DE668409C - Festlegepunkt fuer die Zielrichtung einer Waffe, z.B. eines Geschuetzes, bei dem Nachtschiessen - Google Patents

Festlegepunkt fuer die Zielrichtung einer Waffe, z.B. eines Geschuetzes, bei dem Nachtschiessen

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DE668409C
DE668409C DEH143485D DEH0143485D DE668409C DE 668409 C DE668409 C DE 668409C DE H143485 D DEH143485 D DE H143485D DE H0143485 D DEH0143485 D DE H0143485D DE 668409 C DE668409 C DE 668409C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/14Indirect aiming means
    • F41G3/18Auxiliary target devices adapted for indirect laying of fire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Festlegepunkt für die Zielrichtung einer Waffe, z. B. eines Geschützes, bei dem Nachtschießen Die Erfindung betrifft einen Festlegepunkt für die Zielrichtung einer Waffe, insbesondere eines Geschützes, beim Nachtschießen. Als solcher Festlegepunkt wurde bisher in der Regel einfach eine an der für das Richten bei Tage dienenden Richtlatte aufgehängte Laterne o. dgl. verwendet, welche mittels des Richtkreises angeschnitten wurde.
  • Hierbei sind aber zahlreiche Unsicherheitsfaktoren in Kauf zu nehmen. Schon dadurch, daß bei Verwendung einer solchen Richtlaterne ein scharf abgebildeter Lichtstreifen nicht vorhanden ist, wird der Richtkanonier unsicher gemacht, das Einwirken der den Lafettenschwanz herumschwenkenden Mannschaften verzögert und damit die Feuergeschwindigkeit herabgesetzt. Eine wirksame Kontrolle darüber, ob die auf dem Richtkreis eingestellte Richtung tatsächlich der Richtung des Geschützes entspricht, d. h. ob auch wirklich der Spalt der Richtlaterne mit dem Fadenkreuz des Richtmittels zur Deckung kommt, ist praktisch kaum möglich.
  • Zur Behebung dieser Schwierigkeiten ist es bereits bekannt, das Richten von Geschützen bei Nacht durch Anleuchten eines auf einem ortsfesten Schirm angeordneten Hilfszieles mittels einer am Geschütz befindlichen Lichtquelle, die ein scharf abgegrenztes Bild parallel gerichteter Strahlen aussendet, vorzunehmen. Dieses Verfahren, bei welchem von dem Geschütz aus das Bild eines Fadenkreuzes o. dgl., auf den den Festlegepunkt aufweisenden Schirm geworfen und dort zur Deckung mit einem entsprechenden Merkzeichen gebracht wird, besitzt aber den Nachteil, daß der beleuchtete Richtpunkt innerhalb eines größeren Bereiches der Umgebung, unter Umständen also auch vom Feind wahrnehmbar ist. Aus diesem Grunde ist die Verwendung der bekannten Einrichtung nur im beschränkten Maße möglich.
  • Gemäß der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Anordnung dadurch vermieden, daß der von einer an der Waffe angeordneten Lichtquelle, welche ein parallel zu der Längsachse der Zielvorrichtung laufendes Lichtstrahlenbündel aussendet, angestrahlte Festlegepunkt durch einen oder mehrere beim Auftreffen -der Lichtstrahlen aufleuchtende und das Licht in einem begrenzten Raum verstärkt reflektierende, aus Glasprismen o. dgl. bestehende, an einer Richtlatte angeordnete Rückstrahlerkörper gebildet wird. Derartige Rückstrahlerkörper sind an sich bekannt und werden für zahlreiche Zwecke (Katzenaugen an Fahrrädern, an Wegweisern usw.) verwendet. Im Falle der Erfindung ermöglicht die Ausbildung des Festlegepunktes in der beschriebenen Weise, daß das Aufleuchten desselben nur in einem begrenzten Raum erkennbar ist, in diesem aber eine sehr scharfe Beobachtungs- und Einstellungsmöglichkeit ergibt.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung werden zweckmäßig zu beiden Seiten des beispielsweise rot aufleuchtenden, langgestreckten, schmalen, senkrecht angeordneten, den eigentlichen Festlegepunktbildenden Rückstrahlerkörpers in waagerechter Richtung zu beiden Seiten desselbe" beispielsweise an einem Querbalken der Ricbt"-Latte, auf einegewisseBreite eine Anzahl weiterer;,, zweckmäßig von ihm optisch getrennter Prismen<. aus andersfarbigem bzw. bei Auftreffen von Lichtstrahlen in anderen Farben aufleuchtendem Glase angeordnet. Durch die Färbung dieser Körper, die vorzugsweise auf der einen Seite des den Festlegepunkt bildenden Prismas eine andere sein kann als auf der anderen Seite und außerdem auf jeder Seite noch wieder aufeinanderfolgend abgestuft sein kann, wird es möglich, zu erkennen, ob das Geschütz rechts oder links aus der einzustellenden Richtung heraussteht. Es kann so ein außerordentlich schnelles Einrichten des Geschützes durch die den Lafettenschwanz bedienenden Kanoniere, die das Geschütz nach jedem Schuß und ohne Mitwirkung des Richtkanoniers, weil sie ja selbst in der Lage sind, das Aufleuchten des Festlegepunktes zu erkennen, in die richtige Seitenrichtung bringen können, erfolgen.
