DE596145C - Selbsttaetige Be- und Entwaesserungsanlage fuer Feld- und Gartenbeete - Google Patents

Selbsttaetige Be- und Entwaesserungsanlage fuer Feld- und Gartenbeete

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DE596145C
DE596145C DE1930596145D DE596145DD DE596145C DE 596145 C DE596145 C DE 596145C DE 1930596145 D DE1930596145 D DE 1930596145D DE 596145D D DE596145D D DE 596145DD DE 596145 C DE596145 C DE 596145C
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/24Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
    • A01G9/247Watering arrangements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/25Greenhouse technology, e.g. cooling systems therefor

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, das fallende Regenwasser selbsttätig derart zu fassen und dienstbar zu machen, daß es zur gleichmäßigen Bewässerung von Feld- und Gartenbeeten, auch für bisher unfruchtbare Gebiete, zu beliebiger bzw. geeigneter Tageszeit verwendet werden kann. Im äußersten Notfalle, z. B. da, wo die fallende Regenwassermenge nicht zur ständigen Be-Wässerung ausreichen sollte, kann durch Füllen der genügend groß gewählten Wasservorratsbehälter auch Leitungswasser, Flußwasser u. dgl. verwendet werden.
Die Bewässerung von oben herab mittels natürlichen Regens oder künstlicher Wasserberieselung mit Vorrichtungen oder Anlagen aller Art ist schon längst als unzureichend bzw. unrationell erkannt worden. Die letztere Bewässerungsart hat überdies noch den Nachteil, daß sie mit teurem, manchmal sehr hartem, kaltem Leitungswasser durchgeführt werden muß und daß im Sommer die Wasserwerke übermäßig beansprucht werden. Durch das kalte Wasser werden die Pflanzen (besonders in der heißen Jahreszeit) abgeschreckt und im Wachstum gehemmt; durch starken Wasserstrahl können sie empfindlich geschädigt werden, wie z. B. durch Knicken, Umlegen u. dgl.
Zur Behebung dieser Übelstände hat man bereits unterirdisch verlaufende Querdrainagen vorgeschlagen. Hierbei entzieht sich jedoch der Wasserlauf im einzelnen jeder Kontrolle. Außerdem findet keine Ausnutzung des Wassers statt, da dieses nach unten absickern kann.
Denselben Nachteil hat ein anderes kompliziertes ' Tonröhrensystem, welches ebenfalls unterirdisch arbeitet. Zur Kontrolle der einzelnen Röhren sollen besondere Glasgefäße dienen. Leicht mögliche Beschädigungen der Tonröhren erfordern kostspielige Reparaturen, und schnelles Aufsaugen großer Wassermengen vor dem Absickern ist wegen der zu kleinen saugenden Oberfläche ausgeschlossen.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, in wasserarmen Gegenden unterirdisch Längs- und Querwände aus schwer durchlässigem Boden gegebenenfalls bis zum Grundwasser herabzuführen.
Alle diese bekannten Verfahren oder Vorrichtungen sind zur Lösung des Problems der rationellen Ausnützung des Regenwassers, besonders in trockenen Gegenden, nicht geeignet, da sie entweder das Absickern des Wassers nicht verhindern oder dessen Wiedergewinnung nicht gestatten oder beide Nachteile vereinigen.
Um alle Nachteile auszuschließen, die den unterirdisch angelegten Bewässerungssystemen anhaften, bedient sich die Erfindung der an sich ebenfalls bereits bekannten Bewässerung durch sichtbar angelegte Kanäle, aus denen das Wasser von der Seite her in die Beete eindringen kann.
Die Erfindung besteht darin, daß an den Einmündungsstellen der eigentlichen Bewässerungskanäle in den gemeinsamen Hauptkanal klappenartige Stauwehre angebracht sind, die sich beim Abfließen des in den Bewässerungskanälen befindlichen überschüssigen Wassers öffnen und bei Wasserzufluß aus dem Hauptkanal schließen. Der Hauptkanal selbst ist mit einem hochliegenden Vorratsbehälter und einem tiefliegenden Sammelbehälter absperrbar verbunden.
Die einzelnen Stauwehre sind in ihrer Höhe verstellbar.
Um eine möglichst vollkommene Ausnutzung des Wassers zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, daß die Fundamente der Beete selbst sowie alle nicht durch den Beetgrund berührten Flächen, wie Wege, Höfe usw., durch irgendein Härtematerial abgedichtet werden. Hierbei ist für geeignete Wölbung dieser Flächen zu sorgen, ίο um den Ablauf des Regenwassers in den dazu bestimmten Sammel- bzw. Vorratsbehälter zu ermöglichen.
