DE673653C - Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen

Info

Publication number
DE673653C
DE673653C DEG85684D DEG0085684D DE673653C DE 673653 C DE673653 C DE 673653C DE G85684 D DEG85684 D DE G85684D DE G0085684 D DEG0085684 D DE G0085684D DE 673653 C DE673653 C DE 673653C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
bases
oxyamine
alcohol
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG85684D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
Original Assignee
Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Ind Ges, GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE, Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA filed Critical Chemische Ind Ges
Application granted granted Critical
Publication of DE673653C publication Critical patent/DE673653C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06Amines
    • C08G12/08Amines aromatic
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G14/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00
    • C08G14/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes
    • C08G14/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols
    • C08G14/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols and monomers containing hydrogen attached to nitrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gehärteten Kunstmassen Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gehärteten Kunstmassen durch Behandeln von zwei- oder mehrkernigen aromatischen Amin- oder Oxyaminbasen, die noch Methylolgruppen enthalten können und deren Kerne unmittelbar oder mittelbar .durch weniger als a Mol substituierter oder unsubstituierter Methylengruppen auf je a Mol aromatischer Reste verknüpft sind und die mindestens so viele Amino- oder Amino- und Oxygruppen wie verknüpfte Kerne enthalten, mit Aldehyden oder aldehydabgebenden Stoffen in solcher Menge, daß im Endprodukt auf jede Amino- oder Oxygruppe insgesamt mehr als ein Aldehydrest vorhanden ist, und gegebenenfalls Vorhärten des Reaktionsgemisches bei mäßigen Temperaturen, worauf die erhaltenen Kondensationsprodukte in an sich bekannter Weise bei höheren Temperaturen mit oder ohne Druck zu urischmelzbaren, unlöslichen Produkten gehärtet werden. Nach einer besonderen Ausführungsform. des Verfahrens werden zwei- oder mehrkernige aromatische Oxyaminbasen, die den zur Härtung notwendigen Aldehyd schon im Molekül in Form von Methylolgruppen enthalten, nötigenfalls nach einer in Gegenwart oder Abwesenheit von Lösungsmitteln, Füllstoffen, Weichmachern u. dgl. bei mäßigen Temperaturen.vorgenommenen Vorkondensation, durch höhere Temperaturen mit oder ohne Druck gehärtet.
  • Es wurde nun gefunden., daß mit besonderem Vorteil solche Oxyaminbasen mit überschüssigen Methylol- oder Halogenmethylgruppen verwendet werden können, deren Herstellung so geleitet wurde, daß .sie noch eine für technische Zwecke genügende Löslichkeit in den gebräuchlichen Lösungsmitteln aufweisen.
  • Im Beispiel 13 des Hauptpatents ist die Herstellung einer Methylolgruppen enthaltenden Oxyaminbase durch Zusammenschmelzen von Polymethylolkresol mit Anilin in Gegenwart von Eisessig beschrieben, wobei ein hartes, zähes Harz erhalten wird.
  • Es war daraus nicht zu ersehen, daß die unter diesen Bedingungen so rasch zu festen Harzen polymerisierenden oder kondensierenden Oxyaminbasen dieser Reihe auch in einer Form gewonnen «erden könnten, in der die Komponenten zwar schon restlos vereinigt sind, das Produkt aber in den billigsten Lösungsmitteln, wie Industriesprit, noch löslich ist. Hierdurch wird das Anwendungsgebiet dieser Verbindungen, besonders zum Imprä=`@ gnieren und Lackieren von Faserstoffbahnen und sonstigen Unterlagen, außerordentlich erweitert.
  • In der Literatur (vgl. Berichte 27, 180z 1894j) ist nur die Kondensation von Monophenolalkoholen, wie Satigenin, mit Aminen bei etwa i8o° beschrieben; die Verbindungen sind ölig oder kristallin, haben aber keinerlei Harzcharakter und können nur mit Aldehyden gehärtet werden.
