DE67034C - Maschine zur Herstellung der Köpfe an Nagel- und Schraubenwerkstücken - Google Patents
Maschine zur Herstellung der Köpfe an Nagel- und SchraubenwerkstückenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21G—MAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
- B21G3/00—Making pins, nails, or the like
- B21G3/18—Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine zur Herstellung von Nagel- und Schraubenwerkstücken
dienende Maschine, bei welcher der Kopf der Werkstücke durch Stauchen des als Draht zugeführten
Metalles in einer Matrize gebildet wird. Die neue Maschine- kennzeichnet sich
durch eine auf der Anwendung von Walzen beruhende eigenartige Arbeitsweise. Während
nämlich bei den bisherigen Maschinen dieser Art die Kopfbildung lediglich durch allmälige
Einwirkung von Stempeln oder Hämmern erfolgt, wird bei der neuen Maschine der aus
der Matrize vorstehende Drahttheil, nachdem er einer blofsen Verstauchung mittelst eines besonderen
Stempels unterzogen ist, durch Ueberwalzen zur Ausfüllung der Matrizenform gebracht.
Die Herstellungsweise des Kopfes, welche die gleichzeitige vollkommene Ausbildung
einer Kopfnuth (bei Schraubenwerkstücken) ermöglicht, hat den Vortheil, dafs infolge Fortfalles
der Schläge und Stöfse die Maschine ruhiger arbeiten kann, und dafs die in die
Walzen einzusetzenden Abwälzstempel langer halten als hammerartig wirkende Stempel.
Fig. ι ist eine Oberansicht einer Maschine zur Herstellung von Schraubenwerkstücken,
Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, Fig. 3 eine Schnittansicht der Maschine im Längsschnitt
durch die Drahtzuführvorrichtung nach der Linie x-x, Fig. 1 , und mit Schnittdarstellung
des Stempels, dessen Achse hinter der Schnittebene der rechten Seite liegt. Fig. 4 ist ein
Schnitt nach der himey-jr, Fig. 1 ; Fig. 5 eine
Einzelansicht der die Walzen aufnehmenden Schieberplatte, von der der Matrize zugekehrten
Innenseite gesehen, und im Schnitt durch das Schiebergestell nach der Linie \-\i Fig. 1.
Fig. 6 veranschaulicht in einer ähnlichen Querschnittsansicht, in entgegengesetzter Richtung
gesehen, die Betätigungsvorrichtung für den zweitheiligen Matrizenblock, sowie die am
Schieberträger einstellbaren Zahnstangen zum Antrieb der Walzen. Fig. 7 ist eine vergröfserte
Einzeldarstellung des mit Führungsmuffe versehenen Stempels im Schnitt, ähnlich wie in Fig. 3, in der Vorstofsstellung. Fig. 8
stellt im vergröfserten Schnitt die Wirkungsweise der einen (hinteren) Walze mit eingesetzter
Walzbacke dar; Fig. g ist eine Endansicht dieser Walze; Fig. 10 stellt die zur
Nuthbildung dienende Walze in Seiten- und Endansicht dar. Fig. 11 bis 13 beziehen sich
auf eine Abänderung der Maschine, wenn gleichzeitig zwei Werkstücke fertiggestellt werden
sollen, indem Fig. 11 den zugehörigen Doppelstempel, Fig. 12 die Walze mit zwei
Abwälzbacken und Fig. 13 die Vorderansicht
der Doppelmatrize veranschaulichen.
Das rahmenartige und mit der Stützplatte Al
versehene Gestell A trägt in Lagern JB B1 die
Trieb- oder Hauptwelle C, von welcher durch Curvenschub sämmtliche !Bewegungen der Maschine, die einer bestimmten Reihenfolge der
Werkzeugwirkungen entsprechen, abgeleitet werden. Das consolartige Hülfsgestell D an
dem einen Ende der Maschine nimmt den Vorschubmechanismus auf, mittelst dessen der
Draht durch eine feste Hülse d an der hinteren Gestellwange absatzweise auf je eine Länge
durchgeschoben wird, die gleich der Schraubenoder Nagellänge, vermehrt um das für die
Kopfausbildung dienende Endstück,, ist. An der inneren Seite der Gestellwange, bei welcher
die Hülse d- einmündet, ist, der zweitheilige
Matrizenblock e e1 mit seitlichem Schieberspielraum
beweglich angeordnet, so dafs seine dem herzustellenden Nagel oder der Schraube entsprechende Bohrung in der einen Grenzlage
die Fortsetzung der Einführungshülse d bildet, in der anderen von einem Stempel α eingestellt
ist, während beim Uebergang von der einen in die andere Lage das Abschneiden des Drahtstückes
durch Abscheerung zwischen den an einander stofsenden Flächen des Matrizenblockes
und der Hülsenmündung erfolgt.