Durch diese Anordnung wird einerseits die Sammlung des überschüssigen Regenwassers und andererseits die Verwendung dieses Wassers zu beliebiger Zeit zu einer je nach Wunsch regelbaren Bewässerung der Beete ermöglicht. Fig. ι der Zeichnung zeigt schematisch eine Äusführungsform der Erfindung, die sich beao sonders für Gartenbeete eignet. Bei künstlerischen Anlagen kann die Ausführung im gleichen Prinzip mit Rondellen, Bogenführungen, Figuren aller Art erfolgen.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach A-B der Fig. 1. Fig. 3 ist ein Schnitt nach C-D der Fig. 1 (Einfassungssteine).
Fig. 4 ist ein Schnitt nach C-D der Fig. 1 gemäß einer anderen Äusführungsform der Erfindung (Einlaufgitter).
Fig. 5 stellt einen Schnitt nach E-F der Fig. ι dar.
Fig. 6 gibt ein schematisches Bild des klappenartigen Stauwehrs gemäß der Erfindung.
Ein hochliegender Wasservorratsbehälter (Fig. 1) von entsprechender Größe und aus irgendeinem geeigneten Baustoff, wie Beton, Eisen o.dgl., ist durch einen je nach Anordnung unter oder über dem Erdboden liegenden Zulaufkanal (auch Zulaufrohr) 2 mit dem Hauptkanal 3 verbunden. Der Vorratsbehälter 1 ist mit einem Absperrventil 17 gegen den Zulaufkanal und zweckmäßigerweise noch mit einem Wasserstandsanzeiger 18 versehen, der die zur Bewässerung nötige Wassermenge abzulesen gestattet. Der Hauptkanal 3 steht seinerseits mit den eigentlichen Beetkanälen 4 in Verbindung, die zur Bewässerung der einzelnen Beete 5 dienen. An der Einmündung eines jeden Beetkanals 4 in den Hauptkanal 3 befindet sich je ein auf Zapfen 21, 22 frei und leicht zu bewegendes klappenartiges Stauwehr 6 (Fig. 6), das so angeordnet ist, daß es sich bei Strömung des Wassers aus dem Hauptkanal 3 in die Beetkanäle 4 schließt, während es sich bei entgegengesetzter Strömungsrichtung öffnet. Der obere Rand dieses klappenartigen Stauwehrs 6 ist nach unten gewölbt. Die Höhe des klappenartigen Stauwehrs kann durch eine geeignete einfache Vorrichtung nach Wunsch verstellt werden. Eine Ausführungsform des Stauwehrs, wie sie beispielsweise im Rahmen der Erfindung verwendet werden kann, ist in Fig. 6 veranschaulicht. Hierbei ist die Klappe außerhalb eines jeden Beetkanals 4 angebracht, d. h. die Scharniere 21 und 22 befinden sich an der Innenwand des Hauptkanals 3. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, befinden sich die Scharniere 21 und 22 nicht genau senkrecht untereinander, sondern sie sind ein wenig gegeneinander versetzt. Hierdurch wird eine derartige Schwerpunktsverschiebung erreicht, daß die Klappe im völlig unbelasteten Zustande sich stets nach außen hin leicht öffnet. Das Stauwehr besteht aus einem mit zwei Führungen 24 und 25 starr verbundenen Teil 6, dessen oberer Rand (in der Zeichnung punktiert dargestellt) nach unten gewölbt ist. An der Führung 25 sind die beiden Drehzapfen 21 und 22 befestigt. Die Führungen 24 und 25 reichen bis zur vollen Höhe der Kanalmauer, während die zwischen ihrjßn befindliche Klappe 6 eine geringere Höhe besitzt. Um die wirksame Höhe der Stauklappe verändern zu können, ist ein in der Höhe verstellbarer Schieber 23 vorgesehen, der die gleiche Form hat wie der feste Klappenteil 6, dessen oberer Rand also ebenfalls gewölbt ist. Dieser Schieber läuft an der dem Hauptkanal 3 zugewendeten Seite der Klappe 6 in den Führungen 24 und 25. In der Führung 24 befindet sich außerdem eine feststehende Schraubenspindel 27, die mit Hufe einer Kurbel 28 gedreht werden kann. Der Schieber 23 besitzt zwei oder mehrere Ansätze 26, die mit Innengewinde versehen sind und auf der Schraubenspindel 27 sitzen. Diese Anordnung ermöglicht ein einfaches Verstellen des Schiebers 23 in seiner Höhe durch Drehen der Kurbel 28.