  • Es war nun anzunehmen, daß auch die Verknüpfung einer Methylolgruppe eines Phenolpolyalkohols mit einem Aminrest ebenso energische Reaktionsbedingungen erfordern würde, was bei der Verharzungstendenz dieser Körperklasse die Isolierung ' niedrigmolekularer Verbindungen. ausschließen würde. Es hat sich .nun aber herausgestellt, daß schon unter ganz milden Bedingungen eine Verknüpfung des Phenolpolyalkoliols mit dein aromatischen Amin erfolgt und daß auffallenderweise die so erhaltenen leicht löslichen und iedrigschmelzenden Oxyaminbasen auch nach Entfernung .gegebenenfalls angewendeter Kondensationsmittel für sich zu äußerst wertvollen, mechanisch und chemisch sehr widerstandsfähigen Produkten härten, wenn sie der Einwirkung höherer Temperaturen mit oder ohne Druck ausgesetzt werden. Die Härtung kann durch kondensierend wirkende Zusätze beschleunigt werden; es ist aber, besonders für elektrisch sehr hochwertige Materialien, von großem Wert, daß vollkommen elektrolytfreie Harze verwendet werden können.
  • Die Bildung weitgehend polymerisierter und daher wenig löslicher Kondensationsprodukte tritt hauptsächlich bei Anwendung hoher Temperaturen oder starker Kondensationsmittel bei der Herstellung der Oxyäminb.asen ein; man hat es daher in .der Hand, durch Anwendung mäßiger Temperaturen, schwacher Säuren oder durch starke Verdünnung kräftiger Säuren die Polymerisation der Oxyaminbasen hintanzuhalten.
  • Besonders eignen sich zur Ausführung des neuen Verfahrens die im Patent 61o 187 beschriebenen@ Basen.
  • Die ,gute Löslichkeit in Alkohol, Alkoholbenzol und wässerigen Alkalien macht diese Verbindungen, die durch ihre mechanischen und elektrischen Eigenschaften die Verwandtschaft mit den wertvollen reinen Aminbarzen bezeugen, hervorragend geeignet zum Imprägnieren von Faserstoffen, losen Fasermaterialien und Füllstoffen sowie zur Verwendung als Lacke; ihr niedriger Schmelzpunkt erlaubt sogar das Aufbringen auf die verschiedensten Unterlagen ohne jedes Lösungsmittel. Im Gegensatz zu den Phenolformal.dhydliar zen können die neuen, Harze leicht von flüchtigen Bestandteilen befreit werden und sind dann s0'#%,ohl in Lösung wie als Preßpulver geruchlös. Die Preßlinge entwickeln auch beim S2tgen, Drehen usw. nicht den bei den üblichen Phenolharzen so lästigen Carbolgeruch.
  • Längere Einwirkung mäßiger Temperaturen, beispielsweise von 6o bis ioo°, oder kürzere Behandlung über ioo° bewirken fortschreitende Kondensation oder Polymerisation. So kann man durch längeres Kochen der alkoholischen Lösungen die Viscosität steigern, bei Preßmischungen und imprägnierten Faserstoffbahnen können durch geeignete Vorkondensation Produkte erhalten werden, die beim Pressen kaum mehr einen Gewichtsverlust erleiden, außerordentlich schnell härten und doch noch guten Fluß zeigen. Die jeweils gewünschte Fließfähigkeit bestimmt natürlich den zulässigen Grad der Vorhärtung.
  • Die Herstellung ausgezeichnet brauchbarer Oxyaminbasen ist äußerst einfach; es genügt, die rohen Ph enolpolyalkohole, zweckmäßig ohne sie zu isolieren, in neutraler oder saurer Suspension mit aromatischen, primären Aminen einige Zeit zu erwärmen. Im allgemeinen wird man i Mol des Phenolpolyalkohols mit i Mol Anilin reagieren lassen; je nach der vorhandenen Säuremenge, Reaktionszeit und Temperatur erhält man dickölige oder harzige Produkte in ausgezeichneter Ausbeute, in denen nur noch Spuren freien Phenols oder Anilins nachweisbar sind und die sich je nach der Herstellungsweise in Alkohol oder Alkohol-Benzol-Gemischen lösen.
