DE596999C - Selbsttaetige Mehrfachdruckpresse, insbesondere Doppeldruckpresse - Google Patents

Selbsttaetige Mehrfachdruckpresse, insbesondere Doppeldruckpresse

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DE596999C DEK127599D DEK0127599D DE596999C DE 596999 C DE596999 C DE 596999C DE K127599 D DEK127599 D DE K127599D DE K0127599 D DEK0127599 D DE K0127599D DE 596999 C DE596999 C DE 596999C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K27/00Handling devices, e.g. for feeding, aligning, discharging, Cutting-off means; Arrangement thereof
    • B21K27/06Cutting-off means; Arrangements thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Selbsttätige Mehrfachdruckpresse, insbesondere Doppeldruckpresse Die Erfindung bezieht sich auf eine Kaltpresse, insbesondere eine Doppeldruckkaltpresse, zur Herstellung von Kopfbolzen.
  • Es sind bereits Doppeldruckkaltpre.ssen bekannt, bei welchen bei jedem Arbeitshub der Presse an einem Werkstück eine Vorstauchung stattfindet, während am anderen Werkstück der Kopf fertiggestaucht wird. Bei einer dieser bekannten Pressen wird der zu verarbeitende Draht in das Vorstauchgesenk eingeführt, und nachdem Vorstauchen .des Kopfes um die Schaftlänge vorgeschoben, dann das aus dem Gesenk vollständig herausragende Werkstück abgeschnitten, worauf einerseits das abgeschnittene Werkstück vor das Fertigstauchgesenk gebracht, anderseits der Draht um die zu stauchende Drahtlänge erneut vorgeschoben wird. Die Überführung des vorgestauchten Werkstücks vom Vorgesenk zum Fertiggesenk geschieht dabei durch das mit Greifern versehene Abschneidmesser, das vor den Gesenken so angeordnet ist, daß es aus seiner seitlich der Gesenke und Preßstempel liegenden Ruhestellung heraus am Vorgesenk entlang bis zum Fertig@gesenk bewegt und dann auf demselben Wege wieder in die Ruhestellung zurückgeführt werden kann. Diese bekannte Einrichtung hat zwar den Vorteil, daß ortsfeste Gesenke vorhanden sind. Ein wesentlicher Mangel besteht aber darin, daß das Abschneiden des vorgestauchten Werkstückes und seine Überführung ,zum Fertiggesenk verhältnismäßig viel- Zeit in Anspruch nehmen, weil Abschneiden und überführen nacheinander erfolgen müssen und das mit Greifern ausgestattete Abschneidmesser nach der Überführung des Werkstücks auf dem gleichen Wege, nämlich am Vorgesenk vorbei, wieder in seine Ausgangsstellung zurückgeführt werden muß.
  • Bei einer anderen bekannten Doppeldruckpresse der gleichen Art sind die Gesenke selbst um einen ihrem Achsenabstand entsprechenden Betrag quer zu den Gesenkachsen verschiebbar, und es sind vor den Gesenken ein mittlerer Fertigstempel und ein/zwei seitliche Vorstauchstempel angeordnet, so daß die Gesenke durch ihre Verschiebung wechselweise vor einen der beiden Vorstauchstempel und den Fertigstempel gebracht werden können. Der Draht läuft dabei durch eine :mit dem Fertigstempel gleichachsige Bohrung der die Gesenke enthaltenden Gestel.lwand und wird durch eine hinter den Gesenken angeordnete Abscherplatte hindurch in das jeweils auf den Fertigstauchstempel eingestellte Gesenk eingeführt, worauf das Werkstück durch die seitliche Verschiebung der Gesenke abgeschert und vor einen Vorstauchstempel gebracht wird, während gleichzeitig das im anderen Gesenk befindliche vorgestauchte Werkstück vor den Fertigstempel gelangt. Hier ist zwar die für das Abscheren und überführen der Werkstücke von .der einen an -die andere Arbeitsstelle erforderliche Zeitspanne dadurch verkürzt; daß ein leerer Rücklauf gespart ist. Dafür hat die Einrichtung aber den Mangel, daß die Gesenke hin und her bewegt werden müssen, also bei jedem Arbeitsgang der Presse ihre Stellung verändern. Dabei kann es infolge des unvermeidlichen Verschleißes in den Führungen und Antriebsgliedern sowie dadurch, daß in den Gesenkfugen Gratreste sitzenbleiben, leicht vorkommen, daß die Gesenke nicht genau gleichachsig zu .den Stempeln eingestellt werden, so daß schiefe, also fehlerhafte Köpfe entstehen.
