DE669796C - Verfahren zum Tarnen von Koerpern durch Beleuchtung - Google Patents

Verfahren zum Tarnen von Koerpern durch Beleuchtung

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DE669796C
DE669796C DEZ22426D DEZ0022426D DE669796C DE 669796 C DE669796 C DE 669796C DE Z22426 D DEZ22426 D DE Z22426D DE Z0022426 D DEZ0022426 D DE Z0022426D DE 669796 C DE669796 C DE 669796C
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light
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lighting
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DEZ22426D
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WILHELM ZUEGEL
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WILHELM ZUEGEL
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H3/00Camouflage, i.e. means or methods for concealment or disguise

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Tarnen von Körpern durch Beleuchtung Es ist bekannt, zur Tarnung plastischer Körper im Freilicht formstörende, möglichst der Umgebung im Gelände angepaßte Anstriche zu verwenden. Diese Art der Tarnung ist jedoch, insbesondere für Beobachtung von oben, unzulänglich, da sie die Erscheinung der Form durch den Gegensatz von Licht und -Schatten nicht verhindern kann.
  • Ferner ist bekannt, Luftfahrzeuge gegen Sicht von unten dadurch zu schützen, daß man den Fahrzeugkörper mit Durchbrechungen versieht, so daß sich die Wirkung ergibt, als bestehe dieser Körper aus durchsichtigem Stoff. Teile des Fahrzeuges, die nicht in dieser Weise ausgebildet werden können, wie beispielsweise der Motor, der Brennstofftank usw., werden mit künstlichen, gegen den Beschauer strahlenden Lichtquellen versehen. Auch durch diese Maßnahmen wird jedoch das Problem, wenn überhaupt, so nur mangelhaft gelöst; denn es läßt sich nicht verhindern, daß: die gegen den Beschauer gerichteten Lichtquellen eine Blendung ausüben und so die Tarnung beseitigen, Um Schiffe gegen Beobachtung zu decken, wurden Spiegel derart angeordnet, daß an Stelle des Schiffes ein Bild des vorliegenden Wassers bzw. ein Himmelsbild wahrgenommen wurde. Diese Spiegel aber reflektieren in .größtem Umfang die auffallenden Sonnenstrahlen und verraten, ebenso, wie in dem vorerwähnten Falle die künstlichen Lichtquellen, den Standplatz des Fahrzeuges.
  • Schließlich wurde auch schon vorgeschlagen, den zu tarnenden Körper mit einer Vielzahl von Lichtquellen zu besetzen und diese zur Abschwächung der Blendwirkung mit einer in entsprechendem Abstand angeordneten Hülle aus lichtdurchlässigem Stoff zu umgeben, wobei dieser Stoff verschiedene Lichtdurchlässigkeit besitzen oder durch Färbungen bzw. Bemalungen weiterhin veränderlich gemacht sein kann.
  • Die vorliegende Erfindung geht einen anderen Weg und beseitigt die Mängel der vorbekannten Tarnungsmaßnahmen. Erfmdungsgemäß werden die durch den Körper erzeugten Schattenflächen mit natürlichem oder künstlichem Licht bestrahlt und dadurch aufgehoben, wobei die Beleuchtung des Schattens hinsichtlich Stärke und Richtung in Abhängigkeit von der den Schatten erzeugenden Lichtquelle (Sonne) erfolgt. Wandert der Schatten, d. h. tritt eine Relativbewegung zwischen dem zu tarnenden Körper und der Lichtquelle (Sonne) ein, so kann die Nachstellung der den Schatten löschenden-.Lichtanlage selbsttätig, z. B. durch Uhrwerkantrieb oder durch Lichtzellensteuerung, erfolgen.
  • Bei Verwendung des natürlichen. Lichtes. zur Löschung des Schattens werden Reflektoren benutzt l welche das Licht von der den Schatten erzeugenden Lichtquelle aufnehmen und ,auf den Schatten ablenken; diese Reflektoren können zwangsläufig gesteuert sein, so daß sie stets einerseits auf die schattenbildende Lichtquelle, andererseits auf den Schatten eingestellt sind. Die Lichtquellen werden allseitig beweglich angeordnet, z. B. auf zwei zueinander senkrechten Achsen verschwenkbar gelagert.
  • Bei Lichtzellensteuerung trägt der -zu tarnende Körpereinen Kranz oder Bogen von gegenseitig abgeschirmten Lichtzellen, deren jeweils von Licht getroffene den Stromkreis eines Triebmotors über mitschleifende Kontaktbrücken so lange schließen, bis die belichteten Zellen in den Bereich einer Unterbrechung der Kontaktbrücke gelangen und die Lichtanlage auf den Schatten eingerichtet ist.
  • Erweist sich als notwendig, die -den gchatten löschenden Lichtquellen auch um waagerechte Achsen zu verschwenken, so werden zwei zueinander senkrecht stehende Kränze oder Bogen von Lichtzellen und zugehörige Schleifkontaktbrücken vorgesehen, deren einer, von dem zu tarnenden Körper getragen, die Drehung der Lichtanlage um die senkrechte, deren anderer, von der Lichtanlage selbst getragen, die Drehung der Lichtanlage um die waagerechte Achse steuert, wobei der senkrechte Bogen auf die Untdrbrechung der Schleifkontaktbrücke des waagerechten Bogens eingedeckt ist.
  • Die Figuren zeigen schematisch eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, -wobei die schattenerzeugende Lichtquelle (Sonne)-zur Beleuchtung des Schattens ausgenutzt ist.
  • Fig. i ist ein Aufriß mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 ein Grundriß, Fig.3 eine Teilansicht der Licht in Kraft umsetzenden Elemente mit ihren Schirmen und Fig.4 ein Schaltbild.
