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Schloß Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloß der Brainahgattung,
bei dem zwei vorzugsweise gehäuselos gekuppelte, gegeneinander verschieb- oder verdrehbare
Schloßglieder durch eine Anzahl quer zu ihrer Bewegungsrichtung in ihnen verschiebbarer
Zuhaltungsstifte bis zur Einordnung der Stifte von Hand oder mittels eines Schlüssels
gegeneinander gesperrt werden.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die beiden Glieder
des Schlosses klauenartig durch hintereinandergreifende Flächen, zweckmäßig trennbar,
miteinander verbunden sind. Zu diesem Zweck kann beispielsweise eines der Glieder
seitlich schwalbenschwanzförmig ausgekehlte Keile tragen, die in entsprechende Nuten
des anderen Gliedes längs verschiebbar eingreifen,oder es können an dem einen Glied
zwei einander gegenüberliegende parallele Führungsnuten vorgesehen sein, in die
entsprechende Kupplungsvorsprünge des anderen Gliedes eingreifen, auch kann das
eine Glied das andere Glied an seinem balligen Umfang ringflanschartig auf einem
Teil allseitig umfassen.
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Zweckmäßig ist das V Order- und Hinterglied des Schlosses je mit einer
Mittelausnehmung für einen festen Riegelbolzen mit am Kopf angebrachter Nut versehen,
wobei das eine Glied z. B. eine oder mehrere Sperrnasen aufweisen kann, die bei
der Bewegung des Gliedes (Verschiebung oder Verdrehung) mit der Nut zum öffnen oder
Schließen des Schlosses in oder außer Eingriff gelangen.
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Das Schloß gemäß der Erfindung zeichnet sich gegenüber den bekannten
Schlössern der eingangs genannten Art durch eine außerordentliche Vereinfachung
in der Herstellung und damit Verbilligung und ferner durch einen kräftigen, unempfindlichen
Aufbau aus, der es dauerhaft und zuverlässig macht.
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Erfindungsgemäß können die Zuhaltungsstifte in ihren zugehörigen Bohrungen
der Schloßglieder in axialer Richtung vorspannungslos beweglich angeordnet und von
beiden Endseiten der Glieder aus einstellbar sein. Zweckmäßig besitzt mindestens
ein Teil der Zuhaltungsstifte gemäß der Erfindung auf dem Umfang Ringnuten zur Aufnahme
geschlitzter, ausdehnbarer Ringe, welche außer einer Erschwerung der Ermittlung
der Trennfugen auf der Schloßtrennlinie bei unbefugtem .Zugriff ohne zugehörigen
Schlüssel ein sicheres Halten der Stifte in Längsrichtung in ihrer jeweils eingestellten
Lage bewirken, wenn die Stifte in axialer Richtung vorspannungslos eingesetzt sind.
Auf
der Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen veranschaulicht,
und zwar zeigen: Fig. i eine Ausführung des Schlossei iri" Seitenansicht, Fig. 2
einen Längsschnitt durch das Schloß und seinen Halteflansch mit einem Riegel ir'
Ansicht, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. r, Fig. 4 eine Vorderansicht
des Schlosses mit Flansch, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 2, . Fig.
6 eine Draufsicht auf die Vorderseite des Vordergliedes in der Schnittlinie 5-5
der Fig. 2, Fig.7 eine abgeänderte Ausführung in Seitenansicht ohne Riegeldarstellung;
Fig.8 dasselbe Ausführungsbeispiel im Schnitt, Fig. 9 einen Schnitt nach Linie 9-9
der Fig. 7, Fig. io eine Draufsicht auf die Vorderseite des Schlosses der Fig. 7
in Offenstellung, Fig. i i schaubildliche Darstellungen der beiden Schloßglieder,
Fig.12 schaubildliche Darstellungen der Aufsteckringe, Fig.-13 ein Beispiel der
Einordnung der Zuhaltungsstifte, Fig. 14 eine schaubildliche Darstellung eines Zul@ältungsstiftes
und Federringes, Fig. 15 und 16 schaubildliche Darstellungen der Kupplungskeile,
Fig. 17 eine schaubildliche Darstellung eines weiteren Zuhaltungsstiftes mit Federring;
Fig. 18 ein weiteres Beispiel der Einordnung unter axialer Federvörspannung stehender
Zuhaltungsstifte,.