Der verschiebbare Matrizenblock e e1 ist in
einem gehäuseartigen Jochstück E des Gestelles gelagert, welches zugleich der Träger einer
ebenfalls quer gerichteten Gleitbahn für den Schieber u ist. Dieser Schieber w, der durch
einen besonderen doppelseitigen Keilschub eine Hin- und Herbewegung erfährt, trägt die Walzen
ρ q, welche unter dem Antrieb von Zahnstangen m η nach einander in einem Hin- und
Hergang mit dem Kopftheil des Drahtendes in Eingriff gebracht werden, wenn derselbe in
einer Stellung zwischen den Walzen auf gewisse Kürze gestaucht worden ist.
α ist der Stempel, welcher diese Vorstauchung
des Werkstückes zu veranlassen hat und in Verbindung mit einem Schiebeblock b in der
Längsachse der Maschine so geführt ist, dafs er bei dem durch den Daumen F der Welle C
vermittelten Vorstofs, wie er bei jeder Umdrehung einmal stattfindet, auf das aus dem
Matrizenblock e e1 vorstehende Drahtende central
auftrifft. Als neue Einrichtung tritt bei dem Stempel α eine Führungsmuffe c auf, deren
über den vorderen abgesetzten Stempeltheil passende Mündungsbohrung c1 etwas weiter ist,
als der zu verarbeitenden Drahtstärke entspricht. Die Federy drückt die Muffe c an dem Stempel
stets nach vorn, so dafs sie bei der Matrize zuerst aufsetzt; Anschlagstifte ax a2, die seitlich
von dem Stempelschaft vorspringen und in Eingriff mit Schlitzen der Muffe c sind, dienen
zur Begrenzung der Einzelbewegung der Muffe c in Beziehung zum Stempel. Die zurückgezogene
Lage ist durch Fig. 3, die Eingriffslage des Stempels (in vergröfsertem Mafsstabe) durch die
Einzeldarstellung, Fig. 7, veranschaulicht. Der Zweck der bezeichneten, eine cylindrische
Kammer vor dem Stempel bildenden Führungsmuffe c ist der, dafs der Draht an Ausbiegung
einigermafsen gehindert wird und beim Anstauchen zunächst eine cylindrische Endverstärkung
des überstehenden Drahtstückes mit einer der Durchmesservergröfserung entsprechenden
Verkürzung erzielt wird. Ohne diese Führung würde keine bis zum.Aufsenende gehende
Durchmesserverstärkung eintreten, sondern nur eine erbsenförmige Kröpfung dicht an der
Matrizenmündung; der in diesem Falle verbleibende dachförmige Rest würde die vollkommene
Ausfüllung der Matrizenform während
des nachfolgenden Walzvorganges unmöglich machen. ■
Die Walzen ρ q sind in dem Schieber u mit verticalen Achsen und je einem Antriebszahnrade
j?J q1 gelagert, Fig. 5, und nehmen zur
Zeit des vorbeschriebenen Anstauchvorganges die in Fig. 1 und 5 ersichtliche Lage ein, wobei
der Stempel zwischen ihnen hindurchtritt. An dem Jochstück E sind oben zwei Zahnstangen
m η einzeln einstellbar festgelegt, mit denen jene in verschiedener Höhenlage angebrachten
Zahnräder ρl ql in Eingriff stehen,
Fig. 8. Die Walzen, von denen die eine ρ mit glatter Walzbacke in Fig. 8 und 9, die
andere mit der Nuthwalzbacke versehene q in Fig. 10 dargestellt ist, werden nun bei einer
entsprechenden Schieberbewegung nach einander bis zum vollendeten Eingriff der Walzbacken
derart in je einem Hin- und Hergange über den vorstehenden Drahttheil , hinw'eggeführt,
dafs sich das Metall bei vor- und rückwärts gerichtetem Eingriff des ersten glatten Abwälzstempels