  • Bei einer dritten bekannten Mehrfachdruckpresse der in Rede stehenden Art ist außer dem Vorstauchgesenk und dem Fertiggesenk noch eine dritte, ausschließlich zur Zuführung und zum Abschneiden des Drahtes dienende Matrize vorgesehen, und es wird nach jedem Stauchvorgang einerseits ein abgeschnittenes Werkstück aus der Zuführungsmatrize zum Vorstauchgesenk, anderseits ein vorgestauchtes Werkstück aus dem Vorgesenk zum Fertiggesenk übergeführt. Hier besteht der Vorteil, daß einerseits die Gesenke ortsfest sind, und daß anderseits für die Überführung der Werkstücke vom einen Gesenk zum anderen eine von der Schere unabhängige Vorrichtung vorgesehen werden kann, die nur bei ihrem Arbeitsgang vor den Gesenken sich bewegt, bei ihrem Rückgang in die Ruhestellung aber so geführt werden kann, daß sie den Stempeln nicht mehr im Wege ist und deshalb den Arbeitsgang der Presse nicht verzögert. Diese bekannte Einrichtung ist aber wegen der Notwendigkeit der Anordnung einer besonderen, von den Gesenken getrennten Zuführungs- und Abschneidmatrize sowie dadurch, daß die Vorrichtung zur Überführung der Werkstücke doppelt vorhanden sein muß, verwickelt und kostspielig, und außerdem wird die Maschine wegen der durch die dritte Matrize bedingten Vergrößerung der schweren Gestellwand unnütz schwer.
  • Durch die vorliegende Erfindung, die ebenfalls in erster Linie für solche Doppeldruckkaltpressen bestimmt ist, bei welchen in einem und demselben Pressenhub ein Werkstück vorgestaucht und ein. anderes fertiggestaucht wird, sind die geschilderten Mängel der bekannten Doppeldruckkaltpressen beseitigt. Bei der neuen Presse wird der Draht ähnlich wie bei der ersterwähnten bekannten Einrichtung durch eine Abscherplatte hindurch in ein Stauchgesenk, nämlich beider Doppeldruckpresse in das Vorstauchgesenk, eingeführt und dann durch eine Relativbewegung zwischen Gesenk und Abscherplatte das in der Gesenkbohrung befindliche Drahtende abgeschnitten. Im Gegensatz zur bekannten Vorrichtung findet dabei aber keine Verschiebung des Gesenkes statt, sondern die Abscherbewegung wird ausschließlich durch Verschiebung der Abscherplatte bewirkt, während das Gesenk stillsteht. Wie ersichtlich, brauchen bei dieser Einrichtung die Gesenke nicht mehr verschiebbar zu sein, vielmehr können sie feststehend angeordnet werden, wodurch die Gewähr dafür gegeben ist, daß die Gesenkachsen stets genau mit den Stempelachsen zusammenfallen, so daß Ausschuß durch schiefe Köpfe nicht mehr entstehen kann. Ferner können für das Abscheren der Werkstücke und für die Überführung ,derselben vom Vorgesenk zum Fertiggesenk getrennte Mittel vorgesehen werden, so daß, -das Abscheren und Überführen unabhängig voneinander und je zum günstigsten Zeitpunkt bewirkt werden kann, während anderseits die Überführungsvorrichtung so bewegt werden kann, daß sie außerhalb des Stempelbereiches in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt, wodurch der Arbeitsgang abgekürzt wird. Trotz der Anordnung getrennter Mittel zum Abscheren und Überführen der Werkstücke ist aber keine von den Stauchgesenken getrennte Zuführungs- und Abschneidmatrize vorhanden, womit zugleich auch die bei dieser bekannten Einrichtung notwendige zweite Überführungsvorrichtung wegfällt. Die neue Einrichtung vereinigt also alle Vorteile der drei vorbekannten Einrichtungen miteinander, während deren Mängel restlos beseitigt sind.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen Fig. i eine Draufsicht der für die Erfindung wesentlichen Teile einer Doppeldruckkaltpresse mit teilweisem waagerechten Schnitt, Fig. 2 das Vorstauchgesenk und die damit zusammenwirkende Abschervorrichtung im waagerechten Schnitt in etwas größerem Maßstabe als in Fig. i, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2.