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Fig. i9 eine abgeänderte Ausführungsform des Schlosses in Seitenansicht,
Fig. 2o dieselbe Ausführung im Schnitt, Fig. 21 einen Schnitt nach Linie 21-21 der
Fig. i9, Fig. 22 eine Draufsicht auf die Vorderseite in Offenstellung, Fig. 23 einen
Schnitt nach Linie 23-23 der Fig. 2o, Fig.24 die Ausführung nach Fig. 19 im Schnitt
mit Zuhaltungsstiften gemäß Fig. 18, Fig. 25 einen Schnitt nach Linie 25-25 der
Fig. 22, Fig. 26 eine weitere Ausführungsform des Schlosses in Seitenansicht, Fig.27
dieselbe Ausführungsform im Schnitt, Fig.28 dieselbe Ausführungsform in Draufsicht
auf die Vorderseite mit Halteflansch. Fig. 29-einen Schnitt nach Linie 29-29 der
Fig. 27, Fig: 30 einen Schnitt nach Linie 30-3o der F. 28, zig. 31 einen
unveränderlichen Schlüssel in lünzenform -in Ansicht und im Schnitt; geignet für
ein Schloß nach Fig. i9, Fig. 32 einen veränderlichen Schlüssel in Ansicht und im
Schnitt, beispielsweise geeignet für ein Schloß nach Fig. 26, Fig. 33 eine von Fig.
27 etwas abweichende Schloßausführung in Schließstellung, teils in Ansicht, teils
im Schnitt, Fig. 34 einen Schnitt nach Linie 34-34 der Fig. 33, Fig. 35 eine Deckscheibe
zum Halten der. Zuhaltüngsstifte in Ansicht, Fig. 36 eine Draufsicht auf das Schloß
der Fig. 33 in Offenstellung, Fig. 37 einen Schnitt nach Linie 37-37 der Fig. 36,
Fig. 38 eine andere Ausführungsform des Schlosses in Seitenansicht, Fig. 39 dieselbe
Ausführungsform im Schnitt, Fig.4o dieselbe Ausführungsform im Schnitt nach Linie
40-4o der Fig. 38, Fig.41 dieselbe Ausführungsform im Schnitt nach Linie 41-4i der
Fig. 38, Fig. 42 einen Schnitt nach Linie 42-42 der Fig. 39, @Fig. 43 einen Schlüssel
in Ansicht, passend zum Schloß nach Fig. 38, Fig.44 die Einzelteile des Schlosses
nach Fig.38 zerlegt, in schaubildlicher Darstellung, Fig. 45 einen Schnitt nach
Linie 42-42 der Fig. 39 bei einer der Fig.42 ähnlichen Anordnung; Fig. 46 einen
Schnitt durch ein Schloß mit einer gegenüber Fig.39 etwas abgeänderten Ausführung
der Sperrnasenbewegungsanordnung und Führungsteil nach Fig. 49, Fig: 47 eine schaubildliche
Darstellung eines Sperrnasenteiles zu der Ausführung geniäß Fig. 46, Fig. 48 eine
Draufsicht auf die Innenseite des Hintergliedes nach Linie 48-48 der Fig. 46 mit
geänderter Führung für die Sperrnasen.