zuerst in ovaler, elliptischer Form (mit der gröfsten Achse in der Abwälzrichtung)
in die Matrize drückt, während der danach wirkende zweite Abwälzstempel ve'rmöge der
ebenfalls in der Abwälzrichtung liegenden Rippe zugleich mit der Ausbildung der Kopfhuth oder
des Einschnittes ein Auftreiben des Metalles nach den Seiten zur vollständigen Ausfüllung
der Matrize veranlafst. Bezüglich der Walzenbacken, die als besondere festschraubbare Einsätze,
wie dargestellt (Fig. 8 bis 10), angewendet werden können, wird bemerkt, dafs ihre besondere
Ausführung von der zu erzielenden Kopfform abhängig ist; die in Fig. 10 dargestellte
Nuthwalzbacke ist für Schraubenköpfe mit nicht vollständig durchgehender Einschnittnuth
bestimmt; an Stelle derselben kann natürlich eine Walzbacke mit längerer Abwälzrippe
zur Erzeugung einer durchgehenden Nuth eingefügt werden.
Die rechtzeitige Hin- und Herbewegung des die Walzen tragenden Schiebers u erfolgt unter
Vermittelung zweier dreieckförmiger Keilstücke ArAr1, die, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich,
an abgeschrägte Flächen bei ul des Schiebers angreifen und aufsen durch je eine für eine
entsprechende Keilbahn u1 ausgesparte Wangenplatte 11\ durch welche die äufseren Dreieckspitzen
hindurchreichen, gestützt werden. Die Keilstücke erhalten abwechselnd mittelst Lenkstangen
j j einen nach der Welle C hin gerichteten Antrieb durch Daumenscheiben J J\
welche einzeln auf die Schubrolle i des mit den Lenkstangen j j verbundenen Schubrahmens
h wirken. Bei diesem Curvenschub ist keine Gegenrolle, sondern nur je eine die
Zugkraft ausübende Rolle i nöthig, weil der rückwirkende Druck, den die keilförmigen Anlaufflächen
des Schiebers u auf die gegenüberliegenden Keilstücke kW1 ausüben, wechsel-
seitig den Rückgang jedes Schubrahmens in die Eingriffsstellung veranlafst.
Zur Erläuterung des dargestellten, den Stempelantrieb vermittelnden Curvenschubes
(Fig. ι und 3), auf dessen besondere Ausbildung,
wie überhaupt auf die Antriebsverbindungen, kein Gewicht gelegt wird, ist zu bemerken,
dafs der Winkelhebel ο durch Rolle r1
und mittelbar durch die Gegenrolle r2 seine Schwingbewegung von dem Daumen F aufnimmt
und die Zurückführung des Stempelträgers b bewirkt, wenn derselbe durch den
mit ihm verbundenen Rahmen s der Schubrolle r (auf deren äufserem Zapfenfortsatz die
Rolle r2 sitzt) in die Eingriffslage vorgestoisen ist. ■ Durch einen Curvenschub, nämlich eine
Curvennuth g in der Scheibe G, wird auch der Drahtvorschubmechanismus unter Vermittelung
der die Hebel ^ ^1 verbindenden Lenkstange
t bewegt. Der Drahtvorschubmechanismus kann dabei, wie dargestellt, aus einer
Zange Z bestehen, deren Antrieb von einem Kniegelenk ausgeht, so dafs mit der Vorschubbewegung
zugleich der Klemmdruck erhalten wird. R R sind die den Draht gerade richtenden
Einführwalzen oder -Rollen.
Die Bewegung des Matrizeablockes e e1, die
nöthig ist, um das Ausstofsen eines fertigen Werkstückes unter Einfügung eines neuen
Drahtstückes zu ermöglichen, wird mittelbar von dem Curvenschub H mit Rolle ν und
Gegenrolle v1 abgeleitet. .