  • In der Gestellwand q. der Presse sind nebeneinander ein Vorstauchgesenk 5 und ein Fertiggesenk 6 angeordnet. Die beiden Gesenke sind ortsfest, d. h. sie bleiben dauernd an der gleichen Stelle stehen. Das Fertiggesenk 6 kann längsgeteilt oder einstöckig sein. Das Vorstauchgesenk 5 ist in senkrechter Ebene längsgeteilt und steht unter Wirkung einer seitlichen Druckstange 7, welche die Gesenkhälften zusammenpreßt und dadurch das zwischen diesen befindliche Werkstück fest einklemmt. Beim Nachlassen des Drucks der Stange 7 kann das Gesenk 5 sich etwas öffnen, um das Einführen des Drahtes und Ausstoßen des vorgestauchten Werkstücks zu erleichtern. Die Druckstange 7 wird in bekannter Weise unter Vermittlung eines Gelenkstückes g durch einen seitlich am Pres.sengestell parallel zu den Gesenkachsen geführten Schieber 8 gesteuert. Gleichachsig zu .den Gesenken 5 und 6 sind am hin und her gehenden Pressenschlitten i9 ein Vorstauchstempel 17 und ein Fertigstauchstempel 18 angeordnet, welche Stempel beim Arbeitshub des Preßschlittens beide gleichzeitig gegen die Gesenke bzw. die darin sitzenden Werkstücke vorbewegt werden.
  • Gleichachsig zu den Gesenken 5 und 6 sind in der Gestenwand q. und in :den die Gesenke nach hinten abstützenden Platten io, ii Längsbohrungen 12, 13 vorgesehen. Die hinter dem Fertiggesenk 6 liegende, abgesetzte Bohrung 13 enthält einen Ausstoßer, der aus einer zwangsläufig hin und her bewegten Stange 1q. und aus einem davor angeordneten losen Ausstoßbolzen 15 besteht, der durch die Stange 1q. vorgeschoben und durch das in das Gesenk 6 von vorn her eingeführte Werkstück zurückgeschoben werden kann. Die hinter dem Vorstauchgesenk 5 liegende Bohrung i2 enthält dagegen einen rohrförmigen Führungskörper 16 für den in die Bohrung des Gesenks 5 von hinten einzuführenden Draht x. Das Führungsrohr 16 weist eine zylindrische Bohrung auf, während es äußerlich vierkantig ist. Es ist in waagerechter Ebene um einen ungefähr der Dicke des Drahtes x entsprechenden Betrag hin und her schwenkbar. Zu dem Zwecke ist .das Rohr 16 einerseits mit seinem halbkugelig oder halbzylindrisch gestalteten hinteren Stirnende in einer entsprechend gestalteten Pfanne eines Lagerstücks 2o gelagert, das in der Bohrung 12 längsverstellbar angeordnet ist. Die Verstellung kann durch in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel z. B. dadurch erfolgen, daß der Lagerkörper 2o in. der Bohrung verschiebbar sitzt und in .seiner jeweiligen Stellung durch eine seitliche Druckschraube festgehalten wird. Um das Rohr 16 gegen Bewegung quer zu seiner Schwingungsebene zu schützen, ist es an seinem vorderen Ende oben und unten geführt. Diese Führung geschieht durch zwei unter und über dem vorderen Rohrende in .der Bohrung 12 angeordnete Führungskörper 2,1 von kreisabschnittförmigem Querschnitt, die mit ihren gekrümmten Außenflächen in die Bohrung 12 schließend passen, während zwischen ihren ebenen Innenflächen das Rohr 16 schließend geführt ist. Die beiden Führungsstücke 21 sind an ihren ebenen Innenflächen mit Querschlitzen 22 versehen, in welche zwei am Rohr 16 vorgesehene Zapfen 23 eingreifen. Es könnten aber auch umgekehrt die Querschlitze am Rohr und die Stifte an den Führungsstücken vorgesehen sein. Durch den Eingriff der Stifte 23 in die Schlitze 22 sind die Führungsstücke 