DE669903C - Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Fuehrung - Google Patents
Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer FuehrungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B39/00—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
- F04B39/08—Actuation of distribution members
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L15/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
- F01L15/20—Component parts, details, or accessories, not provided for in preceding subgroups of this main group
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Description
- Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventü in Glockenform mit innerer Führung Gegenstand der Erfindung ist ein mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Führung, das als Ein- oder Auslaßventil für Hochdruckkolbenmaschinen, insbesondere für umstenerbare Dampfmaschinen mit hoher Überhitzung, Verwendung finden soll.
- Die bekannten Einsitzrohrventile, die oft die Form einer Glocke haben, sind nicht völlig entlastet, auch liegt bei ihnen die Spindelführung dauernd im Bereich des Zudampfdruckes, gegen den sie somit dicht halten muß. Außerdem wird bei einigen der Dampf durch das Ventil hindurchgeleitet und findet daher in Nabe und Rippen erheblichen Widerstand.
- Durch die vorliegende Erfindung werden alle diese Übelstände vermieden. Dies wird dadurch erreicht, daß der Ventilsitz auf dem äußeren Rand des Bodenteils der Glocke liegt und sein mittlerer Durchmesser gleich dem Führungsdurchmesser der Glocke ist, deren Innenraum durch Löcher in ihrem Bodenteil mit dem Arbeitszylinder in Verbindung steht.
- Durch die Heranziehung des Bodenteils der Glocke zur Auflage des Ventils auf seiner Gegendichtfläche ist man in der Lage, den mittleren Durchmesser des Ventilsitzes mehr nach der Ventilspindel hin verlegen zu können, und zwar so weit, daß er gleich dem Führungsdurchmesser wird. Man kann dann gegenüber bekannten Rohrventilen mit ganz 't b äche, als Sitzfläche, ufliegender Ringstirnfl, die letztere abschrägen, um eine Gegendruckfläche für den Druck des Zudampfes auf der gegenüberliegendenRingstirnfläche der zylindrischen Verlängerung zu erhalten. Die Wirkung der hierbei entstehenden Druckfläche im Innern der Glocke wird in an sich bei Rohrventilen bekannter Weise durch Löcher in deren Bodenteil aufgehoben. Dieselbe Vorkehrung auch bei bereits bekannten Rohrventilen vorzunehmen ist unmöglich, da bei außenliegender Führung der äußere Sitzdurchmesser der Sitzfläche größer sein müßte als der Führungsdurchmesser selbst, während bei innenliegenden Führungen der kleinste Durchmesser des Sitzringes kleiner sein müßte als der Führungsdurchmesser. Beide Fälle sind deshalb unmöglich, weil sich die Ventilkörper nicht in ihre Führungen einbringen lassen würden.
- Erfindungsgemäß wird durch die besondere Ausbildung eines Glockenventils, praktisch genommen, eine völlige Entlastung erreicht, aber nicht nur diese, sondern auch der günstige Umstand, daß die Führung der Ventilspindel im Zylinderraum liegt und nur während der Füllungsperiode und nicht dauernd dem Zudampfdruck ausgesetzt ist; sie braucht daher nur gegen den jeweils im Zy- linder herrschenden Druck dicht zu halten. Ferner strömt der Dampf von außen durch den Hubquerschnitt des Ventils in den Zylinder und findet keinen Widerstand durch Rippen o. dgl., im Gegenteil wird der Dampfstroni durch die strömungsleitend ausgebildete Fläche des Bodenteils der Glocke günstig in den Zylinder eingeführt.
- Wenn auch Hochdruckmaschinen bekannt sind, deren Steuerung durch Tellerventile, die überhaupt nicht entlastet sind, sich gut be- währt hat, so wird der Wert der vorliegenden Erfindung dadurch nicht gemindert. Dort wird nämlich zur Geringhaltung der Anhubkräfte trotz der infolge des hohen Dampfdruckes während des Arbeitsspiels außerordentlich großen Belastung der Tellerventile mit einer bis zum Eintrittsdruck steigenden Kompression 'gearbeitet. Dies ist wohl bei nichtumsteuerbaren Hochdruckmaschinen angängig, aber nicht immer bei umsteuerbaren, auf die sich insbesondere die Erfindung bezieht. Denn bei diesen müssen die Steuerungsdaten auch bei Rückwärtsgang brauchbare Werte ergeben.