Die auf- und niedergehende Bewegung des Rollenrahmens V wird zunächst auf den waagebalkenähnlichen
Hebel w übertragen, der an den Lenker eines in Verticalrichtung beweglichen
Schlittens wx. angreift (Fig. 4 und 6).
Ein Kniehebelglied χ ist zwischen diesen Schlitten n>1 und den zugekehrten Halbtheil e
des Matrizenblockes derart eingeschaltet, dafs es unter dem Einflufs des Schieberhubes den
zwangläufigen Schub des Blockes beim Abschneiden des Drahtes und Einstellen in die
Stempeldrucklage (Fig. 6) einrichtet; die Rückkehr des Matrizenblockes im Ganzen erfolgt
mit Hülfe der an die andere Matrizenhälfte e1
angreifenden, entgegengesetzt wirkenden Feder/1. In der Stempeldrucklage soll übrigens die unter
Federwirkung stehende Hälfte e1 des Matrizenblockes
gegen eine feste Wange A 2 mit herangedrückt
werden, so dafs die Theile des Blockes dann zur Aufnahme des Stempeldruckes fest
zusammengespannt erscheinen. Ein durch die Widerlagswange A2 hindurchreichender Bolzen
e'2 bildet mit einer Mutter und Gegenmutter den Anschlag zur Begrenzung der Rückwärtsbewegung.
Dafs die beiden Theile während des Blockrückganges nur durch Federdruck
zusammengehalten werden, hat den Zweck, eine Klemmung des fertig geprägten Werkstückes in der Matrize zu verhindern, wodurch
das Ausstofsen durch den neu eingeführten Draht unmöglich gemacht würde.
Das fertige Werkstück fällt bei einem. Ausschnitt der Stützplatte A1 nach aufsen.
Bei Anfertigung kleinerer Nagel- oder Schraubenwerkstücke kann es von Vortheil
sein, wenn gleichzeitig - mehrere Werkstücke mit Hülfe der vorbeschriebenen Werkzeuge
bearbeitet werden. Einen zur gleichzeitigen Bearbeitung zweier Köpfe dienenden Doppelstempel
der beschriebenen Art zeigt Fig. 11, wobei die Construction der unter Federwirkung
stehenden Führungsmuffen über den einem gemeinsamen Stempelträger zugehörigen Stempeln
die gleiche wie in Fig. 7 ist. Die Führungsmuffe ist bei dem unteren Stempel der
Fig. 11 im Schnitt dargestellt. Entsprechend würden die Walzen (Fig. 12) für eine zwei
Werkstücke gleichzeitig verarbeitende Maschine mit zwei Abwälzstempeln über einander zu
versehen sein, so dafs sie mit dem zwei Werkstücklager enthaltenden Matrizenblock (Fig. 1 3)
zusammenpassen. Die Wirkungsweise und Einrichtung einer solchen Maschine unterscheidet
sich im übrigen nicht wesentlich von der beschriebenen einfachen Maschine.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Maschine zur Herstellung der Köpfe an Nagel- und Schraubenwerkstücken, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Herstellung mit Hülfe von Walzen (p q) erfolgt, welche an einem Schieber (u) vor dem Matrizenblock hin- und herbewegt werden und dabei durch Zahnstangenantrieb die wirksame Drehung aufnehmen, so dafs die am Umfang angebrachten glatten oder nuthenbildenden Abwälzstempel das durch einen Stempel (a) vorgestauchte Metall in die Matrize eindrücken.
- 2. Eine Maschine' der unter 1. geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs der Vorstauchstempel (a) mit einer auf dem Stempelende verschieblichen Führungsmuffe (c) versehen ist, welche durch Federdruck nach vorn gestofsen wird, um eine cylindrische Mündungskammer zu bilden, in welcher das aus der Matrize vorstehende Drahtstück cylindrisch gestaucht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67034C true DE67034C (de) |
Family
ID=340700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67034D Expired - Lifetime DE67034C (de) | Maschine zur Herstellung der Köpfe an Nagel- und Schraubenwerkstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67034C (de) |
-
0
- DE DENDAT67034D patent/DE67034C/de not_active Expired - Lifetime
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