DE290336C - - Google Patents

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DE290336C
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relay
pendulum
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oscillation
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/64Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact
    • H01H50/66Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact with lost motion

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zeitrelais, d.i. eine elektromagnetische Vorrichtung, deren Endwirkung von einer gewissen Stromarbeit abhängig ist. Die Erfindung besteht darin, daß vermittels eines mit dem Magnetanker zusammenwirkenden Pendels die Stromarbeit dem Elektromagneten in Teilen zugeführt wird, und zwar derart, daß je nach der Zufuhr der Teilarbeiten die Endwirkung
ίο innerhalb einer vorbestimmten Zeit eintritt oder nicht eintritt. Die Wirkungsweise des Pendels ist derart, daß es beim Hin- und Herschwingen infolge Summierung der Ankerstöße seine Ausschwingung allmählich so weit vergrößert, bis eine größte Ablenkung' erreicht ist, in welcher ein· Kontakt beeinflußt und eine Schaltwirkung ausgeübt wird.
λ^οη ähnlichen Einrichtungen, die für Wahlrufzwecke bekannt sind, unterscheidet sich das neue Zeitrelais dadurch, daß das Pendel einen Selbstunterbrecherkontakt besitzt, der die zugeführte Stromarbeit in die erwähnten Teile zerlegt. Durch die Wahl der Stromstärke hat man.es in der Hand, die Teilarbeit so klein zu machen, daß erst eine größere Summe solcher Teilarbeiten die für die Schaltwirkung erforderliche Ausschwingung hervorbringt, also das Relais langsamer arbeitet. Hierdurch und durch die Abmessung der Schwungmasse des Pendels kann das Zeitrelais den verschiedensten Betriebsbedingungen angepaßt werden, je nachdem z. B. Stromstöße in der Linienleitung, welche das Relais nicht zur Endwirkung bringen sollen, länger oder kürzer sind und schneller oder langsamer auf einanderfolgen. Um die Endwirkung mit größerer Sicherheit in solchem Falle zu verhindern, wird gemäß der Erfindung ein Bremsrelais hinzugefügt.
Außer für den angedeuteten Zweck ist die neue Vorrichtung für alle anderen Aufgaben eines Zeitrelais verwendbar, beispielsweise kann es zur Kontrolle von Schaltzeiten in der Weise . dienen, daß der zu kontrollierende Schaltvorgang ordnungsgemäß den Stromkreis des Relais nur für eine bestimmte kurze Dauer schließt, während im Falle einer Störung diese Dauer überschritten und durch das Zeitrelais ein Älarmkontakt geschlossen wird. Bei Benutzung verschiedener Stromstärken kann man für solche und ähnliche Zwecke dasselbe Zeitrelais von verschiedenen Stromkreisen aus mit verschiedener" Schaltdauer zur Wirkung bringen.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch veranschaulicht. Das Verzögerungsrelais besteht aus dem Elektromagneten d mit Anker f und dem Rotationspendel i, k mit Kontakten h, n. Mit a ist ein Hilfsrelais bezeichnet, welches für gewisse Zwecke vorteilhaft hinzugefügt wird. Die Wicklung des Relais α wird durch den über die Leitungen L zugeführten Linienstrom erregt. Der Anker b schließt dabei den Kontakt c und dadurch den Ortsstromkreis des Magneten d, welch letzterer gleichzeitig
mit b seinen Anker / anzieht. Der Strom in d
"findet seinen Weg über die isoliert aufgesetzte federnde Verlängerung g des Ankers /, den Stift h in der Scheibe i und das Gestell zum Minuspol bei B. Die Schwungscheibe! wird für gewöhnlich durch eine Spiralfeder k in solcher Lage erhalten, daß h und g sich berühren, und wird auch nach jeder Ausschwingung in diese Lage zurückgeführt.
ίο Sobald die Anker b und / angezogen werden, schwingt die Scheibe i in . der Pfeilrichtung aus und öffnet dabei den Ortsstromkreis des Magneten d, dessen Anker infolgedessen abfällt. Bei der Rückkehr der Schwungscheibe schließt deren Stift h beim Auftreffen auf die federnde Verlängerung g des Ankers / von neuem den Ortsstromkreis für den Magneten d, so daß d seinen Anker anzieht und dem Pendel einen neuen Anstoß gibt. Auf diese Weise vergrößert sich die Ausschwingung der Scheibe i, wenn der Anker b lange genug angezogen bleibt, allmählich so weit, daß der Stift h der Scheibe i die Kontaktfeder η erreicht, wodurch der Stromkreis des Weckers 0 geschlossen wird. Hört die Erregung von α auf, bevor der Stift h die Feder η berührt, so wird durch den abfallenden Anker b bzw. durch das an ihm befestigte Reibungskissen p die Scheibe i gehemmt, so daß sie nicht weiterschwingt. Der Stromkreis für 0 wird also nur bei genügend langer Dauer der Erregung von α geschlossen. Die Vorrichtung kommt in die Ruhelage, indem das Kissen p ein Zurückgleiten des Pendels unter Wirkung der Feder k gestattet.
