DE516660C - Scheinwerfer, insbesondere fuer Flugzeuge - Google Patents
Scheinwerfer, insbesondere fuer FlugzeugeInfo
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Description
Es sind Scheinwerfer für Kraftwagen bekannt, die ein Lichtbündel erzeugen, das sich
aus einem oberen parallelen Lichtbündel und einem unteren, etwas divergierenden Lichtbündel
zusammensetzt. Derartige Scheinwerfer erhellen, wenn sie an Flugzeugen montiert sind, auf dem Boden nur eine Zone von
beschränkten Abmessungen.
Solche Scheinwerfer sind daher zur Verwendung bei Flugzeugen nicht geeignet, weil
sie nicht den Boden unterhalb des Flugzeuges beleuchten und der Flieger das Gelände, auf
dem er landen will, nicht sehen kann, sogar gezwungen ist, durch Steuermanöver etwaigen
Hindernissen auszuweichen; dieser Übelstand ist besonders ernst zu nehmen, wenn das
Flugzeug sehr rasch und steil durch Heruntergehen in Schraubenwindungen landen muß.
Außerdem sind Hindernisse, die weiter entfernt sind, z. B. Baumreihen, unsichtbar, wenn
sich das Flugzeug aus der zum Boden parallelen Fluglinie entfernt.
Zwar sind auch Scheinwerfer bekannt, bei denen eine LichtaustrittsöfEnung in Form
eines Kranzes am unteren Rande des Gehäuses vorgesehen ist, durch die Licht auf die
Fläche unterhalb des Scheinwerfers fällt, jedoch erhält man mit diesen Vorrichtungen, da
der Kranz nicht mit besonderen optischen Mitteln ausgestattet ist, kein mit dem nach
vorn gerichteten Lichtbündel zusammenhängendes, ununterbrochenes Gesamtlichtbündel.
Gegenstand der Erfindung ist ein Scheinwerfer, der ein Gesamtlichtbündel erzeugt, das
in horizontaler Ebene einen Winkel von annähernd i8o° und einen Winkel von 90° in
vertikaler Ebene umfaßt und vorzugsweise zur Verwendung für Flugzeuge bestimmt ist.
Der Scheinwerfer hat eine an sich bekannte Fresnel-Linse, die ein horizontales und ein divergierendes
Strahlenbündel F1 und F2 erzeugt. Erfindungsgemäß befindet sich unterhalb
derselben unmittelbar an sie anschließend eine halbkranzförmige Einzellinse oder
ein aus Einzellinsen zusammengesetztes Linsensystem, das ein von der lotrechten Achse
nach vorn sich erstreckendes, mit dem parallelen und divergierenden Lichtbündel sich
vereinigendes Lichtbündel entstehen läßt.
Durch diese Kombination erhält man also:
1. ein Bündel von parallelen Strahlen, das weiter entfernte Bereiche des Geländes beleuchtet;
2. ein Bündel von divergierenden Strahlen, das denjenigen Bereich hell erleuchtet, auf
dem wahrscheinlich das Landen erfolgt;
3. ein Lichtbündel, das denjenigen Bereich, namentlich für den Fall einer Notlandung des
Flugzeuges, beispielsweise beim Niedergehen in Schraubenwindungen, ausreichend erleuchtet,
der sich unterhalb des Scheinwerfers von
seiner vertikalen Achse aus nach vorwärts erstreckt. Die "Wirksamkeit dieser in senkrechter
Richtung erfolgenden Beleuchtung ist von wesentlicher Bedeutung im Kampf gegen Nebel, der einen Schirm zwischen dem Flugzeug
und dem Boden bildet und nicht gestattet, durch den Nebel hindurch den Boden vor der Landung zu sehen.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf andere, nachfolgend beschriebene Merkmale und
ihre Kombinationen.
Scheinwerfer gemäß der 'Erfindung sind in Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι ist eine Vorderansicht eines Scheinwerfers
gemäß der Erfindung.