  • Man kann aber auch mehr als i Mol Anilin anwenden, wird dann aber zweckmäßig während der Kondensation noch eine entsprechende Menge Formaldehyd oder Hexamethylentretramin zugeben, wobei man immer noch in Alkoholbenzol lösliche Harze erhalten wird. Der Aldehyd kann aber auch erst nach Isolierung der Base, beispielsweise beim Mischen derselben mit dein Füllstoff, zugegeben werden.
  • Das Verfahren beschränkt sich natürlich nicht auf in dieser Weise hergestellte Oxyaminbasen; es können auch die Kondensationsprodukte; die aus Phenolen, welche statt der Methylolgruppen C H. CI-Gruppen enthalten, und Aminen entstehen, sowie die Einwirkungsprodwkte von Anhydrofornialdehydan.ilin auf Phenolalkohole und die durch Einführung der Methylolgruppe in Oxybenzylanilin erhaltenen Basen in gleicher Weise verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Oxyaminbasen enthalten demnach in allen Fällen freie Methylol- bzw. Halogeninethylgruppen im Gegensatz zu den gemäß der schweiz. Patentschrift 1434z2 aus Anllydroforinaldehydanilin und Phenol hergestellten Kondensationsprodukten.- Bekanntlich erfolgt die Bildung des Anhydroformaldehydanilins immer unter Wasseraustritt, ob nun dasselbe gesondert hergestellt oder im Reaktionsgeinisch erzeugt wird, und da unter den Reaktionsbedingungen eine Wasseranlagerung ausgeschlossen ist, ist die Bildung von freie Methylolgruppen enthaltenden Reaktionsprodukten nicht möglich. Soweit die Kondensationsprodukte härtbar sind, verdanken sie diese Eigenschaft dem im sind., angewendeten Anhydrofor.maldehydanilin, das bekanntlich bei Phenolharzen unter Abspaltung von Anilin als Formaldehydüberträger dienen kann. Bei dieseln älteren Verfahren entstellt sowohl bei der Herstellung des Konden-3ationsproduktes wie bei der Härtung freies Anilin, das nur teilweise entfernt wird und dessen Anwesenheit in den Preßkörpern in vielen Fällen unerwünscht ist. Demgegenüber enthalten die erfindungsgemäß hergestellten Basen kein freies Anilin und lassen sich leicht und vollständig von allen flüchtigen Beiinengungen, wie Phenol, befreien.
  • Unter Phenolen sollen neben Oxvbenzol hauptsächlich die .durch Alkylgruppenysubstituierten Phenole sowie mehrkernige Phenole, wie etwa Isopropyldioxvdiphenyl, Oxydiphenyl, verstanden werden.
  • Die Harze kommen hauptsächlich für die Herstellung von geschichteten und gewickelten Isoliermaterialien, für Preßmischungen und Überzüge in Frage. Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, aus billigsten Rohkresolen geruchlose Preßmassen mit ausgezeichneten Eigenschaften zu erzeugen.
  • Auch Oxyaminbasen mit verschlossenen plienolischen Hydroxylgruppen, wie sie beispielsweise durch Methylierung von Phenoldialkohol und Kondensation mit Anilin erhalten werden können, lassen sich, besonders nach Behandlung mit Aldehyden, durch Hitzebehandlung zu vollständig alkalifesten überzügen und Kunstmassen härten.
  • Das Verfahren wird .durch folgende Beispiele erläutert, in denen die Teile, wo nicht anders angegeben, Gewichtsteile sind.
