DE2121C - Ventilsteuerung für einfach und doppelt wirkende hydraulische Kolbenmaschinen mit regulirbarem Beaufschlagungsquantum - Google Patents
Ventilsteuerung für einfach und doppelt wirkende hydraulische Kolbenmaschinen mit regulirbarem BeaufschlagungsquantumInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
- F03C1/08—Distributing valve-gear peculiar thereto
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Description
1877.
— M 2121 A/r ι-· /1Klasse 88
HENRY DAVEY in LEEDS.
Ventilsteuerung für einfach- und doppeltwirkende hydraulische Kolbenmaschinen mit regulirbarem
Beaufschlagungsquantum.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1877 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Construction von Ventilen zum Reguliren des
Zu- und Abflusses des Wassers in hydraulischen Maschinen.
Fig. ι bis 3 der beiliegenden Zeichnungen zeigen die Construction und Anwendung einer
Ventileinrichtung bei einer' einfach wirkenden hydraulischen Maschine.
Fig. ι zeigt einen Längenschnitt der Maschine und Fig. 2 und 3 zeigen je einen Längenschnitt
und einen Querschnitt der Ventileinrichtung im vergröfserten Mafsstabe. ,
Der Cylinder A ist mit Stiefel- oder Differentialkolben B versehen, dessen vordere ringförmige
Fläche beständig dem Drucke des Wassers unterworfen ist, das von einer Röhre b zugeleitet
wird; die hintere Fläche dagegen ist abwechselnd dem Wasserdrucke unterworfen und von demselben
entlastet durch die Wirkung der Ventile in dem Gehäuse C.
Dieses Gehäuse ist von cylindrischer Form, von gröfserem Durchmesser vorn als in der Mitte,
und bei c mit einem Ventilsitze versehen. Bei cl
steht es mit dem vorderen ringförmigen Raum des Cylinders A, bei c2 mit dem hinteren Raum,
und bei c% mit dem Entweichungskanal α und
Röhre al in Verbindung. In dem vorderen Theile des Gehäuses C befindet sich ein Kolben
Ό, an dessen Stiel ein Scheibenventil d befestigt ist, das auf dem Ende des hohlen
Kolbens dl aufsitzt. Dieser Kolben bewegt sich in dem mittleren Theile des Gehäuses und sitzt
auf dem Sitze c auf. c4 ist ein Kanal, der an
drei Stellen, cs, c6 und c7, mit dem Gehäuse C
in Verbindung steht. In demselben befindet sich ein Hahn c8, der durch den Hebelarm f9 und
Stange c10 von dem Kolben B aus bewegt wird,
indem die Stange ci0 zwei Anstofsstifte hat und durch das Ohr bl auf dem Kolben B geht.
Wenn der Hahn c8 in der bei Fig. 2 angedeuteten Stellung sich befindet, steht das vordere
Ende des Gehäuses vermittelst der Kanäle c"1
und c'° mit dem Entweichungskanal in Verbindung,
so dafs die vordere Seite des Kolbens D entlastet ist, während dessen hintere Seite dem
Drucke unterworfen bleibt. Der Kolben D wird daher vorwärts bewegt, und da das daran befestigte
Ventil d auf d' aufsitzt, wird auch letzteres von
seinem Sitze bei c weggezogen, wodurch nun der Wasserdruck durch die Kanäle cä und c3 vom
hinteren Theile des Cylinders abgelassen wird. Indem somit der Kolben B hinten entlastet
ist, wird der vorn herrschende beständige Druck den Rückgang des Kolbens B bewirken.
Gegen Ende dieses Hubes wird durch das Anstofsen des Ohres b1 an den hinteren Stift der
Stange ci0 der Hahn so gedreht, dafs die Verbindung
zwischen c1 und f5 abgeschnitten, und
(vermittelst des seitlichen Ausschnittes des Hahnes) die Verbindung zwischen c° und c1 hergestellt
wird. Hierdurch wird die vordere Fläche mit demselben Druck belastet, der auf der hinteren
Fläche herrscht, so dafs er im Gleichgewicht ist, und infolge dessen wird der auf das vordere
Ende des Kolbens d1 und auf das Ventil d wirkende Druck die Rückbewegung der beiden
Kolben bewirken, so dafs di wieder bei c aufsitzt.