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Fig. 49 die Sperrnasenführung nach Fig.48 in Ansicht und im Schnitt,
Fig. 50 eine weitere Ausführungsform eines Schlosses in Ansicht, eingebaut
in einen Träger, im Schnitt, Fig. 51 dieselbe Ausführungsform im Schnitt nach Linie
61-6i der Fig. 54, Fig. 52 dieselbe Ausführungsform im Schnitt nach Linie 62-62
der Fig. 5o, Fig. 53 einen Schnitt nach Linie 63-63 der Fig. 50, Fig. 54 eine Draufsicht
auf Fig. 5ö,
Fig. 55 und 56 eine Unter- und Oberansicht eines Schlüssels,
Fig.57 den Schlüssel im Schnitt nach Linie 67-67 der Fig. 55, Fig.58 Einstellknöpfe
für den Schlüssel nach Fig. 55 bis 57 in Ansicht, Fig. 59 ein Beispiel der Ausbildung
und Anordnung der Zuhaltungsstifte schematisch in Ansicht, Fig.6o ein weiteres Beispiel
der Zuhaltungsstifte ähnlich Fig.5g. Fig.6i einen Teil eines Zuhaltungsstiftes mit
Ringnut zur Aufnahme eines oder mehrerer Federringe sowie getrennt davon einen Federring
in Seitenansicht.
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Das in Fig. i bis 4 dargestellte Schloß besteht lediglich aus den
beiden ein gehäuseloses Doppelelement bildenden, gegeneinander beweglichen bzw.
verschiebbaren Schloßteilen i und 2, von denen der Teil i das Vorderglied, der Teil
2 das Hinterglied darstellt. Die Glieder i und 2 sind im wesentlichen flache Scheiben,
die in verhältnismäßig großen ebenen Flächen an der Trennlinie gegeneinanderliegen.
Zur Kupplung dient ein z. B. mit dem Teil i aus einem Stück bestehender, im Querschnitt
schwalbenschwanzförmig hinterschnittener Keil 2o, der in eine entsprechende Nut
des Teiles :2 eingeschoben ist. Die Teile i und 2 besitzen eine Mittelausnehmung,
jedoch ist diese im Teil i nicht durchgehend. Diese Ausnehmung besitzt einen solchen
Querschnitt, daß sie einen entsprechenden Riegelbolzen i i aufnehmen kann, dessen
Kopf in dem Teil i Platz und vorzugsweise auch einen Anschlag findet. Der Bolzen
i i sitzt fest, z. B. an einem Türflügel, und weist zur Bildung seines abgesetzten
Kopfes eine eingedrehte Ringnut auf, in die eine Sperrnase io hineinpaßt, welche
z. B. von dem Keil 2o in die Ausnehmung des Vordergliedes i hineinragt, jedoch nur
so weit, daß der Kopf des Bolzens i i in die Mittelausnehmung eintreten kann. Die
Mittelausnehmung des Vordergliedes i ist aus diesem Grunde teilweise größer als
der Kopf des Riegelbolzens i i, wie das Fig. 3 zeigt.
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Das Vorderglied i kann an der Vorderseite mit einer Ansatzleiste oder
einem Vorsprung o. dgl. versehen sein, der beispielsweise die Verschieberichtung
zum Öffnen anzeigende Pfeile o. dgl. Angaben tragen kann und die Bewegung des Schlosses
sowie auch das Aufstecken eines Schlüssels erleichtert. Die durch diesen Schlüssel
einzuordnenden Zuhaltungsstift.e bestehen aus mehreren, z. B. drei Teilen 3, 4,
5, die in einer Anzahl quer zur Bewegungsrichtung der Schloßteile i, 2 angeordneter
Bohrungen in Richtung des Riegelbolzens i i verschiebbar sind. Diese Bohrungen sind
im Durchmesser an den Endseiten der Glieder i, 2 kleiner als auf ihrem Hauptteil,
so daß die Zuhaltungsstifte wohl von außen beeinflußt werden können, aber nicht
nach außen heraustreten können. Entsprechend können . die Zuhaltungsstifte an ihren
Enden 3, 5 verjüngt, d. h. im Durchmesser kleinere Verlängerungen aufweisen, die
nach außen aus den Gliedern i, 2 herausragen können. Im letzteren Falle ist zum
Einordnen der Stifte ein Schlüssel nicht notwendig, vielmehr kann das Einordnen
auch von Hand bewirkt werden, wenngleich ein Schlüssel natürlich sehr zweckmäßig
ist.