  • Beispiel i 4.7o Teile Phenol (5 Mol) werden in 8oo Teilen einer 2o°/oigen Natronlauge aufgelöst und unter Eiskühlung und gutem Rühren rasch 94o Teile einer gekühlten, 4.ovolumProzentig en Formaldehydlösung (etwa i i Mol) zugegeben. Man sorgt dafür, daß die Temperatur nicht über 2o' steigt, und läßt die Lösung einige Tage stehen. Wenn der Geruch nach Formaldehyd verschwunden ist, fügt man zu der sirupösen Kondensationslösung 47o Teile Anilin (5 Mol) und neutralisiert unter kräftigem Rühren mit Salzsäure, bis Lackmuspapier eben gerötet wird. Zur Beschleunigung der Kondensation können noch 2o Teile konzentrierter Salzsäure zugesetzt werden. Man heizt nun im Rührkessel auf 9o bis 95° auf, hält i Stunde bei dieser Temperatur und neutralisiert sorgfältig mit fester Soda. Die ölige Oxyaminbase scheidet sich am Boden des Gefäßes ab. Man zieht die überstehende Salzlösung ab, wäscht noch ein- bis zweimal mit warmem Wasser nach, um alles Salz zu entfernen, und trocknet .das Öl bei 6o° im Vakuum. Das Produkt hat die Konsistenz dicker Melasse und bildet mit gleichen Teilen Alkohol eine ziemlich viscose, gut streichbare Lösung.
  • Mit dieser wird ein geeignetes Papier nun auf einer Lackiermaschine überzogen und in einem Trockenkanal getrocknet. Es Wird nun in üblicher Weise geschnitten, geschichtet und bei einem Preßdruck von 7o kg/cm' und einer Temperatur von i5o bis iSo° verpreßt. Sollte die Vorhärtung im Trockenturm unzureichend gewesen sein, kann man das Papier vor .dem Pressen noch i bis 2 Stunden, gegebenenfalls unter vermindertem Druck, einer Temperatur von ioo bis iio° aussetzen.
  • In gleicher Weise können Gewebebahnen getränkt oder überzogen werden. Die Preßlinge sind vollständig geruchlos und zeigen ausgezeichnete mechanische und elektrische Widerstandsfähigkeit.
  • Beispiel 2 72 Teile technisches Rohkresol (97- bis ioo°/oig) werden in 8o Teilen 3o°%i.ger Natronlauge .gelöst und nach dem Abkühlen mit d.o Teilen Eis versetzt. Unter Rühren gießt man nun rasch 125 Teile gekühlten Formaldehyd von q.0 Volumprozent dazu. Das Gefäß wird zweckmäßig außen mit Eis gekühlt; wenn die Temperatur über io° steigen will, wird Eis zugegeben. Nach 3 bis 5 Tagen ist ,der Geruch nach Formaldehyd verschwunden, die Lösung riecht stark nach Pyr idinbasen und Naphthalin, das sich in Kristallflocken ausscheidet.
