DE669602C - Verfahren zum Herstellen von Kautschukfaeden - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von KautschukfaedenInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Kautschukfäden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Kautschukfäden und auf einen verbesserten Kautschukfaden.
- Wäßrige Kautschukdispersionen durch ein Mundstück hindurch in ein Koagulierbad flielen zu lassen, ist bekannt. Es ist ferner bekannt, Drähte, Fäden o. dgl. dadurch mit Kautschuk zu überziehen, daß der Draht oder Faden durch ein Kautschukmilchbad hindurchgezogen und der Kautschuküberzug darauf getrocknet und gegebenenfalls vulkanisiert wird. Bei dem bekannten Verfahren besteht der mit Kautschuk zu überziehende Faden aus einem amorphen, kolloidalen Stoff, der gewünschtenfalls von dem Kautschuküberzug ganz oder teilweise während des Trocknens oder Vulkanisierens aufgenommen wird.
- Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, Kautschukfäden dadurch herzustellen, daß Kernfäden aus durch Kautschuk nicht aufnehmende Natur- oder Kunstfasern mit Kautschuk überzogen, vulkanisiert und die Kernfäden innerhalb der so erhaltenen Kautschukfäden durch Einwirkung eines Ätz- oder Carbonisationsmittels gelöst oder in ihrem Gefüge zerstört werden. Ein solches Verfahren erfordert eine besondere chemische Nachbehandlung der hergestellten Kautschukfäden zum Zerstören des Kernfadens.
- Bei der Verwendung von Kautschukfäden von weniger als 3 mm Durchmesser, wie sie gewöhnlich in der Industrie für elastische Gewebe verwendet werden, wird nun eine besondere Schwierigkeit durch den Umstand hervorgerufen, daß der Faden streckbar ist und sein Streckungsgrad während der Verarbeitung kaum beherrscht werden kann. Es ist schon vorgeschlagen worden, dieses Streckvermögen dadurch zu verhindern, daß die nackten Fäden mit Textilfasern oder Garnen überzogen wurden. Dieses Verfahren soll aber nicht befriedigend sein, da in den Fäden der erzeugten Waren die Verringerung des Streckvermögens bestehen bleibt.
- Gemäß der Erfindung wird zum Herstellen eines Kautschukfadens von weniger als 3 nun Durchmesser mit einem Faserkern von schwacher Stärke im Verhältnis zur Stärke des Kautschukfadens und unter Anwendung einer wäßrigen Kautschukdispersion zur Bildung des Kautschukfadens die wäßrige Dispersion in an sich bekannter Weise aus einem auch den Faserkern führenden Mundstück in Berührung mit einem Koagulierungsbad fließen gelassen. Der so gebildete, den Faserkern enthaltende Kautschukfaden wird aus dem Koagulierungsbad entfernt und wird dann gewünschtenfalls gewaschen und anschließend getrocknet und in bekannter Weise vülkaU: siert.
- Ein nach dem Verfahren der Erfindung hergestellter Faden ist praktisch unstreckbar, wenn der Faserkern nicht zerrissen ist; dadurch ist es möglich, den Faden in der gleichen Weise :anzuwenden wie Fäden, ,die nicht aus Kautschuk bestehen. Nach der Verarbeitung des Fadens; der gemäß der Erfindung hergestellt ist, wird der Faserkern durch einen angemessenen Zug zerrissen, worauf der Kautschukfaden sein Streckvermögen zurückgewinnt und der aus ihm gefertigte Artikel demgemäß elastisch ist. Es empfiehlt sich, schwache Faserfäden anzuwenden, deren Dicke nur einen kleinen Bruchteil der Stärke des Kautschukfadens beträgt. Obwohl solche Fasern genügende Festigkeit haben, um ein Weben, Spinnen, Häkeln und ähnliche Arbeiten des Kautschukfadens zu ermöglichen, können sie doch leicht zerrissen werden, 'ohne in dem fertigen Artikel den Kautschukfaden zu beschädigen. In dem Kautschukfaden kann ein Faserkern eingebettet sein, der gedreht, schwäch gedreht oder nicht gedreht ist. Gewünschtenfalls kann ein Kernfaden benutzt werden, bei dem um den Faserkern bekannt schraubenförmig gewundene Faserfäden vorgesehen sind.
- Bei der Herstellung von Kautschukfäden, die gemäß dem Verfahren der Erfindung mit einem Faserkern hergestellt werden, können die Faserkerne einen kreisrunden, elliptischen o: dgl. runden Querschnitt haben.
