DE666809C - Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Foerderung des Pflanzenwachstums - Google Patents

Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Foerderung des Pflanzenwachstums

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DE666809C
DE666809C DEF81973D DEF0081973D DE666809C DE 666809 C DE666809 C DE 666809C DE F81973 D DEF81973 D DE F81973D DE F0081973 D DEF0081973 D DE F0081973D DE 666809 C DE666809 C DE 666809C
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plants
vitalization
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promoting plant
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DEF81973D
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Dr Karl Fahrenkamp
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KARL FAHRENKAMP DR
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KARL FAHRENKAMP DR
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/04Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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Description

  • Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Förderung des Pflanzenwachstums Die Erfindung beruht auf zahlreichen -und sorgfältig :angestellten Versuchen, die ergeben haben, daß herzwirksame Glykoside in Verdünnungenf wie sie z. B. in der homöopathischen Heilmittelweise angewendet werden, auf Pflanzeneine überraschend belebende, wachstums- und entwicklungsfördernde Wirkung ausüben..
  • Begießen von Pflanzen mit sehr verdünnten Lösungen von solchen Glykosiden führt zu rascherem Heranwachsen und besserer und gesünderer Entwicklung der Pflanzen. Die Wirkung ist so groß, daß selbst bei abgeschnittenen, absterbenden Pflanzen eine Wiederbelebung, ein Frischwerden, eine Wiedererlangung der Form, des Duftes und der Farbe der frischen Pflanzen bis zu einem gewissen Grad deutlich zu beobachten ist, 'gegebenenfalls begleitet von örtlicher Ausscheidung von Fäulnisprodukten o. dgl.
  • Bei der noch im Boden wurzelnden und bei der gesunden Pflanze zeigt sich der belebende günstige Einfluß der Behandlung mit herzwirksamen Glykosiden noch viel deutlicher. Die Erfindung besteht nun darin, daß zum Zwecke der Förderung des Wachstums, der Entwicklung und Belebung der Pflanzen, insbesondere von Nutzpflanzen, die für die menschliche oder tierische Ernährung oder auch für ,anderweitigen Bedarf von Bedeutung sind, diesen Pflanzen herzwirksame Glykoside in großer Verdünnung zugeführt werden, sei es, daß die Pflanzen mit verdünnten Lösungen von Glykosiden begossen werden oder daß die Glykoside in Pulverform angewendet werden, gegebenenfalls zusammen mit Düngemitteln. Natürlich sind auch andere Zuführungsweisen anwendbar, z. B. .örtliche Einspritzungen entsprechender Lösungen in die Pflanzen.
  • Vor allem kommen diejenigen herzwirksamen Glyk oside in Betracht, die die Natur in Pflanzen der Gruppe des Fingerhutes, wie das Strophantin, der Meerzwiebel, der Adonispflanze, des Oleanders, des Maiglöckchens und vieler anderer zur Verfügung stellt.
  • Diese Pflanzen können auch unmittelbar, zweckmäßig nach vorhergegangener schonender Trocknung, =mehr ;oder weniger zerkleinert verwendet werden, vorzugsweise indem sie dem Nährboden der zu behandelnden Pflanze einverleibt werden.
  • Besonders zweckmäßig ist es, eine Mischung aus herzwirksamen Glykosiden verschiedener Herkunft und Art zu verwenden, weil dann jede Pflanze in der Lage ist, der Mischung die für sie besonders zuträglichen Bestandteile zu entnehmen.
  • Die Wirkung der erfindungsgemäßen Behandlung von Pflanzen rund Pflanzenteilen geht aus vielen sorgfältig angestellten. Versuchen hervor. .
  • So wurden z. B. von zwei vollkommen geschlossenen Alpenveilchenknospen die eine in Wasser, die andere in Wasser mit Zusatz von 15 Tropfen Convallaria eingestellt. Nach 5 Tagen blühte die letztere Knospe auf. 5 Tage später erst blühte auch die andere Knospe .auf. Während die mit Conuallaria behandelte Knospe eine propellerartige Stellung der Blütenblätter hatte, standen die Blütenblätter der ,anderen Knospe in einer Ebene. Etwa 15 Tage nach Beginn. der Beobachtung verwelkte die in Wasser gestellte Knospe, nach weiteren 3 Tagen war sie vollkommen tot, während die mit Convallaria behandelte noch einen ausgezeichneten Säfte-Strom zeigte.
  • Von zwei Rosenknospen, die zur gleichen Zeit von demselben Stock geschritten wurden, wurde die eine in Wasser, die andere in Wasser mit Convallariazusatz gestellt. Die erstere Rose blieb geschlossen, während die letztere Rose aufblühte. Nach 5 Tagen war die in Wasser stehende Rose verwelkt, verschrumpft und vertrocknet, die mit Convallaria behandelte Rose noch in voller Blüte.
  • Die Einwirkung von herzwirksamen Glykosiden auf die Entwicklung von irn Boden wurzelnden Pflanzen zeigte u. a. ein Freilandversuch mit Mais.
  • In ungedüngten Versuchsbeeten wurden fünf Versuchsreihen angestellt. In den Beeten für die erste Versuchsreihe wurde unbehandelter Mais ,ausgesät, in denen für die zweite Versuchsreihe Mais, der mit Adonis vorbehandelt war, in denen für die dritte Versuchsreihe mit Convallaria behandelter Mais, in' denen für die vierte Versuchsreihe mit Scilla behandelter Mais und in denen für die fünfte Versuchsreihe mit Digitalis behandelter Mais. Es wurden vier Lösungen bereitgestellt mit verdünnten Tinkturen (nach dem deutschen Apothekerbuch) von Adonis, C.onvallaria, Scilla und Digitalis. Die Konzentration dieser Lösungen war immer zwei Tropfen Tinktur auf je i ccm Leitungswasser. Die für ein Beet benötigte Saatmenge (i05 g) wurde in je i05 ccm einer dieser Lösungen für i Stunde gebracht, dann sofort getrocknet und ausgesät.
  • Eine weitere Behandlung des Saatgutes und weiterhin. der Pflanzen mit herzwirksamen Glykosiden wurde nicht mehr vorgenommen.
  • Die Versuchsbedingungen waren stets genau gleich, also gleichmäßige Bodenbeschaffenheit, gleich große Beete, gleich dichte Einsaat am gleichen Tag.
  • Schon nach wenigen Wochen war die Wirkung der Vorbehandlung deutlich erkennbar. Die mit vorbehandeltem Saatgut bestellten Felder hatten kräftige, hohe, intensiv grüne Pflanzen, während die Pflanzen der mit unbehandeltem Saatgut bestellten Felder kleiner blieben, in der Sommerhitze vergilbten und schwächeren Wuchs zeigten. Bis zur Ernte vergrößerten sich diese Unterschiede immer mehr. Das Ergebnis zeigt folgende Tabelle:
    Gesamt- Kolben- Emte
    länge länge
    cm cm g
    i. Unbehandelt.. 127 17,5 715
    2. Adonis....... 156 23 1445
    3. Convallaria ... 145 21,3 1800
    4. Scilla ........ 156 20 1340
    5. Digitalis ..... =8i 31,7 266o
    Ähnliche Ergebnisse zeigten auch Hafer, Weizen und Gerste, die in gleicher Versuchsanordnung angebaut worden waren.