21 einerseits. in ihrer Lage in der Bohrung i2' gesichert, anderseits sind sie mit .dem Rohr 16 auf Längsverschiebung gekuppelt, so daß bei einer Verstellung des Rohres in Längsrichtung der Bohrung 12 die beiden Führungsstücke an der Verstellung teilnehmen. Eine solche Längsverstellung des Rohres, die durch Verschiebung des Lagerstückes 20 geschieht, kommt dann in Frage, wenn zwecks Änderung der Länge der vom Draht abzuschneidenden Werkstücke entweder die Gesenke 5, 6 zusammen mit der vorderen Stützplatte i i gegen längere Gesenke ausgewechselt oder die Gesenke durch dahintergelegte Stahlplatten verlängert werden. Das Führungsrohr 16 trägt an seinem vorderen Ende eine Abscherplatte 2q., d. h. eine Stahlplatte aus Werkzeugstahl, die ein genau auf den Draht x passendes Loch enthält, dessen vordere Kante als Schneidkante dient. Diese Scherplatte 2q. ist am Rohr 16 dadurch auswechselbar gehalten, daß sie etwa um die Hälfte ihrer Dicke in eine entsprechende Aussparung am vorderen Rohrende eingelassen ist. Das Führungsrohr 16 wird mit Hilfe des verstellbaren Lagerstückes 2o so eingestellt, daß die Abscherplatte 24 sich mit ihrer vorderen Stirnfläche an der hinteren Stirnfläche des Vorstauchgesenkes 5 oder der etwa zum Zwecke der Verlängerung :des Gesenkes hinter diesem angeordneten Stahlplatte schließend führt. Bei einer durch Verschwenken des Rohres 16 bewirkten Verschiebung der Abscherplatte 24 gegenüber dem feststehenden Gesenk 5 wird somit der in der Gesenkbohrung liegende Endteil x1 des durch Lagerstück 2o, Rohr 16 und Abscherplatte 24 hindurch in das Gesenk 5 eingeführten Drahtes x abgeschnitten.
  • Die der Querverschiebung der Abscherplatte 24 dienende Schwenkbewegung des Rohres 16 wird unter Vermittlung einer Druck- und Zugstange 25 von der Bewegung des seitlich am Maschinengestell geführten Schiebers 8 abgeleitet. Die Druckstange 25 ist in einer waagerechten Bohrung der Gestellwand q. geführt und mit dem Schieber 8 durch einen Winkelhebel 26 gekuppelt, dessen einer Arm in einen Querschlitz der Stange 25 und dessen anderer Arm mit etwas Spiel in einen pfannenartigen Ausschnitt des Schlittens 8 eingreift. An ihrem inneren Ende ist die Stange 25 dagegen mit dem schwenkbaren Führungsrohr 16 gekuppelt, und zwar dadurch, daß das schwalbenschwanzförmig gestaltete Stangenende 2511 in eine außen am Rohr vorgesehene schwalbenschwanzförmige Nut 27 eingreift. Durch diese Art der Kupplung ist die Möglichkeit gegeben, das Rohr 16 in seiner Längsrichtung zu verstellen, ohne daß dabei die Kupplung zwischen Rohr und Stange 25 verändert wird.
  • Vor den Gesenken 5, 6 ist eine auf der Zeichnung nicht mit dargestellte, aus einem beweglichen Greifer bestehende Vorrichtung angeordnet, welche dazu dient, das vorgestauchte Werkstück aus dem Gesenk 5 zum Gesenk 6 zu überführen. Dieser Greifer befindet sich in der Ruhestellung außerhalb des Antriebsbereichs der Stempel 17, 18, also beispielsweise oberhalb oder unterhalb der Gesenke. Er wird so gesteuert, daß er von der Ruhestellung zum Vorgesenk 5 bewegt wird, um hier das vorgestauchte Werkstück zu erfassen, worauf er zum Fertiggesenk 6 bewegt wird, wo er das Werkstück wieder abgibt. Vom Fertiggesenk 6 geht der Greifer dann unmittelbar, d. h. ohne wiederum am Vorgesenk5 entlang zu laufen, in seine Ausgangsstellung zurück.