  • In einem heizbaren Rührkessel werden nun 69 Teile Anilin zugegeben und mit etwa 58 Teilen etwa 33°/oiger Salzsäure genau neutral gestellt. Man rührt das Gemisch ohne Wärmezufuhr 12 Stunden, setzt dann 2 bis 3 Teile konzentrierter Salzsäure hinzu und erwärmt etwa i Stunde auf 95°. Dann wird mit Soda neutralisiert, die Salzlösung abgezogen und das ölige Kondensationsprodukt in eine Destillierbase gedrückt. Bei etwa 6o° wird an einer guten Vakuumpumpe unter einem Druck von etwa 6o mm Wasserdampf durchgesaugt, bis alle flüchtigen Bestandteile entfernt sind, was etwa i -bis 112 Stunden in Anspruch nimmt. Dann wird der Dampf abgestellt und bei derselben Temperatur das restliche Wasser entfernt. Das salzhaltige, dicke C51 wird durch ein Druckfilter geschickt und als klare, dickflüssige bis weichparaffinartige Masse erhalten. Die Ausbeute entspricht annähernd der Theorie. Das Harz kann in dieser Form direkt mit Füllstoffen in der Wärme vermischt bzw. verknetet werden oder in Alkohol gelöst und zum Lackieren von Faserstoffbahnen verwendet werden. Die in üblicher Weise erhaltenen Preßlinge sind auch beim Sägen und Drehen geruchlos, gelb bis rotbraun und vori ausgezeichneter Festigkeit. Beispiel 3 i o8 Teile Rohkresol D. A. B. 6 (etwa i Mol) werden nach Beispiel 2 durch Einwirkung von etwa i8o Teilen q.ovolumprozentigem Formaldehyd (2,2 Mol) in ein Gemisch von Polymethylolkresolen übergeführt und mit i 12 Teilen Anilin (etwa 1,2M201) in schwach essigsaurer Lösung i Stunde bei 9o° kondensiert, dann mit 5 Teilen Hexamethylentetramin versetzt und die Lösung durch Zusatz von Essigsäure immer schwach sauer gehalten. Nach 2o Minuten wird mit Soda neutralisiert, das dicke 01 abgetrennt und im Vakuum getrocknet. Es ist in Alkohol allein nicht mehr vollständig löslich, wohl aber leicht in Gemischen von Alkohol mit Benzol oder Aceton.
  • Das Harz läßt sich für sich oder irrt Geinisch mit Füllstoffen in gleicher Weise wie die nach Beispiel i und 2 erhaltenen Harze verpressen.
  • Beispiel q.
  • 130 Teile eines Gemisches von o-undp-O--tybenzylalkohol werden in Zoo Teilen Anilin gelöst und 6 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt, dann im Wasserdampfstrom von dem überschüssigen Anilin befreit. Der Rückstand besteht in der Hauptsache aus isomeren Oxybenzylanilinen. Man löst diese in i Vol i 5 %iger Natronlauge und versetzt unter Eiskühlung mit 70 Teilen Formaldehyd von q o Volurnprozent. Nach einigen Tagen ist der Geruch nach Formaldehyd verschwunden. 11-l an filtriert von etwas ausgeschiedenem Niederschlag ab und gießt die Lösung in kalte, verdünnte Salzsäure. Das Kondensationsprodukt fällt als, in der Kälte fester, fein verteilter Niederschlag aus, wird abgesaugt und gewaschen. Es ist in Alkoholbenzol und in Aceton löslich und läßt sich zu sehr wertvollen Kunstmassen verpressen.
  • Beispiel 5 q.6o Teile einer nach Beispiel 3 hergestellten wässerig-alkalischen Polymethylolkresollösung (etwa i Mol) werden kalt unter Rühren finit 115 Teilen Monochlorhydrin (etwas über i Mol) versetzt und 24 Stunden stehengelassen. Die ursprünglich sehr stark phenolphthalein-. alkalische Lösung wird dabei fast völlig neutral, der Rest der alkalischen Reaktion verschwindet bei schwachem Erwärmen. Es werden nun 93 Teile Anilin (i Mol) eingerührt, mit Salizsäure schwach sauer gestellt und 2 Stunden im kochenden Wasserbad kondensiert. Nach der Neutralisation mit Soda scheidet sich das neue Produkt als dünnflüssiges 0l aus, das im Vakuum getrocknet werden kann. Das Produkt ist in Alkohol spielend löslich, wird bei längerem Erwärmen langsam fest, schließlich unlöslich und unschmeizbar. Durch Nachbehandlung mit Aldehyden, wie Formaldehyd, Furfurol u. dgl., kann die Härtung beschleunigt und die Wärmefestigkeit des Preßlings verbessert werden.