- Vorteilhaft wird der Faserkern an oder nahe an die Oberfläche des Kautschukfadens gelegt, da in diesem Fall die Faser leicht ohne Beschädigung des Fadens entfernt werden kann. Diese Lage der Faser wird leicht erreicht, wenn die Austrittsöffnung kreisrunde Querschnittsgestalt hat und der Faserkern so hindurchgezogen wird, daß er die Wand der Öffnung berührt. In diesem Fall sucht die Faser den obersten Punkt der Öffnung einzunehmen, und dies wird durch Aussetzen einer Spannung gefördert. Es ist insbesondere leicht, die Faser zu entfernen, wenn sie aus einem, wie vorgeschlagen, porenfreien Stoff, wie z. ß. Seide oder Kunstseide, besteht, weil diese Stoffe schwieriger an Kautschuk haften, als dies ein poröser Stoff, -wie z. B: Baumwolle, tut. Diese Stoffe werden in den Kautschukfaden entweder in Form von einzelnen dünnen Faserfäden oder in- Form von Faserbündeln oder Garnen eingebracht: Es ist indessen für gewisse Zwecke erwünscht, daß der Querschnittdes Kautschukfadens nach Zerstörung des Faserkerns kreisrund bleibt, d. h. daß nicht eine durch die :`.@@ntfernung der Faser hervorgerufene Furche bestehen bleibt. In einem solchen Fall wird der Faserkern beim Herstellen des Fadens vorteilhaft getrennt durch die Austrittsöffnung geleitet. Dies wird so ausgeführt, daß man innerhalb der Öffnung einen Draht aus Platin. oder sonstigem Werkstoff vorsieht, der als Führung für einen Faserfaden dient. Der Faserkern tritt auf diese Weise in das Koagulierungsbad ein, nachdem er durch' die Faserführung gegangen ist, und er wird durch die Kautschukdispersion von ,allen Seiten eingeschlossen; die Wanddicke kann nach Wunsch gleich oder verschieden sein. Gewünschtenfalls nimmt der Faserkern praktisch die Mitte des Fadensein. .
- Der Faserkern kann ferner aus solchen Faserzusammensetzungen bestehen, bei denen eine oder mehrere Arten von Fasern um einen Grundfaden oder gedrehten, verhältnismäßig schwachen Faserkern gewunden ist: In diesem Fall wird das Streckvermögen des Fadens durch die Dichte und den Durchmesser der Windungen der gewundenen Fasern begrenzt und bestimmt, weil nach Zerreißen des mittleren Kerns aus schwacher Faser die über einem größeren Durchmesser und reit größerer Dichte gewundenen Fasern offenbar um! eine größere Strecke verlängert werden können als Fasern, die über einen kleineren Durchmesser lose gewunden sind.
- Der Ausdruck Kautschukdispersion soll hier natürliche oder künstliche Dispersionen von Kautschuk, Guttapercha, Balata o. dgl. einschließen. Die künstlichen Dispersionen können Dispersionen von koaguliertem, vulkanisiertem und künstlichem Kautschuk, Abfallkautschuk und Regenerat sein. Alle diese Dispersionen können gewünschtenfälls: übliche Füllstoffe und Vulkanisiermittel enthalten und konzentriert sein.
- Die gemäß der Erfindung hergestellten nackten Kautschukfäden können gewünschtenfalls in bekannter Weise mit einem Faserüberzug versehen werden, der aus Textilfasern oder Garnen besteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: t. Verfahren zum Herstellen eines Kautschukfadens von -weniger als 3 mm Durchmesser mit einem Faserkern von sch-vächer Stärke im Verhältnis zu der Stärke des Kautschukfadens, wobei der Faserkern und eine wäßrige Kautschukdispersion durch ein Mundstück hindurchgeführt werden und die wäßrige Kautschukdispersion darauf zu dem- Kautschukfaden verfestigt -wird, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Dispersion in an sich bekannter Weise aus dein Mundstück in Berührung mit einem Koagulierungsbad fließen gelassen wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserkern durch. eine Führung für den Faserkern an oder nahe der Innenfläche des Mundstücks geführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß um den Faserkern schraubenförmig gewundene Faserfäden vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| HU669602X | 1934-07-20 |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEI52805D Expired DE669602C (de) | 1934-07-20 | 1935-07-14 | Verfahren zum Herstellen von Kautschukfaeden |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE669602C (de) |
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1935
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