- Die Vorteile erfindungsgemäß völlig entlasteter einsitziger Rohrglockenventile gegenüber den bekannten Ausführungen wirken sich bei Hochdruckkolbenmaschinen in Verringerung der Abmessungen der Steuerteile aus. Die Steuerung der an den Zylinderenden angeordneten, paarweise neben- oder hintereinanderliegenden Einsitzventile erfolgt in bekannter Weise mittels Datimenscheiben.
- Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt Abb. i einen Schnitt durch die Zylinderhälfte einer Kolbenmaschine mit am Ende des Zylinders angeordnetem entlastetem Einsitzventil und die Steuerungsvorrichtung des Ventils.
- Abb. :z zeigt das entlastete, aus einem Stück hergestellte Einsitzventil im- Schnitt nach Abb. i, aber in größerem Maßstab.
- Abb. 3 zeigt den Schnitt durch ein entlastetes glockenförtniges Einsitzventil, welches aus zwei Teilen hergestellt und verschweißt ist.
- In den Abb. i bis 3 ist a der Zylinder einer Kolbentriaschine, b das Ventilgehäuse mit dem darin sitzenden Führungskörper c. Eine Ventilspindel d trägt das entlastete Einsitzventil mit dem Glockenboden e und ist einerseits in der Führungsbüchse f, andererseits in dem schon erwähnten Führungskörper c geführt. Die Führungsbüchse f ist im Ventilgehäuse b befestigt. Die zylindrische Verlängerungg des Glockenbodense des Einsitzventils ist auf dein zylindrischen Teillt des Führungskörpers c geführt und wird durch selbstspannende Dichlungsringei abgedichtet, welche in dem Teil It des Führungskörpers c gelagert sind und sich gegen die Innenwand der zylindrischen Verlängerung g anpressen. Im Glockenboden e sind Löcher k für den Druckausgleich angebracht. Infolge der Gleichheit der absolut genommenen, beiderseitig auf den Glockenboden wirkenden Flächendrücke ist hiermit eine völlige Ventilentlastung herbeigeführt. Die Steuerung des Ventils erfolgt mittels der Daumenscheibel, welche auf der Steuerwellent sitzt. Diese ist in einem Lager it gelagert. Der Antrieb der Steuerwelle selbst ist nicht gezeigt. Zwischen der Daumenscheibe 1 und dein einen Ende der Ventilspindel d ist das Zwischenstücko in dein Angußp des La"eisit geführt. In diesem Zwischenstück o ist auf der einen Seite die auf der Daunielischeibe 1 auflaufende Rolle g in einem Zapfed gelagert, während die andere Seite die Einstellschraube r trägt. Diese Schraube stützt sich an dem einen Ende der Ventilspindel (1 ab.
- Eine Feder s mit Federhülse t, welche sich auf dem äußeren Ende der Ventilspindel (1 abstützt, hält das Ventil in seiner Schlußlage.
- Der Ventilsitzring it ist in der Zwischenwand v des Ventilgehätises b eingepreßt. Glockenboden e und Verlängerung g können nach Abb. i und :2 einstückig oder nach Abb. 3 zweistückig unter Verschweißung der beiden Teile ausgeführt sein,
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH. Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Führung für Hochdruckkolbenmaschinen, insbesondere umsteuerbare Dampfmaschinen mit hoher Überhitzung, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz auf dem äußeren Rand. des Bodenteils (e) der Glocke liegt und sein mittlerer Durchmesser (D) gleich dem Führungsdurchmesser der Glocke ist, deren Innenraum durch Löcher (k) in ihrem Bodenteil (e) mit dein Arbeitszylinder in Verbindung steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES116051D DE669903C (de) | 1934-11-11 | 1934-11-11 | Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Fuehrung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES116051D DE669903C (de) | 1934-11-11 | 1934-11-11 | Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Fuehrung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE669903C true DE669903C (de) | 1939-01-06 |
Family
ID=7533791
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES116051D Expired DE669903C (de) | 1934-11-11 | 1934-11-11 | Mechanisch gesteuertes Einsitzrohrventil in Glockenform mit innerer Fuehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE669903C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743876C (de) * | 1941-08-17 | 1944-01-05 | Schaeffer & Budenberg G M B H | Druckminderventil |
| DE1091824B (de) * | 1954-08-30 | 1960-10-27 | Schneider Bochumer Maschf A | Regelventil mit Entlastungseinrichtung |
-
1934
- 1934-11-11 DE DES116051D patent/DE669903C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743876C (de) * | 1941-08-17 | 1944-01-05 | Schaeffer & Budenberg G M B H | Druckminderventil |
| DE1091824B (de) * | 1954-08-30 | 1960-10-27 | Schneider Bochumer Maschf A | Regelventil mit Entlastungseinrichtung |
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