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Bei geöffnetem Schloß können die Zuhaltungsstifte von beiden Endseiten
der Schloßglieder i, 2 aus eingestellt werden.
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An dem zu verschließenden Teil, z. B. einem zweiten Türflügel o. dgl.,
ist ein Bügel o. dgl. befestigt, der in einem Flanschstück 13 endigt, welches zweckmäßig
so geformt ist, daß das Hinterglied 2 darin zum Teil Platz findet und gegen äußeren
Angriff auf die hintere Endseite b.zw. die hier vorragenden Stifte geschützt ist.
Das Flanschstück 13
hat eine mittlere Öffnung, damit es über den Riegelbolzen
i i geführt werden kann, wie das die Fig. 2 und 3 zeigen. Es kann ferner einen Vorsprung
12 haben, der in der in Fig. 2 in gestrichelten Linien (im Bolzen i i) angedeuteten
Weise geformt ist.
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Das Vorderglied i kann auf der Vorderfläche oder auf dem gegebenenfalls
ballig ausgeführten Umfang Buchstaben oder Zahlen aufweisen zum leichteren Auffinden
der Kombination der Zuhaltungsstifte bzw. zur erleichterten Anwendung des Schlüssels.
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Die Wirkungsweise des Schlosses ist folgende: Nachdem die zu verschließenden
Teile, z. B. zwei Türflügel, mit dem von ihnen getragenen Riegelbolzen i i und dem
entsprechenden Flanschstück 13 in die aus Fig.2 und 3 ersichtliche Schließlage gebracht
sind, in der das Flanschstück 13 mit seiner mittleren Öffnung den Riegelbolzen i
i übergreift, wird das Schloß i, 2 über den Bolzen i i gesteckt. Zu diesem Zweck
müssen die Zuhaltungsstifte zuvor mit ihren Trennfugen so eingeordnet sein, daß
diese Trennfugen mit der Trennlinie der Glieder i, 2 sich in Übereinstimmung befinden.
Ist dies geschehen, so lassen sich die Glieder i, 2 gegeneinander verschieben und
mit ihren Mittelausnehniungen voreinander bringen, so daß der Bolzen i i mit seinem
Kopf in die Mittelausnehmung des Vordergliedes i eintreten kann. Wenn sich der Kopf
des Riegelbolzens i i in der Mittelausnehmung des Gliedes i befindet, wird das Vorderglied
so, weit verschoben, daß die Sperrnase io in die Ringnut des Riegelbolzens i i eingreift,
wie das Fig. 3 zeigt. In dieser Stellung befindet sich das Schloß in
der
Schließlage. In dieser Schließlage sind dann auch die Bohrungen der Zuhaltungsstifte
in den beiden Gliedern i und 2 genau voreinander (vgl. Fig. 2), so daß nun durch
einen Schlüssel oder von Hand die Zuhaltungsstifte zur Sicherung der Schließlage
verschoben werden können, so daß die Trennfugen verschoben gegenüber der Schloßtrennlinie
sind. Hiernach ist das Schloß gesperrt. Es können aber auch die Stifte durch Drehung
des in Schließstellung befindlichen Schloßkörpers um den Bolzen i i gegen die Trennebene
der Schloßhälften verschoben werden, indem dann der Vorsprung 12 des Flanschstückes
13 auf die aus der Hinterfläche des Hintergliedes 2 herausragenden Enden der Stiftteile
5 einwirkt. In Fig. 13 ist schematisch die Lage der Zuhaltungsstifte mit ihren gegen
die Trennlinie der Schloßhälften 1, 2 verschobenen Trennfugen dargestellt, wobei
die Trennlinie der Schloßhälften durch die Linie 14-1q. angedeutet ist.
