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Beleuchtungsvorrichtung für Kraftwagen, Leuchttürme u. dgl. Es sind
bereits Scheinwerfer für Kraft-%vagen, Leuchttürme u. dgl. bekannt, bei denen das
von der Lampe nach der Seite hin ausgestrahlte Licht, das bei Anordnung eines einzigen
Reflektors hinter der Lampe nicht ausgenutzt wird, durch Linsen auf einen kegelförmigen
Reflektor geworfen und von diesem in die Richtung des Hauptstrahlenbündels gelenkt
wird. Eine derartige Vorrichtung, bei der alle ausgenutzten Lichtstrahlen auf einen
engen Raum konzentriert werden, wirkt natürlich stark blendend. Es ist auch schon
vorgeschlagen worden, das Licht einer Lampe auf eine größere Strahlungsfläche zu
verteilen, indem man Hohlspiegel, von denen jeder einen Winkel von etwa 6o- umfaßt,
um die Lampe herum so anordnet, daß -jeder von diesen sein Strahlenbündel durch
den Zwischenraum zwischen zwei anderen Spi: geln hindurchwirft, worauf dann
die Strahlenbündel der vor der Lampe befindlichen Hohlspiegel durch ebene Reflektoren
dem Hauptstrahlenbündel parallel gerichtet werden. Damit die von den ebenen Spiegeln
reflektierten Strahlenbündel an den vor der Lampe befindlichcn Hohlspiegeln vorbeigehen
konnten, war es dabei nötig, die ebenen Spiegel in einem gewissen Abstand von den
Hohlspiegeln außerhalb des Lampengehäuses anzuordnen, wo sie. dem Staub und Witterungseinflüssen
ausgesetzt waren. Nach der Erfindung sollen hei einem Scheinwerfer dieser Art Hohlspiegel,
von denen jeder etwa go- umfaßt, mit gegenüberstehenden ebenen oder schwach gekrümmten
Reflektoren verwendet werden. Um eine l.ainpe herum können drei derartige Spiegel
;ingebracht werden, von denen der hinter der Lampe befindliche sein Strahlenbündel
nach vorn wirft, während dem an der Seite oder dem oberhalb der Lichtduelle angebrachten
Hohlspiegel gegenüber ebene oder schwach gekrümmte Reflektoren angeordnet sind,
die deren Strahlenbündel nach vorn reflektieren. Diese Reflektoren können in unmittelbarer
Nähe der Hohlspiegel angebracht werden, so dal.1 das Ganze in einem Gehäuse untergebracht
werden kann.
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Vorzugsweise werden an Stelle gewöhnlicher Hohlspiegel \Ianginspiegel
verwendet, bei denen eine Korrektur des Strahlenganges durch linsen entbehrlich
wird und die gesamte Vorrichtung sich gedrängter ausführen läl;t.
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In der Zeichnung stellt Abb. i einen wagerechten Schnitt nach Linie
P-Q der Abb. 2 durch einen Teil der Vorrichtung in ihrer vollständigsten Ausführung
dar. Abb. 2 ist ein Aufriß von der Linie N-0 der Abb. i aus gesehen.
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Der dargestellte Teil der Vorrichtung enthält drei Alanginspiegel
A, B und C sowie
zwei Reflektoren D und E, die aus versilbertem
Glas oder anderem Material bestehen und entweder, wie in der Zeichnung dargestellt,
eben sind, aber auch ganz oder zum Teil gekrümmt sein können. Der Brennpunkt der
Manginspiegel liegt genau oder ungefähr im PunktF (Abb. i). In manchen Fällen bildet
der Punkt F auch den Mittelpunkt der . inneren Krümmung der Manginspiegel, in anderen
Fällen liegen die Mittelpunkte der inneren Krümmung der Manginspiegel außerhalb
der optischen Brennpunkte. Der Punh-t F stellt auch so genau als möglich den Mittelpunkt
der Lichtquelle dar. Die beiden Manginspiegel A und B stehen senkrecht,
während der Manginspiegel C wagerecht liegt, wobei der Punkt F den gemeinsamen Brennpunkt
darstellt. Da jeder d°r Manginspiegel sich über einen Winkel von 90:' um den Brennpunkt
herum erstreckt, müßte jeder Spiegel die anderen berühren, jedoch wird in der Praxis
von jedem Spiegel an diesen Stellen so viel abgeschliffen, daß die Spiegel unabhängig
voneinander verstellbar sind. Die Einstellvorrichtungen sind in Abb. i auf der Rückseite
der Spiegel A und B und in Abb. 2 an den Spiegeln B
und C zu sehen.
Jede dieser Einstellvorrichtungen enthält einen am Manginspiegel anliegenden, mit
einer vierkantigen Stange g aus einem Stück: bestehenden Flansch f. Die vierkantige
Stange endigt in einem Schraubengewinde h. In das Gehäusen ist ein zylindrisches
Führungsstück! eingeschraubt, an dem sich zwei durch einen Bügel L verbundene Führungsstücke
k befinden. Zwischen diesen liegt auf dem Gewinde eine Mutterin, mittels deren der
Spiegel vor und zurück verstellt werden kann.