  • In der in der Zeichnung dargestellten Stellung der Presse enthält das Vorgesenk 5 ein vom Draht x abgeschnittenes vorgestauchtes Werkstück x1, während das Fertiggesenk 6 ein mit einem fertigen Kopf versehenes Werkstück x2 enthält. Während der Preßschlitten i9 mit den beiden Stauchstempeln 17, 18 in die strichpunktiert gezeichnete hintere Endstellung zurückgeht, wird das Gesenk vom Druck der Stange 7 entlastet, so daß es sich etwas öffnen kann. Gleichzeitig wird der zur Überführung des vorgestauchten Werkstückes zum Fertiggesenk dienende Greifer zum Vorgesenk geführt. Es findet nun einerseits der Vorschub des Drahtes x und anderseits eine Vorbewegung der Ausstoßstange 14, 15 statt. Dabei wird durch den Draht x das vorgestauchte Werkstück x1 und durch die Stange 14, 15 das fertige Werkstück x2 ausgestoßen. Während das Werkstück x2 nach unten aus der Maschine herausfällt, wird das vorgestauchte Werkstück x1 vom Greifer erfaßt und durch diesen vor das Fertiggesenk 6 gebracht. Nach dem Drahtvorschub wird das Gesenk 5 durch die Druckstange 7 wieder geschlossen, und es findet nun durch die Stange 25 ein Verschwenken des Rohres 16 in der Querrichtung statt, wodurch die Abscherplatte 24 verschoben und damit die im Gesenk 5 befindliche Drahtlänge abgeschert wird. Inzwischen haben die beiden Stempel 17, 18 den nächsten Arbeitshub angetreten, und es wird nun das vorgestauchte Werkstück in das Fertiggesenk 6 eingeschoben, wobei .der Greifer, sobald das Werkstück von Gesenk und Stempel gehalten ist, vom Werkstück entfernt und in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird. Im unmittelbaren Anschluß daran wird dann die im Gesenk 5 befindliche abgeschnittene Drahtlänge vorgestaucht und das Werkstück im Gesenk 6 fertiggestaucht, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt. Das Rohr 16 mit der Abscherplatte 24 kehrt natürlich vor dem erneuten Drahtvorschub in seine Ausgangsstellung zurück, und zwar wird es bei dem vor dem Drahtvorschub stattfindenden öffnen des Gesenkes 5 durch die Stange zurückgeschwenkt.
  • Beim Abscheren des Werkstückes x1 vom Draht x wird der innerhalb des Rohres 16 liegende Drahtteil gegenüber dem übrigen Draht etwas zur Seite gebogen, was bei der Elastizität des Drahtes ohne weiteres zulässig ist, zumal die Biegung nur ganz gering ist. Mit der Rückkehr des Rohres 16 in seine Ruhestellung kommt auch der Draht wieder in die genau gerade und zum Gesenk 5 gleichachsige Stellung. Damit der Draht bei der Seitwärtsbiegung nicht zwischen dem hinteren Rohrende und dem Lagerstück 2o geklemmt werden kann, ist die Bohrung des Führungsrohres 16 hinten etwas erweitert, was durch eine einfache Abrundung oder Abfassung der Bohrungsmündung geschehen kann.
  • Die Erfindung ist außer bei Doppeldruckkaltpressen der dargestellten- Art mit Vorteil auch bei anderen Kaltdruckpressen anwendbar. So könnte sie insbesondere bei Mehrfachdruckpressen, also bei Pressen angewendet werden, bei welchen die Umformung des Werkstückes in mehr als zwei Drücken geschieht. Ferner ist sie bei solchen Pressen anwendbar, bei welchen die Stauchung in einem einzigen Druck durch einen einzigen Stauchstempel geschieht und der zweite Stempel zusammen mit dem zweiten Gesenk dazu dient, den gestauchten Bolzenkopf zu kalibierten oder zu entgraten. Endlich ist die Erfindung mit Vorteil auch bei Einfachdruckpressen anwendbar.