Es ist somit der Entweichungskanal cs geschlossen;
nachdem durch die Weiterbewegung von D und d letzteres von seinem Sitze auf di
entfernt wird, gelangt der in dem mittleren Räume des Gehäuses beständig herrschende
Druck durch dl und c~ in das hintere Ende
des Cylinders A, und der Kolben B macht somit wieder seinen Hub nach vorwärts. Gegen
Ende dieses stöfst b* gegen den vorderen Stift
von c10, und der Hahn c8 wird somit wieder
in die bei Fig. 2 angedeutete Stellung gedreht.
Eine andere Einrichtung dieses Ventilapparates ist in Fig. 4 angedeutet.
Die Construction und Wirkungsweise desselben ist die nämliche wie oben beschrieben, und die
Theile sind mit den nämlichen Buchstaben bezeichnet; es sind nur die Kanäle C1C2C3 und
die Zuleitungs- und Ableitungsröhren b und a etwas anders angeordnet. Die Stange ci0 ist
in diesem Falle an dem Kolben B befestigt.
Fig. 5 zeigt im Grundrifs und zum Theil im Schnitt die Anwendung einer Modification dieser
Ventileinrichtung auf ein Paar hydraulische Maschinen, welche vermittelst Kurbel e e und
Schubstangen eine Trommel E zum Aufwinden drehen.
Anstatt dafs das Ventil ei und das hohle Kolbenventil
ei' durch den Wasserdruck auf einen daran befestigten Kolben bewegt werden, wird
in diesem Falle d vermittelst einer Stange d~ von Excentern e' bewegt, die auf der Axe der
Trommel E befestigt sind.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 7 einen Grundrifs eines Paares von hydraulischen
Maschinen, die eine Kurbelaxe bewegen, wovon jede Maschine zwei Cylinder A A' hat, in welchen
sich ein gemeinsamer Pumpenkolben B bewegt, der in der Mitte vermittelst Schubstange
b3 mit der Kurbel e 2 verbunden ist.
Jeder Cylinder hat im Ventilgehäuse C dieselbe Ventileinrichtung, wie bei Fig. 1 bis 3 beschrieben
wurde, indem der Kolben D an der oberen Fläche abwechselnd dem Wasserdruck
unterworfen und von demselben entlastet wird; zu diesem Zwecke wird das Wasser durch das
Röhrchen F zugeleitet, das vermittelst des Hahnes f mit drei Kanälen abwechselnd mit
der Speiseröhre b und mit einer Ableitungsröhre in Verbindung gebracht wird.
Der Hebelarm /' des Hahnes wird von Daumen auf einer Stange f- bewegt, die durch
Hebel /3 und Stange f vom Excenter /5 auf
der Kurbelaxe ihre Bewegung erhält.
Bei diesen Maschinen ist es öfters erwünscht, die Kraft, ähnlich wie bei Dampfmaschinen,
durch früheres oder späteres Abschneiden des Wasserzuflusses zu reguliren.
Zu diesem Behufe ist im vorliegenden Falle die Einrichtung getroffen, wie sie aus der vergröfserten
Ansicht bei Fig. 6a ersichtlich ist.
Es ist nämlich, statt eines zweiten auf der Stange/- festsitzenden Daumens, um die Drehung
des Hahnes f zum Abschlufs des Wasserdruckes zu bewirken, an der Stange ein Gleitstück g
angebracht, das mit der Stange hin- und herbewegt wird, aber zugleich vermittelst der mit
einem Gelenk versehenen Stange g' und Hebelarm g'1 mit dem Schwungkugel-Regulator G verbunden
ist, so dafs bei zu raschem Gange der Maschine durch den Regulator das Stück g in
seiner Führung auf /2 gehoben wird. Durch die Abschrägung der Seite des Gleitstücks g
wird somit bewirkt, dafs dieses früher in Berührung mit dem Hebelarm f1 kommt und
dadurch der Wasserzuflufs früher von dem hydraulischen Cylinder A abgeschnitten wird. Bei zu
langsamem Gange wird g gesenkt und somit das Wasser später abgeschnitten.
Um zu verhindern, dafs beim Abschneiden des Wasserzuflusses, ehe der Kolben seinen Hub
vollendet hat, ein leerer Raum in den Cylindern gebildet wird, ist der Cylinder mit einer Zweigröhre
und Ventil II versehen, das mit einem Wasserbehälter B' in Verbindung steht.
So lange der Druck im Cylinder über dem Atmosphärendruck ist, bleibt das Ventil II geschlossen;
sobald aber durch Abschneiden des Wassers der Druck im Cylinder unter den der Atmosphäre sinkt, öffnet sich das Ventil H, und
es wird durch die Fortbewegung des Kolbens B Wasser aus dem Behälter U in den Cylinder
gesaugt.