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Der Manginspiegel A wirft alle Strahlen, die vom Punkt F auf ihn fallen,
nach vorn. Der SpiegelB wirft alle vom PunktF aus fallenden Strahlen auf den Reflektor
E, der sie dann ebenfalls nach vorn wirft. Der Spiegel C wirft die vom Punkt F kommenden
Strahlen auf den Reflektor D, von dem sie nach vorn reflektiert werden.
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Man kann die Gesamtkombination der Spiegel und Reflektoren so einstellen,
daß die Strahlenbündel in bestimmter Entfernung, beispielsweise einer solchen von
Zoo m, die Straße berühren. In Abb. i ist an der linken Seite des Gehäuses ein kurzer
zylindrischer Zapfen i' angedeutet, der in Abb. 2 in der Nähe des Buchstabens P
liegt. Dieser hat die gleiche Form wie das Führungsstück der Einstellvorrichtung
i auf der rechten Seite der Abb. i und ist ebenso wie dieses in das Gehäuse eingeschraubt.
Diese beiden Drehzapfen können in Gabeln am Wagengestell gelagert sein, wobei dann
eine bis in das Handbereich des Führers gellende Vorrichtung ein Neigen der Laterne
um einen b°-liebigen Betrag ermöglicht. Es wäre aber auch angängig, die Neigung
ein für allemal fest einzustellen und die Einstellvorrichtung für die Spiegel fortzulassen.
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Die gesamte in Abb. i und 2 dargestellte optische Vorrichtung stellt
im allgemeinen den rechten oder linken von zwei Kopfscheinwcrfern dar, zu dem dann
noch ein zweiter Scheinwerfer für die linke bzw. rechte Seite hinzukommt und von
denen jeder eine besondere Lichtquelle enthält.
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Statt die Lichtbündel aller Manginspiegel in der Strahlenrichtung
der Kopflaterne übereinander7ulagern, ist es zweckmäßig, einen oder mehrere von
diesen um eine senkrechte Achse zu drehen und so die wagerechte Gesamtstreuung zu
vergrößern. Hierzu ist nach der Darstellung der Zeichnung der auf der linken Seite
der Abb. 2 liegende Reflektor E an einer senkrechten Welle S befestigt. Sein Gewicht
wird alsdann, von dem Boden des Gehäuses bei p aufgenommen. Der obere ReilektorD
(Abb.2) ist bei g an der Decke des Gehäuses so aufgehängt, daß man das von ihm reflektierte
Strahlenbündel um eine senkrechte Achse nach der einen oder anderen Seite schwenken
kann. Der obere Reflektor B ist außerdem an einer in Augen eines Trägers t drehbaren
Welle r befestigt, so daß man durch Drehen desselben um seine wagerechte Mittelachse
die Neigung des von ihm reflektierten Strahlenbündels unabhängig einstellen kann.
Der an der linken Seite liegende untere Reflektor E könnte in der gleichen Weise
befestigt sein, wodurch die Neigung des von ihm ausgehenden Strahlenbündels ebenfalls
unabhängig geregelt werden könnte. Wird die beschriebene Vorrichtung zur Verbreiterung
des Lichtkegels der einen Kopflaterne verwendet, so können bei einer Streuung mit
der zugehörigen anderen Kopflaterne die beiden Lichtkegel entweder miteinander zur
Deckung gebracht oder in wagerechter Richtung nach beiden Seiten eingestellt werden,
so daß die beiden zusammengehörenden Kopflaternen miteinander die doppelte Streuung
ergeben wie eine einzige. In diesem Falle sind die Einrichtungen der beiden Kopflaternen
symmetrisch zueinander.
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Falls die vor dem Manginspiegel B liegende Lichtquelle in wagerechter
Richtung nur eine geringe Breite hat, kann die wagerechte Streuung des von dem Reflektor
E reflektierten Strahlenbündels dadurch vergrößert werden, daß man diesem, wie in
Abb. i bei x, y, z angedeutet, eine gekrümmte Form gibt, wodurch es dann
gleichzeitig möglich ist, die Breite des Gehäuses zu verkleinern. Die gleiche Anordnung
des oberen Reflektors D
würde es ermöglichen, mit dein Strahlenbündel
desselben in senkrechter Richtung um einen beliebigen Betrag nach unten zu streuen
und gleichzeitig die Höhe des Gehäuses zu verringern.
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Während bei Landfahrzeugen die Reflektoren gewöhnlich so eingestellt
werden, daß die Strahlenbündel alle im wesentlichen dieselbe Richtung haben, wird
bei Leuchttürmen für Marine- oder Luftfahrzwecke zweckmäßig die wagerechte Schwingbewegung
der Reflektoren um senkrechte Achsen in geeigneter Weise so weit vergrößert, daß
die Vorrichtung in wagerechter Richtung- drei gleich weit voneinander entfernte
Lichtkegel mit dazwischenliegenden gleichen Schattenkegeln aussendet. Wird eine
solche Vorrichtung um eine senkrechte Achse gedreht, so erhält man eine Gruppe von
drei Blitzen. Ebenso kann man, wenn man nur zwei Manginspiegel und einen Hilfsreflektor
verwendet, mittels einer einzigen Lichtquelle eine Gruppe von zwei Blitzen erhalten.