DE672934C - Anordnung zur Bewaesserung mittels unterirdischer Leitungen - Google Patents
Anordnung zur Bewaesserung mittels unterirdischer LeitungenInfo
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- DE672934C DE672934C DEF82878D DEF0082878D DE672934C DE 672934 C DE672934 C DE 672934C DE F82878 D DEF82878 D DE F82878D DE F0082878 D DEF0082878 D DE F0082878D DE 672934 C DE672934 C DE 672934C
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B13/00—Irrigation ditches, i.e. gravity flow, open channel water distribution systems
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Description
- Anordnung zur Bewässerung mittels unterirdischer Leitungen Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bewässern des Geländes mittels unterirdischer, mit Gefälle verlegter Leitungen, z. B. Drainleitungen, bei der in den abfallenden Hauptleitungen Staueinrichtungen mit einer Absperreinrichtung und einem Staurohr für die, Leitung angeordnet sind.
- Bei dein bekannten Anordnungen dieser Art müssen .alle Absperrglieder von Hand bedient werden, weshalb ihre Bedienungs-. gestä,nge bis in Flurhöhe oder über Flur geführt sein müssen. Das hat den Nachteil zur Folge, daß sie bei der Benutzung des Geländes störend wirken, z. B. bei der Feldbestellung, der Benutzung als Flugplatz, Übungsplatz, Sportplatz o. dgl.
- Gemäß der Erfindung wird dieser Mangel dadurch beseitigt, daß mit Ausnahme der untersten Staueinrichtung alle übrigen höher liegenden jeder Hauptleitung Absperrvorrichtungen haben, die selbsttätig arbeiten, wenn die unterste von Hand geschlossen wird. Die bekannten Anordnungen wirken in der Weise, daß nach Schließung aller Absperrvorrichtungen von Hand zuerst die oberste Staustufe gefüllt wird, dann die nächst niedere usw. Um demgegenüber ein selbsttätiges Schließen der Absperrvorrichtung z. B. durch Schwimmer o. dgl. zu ermöglichen, ist die neun Anordnung so getroffen, daß zuerst diie unterste Staustufe gefüllt wird, dann die nächst höhere usw.
- Zwar sind an sich Absperrvorrichtungen bekannt, die selbsttätig arbeiten und z. B. durch Schwimmer geschlossen werden. Beim Gegenstand der Erfindung handelt es sich aber um eine besondere Anordnung zur Bewässerung mittels nach einer Seite hin abfallender Rohrleitungen. Dabei kann das Gelände eben oder selbst abfallend sein. Die erfindungsgemäße Anordnung kann auch bei Bodenentwässerungsanlagen (Drainagen) getroffen werden, wodurch diese in an sich bekannter Weise für die wechselweise Entwässerung des feuchten und die Bewässerung des trockenen Bodenabschnittesbrauchbar ist.
- Auf der Zeichnung ist die Anordnung in einer Ausführungsform schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Grundriß eines Ausschnittes aus einer Ent- und Bewässerungsänlage, Abb. 2 die Anlage im Schnitt (Höhen übertrieb-en), Abb.3 den Schnitt durch einen über Flur ragenden Endstauschacht für Handbedienung, Abb.4 den Schnitt durch einen unterirdischen, selbsttätigen Stauschacht.
