DE66695C - Elektrische Aufziehvorrichtung für Uhren und andere Triebwerke - Google Patents
Elektrische Aufziehvorrichtung für Uhren und andere TriebwerkeInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C1/00—Winding mechanical clocks electrically
- G04C1/02—Winding mechanical clocks electrically by electromagnets
- G04C1/022—Winding mechanical clocks electrically by electromagnets with snap-acting armature
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Um Uhren elektrisch zu betreiben, wende ich folgende Einrichtung an:
Vor dem einen Pol N eines stab- oder U - förmigen Elektromagneten α liegt ein Anker b,
de: um einen Punkt c entfernt von diesem Pci drehbar ist. Beim Hufeisenmagneten kann
dieser Drehpunkt sich an dem anderen Pol S beinden. Dieser Anker ist durch eingelegte
Büchsen d aus Hartgummi, Fiber u. dergl. und untergelegte Gummischeiben e gegen das Gelenk,
de:i zur Führung dienenden Stift f und beim Ar zug gegen den Magneten isolirt. An dem
beweglichen Ende trägt er eine Feder g, die etwas schräg hochsteht; das das Werk treibende
Gewicht h trägt noch eine bewegliche Stange i, die durch eine isolirte Führung k läuft. Ist
da;. Gewicht abgelaufen, so giebt die Feder auf der Stange Contact. Liegt zufällig ein
Steubkörnchen auf der Contactstelle, so wird das Gewicht noch ein wenig weiter fallen, die
Feiler -herunterdrücken und, da die untere Fliehe der Stange auf der Feder hierbei etwas
gleitet, das betreffende Staubkörnchen zur Seite schieben. Die Unterbrechung geschieht nun
dadurch, dafs der Elektromagnet den Anker anliebt und das Gewicht hochschleudert; schlägt
dei Anker an, so fliegt das Gewicht infolge der Trägheit weiter und dadurch wird der
Contact unterbrochen, der Anker fällt ab, die Uhr aber ist aufgezogen.
Aber diese Einrichtung ist nicht sicher genug und deshalb für die Praxis, so einfach sie
scheint, nicht brauchbar. Denn würde einmal durch irgend eine Störung die elektromotorische
Kraft der Stromquelle unter den vorgeschriebenen Werth sinken, so könnte der Anker
zögernd das Gewicht anheben, bei dem schwachen Antrieb aber würde das Gewicht infolge seiner geringen Geschwindigkeit nicht
durch die Trägheit hoch genug fliegen, um sich vom Anker zu trennen. Es bleibt der
Stromkreis geschlossen und der Anker kleben, die Uhr bleibt stehen; und erreicht auch die
elektromotorische Kraft wieder ihre Höhe, so geht sie doch nicht; es ist im Gegentheil vorauszusehen,
dafs durch den dauernden Schlufs die Elektromagnetbewickelung verbrennen wird. Deshalb habe ich dieser Anordnung noch
folgende hinzugefügt:
Auf der Stange i schleift weiter oben eine Feder /. Hat der Anker das Gewicht auf die
gewünschte Höhe- gehoben, so gelangt die Feder / auf ein Stück Isolirmasse m und unterbricht
dadurch den Strom, der Anker fällt daher auch, wenn das Gewicht nicht die Berührung
mit ihm unterbrechen sollte. Das Stück η hat nur den Zweck, das Uhrwerk
gegen den Strom zu isoliren. Der Stromverlauf ist nun folgender:
Die Wickelung des Elektromagneten liegt mit dem einen Ende an einem Pol, z. B. dem
-f-Pol der Leitung, das andere Ende liegt an
dem Anker. Der andere Pol, der Pol der
Leitung, steht mit der Feder Z in Verbindung. Das Gewicht sei aufgezogen. Jetzt beginnt es
zu fallen, dabei gleitet die Feder I von dem Isolirstück η auf die Contactfläche und reibt
sie durch diese Bewegung von etwaigen Verbrennungsproducten
rein.
Nun sinkt die Stange, giebt hierdurch bei der Feder g Contact und der Strom ist geschlossen.
Er fliefst vom +-Pol durch die
Wickelung, Anker, Feder g, Stange und Feder / zum —-Pol.
Die beschriebene Einrichtung bietet ferner den Vortheil, dafs die Stromschliefsung und
die Stromunterbrechung an verschiedenen Stellen erfolgt, die Stromschliefsung erfolgt
durch den Berührungscontact, die Stromunterbrechung durch den Gleitcontact. Dadurch
wird der Unterbrechungsfunke den Schliefsungscontact nicht zerstören, da die Unterbrechung
an diesem erst dann erfolgt, wenn der Unterbrechungsfunke ganz oder zum gröfsten Theil
verschwunden sein wird, der Schleifcontact dagegen, an dem die Unterbrechung stattfindet,
wird durch das Schleifen von Verbrennungsproducten frei bleiben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine elektrische Aufziehvorrichtung für Uhren und andere Triebwerke, bei welcher die die Stromschliefsung vermittelnde Fläche und die Unterbrechungsstelle in der Art von einander getrennt sind, dafs beim Fallen des Treibgewichtes der Uhr zunächst ein Schleifcontact erfolgt und erst dann ein mit der Schleiffeder hinter einander geschalteter Berührungsstromschliefser den Stromkreis schliefst, während beim Anheben des Ankers zuerst der Schleifcontact den Strom unterbricht, zu dem doppelten Zweck, erstens den Strom zu unterbrechen, auch wenn einmal die Stärke nicht ausreicht, das Gewicht so hoch zu schleudern, dafs es den Anker verläfst, und zweitens die eigentliche Stromschlufsstelle von den Verbrennungsproducten des Unterbrechungsfunkens rein zu halten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66695C true DE66695C (de) |
Family
ID=340390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66695D Expired - Lifetime DE66695C (de) | Elektrische Aufziehvorrichtung für Uhren und andere Triebwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66695C (de) |
-
0
- DE DENDAT66695D patent/DE66695C/de not_active Expired - Lifetime
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