DE66688C - Verfahren zur Darstellung blauer bis grünblauer beizenfärbender secundärer Disazofarbstoffe aus ai a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren (3 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung blauer bis grünblauer beizenfärbender secundärer Disazofarbstoffe aus ai a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren (3

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DE66688C
DE66688C DENDAT66688D DE66688DA DE66688C DE 66688 C DE66688 C DE 66688C DE NDAT66688 D DENDAT66688 D DE NDAT66688D DE 66688D A DE66688D A DE 66688DA DE 66688 C DE66688 C DE 66688C
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/06Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group
    • C09B31/068Naphthols
    • C09B31/072Naphthols containing acid groups, e.g. —CO2H, —SO3H, —PO3H2, —OSO3H, —OPO2H2; Salts thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
aus ax «!-Dioxynaphtalinsulfosäuren.
Nach den Angaben der Patentschrift No. 61707 werden blauviolette, blaugrüne bis schwarze secundäre Disazofarbstoffe erhalten, wenn man die Diazoverbindungen von Sülfanilsäure, Disulfanilsäure,Toluidinmonosulfosäure, Toluidindisulfosäure, a-Naphtylaminmono- und disulfosätre, β - Naphtylaminmono- und ß-Naphtylamindisulfosäure auf α - Naphtylamin einwirken lä'fjit und die so entstandenen Amidoazoproducte nach dem Weiterdiazotiren mit αλ ct4-Dioxynaphtalin - α - monosulfosäure S kuppelt. Wird letztere Säure durch die ax a4 - Dioxynaphtalina-oisulfosäure S ersetzt, so gelangt man zu analogen Farbstoffen, welche in der Patentschrift No! 62945 beschrieben sind.
:n den Verfahren der genannten zwei Patente kann man nun einerseits an Stelle von a-Naphtylamin als mittlere Componente auch O1 ct3-Amidonaphtol des Patentes No. 49448 verwenden, andererseits die A1 a4-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure bezw. α, a4-Dioxynaphtalin-a-disulfosäire dieser letzten, α, a3-Amidonaphtol als mitlere Componente enthaltenden, Farbstoffe auch durch die α, a4-Dioxynaphtalin-ß-disulfosäire und drittens die in den oben genannten zwei Patenten No. 61707 und 62945 als Ausgangsmaterial benutzten Amidosäuren, wie Sülfanilsäure, Disulfanilsäure, Toluidinmonosulfosäi.re u. s. w., durch p-Amido-o-phenolsulfosäi.re ersetzen.
Die auf diese Weise erhaltenen blauen Farbstoffe unterscheiden sich von den entsprechenden Producten der oben genannten Patente durch ihre mehr oder weniger grünlichen Nuancen.
Als besonders werthvoll haben sich bislang erwiesen:
1. diejenigen Farbstoffe, welche durch Einwirkung von diazotirter ρ - Sülfanilsäure, Toluidinmonosulfosäure (NH2 : SO3H: C HB = ι : 2 : 4), oder Xylidinmonosulfosäure, die aus α - Amido -m -xylol (CH3 : CH3 : N H2 = 1:3:4) durch Sulfiren gewonnen wird, auf aj a3-Amidonaphtol, durch Weiterdiazotiren der hierbei entstehenden Amidonaphtolazobenzol- (-toluol- bezw. -xylol-) sulfosäuren und durch Combiniren der Diazoproducte mit Ct1 Oj-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure erhalten werden;
2. die beiden Farbstoffe, welche aus p-Sulfanilsäure durch Diazotiren und Kuppeln mit α, a3-Amidonaphtol, durch Weiterdiazotiren der so gebildeten Amidoazoverbindung und Combiniren mit aj a.j-Dioxynaphtalin-a-disulfosäure bezw. «j ^-Dioxynaphtalin-ß-disulfosäure entstehen ;
3. der aus diazotirter ρ-Amido - ο - phenolsulfosäure durch Combiniren mit α-Naphtylamin, durch Weiterdiazotiren des erhaltenen Amidoazoproducts und Kuppeln mit ax Ct4-Dioxynaphtalin - α - monosulfosäure entstehende Farbstoff, welcher den in dem Patent No. 61707 beschriebenen Producten analog ist.
Das Verfahren zur Herstellung dieser neuen secundären Disazofarbstoffe, welche als Derivate
des U1 α4 - Dioxynaphtalins sämmtlich beizenfärbende Eigenschaften besitzen, ist den in den Patenten No. 61707 und 62945 angegebenen analog und aus folgenden Beispielen ersichtlich:
I. Farbstoff aus p-Sulfanilsäure -f- O1 a3-Amidonaphtol -j- a, a4-Dioxynaphtalin-
a-monosulfo säure.
17,3 kg p-Sulfanilsäure werden in bekannter Weise mit 7 kg Natriumnitrit diazotirt. Die so erhaltene Diazolösung läfst man in eine salzsaure Lösung von 1 5,9 kg α, ct3-Amidonaphtol einfliefsen. Nach kurzem Stehen ist die Bildung der Amidonaphtolazobenzolsulfosäure beendigt und man läfst nun direct eine wässerige Lösung von 7 kg Natriumnitrit zufliefsen. Die Diazoverbindung scheidet sich aus, wird abfiltrirt und in eine mit essigsauiem Natron und wenig Essigsäure versetzte eiskalte Lösung von 26,2 kg Ct1 c^-dioxynaphtalin-a-monosulfosaurem Natron eingetragen. Die Bildung des Farbstoffes, welche sofort eintritt, läfst sich durch gelindes Erwärmen schnell zu Ende führen. Nach dem Alkalischmachen wird der Farbstoff durch Aussalzen, Abfiltriren u. s. w. isolirt; derselbe färbt Wolle in saurem Bade blau.
II. Farbstoff aus p-Amido-o-phenolsulfosäure, ct-Naphtylamin + Ct1 Ct4-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure.
Die aus 18,9 kg p-Amido-o-phenolsulfosäure durch Diazotiren mittelst 7 kg Nafriumnitrit erhaltene Diazolösung läfst man in eine salzsaure Lösung von 14,3 kg a-Naphtylamin einfliefsen; wenn die Bildung des Amidoazoproductes beendigt ist, diazotirt man, dieses von neuem mit kg Natriumnitrit und vereinigt die so erhaltene Diazoverbindung in essigsaurer Lösung mit 26,2 kg α, a4-dioxynaphtalin-a-monosulfosaurem Natron. Sobald die Bildung des Farbstoffes beendigt, wird dieser nach dem Alkalischmachen in üblicher Weise durch Aussalzen, Abfiltriren, Pressen und Trocknen isolirt. Derselbe färbt Wolle in saurem Bade grünlichblau.
Die nach dem durch die obigen Beispiele erläuterten Verfahren dargestellten Farbstoffe erzeugen auf ungeheizter Wolle in saurem Bade die folgenden Nuancen:
Farbstoff aus:
p-Sulfanilsäure + Ct1 a3-Amidonaphtol + α, c^-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure.
blau
Toluidinmonosulfosäure-)-«! a3-Amidonaphtol + K1 α,,-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure
grünlichblau
Xylidinmonosulfosäure + α, ct3-Amidonaphtol + H1 c^-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure
dunkel grünblau
p-Sulfanilsäure + Ct1 a3-Amidonaphtol + αι ^-Dioxynaphtalin-a-disulfosäure ·
grünstichig
schwarzblau
p-Sulfanilsäure + α, «3-Amidonaphtol + O1 a4-Dioxynaphtalin~ß-disulfosäure.
schwarzblau
p-Amido-o-phenolsulfosäure + a-Naphtylamin + aj^-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure
grünlichblau
Auf chromgebeizter Wolle erhält man im allgemeinen etwas grünere Töne.