Um eine sichere Abdichtung des Stauwehrs zu erreichen, ist die Wand des Hauptkanals 3 an den Einmündungsstellen der Beetkanäle 4 nicht vollkommen unterbrochen, sondern am Boden des Kanals in geringer Höhe fortgeführt, so daß sich der untere waagerechte Rand des Stauwehrs 6 beim Schließen gegen sie anlegen kann. Es ist zweckmäßig, die gegen die Kanalwandungen zur Anlage kommenden Ränder der Führungen 24 und 25 sowie den entsprechenden unteren waagerechten Rand des Stauwehrteiles 6 mit Gummistreifen zu belegen, wodurch praktisch eine vollkommene Abdichtung erzielt wird. Zu dem gleichen Zweck können auch die Innenflächen der Führungen 24 und 25, gegen welche sich der Schieber 23 verschiebt, mit Gummistreifen belegt sein.
Infolge der obenerwähnten Anordnung der Drehzapfen 21 und 22 ist das Stauwehr in unbelastetem Zustande ein wenig nach außen geöffnet. Wird der Hauptkanal 3 mit Wasser gefüllt, so übt dieses Wasser auf das Stauwehr dnen Druck aus, der eine feste Schließung bewirkt. Dies ist auf der linken Hälfte der Fig. 1 dargestellt. Wenn dagegen der Hauptkanal 3
entleert ist und das Wasser sich lediglich in den Beetkanälen 4 befindet, so wird auf das Stauwehr 6 ein Druck in entgegengesetzter Richtung ausgeübt, der eine Öffnung des Wehrs zur Folge hat, wie es in der rechten Hälfte der Fig. 1 dar- - gestellt ist.
Die sichtbar (oberirdisch) angelegten Beetkanäle 4 verlaufen ihrer Länge nach einerseits neben den zu bewässernden Beeten 5, andererseits neben den Wegen 7, die in üblicher Weise gewölbt ausgeführt werden. Ihrer Breite nach gehen die Kanäle 4 auf Kosten der Wege 7. Dieser Übelstand kann durch Abdeckung der Beetkanäle 4 mit Zickzackeisen, Brettern o. dgl.
behoben werden, wodurch die Wege 7 auf beiden Seiten um die Breite der Beetkanäle verbreitert werden.
Bei der Bewässerung von Feldbeeten können die Wege überhaupt fortfallen, da jeder abgedeckte Beetkanal 4 gleichzeitig als Weg dienen kann.
Das eigentliche, den Grund enthaltende Beet 5 besteht aus einem Fundament 8 aus einem Härtematerial, z. B. Beton. Für schwierige Bodenverhältnisse kann auch armierter Beton vorgesehen werden. Schließlich können auch andere geeignete Baustoffe für die Fundamentierung der Beete 5 und der Beetkanäle 4 verwendet werden. Die Fundamentierung der Beete, Kanäle und übrigen Flächen kann, wie in Fig. 2 dargestellt, in Form einer einzigen zusammenhängenden starken Schicht ausgeführt sein, so daß die Fundamente der Beete mit den Beetkanälen ein Ganzes ohne jede Unterbrechung bilden. Es ist darauf zu achten, . daß die Fundamente 8 stark genug ausgeführt werden, um etwaige Erdbewegungen des Bodens unter der Fundamentierung und durch Erschütterungen des Weges verursachte Seitendrücke unschädlich zu machen. Defekte im Beetfundament sind durch Kontrolle der sichtbaren Beetkanäle 4 beim Einlaufen des Wassers in die Beete leicht festzustellen und zu beheben. Durch diese Ausführungsart wird ein Absickern des Wassers nach unten völlig ausgeschlossen.
Um ein vollständiges Abfließen des Wassers
aus den Beeten zu ermöglichen, empfiehlt es sich, die Oberfläche der Beetfundamente 8 schwach nach oben gewölbt auszuführen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.
Die Tiefe des Beetes 5 richtet sich je nach der beabsichtigten Pflanzung (Wurzelfassung).