Abb. 2 ist ein senkrechter Axialschnitt durch diesen Scheinwerfer.
Abb. 3 ist ein senkrechter schematischer Schnitt durch das erhaltene zusammengesetzte
Lichtstrahlenbündel.
Abb. 4 zeigt dieses Lichtstrahlenbündel schematisch von oben gesehen.
Abb. 5 und 6 sind zwei schematische Schnitte von zwei anderen Ausführungsformen
der Erfindung. ·
Abb. 7 und 8 sind zwei schematische Darstellungen, welche die Anwendung der vorstehend
beschriebenen Scheinwerfer bei der Beleuchtung eines Bahnsteiges und des Anlegeplatzes
eines Schiffes zeigen. . Der Scheinwerfer nach den Abb. 1 bis 4
besteht aus einer Fresnelschen Linse io, deren
oberer Teil io1 parallele und deren unterer Teil io2 divergierende Strahlen erzeugt.
Dieser untere Teil weist Ergänzungsprismen 11 auf, welche auf der äußeren Oberfläche
der Linse mit einem Zwischenraum zu beiden Seiten der optischen Achse χ,χ1 angeordnet
sind. Sie liegen in senkrechten Ebenen, die auf dieser Achse senkrecht stehen
und das Lichtbündel Z73 erzeugen.
Diese zusammengesetzte Linse ist in einer Fassung 12 montiert und wird in dieser Fassung
durch einen Ring 13 mit einer Befestigungsschraube 14 gehalten. Die Fassung
selbst ist auf dem äußeren Gehäuse des Scheinwerfers durch einen Ring 16 befestigt.
Eine Linse 15, die die allgemeine Form eines sphärischen Halbkranzes hat, ist unterhalb
der Fresnelschen Linse 10 angeordnet und einerseits an der Fassung 12 mittels des
Ringes 13 sowie anderseits an dem Gehäuse 17 mittels des Ringes 16 befestigt.
Diese Linse 15 m wird vorzugsweise durch
eine Gruppe von Einzellinsen 151, 15s (Abb.i)
gebildet. Die Einzellinsen können bikonvexen, konvex-konkaven oder plan-konvexen Querschnitt
haben, oder sie können mit Stufen versehen sein, wie das bei den bekannten Fresnelschen
Linsen der Fall ist. Damit die Vorderfläche der ganzen Vorrichtung möglichst
klein gehalten wird, sind die Einzellinsen miteinander verbunden.
Dieser Linsenkranz bildet das Strahlenbündel
F4= in einem Winkel von 90°, dieses
Strahlenbündel erleuchtet in ausreichender Weise das Gelände unterhalb des Flugzeuges,
nach vorn zu in bezug auf die senkrechte Achse z, z1 des Flugzeuges. Dieses Strahlenbündel/74
gestattet dem Flieger, sein Landungsgelände zu übersehen, wie mangelhaft
die Landungsverhältnisse auch sein mögen, sogar wenn das Flugzeug steil in Schraubenwindungen
heruntergeht.
Die Lichtquelle ist eine elektrische Lampe
20, die in bekannter Weise von einer Fassung
21 gehalten wird, die ihrerseits von dem
äußeren Gehäuse 17 getragen werden kann. Das divergierende Strahlenbündel F2 gestattet
es, die Umrisse des durch das Strahlenbündel F2 sichtbar gewordenen Hindernisses
genauer zu erkennen, während das divergierende StrahlenbündelFz mit dem Strahlenbündel
F2 zusammenwirkt, um den gewöhnliehen Landungsbereich des Flugzeuges zu erleuchten.
Dabei verbreitern die Strahlenbündel F3 rechts und links das Strahlenbündel
F2 in der Weise, daß die seitlichen Ränder des Landungsbereiches erleuchtet werden,
einerlei, welche Lage das Flugzeug in bezug auf den Boden gerade einnimmt.
