sehen. Soll zu drei
die andere Zahl addirt werden, so wird alsdann der innere Schieber η um diese Zahl
weiter zurückgeschoben und dann die Summe, wie bekannt, durch das ruckweise Nachschieben
des anderen Schiebers erhalten (Fig. id). Ist der erste Addent 13, so schiebt man beide
Schieber gemeinsam, anstatt um nur die erste Zehnergruppe, auch noch um die zweite Zehnergruppe
zurück und verfährt dann weiter wie bei anderen Additionen.
Der Hülfsschieber r läfst sich in gleicher und ähnlicher Weise auch für die anderen im
Haupt - Patent und hier zur Darstellung gekommenen Rechentafeln benutzen.
Claims (1)
- .Patent-Anspruch:Das unter No. 58541 patentirte Rechenlehrmittel in der Ausführung, bei welcher das mit dem Leserost versehene Tabellenbrett durch eine aus zehn eingetheilten Querreihen gebildete Bruchrechentabellentafel ersetzt und auf dem Vorhang (h) eine Bruchtabelle angebracht ist, bestehend aus waagrechten, getheilten Linien, durch welche mit Hülfe von Zeigern (p q) an den Schiebern (mn) bestimmt wird, wie diese Schieber für eine auf der Tabellentafel vorzunehmende Bruchrechnung einzustellen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63298C true DE63298C (de) |
Family
ID=337232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63298D Expired - Lifetime DE63298C (de) | Rechenlehrmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE63298C (de) |
-
0
- DE DENDAT63298D patent/DE63298C/de not_active Expired - Lifetime
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