  • Zur Erleichterung des Richtens bei großen Verschwenkungen kann natürlich außer der anzustrahlenden Anordnung von Rückstrahlerkörpern an der Richtlatte noch eine mit einer einen vertikalen Schlitz besitzenden Blende versehene Richtlaterne üblicher Art angebracht werden, die zum groben Einrichten dient, da unter solchen Umständen das Suchen der die Prismen tragenden Querlatte mittels des von der als Kollimatorrohr ausgebildeten - Lichtquelle ausgesandten Lichtstrahlenbündels schwierig ist. In derartigen Fällen muß der als Festlegepunkt dienende Rückstrahlerkörper sich genau über dem Spalt der Richtlaterne befinden.
  • Die durch die Erfindung gegebene Möglichkeit der genaueren Erfassung des Festlegepunktes ist gerade beim Nachtrichten von Bedeutung, wenn man die Genauigkeit des Schießens bei Tage erreichen will, weil der Nachtrichtpunkt ohnehin in der Regel wesentlich näher am Geschütz liegen muß als der Tagrichtpunkt.
  • Die optische Voneinandertrennung der einzelnen Rückstrahlerkörper erleichtert eine einwandfreie Beobachtung des Festlegepunktes insofern, als die Möglichkeit des Aufleuchtens von benachbarten Prismen bei seitlich reflektierten Strahlen verhindert wird.
  • Die Lichtquellenanordnung an dem Geschütz kann sowohl mit einem vorhandenen Richtmittel vereinigt wie auch als zusätzliche Richtanordnung an der anderen Geschützseite angebracht werden, in welch letzterem Falle sie natürlich einen besonderen Richtkreis erhalten muß. In den Abbildungen ist die Erfindung in einer grundsätzlichen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Richtlatte mit der an einer Quer-'@@`ste angebrachten Reihe von verschieden "Färbten Rückstrahlerkörpern und einer zu-:@sätzlichen Richtlaterne und Abb.2 in der Seitenansicht die räumliche Anordnung der Lichtquelle am Geschütz zu der erfindungsgemäß ausgebildeten Richtlatte.
  • In den. Abbildungen ist mit' a die vertikale Richtlatte bezeichnet, welche an ihrem oberen Ende den anzustrahlenden, langgestreckt rechteckigen, senkrecht angeordneten Rückstrahlerkörper b trägt, ferner an einer Querlatte c in Höhe dieses den Festlegepunkt darstellenden Rückstrahlerkörpers beiderseits desselben eine Anzahl von anders gefärbten Rückstrahlerkörpern d' und d". Die Richtlaterne ist durch eine Blende c verdeckt, welche einen senkrechten Schlitz f aufweist.
  • g ist die mit dem vorhandenen Richtkreis des Geschützes bzw. einem besonderen außer dem üblichen Richtkreis angebrachten Richtkreis des Geschützes starr verbundene Lichtquelle in Gestalt eines Kollimatorrohres mit einer Linse 1z; vor welcher sich eine Blende i befindet, durch deren Schlitz ein schmales vertikales Lichtband k auf den angerichteten Punkt der Querleiste c der Richtlatte strahlt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Festlegepunkt für die Zielrichtung einer Waffe, z. B. eines Geschützes bei dem Nachtschießen, der von einer an der Waffe angeordneten Lichtquelle angestrahlt wird, welche ein parallel zur Ziel- oder Hilfszielrichtung gerichtetes Lichtstrahlenbündel aussendet, dadurch gekennzeichnet, daß er durch einen oder mehrere aus Glasprismen o. dgl. bestehende und an der Richtlatte angeordnete Rückstrahlerkörper gebildet wird, welche beim Auftreffen des Lichtstrahlenbündels aufleuchten und die Lichtstrahlen nur in einen begrenzten Raum zurückwerfen.
  2. 2. Festlegepunkt nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rückstrahlerkörper übereinander an einer Richtlatte befestigt sind und diese außerdem eine Querleiste trägt, auf welcher auf beiden Seiten des eigentlichen Festlegepunktes eine Anzahl weiterer, von dem Festlegepunkt selbst unterschiedlicher und zweckmäßig von diesem und untereinander optisch getrennter Rückstrahlerkörper angeordnet ist.
  3. 3. Festlegepunkt nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich die Rückstrahlerkörper auf jeder der beiden Seiten des eigentlichen Festlegepunktes verschiedene Färbungen aufweisen.
  4. 4. Festlegepunkt nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem eigentlichen durch den oder die Rückstrahlerkörper gebildeten Nachtfestlegepunkt genau unter- oder oberhalb desselben an der Richt= latte eine mit einer Schlitzblende versehene Lichtquelle zum Zwecke der Grobeinrichtung so vorgesehen ist, daß der von ihr ausgesendete Lichtstrahl die Rückstrahlerkörper nicht zum Aufleuchten bringt.
DEH143485D 1935-04-21 1935-04-21 Festlegepunkt fuer die Zielrichtung einer Waffe, z.B. eines Geschuetzes, bei dem Nachtschiessen Expired DE668409C (de)

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