- Die Sammlerrohrleitung i (Hauptleitun-gen), in die die Saugerleitnngen 2 münden (Abt. i), führen im Entwässerungsfalle ihr Wasser in offene Gräben 3 ab. Für ihre Verwendung zur unterirdischen Bewässerung desselben Geländes wird den Hauptleitungen am oberen Ende 4 Wasser zugeleitet, z. B. durch einen offenen Graben 5 nach vorherigem Schließen der unteren Enden 6. Zur möglichst gleichmäßigen Verteilung des Druckwassers über das Gelände ist jede Hauptleitung i in Stauabschnitte 7 unterteilt durch Stauschächte 8, in denen die Rohrleitung unterbrochen ist. Zwecks Verschlusses der einmündenden oder ausmündenden Rohre sind Verschlußklappen 9 an den Mündungen angebracht, die bei den untersten, über Flur. i o ragenden Schächten (Abt. 3) von Hand durch Seil i i bedient - werden können. Bei den unter Flur liegenden Schächten ist die Verschlußklappe durch Stäbe 12, die in seitlichen, an den Mundstücken sitzenden Führun--en sitzen, mit Schwimmkörpern 13, z. B. luftdichten Hohlkörpern aus Blech, verbunden (Abt. 4), derart, daß bei freiem Schachtabfluß der Schwimmer tief schwimmt und damit die Klappe 9a, z. B. Eternitplatte, den Einlauf freigibt, mit steigendem Wasserspiegel aber gehoben wird und schließlich von der Auftriebskraft des Schwimmers gegen die Mündung gedrückt wird. Zwecks Begrenzung der Rückstauhöhe jedes Leitungsabschnittes ist jeweils jede mit Klappe ausgerüstete Mündung mit einem üb-erströmstaurohr I ¢ versehen, dessen Höhe so bemessen ist, daß sie um ein Stück 15 höher ist, als das Gefälle des zugehörigen Leitungsabschnittes beträgt. Damit hat es folgende Bewandtnis Wird zwecks Bewässerung die Auslauföffnung im zu tiefst liegenden Schacht (Abb.2 und 3) geschlossen, so staut sich das Wasser bis zum Überlauf, nachdem der Boden durch die Nebenleitungen durchtränkt ist. Damit steigt der Wasserspiegel in dem nächst höher liegenden Stauschacht, hebt seinen Schwimmer 13 (Abb.4) und schließt die nächste Mündungsklapp,e für den Stau des folgenden, bergaufwärts liegenden Abschnittes. Dieser Vorgang wiederholt sich fortschreibend bergaufwärts über sämtliche Abschnitte, dadurch, d.aß das überströmstaurohr mit seinem überlauf ein Stück höher liegt, als das Gefälle des jeweiligen Abschnittes ausmacht.
- Im Falle einer Bewässerung des Geländes braucht lediglich die unterste, tiefstliegende Ausmündung der Hauptleitungen von Hand geschlossen zu werden. Alle übrigen Stauglieder schließen sich nacheinander bergaufwärts selbsttätig durch die Schwimmer. Die Stauschächte mit selbsttätiger Stauklappe können daher unter Flur liegen und sind nicht hinderlich.
Claims (1)
- PATrNTANSPRUCII Anordnung zur Bewässerung mittels unterirdischer, mit Gefälle verlegter Leitungen, bei der in den Hauptleitungen Staueinrichtungen mit einer Absperrvorrichtung und einem Staurohr für die Leitung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich die unterste Staueinrichtung jeder Hauptleitung mit einer von Hand zu bedienenden Absperrvorrichtung versehen ist und die Absperrvorrichtungen der höher liegenden Staueinrichtungen selbsttätig durch Schwimmer geschlossen werden, wenn die nächst niedere Stufe ihre größte Stauhöhe erreicht hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF82878D DE672934C (de) | 1937-04-17 | 1937-04-17 | Anordnung zur Bewaesserung mittels unterirdischer Leitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF82878D DE672934C (de) | 1937-04-17 | 1937-04-17 | Anordnung zur Bewaesserung mittels unterirdischer Leitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE672934C true DE672934C (de) | 1939-03-13 |
Family
ID=7113981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF82878D Expired DE672934C (de) | 1937-04-17 | 1937-04-17 | Anordnung zur Bewaesserung mittels unterirdischer Leitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE672934C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3368355A (en) * | 1965-11-23 | 1968-02-13 | Edward P. Shroyer | Ground water table level control well gate system |
| AT522329B1 (de) * | 2019-06-25 | 2020-10-15 | Christian Simhofer | Vorrichtung zur selbsttätigen Wasserstandsregulierung für ein Wasserreservoir |
-
1937
- 1937-04-17 DE DEF82878D patent/DE672934C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3368355A (en) * | 1965-11-23 | 1968-02-13 | Edward P. Shroyer | Ground water table level control well gate system |
| AT522329B1 (de) * | 2019-06-25 | 2020-10-15 | Christian Simhofer | Vorrichtung zur selbsttätigen Wasserstandsregulierung für ein Wasserreservoir |
| AT522329A4 (de) * | 2019-06-25 | 2020-10-15 | Christian Simhofer | Vorrichtung zur selbsttätigen Wasserstandsregulierung für ein Wasserreservoir |
| WO2020257831A1 (de) * | 2019-06-25 | 2020-12-30 | Simhofer Christian | Vorrichtung zur selbständigen wasserstandsregulierung |
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