Wird das Relais ο stromlos, sobald der
Stift h die Feder η berührt, so kommt zufolge ■ der Hemmung bei p (die in diesem Fall das Pendel festhält) ein Dauerschluß für 0 zustände, ohne daß das Relais α Strom verbraucht. In dieser Form eignet sich das Relais z. B. dazu, ein Dauersignal zu geben. Die Ausschaltung des Relais α im geeigneten Zeitpunkt kann dabei durch das Pendel selbst bewirkt werden, indem etwa sein Stift h zwei weitere Federn berührt und dadurch die Wicklung von α kurzschließt, während gleichzeitig der Kontakt h/n bestehen bleibt. Die Herbeiführung der Ruhelage kann je nach dem Zweck und.der Art der Gesamtschaltung auf verschiedene, übrigens beliebige Weise erfolgen.
In der Zeichnung liegt nur das Relais α im Fernstromkreis, dagegen der Magnet d in einem Ortsstromkreis. Es ist leicht ersichtlich, daß — wenn man auf die Bremsung bei p verzichtet — der Magnet d an der Stelle von a in den Fernstromkreis gelegt werden kann. Natürlich kann er auch neben α seinen Strom aus dem Fernstromkreis erhalten.
In der beschriebenen Ausführungsform ist das Zeitrelais, außer für die schon genannte Anwendung, insbesondere für den Fall geeignet, daß eine Impulsleitung (z. B. .Telegraphierleitung) über eine Station führt, die bisweilen ein besonderes Signal erhalten soll, ohne jedoch eine andere Strornart oder Stromstärke auf der Fernleitung anzuwenden. Die betreffende Station erhält alsdann ein Zeitrelais, wie beschrieben, dessen Wicklung a in die Fernleitung eingeschaltet ist, während die Wicklung d in einem Ortsstromkreis liegt. Die Wicklung ο kann hierbei leicht so gewählt werden, daß ihre Wirkung . von 'etwaigen Stromschwankungen in der Fernleitung unabhängig ist. Ein Stromschluß in der 'Fernleitung wirkt auf beide Wicklungen, jedoch wird nur bei längerer Dauer des Stromes der Pendelkontakt η geschlossen; bei kurzer Dauer des Stromes wird durch die Bremswirkung des Ankers b die auf das Pendel übertragene Teilarbeit völlig aufgezehrt, so daß der nächste Stromschluß in der Fernleitung sich nicht addiert, sondern nur wieder eine erste Ausschwingung des Pendels herbeiführt.
Der Strom, welcher der Wicklung α oder d zugeführt wird, kann entweder Gleichstrom oder Wechselstrom sein; auch kann z.B. die Wicklung α mit Wechselstrom, die. Wicklung d mit Gleichstrom gespeist werden. Fer-η er können die Magnete α und d gegebenenfalls polarisiert sein.
Statt das Pendel mechanisch durch das Relais α zu bremsen, kann der Anker von α beim Abfallen einen im Stromkreis von 0 liegenden Kontakt öffnen, so daß, wenn etwa zwar das Pendel den Kontakt η zufällig noch erreicht und den Stromkreis für 0 schließt, dies doch keine Wirkung hat, indem der abfallende Relaisanker b seinerseits den Stromkreis an einer anderen Stelle öffnet. Die mechanische Bremsung selbst kann in verschiedenartiger Weise ausgebildet sein. Beispielsweise kann statt des Reibungskissens p ein bloßer Anschlag. z. B. ein in einen gezahnten Rand der Scheibe i eingreifender Sperrzahn am Anker b, vorgesehen sein.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Relais mit verzögertem Kontakt-. Schluß, bei welchem ein Pendel periodisch angestoßen wird und bei Erreichung einer größten Ausschwingung einen Kontakt beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß die.115 Anstöße des Pendels durch dessen Rückschwingungen selbsttätig veranlaßt werden, solange der Linienstrom geschlossen bleibt,
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschwingung des Pendels (i) durch ein in die Fernleitung
eingeschaltetes Hilfsrelais (α), indem die-
3. Relais nach Anspruch 1 und 2, da-
ses stromlos wird, vor Erreichung des durch gekennzeichnet, daß durch das
Kontaktes (n) mittels einer vom Anker | Hilfsrelais (α) im Augenblick der Errei-
(b) des Relais (α) bewirkten Bremsung j cluing der kontaktregelnden Ausschwin-
des Pendels begrenzt wird, wonach das j gung das Pendel mittels Bremsung festge-
letztere gegebenenfalls mit gleitender Rei- halten wird, um ein Dauersignal hervorzu-
bung in die Ruhelage zurückkehrt. rufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT290336D Active DE290336C (de)

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