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Um die Zuhaltungsstifte sicher in den zu= gehörigen Bohrungen in der
in Längsrichtung einmal eingestellten Lage zu halten, können die Stifte längs geschlitzte
ausdehnbare Ringe 9 (vgl. Fig. 1¢ und 17) tragen, die als Federringe wirken. Diese
Ringe 9 können zweckmäßig in Ringnuten in den Stiften eingesetzt sein, wie das Fig.61
und 59 zeigen. Die Ringe 9 erfüllen gleichzeitig den Zweck, das unbefugte Öffnen
des Schlosses, z. B. mittels Dietriches, praktisch unmöglich zu machen, indem sie
das Ertasten der Trennfugen so erschweren, daß eine Ermittlung der Offenstellung
des Schlosses als völlig ausgeschlossen gelten müß. Diese Ringe 9 erwecken nämlich;
wenn sie mit der Trennlinie der Schloßglieder 1, 2 in Übereinstimmung gebracht werden,
jedesmäl den Eindruck, daß die Trennfugen der Stifte mit der Schloßtrennlinie in
Übereinstimmung gebracht seien, um dann das Schloß entsperren zu können.
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Zum .Öffnen des Schlosses ist entweder ein Schlüssel, der in Form
einer flachen Andruckscheibe, z: B. gemäß Fig. 32, 57, ausgebildet sein kann, Moder
die Kenntnis der angewendeten Kombination der Zühaltungsstifte erforderlich, nach
der die Stifte einzeln von Hand eingeordnet werden können: Ist das geschehen, so
läßt sich das Vorderglied i gegen das Hinterglied 2 verschieben, wodurch die Sperrnase
io aus der Ringnut des Riegelbolzens i i herausgelangt und damit den Bolzen freigibt.
Sodann ist das Scbloß entriegelt. Es kann von dem Bolzen i i abgehoben werden. Das
Schloß wirkt mithin bei dieser Ausführungsform als Vorsteckschlöß. Wenn das Schloß
1, 2 vom Bolzen i i abgenommen ist, ist der Flansch 13 frei und kann ebenfalls vom
Bolzen i i entfernt werden, so daß nun die bis dahin verschlossenen Teile, z. B.
Türflügel, geöffnet werden können.
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Die Ausführung nach Fig. 5 bis 16 weicht von der soeben beschriebenen
Ausführungsford nur dadurch ab, daß der Kupplungskeil der Glieder 1, 2 nicht aus
einem Stück mit einem dieser Glieder gebildet ist, sondern aus zwei selbständigen
Teilen 22 und 22' (Fig. 15 und 16) besteht, die in entsprechende schwalbenschwanzförmg
ausgesparte Nuten 23, 24 (Fig. i i) der Glieder 1, 2 eingeschoben sind und diese
Glieder miteinander in der Weise verbinden, daß eine Verschiebung gegeneinander
möglich ist. Die Keile sitzen zweckmäßig im Festsitz in dem einen Glied, z. B. Glied
i. Der Keil 22 trägt die Sperrnase i o (Fig. x 5). In Fig. 5 und 6 sind die Keile
mit 212 21' bezeichnet. Zur Sicherung der Keile und zum Schutz gegen äußeren Eingriff
ist bei dieser Ausführung auf das Vorder- und Hinterglied 1, 2 je ein Ring ö. dgl.
16, 16' (Fig. 12) fest aufgesetzt. Diese Ringe 16, 16' sind in ihrer Breite auf
halbem Umfang derart abgesetzt, daß ihre Vorsprünge 15, 15' die Keile 22, 22 sichern,
die abgesetzten Teile jedoch eine gegenseitige Verschiebung der Glieder 1, 2 zulassen
(vgl. auch Fig. io). Die Mittelausnehmüngen der Glieder 1, 2 zur Aufnahme des Riegelbolzens
i i sind in Fig. 8 und 9 mit 26 und 27 bezeichnet.
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Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist die gleiche wie bei der
erstbeschriebenen Ausführungsform.
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Die Zuhaltüngsstifte brauchen nicht durch das Hinterglied 2 hindurchzuragen,
es können auch Stifte benutzt werden, die axial unter dem Druck einer Feder 2o stehen
(vgl. Fig. 18, 27, 37).