  • Beispiel 6 q.6o Teile einer nach Beispiel 2, Absatz i, hergestellten wässerig-alkalischen Lösung von Polymethylolkresolen, die etwa i Mol enthält, wird mit 14o Teilen Monoäthylanilin versetzt, mit Salzsäure neutral gestellt und 5o Teile io°/oige Salzsäure zugeführt. Nahestündigem gutem Rühren bei 95° wird mit Soda neutral gestellt, das abgetrennte Öl ausgewaschen und im Vakuum bei 6o° mit Dampf destilliert. Es hinterbleiben Zoo Teile eines dickflüssigen Harzes, das in Alkohol löslich ist. In iiblicher Weise mit Füllstoffen, -,wie Holzmehl oder Asbest, vermischt, getrocknet und verpreßt, ergibt dieses Harz Preßlinge von sehr guten Eigenschaften.
  • Beispiel 7 iio Teile Rohkresol D.A.B. 4 (etwa i Mol) werden nach Beispiel 2 durch Einwirkung von etwa 15o Teilen 4ovoluinprozentigem Formaldehyd (i,8 Mol) in ein Gemisch von Polyinethylolkresolen übergeführt, 93 Teile Anilin zugegeben, mit der nötigen Menge konzentrierter Salzsäure vorsichtig neutralisiert und mit i 5 Teilen io%iger Salzsäure angesäuert. Unter lebhaftem Rühren wird i Stunde bei 9o bis 95o kondensiert, dann 2o Teile Formaldehyd zugegeben und i Stunde bei derselben Temperatur weitergerührt. Man neutralisiert mit Soda, bis Lackmuspapier gebläut wird, und wäscht das ausgeschiedene weiche Harz mit warmem Wasser gründlich aus. Das feuchte Harz wird in etwa Zoo Teilen eines Alkohol-Benzol-Gemisches gelöst und am Rückfluß mit 4o Teilen einer q.o°/oigen Formaldehydlösung 5 Stunden gekocht. Das -in der Lösung vorhandene Wasser wird durch Destillation mit Benzol entfernt und die Lösung auf einen Harzgehalt von 5o °/a eingeengt. Diese Lösung eignet sich vorzüglich zur Imprägnierung von Füllstoffen und Faserstoffbahnen. Wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert, so hinterbleibt ein kolophoniumähnliches Harz von niedrigem Erweichungspunkt, das in Alkohol-Benzol-Gemischen löslich ist. Nach einer geeigneten Vorhärtung bei So bis i io° läßt sich dieses Harz auch ohne Zugabe von Füllmitteln bei 140 bis 16o° und einem Druck von 5o bis i5o hg/cml zu klaren Preßkörpern von sehr guten mechanischen und elektrischen Eigenschaften verpressen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜcHr,: i. Verfahren zur Herstellung von gehärteten Kunstmassen gemäß Patent 658 485 aus zwei- und mehrkernigen aromatischen Oxyaminbasen, die durch Verknüpfung von Phenolen mit aromatischen Aminen mittels Methy lenbrücken erhalten werden und die wenigstens einen Teil des zur Härtung notwendigen Aldehyds in Form von Methylol- oder Halogenmethylgruppen im Molekül enthalten, dadurch gekennzeichnet, .daß man nicht oder nur wenig polymerisierte, in den gebräuchlichen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, lösliche Oxyaminbasen verwendet und dieselben bei höheren Temperaturen mit oder ohne Druck in den unschmelzbaren und unlöslichen Zustand überführt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Oxyaminbasen verwendet, deren phenolische Hydroxylgruppen verschlossen sind.