Die Beetkanäle 4 können verschiedene Tiefe besitzen. In Fig. 2 sind drei Ausführungsformen dargestellt, von denen jedoch die im linken Teil der Figur gezeichnete Form zu bevorzugen ist, weil sie eine vollständige Entwässerung der Beete 5 ermöglicht. Bei dieser Ausführungsform erstrecken sich die Beetkanäle 4 etwa 3 bis 4 cm tiefer als die Außenkante des Beetes 5. Die in Fig. 2 im mittleren und rechten Teil gezeichnete Ausführungsform der Beetkanäle 4 unterscheidet sich von der erstgenannten dadurch, daß die Kanäle eine geringere Tiefe besitzen als das Beet selbst. Derartige flachere Kanäle bieten den Vorteil, daß man mit einer entsprechend niedrigeren Stauklappe auskommt, was die Anlagekosten verbilligt; sie haben jedoch andererseits den Nachteil, daß das Wasser niemals vollständig aus dem untersten Teil der Beete 5 abfließen kann, was leicht zu einer Versäuerung des Bodens führt.
Auf keinen Fall soll aber der tiefste Punkt des Beetkanals 4 höher zu liegen kommen als drei Viertel der von der Oberfläche des Fundamentes 8 bis zur Oberfläche des Beetes 5 gerechneten Beethöhe.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, werden die Beete 5 erfindungsgemäß von gelochten oder geschlitzten Einfassungssteinen 9 umsäumt, durch welche das Wasser aus den Beetkanälen 4 ins Innere der Beete eindringen kann und die durch Formsteine 12 voneinander getrennt sind.
Eine andere Ausführungsform dieses Teiles der Erfindung ist in Fig. 1 und 4 dargestellt. Hiernach werden statt der Einfassungssteine 9 zwei parallele Reihen von Gittern 10 und 11 verwendet. Die äußere, die Begrenzung der Beetkanäle 4 darstellende Gitterreihe, die als »Einlaufgitter« bezeichnet werden soll, besteht aus einzelnen Rahmendrahtgittern 10, die durch Formsteine 12 voneinander getrennt und in diesen Formsteinen geführt werden. Sie lassen sich z. B. zwecks Reinigung aus dieser Führung leicht herausnehmen. '
Die zweite, die eigentliche Beetumrandung darstellende Gitterreihe, die als Grundgitter 11 bezeichnet werden soll, verläuft parallel der Reihe der Einlauf gitter. Die einzelnen Grundgitter 11 (Fig. 1) bestehen aus Eisenblech, Aluminium oder einem geeigneten anderen Material von entsprechender Stärke, sind ebenfalls in Führungen beweglich und liegen den Einlaufgittern 10 genau gegenüber. Zum Unterschied von letzteren reichen die Grundgitter 11 abwärts bis etwa 3 cm unterhalb des Beetwasserkanals und greifen mit ihren Unterkanten in Vertiefungsrinnen ein, die zu diesem Zweck besonders vorgesehen sind. Diese Grundgitter 11 haben die Aufgabe, den eigentlichen Beetgrund nach der Seite hin abzustützen.
An der Sohle des Hauptkanals 3 und außerhalb dieses Kanals befindet sich je ein Ablauf 13 bzw. 14 (Fig. 1). Der innerhalb des Kanals liegende Ablauf 13 ist verschließbar, während der außerhalb befindliche Ablauf 14 immer offen ist. Beide Abläufe führen zu einer unterirdischen Ablauf leitung 15, die ihrerseits mit einem Sammelbehälter 16 für das Regenwasser verbunden ist. Um im Bedarfsfalle den Sammelbehälter 16 entleeren zu können, steht dieser auf alle Fälle in direkter Verbindung mit der
öffentlichen Kanalisation und ist von ihr durch ein Absperrventil abgeschlossen. Außerdem ist er durch ein Pumpwerk 20 mit dem höher liegenden Vorratsbehälter 1 verbunden.
An der Außenwand des Hauptkanals 3 befindet sich über dem Ablauf 14 ein Überlauf 19, der noch genügend hoch über dem oberen Rand der klappenartigen Stauwehre 6 liegt, um eine ausreichende Füllung des Hauptkanals 3 zu ermöglichen.
Beide Abläufe 13 und 14 sind zweckmäßig durch'je zwei oder drei herausnehmbare, untereinander angeordnete Drahtsiebe abgedeckt, um einer etwaigen Verstopfung der Ablaufleitung 15 durch gröbere Verunreinigungen vorzubeugen. Der Wasserkreislauf in dem System gemäß der vorliegenden Erfindung spielt sich folgendermaßen ab:
Zu Beginn der Bewässerung fließt das Wasser zunächst aus dem Vorratsbehälter 1 durch den Zulaufkanal 2 in den Hauptkanal 3 und schließt infolge seines Druckes sämtliche an den Eingängen der Beetkanäle 4 befindlichen Stauwehre 6 (vgl. linke Hälfte der Fig. 1). Hierbei steigt das Wasser im Hauptkanal 3 so lange, bis es den tiefsten Teil der oberen, nach unten gewölbten Ränder der Stauwehre 6 erreicht hat. Sollen sämtliche Beete 5 gleichmäßig bewässert werden, so sind alle Stauwehre 6 bzw. Schieber 23 auf gleiche Höhe einzustellen. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß das Wasser in alle Beetkanäle 4 gleichzeitig eindringt. Sollen bestimmte Beetkanäle 4 der Bewässerung entzogen werden, so kann dies durch einfaches Höherstellen der betreffenden Schieber 23 bewirkt werden.
