DE670951C - Elektrische Minenzuendvorrichtung - Google Patents
Elektrische MinenzuendvorrichtungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Elektrische Minenzündvorrichtung Die Zündung von Brücken- und Spaltzündern erfolgt bekanntlich durch kurzzeitige Strom- oder Spannungsimpulse von etwa iooo Sekunden Dauer. Die Impulse werden üblicherweise von dynamoelektrischen Zündmaschinen abgegeben. Man hat zwar schon derartig kurze Impulse durch dieVerwendung der Induktionsspannung bei der Unterbrechung des Erregerstromkreises einer Selbstinduktion vermittels eines Luftschalters auch mit mehreren in Reihe geschalteten Unterbrechungsstellen bewirkt; jedoch ist bei derartigen Einrichtungen infolge des auftretenden Lichtbogens die Unterbrechungsdauer so lang, daß eine sghr große Selbstinduktion erforderlich ist. Außerdem schwankt diese Dauer stark mit gewissen Einflüssen auf die Lichtbogenbildung, die z. B. auf Veränderungen der Kontaktoberfläche beruhen kann.
- Die Erfindung löst die einwandfreie Impulsgabe durch die Anordnung eines Vakuumschalters an Stelle eines, Luftschalters. Durch die außerordentlich plötzliche öfnung des Stromkreises, wie sie ein Vakuumschalter ohne L ichtbogenbildung gestattet, ist die benötigte Selbstinduktion sehr klein. Hierbei fällt auch der Nachteil der üblichen von Hand betätigten Zündmaschinen fort, bei denen je nach der Geschicklichkeit des Betätigenden verschiedene Impulse abgegeben werden. Es gelingt leicht, die z. B. für Zündung gleichzeitig von 25 Spaltzündern benötigte Zündspannung von z. B. i 5oo Volt und die benötigte Zündenergie mittels einer kleinen q.-Volt-Batterie in Verbindung mit einer Eisendrossel und dem genannten Vakuumschalter zu erzeugen.
- Im Gegensatz zu den bekannten Unterbrecheranordnungen kann der Vakuumschalter in der außerordentlich kurzen Zeit von etwa i Millionstel Sekunde selbst bei langsamer Betätigung die Unterbrechung bewirken. Da die Unterbrechung mit großer Regelmäßigkeit in .der gleichen Zeit vor sich geht, so entsteht auch die von einer bestimmten Selbstinduktion erzeugte Spannung praktisch immer in derselben Größe. Man kann mit dem Vakuumschalter auch den. Strom einer vorzugsweise sich selbst erregenden Minenzündmasehine mit Gleichstrom und Federaufzug steuern, wobei der Vakuumschalter, vorzugsweise zwangsläufig durch das Getriebe der Maschine, den Strom im Vollerregungszeitpunkt unterbricht. Vorteilhaft kann die Maschine für eine geringe erzeugte Spannung bei größerem Strom gewickelt sein, so daß der günstigere Wicklungsausnutzungsfaktor eine bessere Isolation gegenüber der durch die Unterbrechung auftretenden hohen Spannung gestattet. Sell>stinduktionsiverte einer kleinen Drossel oder auch der erwähnten Minenzündmaschine reichen infolge der überaus kurzen Abschaltzeiten von Vakuumschaltern zur Erzeugung ausreichend hoher Spannungen aus. Die notwendige Spannung von z. B. 1500 Volt kann durch Unterbr--chung eines Stromes in der Größenordnung von i Amp. und bei einer Selbstinduktion der Spule von nur io Henry glatt erreicht -werden. Dabei kann die Betätigung des Vakuumschalters sogar in einfacher Weise von Hand erfolgen, während das bei gewöhnlichen Luft- -oder Flüssigkeitsunterbrecherkontakten bekanntlich nicht zulässig ist.
- Die Kombination einerMinenziindmaschine mit dein zwangsweise gesteuerten Vakuumschalter ermöglicht es, praktisch ein und dasselbe Minenzündin.aschinenmodell für Glühzünder mit niedriger Spannung und für Spaltzünder mit hoher Spannung zu verwenden. Dabei wird für die Zündung mit niedriger Spannung clie Vakuurnschalterlietätigung ausgeschaltet. Bei den Minenzündmaschinen mit Selbsterregung kann auch in einfacher Weise die Selbstinduktion der Erregerwicklung durch deren Abschalten ausgenutzt werden.