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Zwecks Änderung der Kombination können die Zühaltungsstifte bei gegeneinander
verschobenen Schloßgliedern aus ihren öffnungen herausgenommen und vertauscht werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i9 bis 25 ist die Kupplung der beiden
Glieder i und 2 abweichend dadurch bewirkt, daß das eine Glied, z. B. i, an zwei
Seiten des Umfanges einander parallele Führungsnuten besitzt, in die entsprechende
Kupplungsvorsprünge 2i des anderen Gliedes 2 eingreifen. Eine gleiche Kupplung findet
sich bei der weiteren Ausführung nach Fig. 26 bis 36, die weiter unten im einzelnen
noch -näher beschrieben ist. Diejenigen Teile, die den bei den vorigen Ausführungen
bereits beschriebenen Teilen entsprechen, sind in diesen weiteren Ausführungsbeispielen
mit den gleichen Bezugzahlen wie bei den vorangehend beschriebenen Ausführungen
bezeichnet. In i den Beispielen nach Fig. i9 bis 36 bildet die Sperrnase io ein
Stück mit dem Vorderglied
i. Das Glied i kann aber die Sperrnase
io natürlich auch als getrenntes Stück tragen. Entsprechend der bei Fig. i bis io
beschriebenen, von der Vorderfläche des Vordergliedes i vorragenden Ansatzleiste,
z. B. zur Erleichterung des Aufsteckens eines Schlüssels, ist bei den Ausführungen
nach Fig. i9 bis 36 ein balligvorspringenderKnopf 9o vorgesehen, der bei der Ausführung
der Fig. 19 bis 25 beispielsweise noch mit einem Schlitz 93 versehen ist. Hierzu
paßt die Schlüsselform nach Fig.31, bei der in der entsprechenden Mittelausnehmung
92 ein Steg 9i angeordnet ist, der in den Schlitz 93 beim Vorstecken des Schlüssels
50 eingedrückt wird. Der Schlüssel hat eine flache Scheibenform. Diese Ausbildung
hat den Vorzug, daß man ihn wie ein Geldstück in der Geldbörse aufbewahren und mitführen
kann. Der Schlüssel in dieser Form ist leicht herstellbar, auch besitzt er zur beliebigen
Änderung der Geheimanordnung der Verstellteile 52 (Fig. 32), 45, 46, 47 (Fig. 57,
58), welche auf die Zuhaltungsstifte einwirken, keine Schraubteile wie bei bekannten
Schlüsselausführungen und läßt sich einfach und schnell verstellen bzw. ändern.
- Zur Erleichterung des richtigen Aufsteckens des Schlüssels kann auch eine seitliche
vorragende Nase o. dgl. 94 nach Fig. 32 vorgesehen sein, die mit einem geeigneten
Teil am Schloßglied, z. B. einer Einkerbung 95 (Fig. 36), zusammenwirkt. In Fig.33,
36 und 37 stellt 52' den Schlüssel dar: Bei den Ausführungen nach Fig. i9 bis 30
sind die beiden Schloßglieder zur Begrenzung der gegenseitigen Verschiebung mit
einem einfachen Mittel versehen, welches gleichfalls lediglich durch eine bestimmte
Einstellung, z. B. eines Zuhaltungsstiftes, gestattet, die beiden Glieder in kürzester
Zeit zwecks Änderung der Kombination der Stifte zu trennen. In dem einen der Schloßglieder
ist an der Trennfuge parallel zur Führung 21 eine Nut o. dgl. 29 bestimmter Länge
vorgesehen, in die ein vom anderen Glied vorragender und verschiebbarer Teil, z.