  • Der zu tarnende Körper i, z. B. ein Gaskessel, ist in dem gewählten Ausführungsbeispiel zylindrisch. Die Tarnungsmittel sind gegenüber dem Körper i der Deutlichkeit halber stark vergrößert gezeichnet.
  • An einem um die Senkrechte drehbaren Träger 2 ist eine Vielzahl von Reflektoren 3 angebracht, welche in Armen 4 um waagerechte Achsen 5 und 6 schwenkbar gelagert sind. Die Drehung des Trägers 2 erfolgt durch einen Motor 7 über ein Getriebe 8, während die Schwenkung der Reflektoren um ihre Achsen 5 und 6 durch einen Motor 9 über Schneckentriebe io erfolgt. Auf dem zu tarnenden Körper i ist fest eine -Reihe von lichtelektrischen Zellen i i ringförmig um den Träger 2 :angeordnet, die durch radiale Schirme 12 voneinander getrennt sind. Auf dem Träger 2 ist eine weitere Reihe von lichtelektrischen Zellen 13 in einer senkrechten Ebene zu einem Viertelkreisbogen zusammengeschlossen. Die einzelnen Zellen sind -wiederum durch Schirme 14 voneinander getrennt. Die Schirme 12 und 14 sind so bemessen, daß die in einem bestimmten. Winkel einfallenden Strahlen der schattenerzeugenden Lichtquelle nur auf eine oder wenige bestimmte Lichtzellen i i, 13 treffen können (Fig. 3). Auf dem Lichtzellenring i i schleifen zwei an dem Träger 2 befestigte Kontakthalbringe i 5 und 16, die an gegenüberliegenden Stellen durch Isolierspalt 17 und 17' voneinander getrennt sind. Der Spalt 17 ist auf den Zellenbogen 13 eingerichtet. In ähnlicher Weise bewegen sich längs der Lichtzellen 13 zwei durch die Achse 6 _getragene Kontaktkreisbogen 18 und ig. Diese sind durch einen Spalt 2o voneinander getrennt. Die Lichtzellen sind -einseitig durch Leiter 21 miteinander verbunden. Die Kontakthalbringe 15 und 16 sind an den Motor 7, die Kontaktbogen z 8 und i 9 in gleicher Weise an den Motor 9 angeschlossen, und zwar derart, daß die einen Kontakte 15 bzw. i 8 eine Drehung des zugehörigen Motors 7 bzw. 9 in der einen, die anderen eine Drehung desselben in der anderen Richtung vermitteln.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt jeder Reflektor 3. einen - Strahlensammler 22, der aus :einem eine Linse enthaltenden Rohr besteht. Durch diesen werden die Strahlen der schattenerzeügenden_ Lichtquelle (Sonne) auf einem Rückstrahler 23, der ungefähr im .Brennpunkt des Reflektors liegt, ,gesammelt und auf die Reflektorwände zerstreut.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist folgende: Die in einem bestimmten Winkel einfallenden Sonnen- oder dergleichen Strahlen treffen auf eine bestimmte Lichtzelle i i oder Lichtzellengruppe. Diese wird dadurch so stark erregt, daß. sie den Stromdurchgang ermöglicht und der Motor 7 zu laufen beginnt. Der Träger 2 wird dadurch, je nachdem ob der erregten Lichtzelle i i der Kontaktteil 16 oder der Kontaktteil 17 gegenüberliegt, .in dem einen oder anderen Sinne gedreht, und zwar so lange, bis die erregte Zelle dem Isolierspalt 17 gegenüber zu liegen kommt, wodurch der Stromkreis unterbrochen -wird. In dieser Stellung ist auch die Lichtzellengruppe 13 -gegen die Lichtquelle (Sonne) gerichtet, wobei eine oder einige nebeneinanderliegende Zellen von' den Strahlen getroffen und erregt werden.- Dadurch werden durch den Motor g die Reflektoren 3 und die Kontaktbögen 18, 19 so- lange verschwenkt, bis .der Spalt 2o in den Bereich der erregten Zelle ',gelangt und den Stromkreis unterbricht. In dieser Stellung sind zwangsläufig auch die Strahlensammler 22, deren Achsen parallel zur Achse des Spaltes 2o lieg-en, gegen die Lichtquelle (Sonne) berichtet. Die Strahlen werden aufgefangen und durch die Reflektoren gegen die Schattenstellen 24 gerichtet; die Schattenwirkung ist aufgehoben. Tritt eine Linderung des Körpers i zur Lichtquelle (Sonne) oder umgekehrt ein, so werden andere Teile der Lichtzellengruppen i i und 13 durch die Strahlen getroffen. Dadurch -werden -die Motore 7 und 9 wieder unter Strom gesetzt und bewegen die Reflektoren so lange, bis diese wieder genau auf die beschatteten Stellen gerichtet sind. Die Zahl und Anordnung der Reflektoren hängt von der Größe und Form des zu tarnenden Körpers ab. Um Komplikationen. zu vermeiden, wird die Form der zu tarnenden Körper notwendigenfalls durch Verkleidungen möglichst einfach gestaltet, so daß, möglichst wenig .einzelne Schattenwinkel entstehen.
  • Zur Beleuchtung des Schattens können. auch künstliche Lichtquellen verwendet werden, welche an Stelle der mit natürlichem Licht gespeisten Reflektoren 3 angeordnet sind. In diesem Fall ist es aber von Vorteil, die Stärke der Lichtquellen z. B. mit Hilfe von in die Stromkreise eingeschalteter Lichtzellen in Abhängigkeit von der Stärke der den Schatten verursachenden Lichtquelle zu verändern.
  • Die Anordnung könnte schließlich auch so getroffen sein,. daß mit künstlichem oder natürlichem Licht gespeiste Lichtstrahler rings um den Körper i fest angeordnet sind, wobei jeweils nur derjenige oder diejenigen Lichtstrahler, welche gegen die beschatteten Stellen gerichtet sind, in Tätigkeit gesetzt werden.
  • Ist der Körper i ortsfest, so können die Reflektoren 3 auch durch rein mechanische Triebmittel, z. B. durch Uhrwerk, bewegt werden, so daß sie sich ständig selbsttätig auf den Sonnenstand einstellen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die zugehörigen Einrichtungen eignen sich auch zur Tarnung von beweglichen Körpern, wie Fahrzeugen.