- Die Abb_ i bis d. zeigen in schematischer Weise Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
- In Fig. i ist i der Vakuumschalter. der z. B. als Glaswellrohrschalter oder noch besser als Metallmembran-Vakuumschalter ausgebildet ist und der z. B. von Hand durch Herunterdrücken des Druckknopfes 2 geschlossen und beim Los1,assen geöffnet -wird. DerDruckknopf kann mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen werden, die ihn nach einmaligem Auslösevorgang festhält, so daß jeweils nur ein einziger Zündimpuls gegeben -werden kann und es unmöglich ist, mit einem kurz nach der Zündung erfolgenden Impuls noch einmal eine Zündspannung zu erzeugen und dadurch etwa schlagende Wetter zu entzünden.
- Da der Vakuumschalter bereits bei sehr kleinen Kontaktwegen von etwa 1/1000o mm die Abschaltung bewirkt, ist die eigentliche Abschaltzeit praktisch völlig unabhängig von Abweichungen von der normalen Zeitdauer der Druckknopfbetätigung. Der Vakuumschalter trennt z. B. den über eine DrosselsPule 4 mit Eisenkern fließenden Strom einer kleinen Primärelementenbatterie oder der Größe einer Starterbatterie entsprechend-An Sekundärbatterie 3. An den Klemmen der Drosselspule tritt auch bei verhältnismäßig kleiner Selbstinduktion eine Zündspannung an einigen iooo Volt auf, die die in Reihe geschalteten Spaltzünder 5d bis 5n zur Entzündung bringt. Zur Abfiachung allzu hoher Spitzenspannungswellen kann, wie gestrichelt gezeichnet ist, ein Widerstand 8 parallel zur Selbstinduktion d. geschaltet werden. ` Fig. z zeigt beispielsweise eine Abänderung, wonach die Drosselspule als Transformator mit einer Sekundärwicklung versehen ist, die zum Herauftransformieren der Spannung dient, aber gegenüber den bekannten Spulen wesentlich geringere Winclungszahlen benötigt. Zweckmäßig wird die Sekundärspule dann aus Isolationsgründen auf dem zweiten Schenkel untergebracht.
- Fig. 3 zeigt, daß man die Drosselspule d. auch als Spartransformator ausbilden und schalten kann.
- Fig. -l. veranschaulicht die Verwendung eines Vakuumschalters zusammen mit einer vorzugsweise durch Federaufzug angetriebenen Zündmaschine. Deren Anker 6 ist mit der Feldspule 7 in Reihe unter Zwischenschaltung des Vakuumschalters i geschaltet. Von dein Anker der Maschine wird überein Übersetzungstriebwerk ein Hebel 9 in der Pfeilrichtung bewegt, der zunächst den Vakuurnschalter schließt und darauf sofort öffnet. Bei Auslösung der Maschine und Schluß des Vakuumschalters erregt sich jene auf volle Leistung, sodann öffnet der Hebel 9 den Vakuumschalter, wobei an den Klemmen der hochwertig isolierten Erregerwicklung 7 die für die Zündung verwendbare Spannung auftritt. Der Vakuumschalter kann auch durch einen Elektromagneten, z. B. ein Relais, ge- steuert werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Minenzündvorrichtung, bei der derUnterbrechungsstromstoß einer aus einer Stromquelle gespeisten Selbstinduktion oder eines Transformators als Zündstrom verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterbrecher ein Vakuumschalter vorgesehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß für den Vakuumschalter eine von Hand aaslösbare Einrichtung vorgesehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Betätigung des Vakuumschalters von Hand eine Einrichtung vorgesehen ist, die nur eine einmaligeUnterbrechung des Stromkreises bewirkt. :I. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Selbstinduktivität einer Minenzündmaschine selbst, insbesondere die ihrer Erregerwicklung, für die Erzeugung der Spannung verwendet wird. Vorrichtung nach Anspruch 4. für Minenzündmaschinen mit Federaufzug, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Selbsterregungsstromkreis der Maschine eingeschaltete Vakuumschalter durch das Getriebe beim Ablauf der Maschine zuerst geschlossen und dann geöffnet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES121144D DE670951C (de) | 1936-01-14 | 1936-01-14 | Elektrische Minenzuendvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE670951C true DE670951C (de) | 1939-01-28 |
Family
ID=7535448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES121144D Expired DE670951C (de) | 1936-01-14 | 1936-01-14 | Elektrische Minenzuendvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE670951C (de) |
-
1936
- 1936-01-14 DE DES121144D patent/DE670951C/de not_active Expired
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