B. einer der Zuhaltungsstifte 4 (in Fig. 25), oder wie etwa im Falle der Fig. 3o
eine von der Rückseite des Schlosses verdeckt eingezogene Schraube eingreift. Bei
geöffnetem Schloß ist dieser vorragende Teil zugänglich, um durch geringe Drehung
der Schraube oder geringes Niederdrücken des Stiftes das Schloß zur Änderung der
Zuhaltungsstiftanordnung zerlegen zu können. Die Zuhaltungsstifte sind dann unmittelbar
frei und können in wenigen Sekunden ausgeworfen und dann in geänderter Anordnung
wieder eingesetzt werden. Es sind unzählig viele Kombinationen der Einstellung der
Zuhaltungsstifte möglich. Das Schloß nach Fig. 26 bis 30 und Fig. 33 bis
37 ist kegelstumpfförmig ausgebildet und mittels eines das Hinterglied 2 am Umfang
umfassenden Flansches 13, der die Rückseite des Gliedes 2 hintergreift, gehalten.
Auf einem Teil des Umfanges überragt dieser Halteflansch 13 das Schloßglied an der
Trennlinie derart, daß dieses überragende Stück (bei 16 in Fig. 26) einen Endanschlag
für das Vorderglied i gegen dessen Verschiebung nach einer Richtung bildet. In Fig.27
und 30 stehen die Zuhaltungsstifte unter der Wirkung von Federn 2o, die in
Sackbohrungen des Hintergliedes 2 sitzen. Bei der Ausführung nach Fig. 33 bis 37
dagegen sind die Bohrungen durchgehend. Die Stifte sind hier an der Schloßrückseite
durch eine Deckplatte 28' gehalten. Gegen diese Platte stützen sich die Federn 2o
ab. Die Platte 28' ist mittels nur in Offenstellung des Schlosses zugänglicher Schrauben
97 gegen das Glied 2 gehalten. Durch Lösen der Platte 28' können die Stifte ausgewechselt
werden.
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In Fig. 33 überragt der z. B. um einen Scharnierbolzen drehbar an
einem Türflügel o. dgl. angebrachte Flansch 13 die Trennfuge der Schloßglieder 1,
2 vollständig, und das Vorderglied besitzt an der Trennfläche eine der Bewegung
entsprechende seitliche Ausnehmung, deren hintere Kante in der Offenstellung des
Schlosses gegen den Rand des Flansches bei 15' anstößt, so daß der Flansch außer
als Beg'renzungsanschlag für die Bewegung des Vordergliedes i auch gleichzeitig
als Schutz für die Trennlinie gegen äußeren Angriff dient, ähnlich wie das bei den
Ringen 16, 16' der Fig. 12 der Fall ist. Die Anordnung nach Fig.37 weicht insofern
von derjenigen nach Fig.33 ab, als hier die Trennfläche des einen der Schloßglieder
etwas versenkt in dem anderen Glied liegt, so daß ein besonderer Halteflansch entbehrlich
ist und das eine Schloßglied unmittelbar mit dem Türflügel o. dgl. verbunden werden
kann. Dabei besitzt die Trennfläche des ersteren Gliedes i eine der Bewegung des
Gliedes entsprechende seitliche Ausnehmung, deren Hinterkante zur Begrenzung der
Bewegung in der Offenstellung des Schlosses gegen den erhöhten, hier ebenfalls gleichzeitig
zum Schutz der Trennlinie dienenden Rand 15' des zweiten Gliedes 2 anstößt. Der
gegenüberliegende Randteil 15 dient in der Schließstellung als Anschlag.
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Die Schloßausführungen nach Fig.38 bis 46 zeigen eine weitere Art
des klauenartigen Hintergreifens der Glieder 1, 2. Hier umfaßt das Glied 2 das Vorderglied
i an seinem baldigen Umfang bei 17 ringflanschartig allseitig auf einem Teil. Die
Anpressung des Flansches 17 erfolgt maschinell. Bei dieser
Ausführung
sind die Schloßglieder nicht gegeneinander verschiebbar; sondern vierdrehbar. Zur
Verschiebung der Sperrnasen io in radialer Richtung-bei gegenseitiger Verdrehung
der Glieder i und 2 -ist das eine Glied, z. B. i, mit Nuten 23 (Fig. 4q.) versehen,
in denen sich eine oder mehrere Gleitbacken 36 führen. Das andere Glied :z hingegen
weist eine elliptischeoderspiralförmigevertiefteBahn 38 (Fig.42, 45) oder erhöhte
Bahn 40 (Fig.48, 49) auf, mit der ein Führungsvorsprung 37 (Fig. 44) oder eine Führungsnut
29 der die Sperrnase iö tragenden Gleitbacke 36 (Fig. 47) zusammenarbeiten. Bei
der Verdrehung des Vordergliedes i werden dann die Backen 36 zwangsläufig verschoben:
Die erhabene Bahn 4o kann auch, statt unmittelbar am Schloßglied zu sitzen, an einer
getrennten Ringscheibe (Fig. 49) angebracht sein, die gegen Drehung an dem Glied
2 durch einen in dieses Glied eingreifenden Dorn o. dgl, 42 gesichert sein kann.