DEG85684D 1932-02-05 1933-06-04 Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen Expired DE673653C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH166403 1932-02-05
CH173991 1933-05-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE673653C true DE673653C (de) 1939-03-27

Family

ID=34105198

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG85684D Expired DE673653C (de) 1932-02-05 1933-06-04 Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen

Country Status (4)

Country Link
US (1) US2029954A (de)
AT (2) AT144369B (de)
DE (1) DE673653C (de)
GB (2) GB401535A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE860268C (de) * 1944-09-09 1953-02-05 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Herstellung von Gewebeschichtkoerpern mit einem mehr oder weniger waermehaertenden Harz als Bindemittel
DE1247633B (de) * 1964-10-20 1967-08-17 B Asbest U Filterplattenwerk V Verfahren zur Herstellung von asbesthaltigen Steril- und Apyrogenfiltermaterialien mit erhoehten Adsorptionseigenschaften

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2557922A (en) * 1945-03-07 1951-06-26 Union Carbide & Carbon Corp Reaction product of a novolak resin and an amino diphenyl-formaldehyde compound
US2683730A (en) * 1951-01-17 1954-07-13 Goodyear Tire & Rubber Polyisocyanates and mixtures thereof
US2892811A (en) * 1954-01-29 1959-06-30 Norton Co Resin
US4066504A (en) 1974-01-29 1978-01-03 Givaudan Corporation Aliphatic dialdehyde-aromatic polyamine condensation products bound to proteins and enzymes

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE860268C (de) * 1944-09-09 1953-02-05 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Herstellung von Gewebeschichtkoerpern mit einem mehr oder weniger waermehaertenden Harz als Bindemittel
DE1247633B (de) * 1964-10-20 1967-08-17 B Asbest U Filterplattenwerk V Verfahren zur Herstellung von asbesthaltigen Steril- und Apyrogenfiltermaterialien mit erhoehten Adsorptionseigenschaften

Also Published As

Publication number Publication date
AT147482B (de) 1936-10-26
US2029954A (en) 1936-02-04
GB438802A (en) 1935-11-25
GB401535A (en) 1933-11-16
AT144369B (de) 1936-01-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1720204C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Phenol-Formaldehyd-Kondensaten und ihre Verwendung als Bindemittel und in Formmassen
DE576177C (de) Verfahren zur Herstellung harzartiger Produkte aus Phenolkondensationsprodukten und mehrwertigen Alkoholen
DE673653C (de) Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen
DE2249701C3 (de) Harzhaltige Härter für Polyepoxydverbindungen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1770816C3 (de) Verfahren zur Herstellung von flexiblen Phenolharzen
DE539475C (de) Verfahren zur Herstellung unschmelzbarer Kunstmassen
DE2256277A1 (de) Homogene, bestaendige, harzartige impraegniermittelloesung und damit impraegnierter schichtstoff
DE658485C (de) Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Kunstmassen
CH173991A (de) Verfahren zur Herstellung von Formkörpern.
DE569021C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Sulfamiden und Aldehyden
DE883505C (de) Verfahren zur Herstellung Schwefel und Stickstoff enthaltender Kondensationsprodukte
AT139113B (de) Verfahren zur Herstellung von unschmelzbaren Kunstmassen.
DE630327C (de) Verfahren zur Herstellung von unschmelzbaren Kunstmassen
DE495790C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukten
DE622739C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen
DE1909349C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines wässrigen Klebemittels auf Basis von Elastoner-Latex, Resorcia/Formaldehydkondensaten und Resorcin/Phenolkondensaten
AT123408B (de) Verfahren zur Herstellung eines Phenolharzes.
DE623594C (de)
AT100049B (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kodensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd.
DE571039C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
DE2424201A1 (de) 4,4'-thio-bis-(dialkylphenol)-formaldehyd-kondensate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE610187C (de) Verfahren zur Herstellung von niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Loesungsmitteln loeslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten
DE711687C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Stoffen
DE406152C (de) Verfahren zur Darstellung kuenstlicher Harze und OEle
AT160222B (de) Verfahren zur Herstellung homogener Reaktionsprodukte aus Resolen und sauren oder neutralen, hochmolekularen organischen Stoffen.