Man kann den so ausgebildeten Scheinwerfer
an verschiedenen Stellen des Flugzeuges anbringen, und man kann ihn genügend tief
unterbringen, damit das parallele Strahlenbündel/"1
nicht den Propeller trifft; wenn diese Bedingungen eingehalten werden, so kann keiner der Strahlen der verschiedenen
Strahlenbündel/71,/72,F3 oberhalb der Achse too
abgelenkt werden, und es kann kein Lichtschein durch Spiegelung der Strahlen am
Propeller entstehen; man vermeidet also jegliche Gefahr der Blendung für den Flieger.
An dem vorstehend in einem Ausführungsbeispiel beschriebenen Scheinwerfer können
zahlreiche Änderungen vorgenommen werden. Zunächst kann man die Form des unteren
Kranzes 15 abändern, die anstatt sphärisch zylindrisch oder konisch sein kann oder die
durch eine Kombination dieser verschiedenen Formen gebildet werden kann.
Man kann auch diesem Kranz jede geeignete
Raumform geben. Beispielsweise kann man, anstatt diesen Kranz in einem Winkel
von i8o° auszubilden, wie in den Abb. 1
und 2 dargestellt, ihm nur einen Winkel von 120° geben, oder man kann ihm im Gegenteil
die Form eines ringartigen sphärischen Kranzes geben.
Man kann auch, wie in Abb. S angedeutet, an der Rückseite des Scheinwerfers einen
konkaven Spiegel 2 5 anordnen und auf der Oberseite einen ringförmigen Spiegel 26; der
Spiegel 2 5 wirft die Lichtstrahlen zurück, die von der Lampe 20 nach hinten geworfen werden,
und zwar bei JR,1 auf den unteren Kranz 15, während die von der Lampe 20 nach oben
geworfenen Strahlen R2 den ringförmigen Spiegel 26 treffen und dann übrigens als
Strahlen/?3 auf denselben Kranz 15 geworfen
werden. Man erhält auf diese Weise ein Optimum der Lichtausnutzung, da die sonst nutzlosen
Strahlen gegen den unteren Kranz 15 geworfen werden, um das Lichtbündel F^ zu
bilden und das Gelände unterhalb des Flugzeuges zu erleuchten. Diese Beleuchtung erfordert
infolgedessen keinen zusätzlichen Aufwand an Energie.
Man kann auch einen parabolischen Spiegel29
auf der Rückseite des Scheinwerfers anordnen. Dieser parabolische Spiegel wirft dann die nach hinten ausgesandten Strahlen
der Lichtquelle 20 teilweise auf die Fresnelsche Linse 10 und teilweise auf den unteren
ringförmigen Kranz 15 (Abb. 6).
Bei den vorgenannten Beispielen wurde angenommen, daß der Scheinwerfer nach der
Erfindung Anwendung zur Beleuchtung von Flugzeugen aus findet, indessen eignet er sich
auch für andere Zwecke.
Man benutzt beispielsweise, wie in Abb. 7 angedeutet, einen doppelten Scheinwerfer gemäß
der Erfindung, um den Bahnsteig eines Bahnhofes zu erleuchten. Die beiden Strahlenbündel
F, F1 erhellen die Gleise auf große Entfernung, während die Strahlenbündel F2,
Fz, FA, F12, F13, Fu den ganzen Bahnsteig als
solchen erhellen.
Auch kann man derartige Scheinwerfer zum Beleuchten von Schiffen verwenden. In die-
4.0 sem Falle wird zweckmäßig ein farbiges Glas 30 hinten am Gehäuse des Scheinwerfers
angebracht, so daß dieses Glas ein farbiges Strahlenbündel F5 entstehen läßt.
Zu einem ähnlichen Zweck bringt man ein anderes Glas 31 oberhalb des Lichtherdes des Scheinwerfers an, wobei dieses Glas ein Bündel von senkrechten Strahlen F6 entstehen läßt.