Fig. 8 zeigt im Längenschnitt die Einrichtung der früher beschriebenen Ventileinrichtung für
eine doppeltwirkende hydraulische Maschine.
In diesem Falle sind an jedem Ende des Gehäuses C Kolben DD' angebracht, die mit
den Scheibenventilen d d' verbunden sind, ebenso sind zwei Cylinderventile d" d3 angebracht, auf
welche ei ei1 aufsitzen, und die bei cc' ihre
Sitze haben. Der mittlere Raum H des Gehäuses ist beständig mit Druckwasser gefüllt;
zwei Kanäle h h' führen je nach einem Ende
des hydraulischen Cylinders, und zwei andere Kanäle h - h 3 führen nach der Entweichungsröhre.
Zwei Kanäle /P k3 stehen je mit dem äufseren
Ende eines der Kolben DD' in Verbindung, sowie auch mit einem Hahn k' mit drei Durchgängen,
durch dessen Hin- und Herdrehimg das Druckwaüser abwechselnd von einem Seitenkanal
in den einen Kanal eingelassen und aus dem anderen abgelassen wird.
Wird auf diese Weise z. B. das Wasser von D abgelassen, während es auf./?' zugelassen wird,
so wird der in H wirkende Druck bewirken, dafs d'1 auf c aufsitzt, und somit den Entweichungskanal
/i~ schliefsen; ferner wird er d öffnen und somit das Druckwasser von II nach
dem Kanal h fliefsen lassen, von wo es nach dem einen Ende des Cylinders gelangt. Zu
gleicher Zeit wird er durch die Bewegung nach rechts von D' das Ventil d' schliefsen und
somit die Verbindung zwischen H und dem Kanal /ι1 abschneiden; endlich wird er d3 von
seinem Sitze
wegschieben und somit das
andere Ende des Cylinders durch Kanal h' mit dem Entweichungskanal /is in Verbindung setzen.
Wird der Hahn k1 gedreht, so wird, wie
leicht ersichtlich, das Umgekehrte stattfinden.
Indem man bei dieser Einrichtung die Kolben DD', Hahn k' und Kanäle Ze3Ji3 wegläfst
und die Stange K, welche die Ventile dd' verbindet,
durch eine Stopfbüchse am Ende des Gehäuses gehen läfst und mit einem Excenter
oder dergleichen verbindet, so können die Ventile vermittelst einer sich drehenden Axe bewegt
werden.
Indem man den Theil des Stieles K zwischen den Ventilen ei ei1 etwas verlängert, wird das
eine von diesen etwas geöffnet werden, ehe das andere geschlossen wird, während d~ d3 beide
auf ihren Sitzen aufsitzen.
Hierdurch wird bewirkt, dafs für eine kurze Zeit der nämliche Druck auf beiden Seiten des
Kolbens der hydraulischen Maschine herrscht, welcher somit im Gleichgewichte gehalten ist,
bis der Entweichungskanal geöffnet wird.
Claims (1)
- Patent - Ansprüche:ι. Die Anwendung einer Ventileinrichtung, in welcher ein hohles cylindrisches Ventil und ein damit verbundenes Scheibenventil derart bewegt werden, dafs sie abwechselnd dieVerbindungen zwischen! dem Cylinder und den Einlafs- und Entweichungskanälen öffnen und schliefsen.Die Anwendung einer Ventileinrichtung, in welcher ein Paar cylindrische Ventile und Scheibenventile dieEinlafs- und Entweichungskanäle zu beiden Enden des Cylinders abwechselnd auf- und zumachen, für doppeltwirkende hydrauliche Maschinen.Die Einrichtung von hydraulischen Maschinen, derart, dafs der Wasserdruck an irgend einem Theil des Hubes abgeschnitten werden· kann, indem während Vollendung des Hubes Wasser durch eine mit Ventil versehene Zweigröhre aus einem Behälter in den Cylinder eingesaugt wird.
Alles wie beschrieben und gezeichnet.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2121C true DE2121C (de) |
Family
ID=281512
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2121D Active DE2121C (de) | Ventilsteuerung für einfach und doppelt wirkende hydraulische Kolbenmaschinen mit regulirbarem Beaufschlagungsquantum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2121C (de) |
-
0
- DE DENDAT2121D patent/DE2121C/de active Active
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