Claims (9)

  1. hATLNTANSi'RÜcHr: i. Verfahren zum Tarnen von Körpern durch Beleuchtung, dadurch gekennzeichnet, daß die am Körper auftretenden Schattenflächen mit natürlichem oder künstlichem Licht bestrahlt und dadurch aufgehoben werden, wobei die Beleuchtung des Schattens hinsichtlich Stärke und Richtung in Abhängigkeit von der den Schatten erzeugenden Lichtquelle (Sonne) erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlen der den Schatten erzeugenden Lichtquelle gegen den. Schatten gerichtet bzw. eingestellt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine oder mehrere in unmittelbarer Nähe des zu tarnenden Körpers angebrachte Lichtquellen, welche von Hand oder selbsttätig auf den zu löschenden Schatten einrichtbar angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dein Schatten löschende Lichtanlage von einein Getriebe oder durch lichtelektrische Elemente gesteuert= ist, so daß die Einstellung des oder der Lichtkegel auf den Schatten in zwangsläufiger Abhängigkeit von dessen Bewegung, d. h. von der Relativbewegung zwischen der den Schatten erzeugenden Lichtquelle und dem zu tarnendem Körper erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schatten löschenden Lichtquellen aus Reflektoren bestehen, welche das Licht von der den Schatten ..erzeugenden Lichtquelle aufnehmen und auf den Schatten ablenken.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch ,gekennzeichnet, daß die Reflektoren zwangsläufig so gesteuert sind, daß sie stets einerseits auf die schattenbildende Lichtquelle, andererseits auf den Schatten eingestellt sind..
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von künstlichem Licht zur Löschung des Schattens die Lichtstärke in Abhängigkeit von der Stärke der schattenbildenden Lichtquelle regelbar ist. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch ,gekennzeichnet, daß die Lichtquellen .allseitig beweglich, z. B. um zwei zueinander senkrechte Achsen verschwenkbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zu tarnende Körpereinen Kranz oder Bogen von gegenseitig abgeschirmten Lichtzellen trägt, die, jeweils von Licht getroffen, den Stromkreis eines Triebmotors über mitschleifende Kontaktbrücken (15, 16) so lange schließen, bis die belichteten Zellen i11 den Bereich einer Unterbrechung (17) der Kontaktbrücke gelangen und die Lichtanlage auf den Schatten eingerichtet ist. i o. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch -gekennzeichnet, daß zwei zueinanaler senkrecht stehende Kränze oder Bogen von Lichtzellen und zugehörige Schleifköntaktbrücken vorgesehen sind, deren einer (i i ), von dem Körper (i) getragene, die Drehung der Lichtanlage um die senkrechte, -deren anderer, von der Lichtanlage getragene, die Drehung der L ichfänlage um die waagerechte Achse (5, 6) steuert, wobei der senkrechte Bogen auf die Unterbrechung (17) der Schleifkontaktbrücke (15, 16) des waagerechten Bogens (i i) eingedeckt ist.
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