Das Wasser dringt dann aus dem Beetkanal 4 durch die Einlaufsteine 9 von der Seite und von unten her ins Innere der Beete 5 ein. Besondere Vorteile bietet die Ausführungsform der Erfindung, nach der die Beete von Einlaufgittern und Grundgittern eingefaßt werden. Hier wird zunächst durch die Einlaufgitter (Fig. 4) ein ruhiger Einlauf (Brechung der Einlaufgeschwindigkeit) und eine Absonderung etwa störender Verunreinigungen, wie Laub u. dgl., durch das engma'schige Gitter herbeigeführt. Das Wasser tritt dann in die durch Einlaufgitter 10 und Grundgitter 11 gebildete Wasserkammer ein und wirkt von hier aus langsam auf den hinter den Grundgittern liegenden Grund der Beete ein, wodurch eine Ausspülung des Grundes weitgehend verhindert wird. Etwa ausgespülte Teile können allenfalls in die zwischen Grundgitter und Einlaufgitter befindliche Wasserkammer, niemals jedoch in den Beetkanal 4 gelangen. Die Bewässerung kann je nach Bedarf so lange vor sich gehen, bis die Beetoberfläche durchfeuchtet ist. Die Ermittlung der hierzu nötigen Wassermenge geschieht leicht durch den am Vorratsbehälter 1 befindlichen Wasserstandsanzeiger 18. Soll die Bewässerung aufhören, so wird das Absperrventil 17 geschlossen.
Die durch die Einlaufgitter 9 bzw. die Gitter und 11 geschaffenen seitlichen Öffnungen (Fig. 3 und 4) verhindern das sog. Sauerwerden des Beetgrundes, da die Belüftung der Beete von drei Seiten, nämlich von oben und von zwei Seiten, her stattfindet.
Tritt Regen ein, so läuft das Regenwasser durch die Einlaufsteine 9 oder Gitter 10 und 11 in die Beetkanäle 4, öffnet durch seinen Druck die Stauwehre 6 und strömt in den Hauptkanal 3. Hat man den im Hauptkanal 3 befindlichen Ablauf 13 geöffnet, so läuft das Wasser unmittelbar in den Sammelbehälter 16. Ist der Ablauf 13 zufällig geschlossen, so füllt sich der Hauptkanal 3 bis zu dem über dem äußeren Ablauf 14 befindlichen Überlauf 19, dann läuft das Wasser über und gelangt durch den offenen Ablauf 14 ebenfalls in den Sammelbehälter 16. Durch diese Anordnung werden Überschwemmungen mit Sicherheit verhütet.
Mittels des Pumpwerkes 20 wird das Wasser wieder in den Vorratsbehälter 1 gehoben, und der Kreislauf ist geschlossen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ι. Selbsttätige Be- und Entwässerungsanlage für Feld- und Gartenbeete zur Aus- go nutzung des Regenwassers mit sichtbar zwischen den Beeten angelegten offenen, in einen Hauptkanal einmündenden Bewässerungskanälen, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Einmündungsstellen der Be-Wässerungskanäle (4) in den Hauptkanal (3) klappenartige Stauwehre (6) befinden, die sich beim Abfließen des in denBewässerungskanälen (4) befindlichen überschüssigen Wassers öffnen und bei Wasserzufluß aus dem Hauptkanal (3) schließen.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauwehre (6) in ihrer Höhe verstellbar und an ihrem oberen Rand nach unten gewölbt sind.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu bewässernden Beete (5) von den Beetkanälen (3) mittels gelochter oder geschlitzter Einfassungssteine
    (9) getrennt sind.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu bewässernden Beete (5) von den Beetkanälen (4) durch zwei einander gegenüberliegende Reihen in Führungen befindlicher, herausnehmbarer Gitter (10,11) getrennt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930596145D 1930-09-04 1930-09-04 Selbsttaetige Be- und Entwaesserungsanlage fuer Feld- und Gartenbeete Expired DE596145C (de)

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