Zu einem ähnlichen Zweck bringt man ein anderes Glas 31 oberhalb des Lichtherdes des Scheinwerfers an, wobei dieses Glas ein Bündel von senkrechten Strahlen F6 entstehen läßt.
Diese Lichtbündel F'0 und F6 zeigen den
Fahrtort des Fahrzeuges oder des Schiffes an, was sehr wertvoll ist, um Zusammenstöße zu
vermeiden.
Claims (6)
1. Scheinwerfer, insbesondere für Flugzeuge, mit einer Fresnel-Linse, die im
oberen Teil ein paralleles und im unteren Teil ein zur optischen Achse divergierendes
Strahlenbündel erzeugt, gekennzeichnet durch eine unterhalb der Fresnel-Linse liegende, an diese unmittelbar sich anschließende
halbkranzförmige, strahlenbrechende Einzellinse oder ein aus Einzellinsen zusammengesetztes Linsensystem,
das ein von der lotrechten Achse nach vorn sich erstreckendes Strahlenbündel entstehen läßt, so daß das vom Scheinwerfer
ausgesandte Gesamtstrahlenbündel in einem Winkel von annähernd i8o° in
horizontaler und in einem Winkel von 90" in vertikaler Ebene liegt.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fresnel-Linse
in der unteren Hälfte zu beiden Seiten mit Ergänzungsprismen (11) zwecks
seitlicher Beleuchtung des Landungsbereiches versehen ist (Abb. 1).
3. Scheinwerfer nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen beispielsweise
paraboloidischen Spiegel (25) hinter der Lichtquelle, der die nach rückwärts gehenden
Strahlen (Z?1) auf die halbringförmige Linse (15) zwecks völliger Ausnutzung
des Lichtes ablenkt (Abb. 5).
4. Scheinwerfer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere
Spiegel (25) mit einem oberhalb der Lichtquelle befindlichen halbringförmigen
Spiegel (26) kombiniert ist, um auch die von der Lampe nach oben ausgesandten 9"
Strahlen (Rs) nach der halbkranzförmigen
Linse (15) abzulenken und auszunut- · zen (Abb. 5).
5. Scheinwerfer nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise zu Signalzwecken hinter und über der Lichtquelle Lichtaustrittsöffnungen
vorgesehen und mit gefärbten Gläsern (30,31) abgedeckt sind.
6. Scheinwerfer nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Vereinigung eines
derartigen Scheinwerfers mit einer gleichartigen Einrichtung zur rückwärtigen Beleuchtung
(Abb. 7).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR516660X | 1928-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE516660C true DE516660C (de) | 1931-02-02 |
Family
ID=8915386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL76963D Expired DE516660C (de) | 1928-12-11 | 1929-12-11 | Scheinwerfer, insbesondere fuer Flugzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE516660C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE840983C (de) * | 1946-12-18 | 1952-06-09 | Edgar Dr Gretener | Beleuchtungsvorrichtung mit Linsenraster |
| DE1038955B (de) * | 1955-04-29 | 1958-09-11 | Pintsch Electro Gmbh | Signallaterne mit eingebauter Optik zur Erzeugung eines parallelen Fernlichtes und zusaetzlicher optischer Einrichtung fuer die Seitenstreuung |
-
1929
- 1929-12-11 DE DEL76963D patent/DE516660C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE840983C (de) * | 1946-12-18 | 1952-06-09 | Edgar Dr Gretener | Beleuchtungsvorrichtung mit Linsenraster |
| DE1038955B (de) * | 1955-04-29 | 1958-09-11 | Pintsch Electro Gmbh | Signallaterne mit eingebauter Optik zur Erzeugung eines parallelen Fernlichtes und zusaetzlicher optischer Einrichtung fuer die Seitenstreuung |
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