  • Als besonderer Vorteil der Ausbildung der Presse ist noch zu erwähnen, daß das Fertiggesenk nicht geteilt zu sein braucht, sondern j eine ringsum geschlossene Bohrung aufweisen kann. Dadurch ist nicht nur die Erzielung Bratfreier Werkstücke erreicht, sondern es ist zugleich möglich, das zum Fertigstauchen dienende Gesenk zum genauen Kalibieren des j Schaftes zu benutzen, indem .die Gesenkbohrung beim Einführen des vorgestauchten Werkstücks eine Art Kaliberöffnung bildet, welche den Schaft auf genaues Maß bringt. Das ist besonders dann wichtig, wenn es sich j um die Herstellung von Schraubenbolzen mit abgesetztem Schaft handelt, dessen den kleineren Durchmesser aufweisender Teil -.durch Walzen mit Gewinde versehen wird. Hier kommt es nämlich darauf an, daß der mit Gewinde zu versehende Schaftteil ein vollkommen genaues Maß hat. Dieses Maß ist bei der neuen Presse auch bei längeren Schäften gewährleistet.
  • Außer bei Kaltdruckpressen ist die Erfin- i dung natürlich auch bei Warmpressen mit Vorteil verwendbar. Sie kann beispielsweise bei Warmpressen zur Herstellung von Ventilkegeln, Lagerkugeln, Tonnenrollen usw. Anwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENT ANSYIZ ÜC1-1L:: 1. Selbsttätige Mehrfachdruckpresse, insbesondere Doppeldruckpresse, zur Herstellung von Kopfbolzen o. dgl. mit einem Vorstauchgesenk und mindestens einem Fertiggesenk, wobei der zu verarbeitende Draht in' das Vorstauchgesenk eingeführt, abgeschnitten, vorgestaucht und dann zur weiteren Bearbeitung in das Fertiggesenk übergeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Vorstauchgesenk (5) eine mit einer geschlossenen Durchtrittsöffnung für den Draht versehene Abscherplatte (2q.) bekannter Art angeordnet ist, die zwecks Abscherens des Drahtes gegenüber dem stillstehenden Gesenk verschoben wird.
  2. 2. Kaltpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hinter dem Gesenk (5) liegende Abscherpl,atte (2q.) auswechselbar am vorderen Ende eines den Draht führenden Rohres (16) angeordnet ist, das in der Ebene der Gesenkachse schwenkbar ist.
  3. 3. Kaltpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das äußerlich vierkantige Rohr (16) in einer Bohrung (12) der die Gesenke enthaltenden Gestellwand (q.) und der darin liegenden Gesenkstützplatten (1o, 11) angeordnet ist und mit seinem hinteren halbzylindrischen Ende in einer pfannenförmigen Vertiefung eines in der Bohrung (12) verstellbar gehaltenen Lagerkörpers (2o) ruht, während es an seinem vorderen Ende zwischen zwei in der Bohrung (12) angeordneten Körpern (21) von kreisabschnittförmigem Querschnitt geführt ist, die mit dem Rohr (16) durch Quernuten (22) und darin eingreifende Zapfen (23) gekuppelt ist, wobei die zur Ausführung der Schneidbewegung der Abscherplatte (2q.) erforderliche Schwenkbewegung des Rohres (16) durch eine Druckstange (25) bewirkt wird, die mit ihrem schwalbenschwanzförmig gestalteten Ende in eine Schwalbenschwanznut (27) am Rohr eingreift.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955739C (de) * 1952-05-11 1957-01-10 Th Calow & Co Werkzeuganordnung an Mehrdruckpressen zum Herstellen von Kopfschrauben
EP4620588A1 (de) * 2024-03-20 2025-09-24 Bolte GmbH Verfahren zum herstellen eines kopfbolzens

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DE955739C (de) * 1952-05-11 1957-01-10 Th Calow & Co Werkzeuganordnung an Mehrdruckpressen zum Herstellen von Kopfschrauben
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