Claims (1)

  1. PatenT-A NSPRUCH:
    Verfahren zur Darstellung blauer bis grünblauer, beizenfärbender, secundärer Disazofarbstoffe nach dem durch das Patent No. 61707 und dessen Zusatz No. 62945 geschützten Verfahren, darin bestehend, dafs man:
    ι. an Stelle des dort als mittlere Componente benutzten a-Naphtylamins hier Ct1 a3-Amidonaphtol des Patentes No. 49448 verwendet und entweder die Diazoverbindungen von ρ - Sulfanilsäure , Toluidinmonosulfosäure (N H? : SO3H: CH3=I-. 2:4.) bezw. Xylidinmonosulfosäure, erhalten durch SuI-firen von α - Amido -m -xylol (CH3: CH3 : NH2 = 1:3:4), mit genanntem Ct1 ci3-Amidonaphtol kuppelt und die so entstehenden Amidoazoproducte nach dem Weiterdiazotiren mit der Dioxynaphtalinmonosulfosäure S (ctj c^-Dioxynaphtalin-amonosulfosäure) combinirt, welche aus der im Patent No. 40571 beschriebenen Naphtoldisulfosäure S durch Verschmelzen mit Alkalien erhalten wird, oder das aus diazotirter p-Sulfanilsäure mit Ct1 a3-Amidonaphtol erhaltene Amidoazozwischenproduct nach dem Weiterdiazotiren mit ,der α, α4 - Dioxynaphtalin - a - disulfosäure, welche aus der beim Weitersulfiren der α - Naphtoldisulfosäure S des Patentes No. 40571 entstehenden a. - Naphtoltrisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien erhalten wird, bezw. mit der Ct1 c^-Dioxynaphtalin-ß-disulfosäure kuppelt, welche sich aus der im Patent No. 56058 beschriebenen a-Naphtoltrisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien gewinnen läfst;
    die im Patent No. 61707 als Componenten an erster Stelle benutzten Amidosäuren durch die ρ - Amido - ο - phenolsulfosäure ersetzt, deren Diazoverbindung mit ct-Naphtylamin kuppelt und die so entstandene Amidoazoverbindung nach dem Weiterdiazotiren mit der genannten Dioxynaphtalinmonosulfosäure S (et, c^-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure) combinirt.
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