Die unter Federspannung 2o in ihren Bohrungen sitzenden Zuhaltungsstifte3 sind bei
dieser Ausführungsform des Schlosses durch ein mittels Nut und Feder 30,
31 in das Hinterglied an dessen .Rück-Seite einschiebbares Verschlußgled
z8 gesichert, welches der erwähnten Deckscheibe 28' entspricht. Dieses Glied 28
besitzt ebenso wie die Platte 28' eine Mittelausnehniung 25 zum Durchtritt des Riegelbolzens
ii. Fig:43 zeigt einen Schlüssel zu dieser Schloßausführung, welcher an der Wand
88 der Innenausnehmung einen Ansatz 87 aufweist, der in eine Kerbe 89 am Knopf 9o
des Vordergliedes i (Fig. 38) zum richtigen Aufsetzen eingeschoben wird.
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Die zuletzt beschriebene Schloßausführung nach Fig. 38 bis 49 stellt
ebenfalls ein Vorsteckschloß dar, welches mit einem ortsfesten Riegelbolzen i i
zusammenarbeitet.
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Das in Fig. 5o bis 54 dargestellte Schloß ist im Gegensatz zu den
bisher beschriebenen Schlössern in einen Träger A eingebaut, der z: B. eine Schiebetür
o. dgl. oder -ein in eine solche eingesetzter Teil sein kann. B ist ein ortsfester
Teil, mit einer Nut o. dgl. 79, in die ein Riegelbolzen 78 mit seiner Sperrnase
j eingeschoben werden kann, der dann die Tür A o. dgl. gegen den ortsfesten Teil
B in der in Fig. 5o bis 52 gezeigten Stellung verriegelt. Der Bolzenschaft 78 besitzt
an seinem der Sperrnase io entgegengesetzten Ende ein Gewinde 81, welches mit einem
Innengewinde in der Mittelbohrung 8o des Vordergliedes i des Schlosses zusammenwirkt
und bei Verdrehung des Gliedes i die mehrkantige Sperrnase io in Achsrichtung verschiebt.
Zu diesem Zweck ist der Bolzen 78 abgeflacht und in einer entsprechenden Öffnung
im anderen Schloßglied 2 geführt und gegen Drehung gehalten. Das Glied 2 ist mittels
Schrauben 35 am Träger A befestigt. Der Träger A besitzt Schultern zum Halten des
drehbar eingesetzten, zu diesem Zweck entsprechend abgestuften Vordergliedes i des
Schlosses. Mittels des mit dem Glied 2 fest verbundenen Teiles A hintergreift das
Glied 2 auf diese Weise das Vorderglied i klauenartig. Die Zuhaltungsstifte stehen
in den Sackbohrungen des Gliedes 2 unter Federspannung und können mittels eines
Schlüssels (Fig. 57) von der Vorderseite aus durch Einwirkung auf die verjüngten,
abgesetzten Enden 3' (vgl. auch Fig: 59, 6o) vermittels der Zapfen 45r 46' (Fig.
57, 58) zum Öffnen des Schlosses beeinfiußt werden. Der zugehörige Schlüssel weist
am Außenrand eine Einkerbung 86 auf, die mit einem Vorsprung 85 des Vordergliedes
i zum Öffnen des Schlosses zum Eingriff gebracht wird.