Claims (1)

  1. PATENTANsPRU cIi Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Förderung des Pflanzenwachstums, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzen mit herzw@xksam.en G1 kosiden oder diese enthaltenden Pflanzenteilen in homöopathischer Verdünnung in Lösung oder in Pulverform behandelt werden.
DEF81973D 1936-11-06 1936-11-06 Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Foerderung des Pflanzenwachstums Expired DE666809C (de)

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DEF81973D DE666809C (de) 1936-11-06 1936-11-06 Verfahren zur Belebung von Pflanzenteilen und zur Foerderung des Pflanzenwachstums
CH201544D CH201544A (de) 1936-11-06 1937-11-01 Verfahren zur Belebung und Förderung des Pflanzenwachstums.
NL84848A NL48018C (de) 1936-11-06 1937-11-02
BE424420D BE424420A (de) 1936-11-06 1937-11-03
FR828677D FR828677A (fr) 1936-11-06 1937-11-04 Procédé pour activer et favoriser la croissance des végétaux
GB30331/37A GB512756A (en) 1936-11-06 1937-11-05 Process for stimulating the growth of plants

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BE (1) BE424420A (de)
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FR (1) FR828677A (de)
GB (1) GB512756A (de)
NL (1) NL48018C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1232583B (de) * 1960-03-14 1967-01-19 Madaus & Co Dr Verfahren zur Gewinnung von organischen Verbindungen auf biochemischem Wege

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1232583B (de) * 1960-03-14 1967-01-19 Madaus & Co Dr Verfahren zur Gewinnung von organischen Verbindungen auf biochemischem Wege

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Publication number Publication date
CH201544A (de) 1938-12-15
BE424420A (de) 1937-12-31
GB512756A (en) 1939-09-25
NL48018C (de) 1940-03-15
FR828677A (fr) 1938-05-25

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