DE665778C - Verfahren zur Herstellung pharmakologisch wirksamer, Ferroverbindungen enthaltender Zubereitungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung pharmakologisch wirksamer, Ferroverbindungen enthaltender Zubereitungen

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DE665778C
DE665778C DEC50669D DEC0050669D DE665778C DE 665778 C DE665778 C DE 665778C DE C50669 D DEC50669 D DE C50669D DE C0050669 D DEC0050669 D DE C0050669D DE 665778 C DE665778 C DE 665778C
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Germany
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ferrous compounds
compounds
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DEC50669D
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Dr Christian Bomskov
Dr Franz Seitz
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Chemische Fabrik Promonta GmbH
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Chemische Fabrik Promonta GmbH
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/28Compounds containing heavy metals
    • A61K31/295Iron group metal compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung pharmakologisch wirksamer, Ferroverbindungen enthaltender Zubereitungen Es ist schon seit langem bekannt, daß Apfelsinen- und Zitronensaft reich an antiskorbutisch wirkendem Vitamin sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Zugabe von Ferroverbindungen zu Apfelsinen-und Zitronensaft therapeutisch wirksame Zubereitungen erhalten kann, die außer den antiskorbutisch wirkenden Vitaminen die pharmakoligisch wirksamen Ferroverbindungen in gegen Oxydation geschützter Form enthalten.
  • Es hat sich nun weiter herausgestellt, daß auch andere Frucht- und Pflanzensäfte zur Herstellung derartiger Erzeugnisse geeignet sind. In Betracht kommen besonders solche, die gegenüber schwachen Oxydationsmitteln stärker reduzierend wirken als Apfelsinen-oder Zitronensaft. Die Eignung von Frucht-und Pflanzensäften für die Herstellung derartiger Ferroverbind-ungen enthaltender Zubereitungen ist nämlich, wie gefunden wurde, abhängig von dem Reduktionsvermögen der betreffenden Frucht- und Pflanzensäfte gegen schwache Oxydationsmittel.
  • Es sind zwar schon Fruchtsäfte, die Eisen enthalten, z. B. ein Eisenzitronensaft -und eisenhaltiger Apfelextrakt, bekannt, jedoch liegt das Eisen in diesen Erzeugnissen vollständig oder in überwiegender Menge in dreiwertiger Form vor.
  • Gegenüber bekannten zuckerhaltigen Präparaten, bei denen, wie z. B. bei dem zuckerhaltigen Ferrocarbonat, die Oxydation durch den Zucker verhindert werden soll, sind die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Zubereitungen durch größere Beständigkeit ausgezeichnet, was darauf zurückzuführen ist, daß die Fruchtsäfte ein wesentlich höheres Reduktionspotential als die bekannten Zuckerarten aufweisen.
  • als geeignet für das neue Verfahren haben sich beispielsweise die Säfte von Zitrusfrüchten, wie Apfelsinen, Zitroilen und Mandarinen, erwiesen. Ganz besonders vorteilhafte Ausgangsstoffe stellen die Früchte und Blätter der wilden Pose (Rosa canina), Früchte und Blätter von Sambucus racemosa, Früchte von Sorbus aucuparia, Blätter der Iris germanica, Blätter von Betula alba und Früchte und Blätter von entsprechenden nahvenvandten Pflanzenklassen dar.
  • Alle diese Frucht- und Pflanzensäfte sind stärker reduzierend als Apfelsinen- und Zitronensaft. Die den erwähnten Säften zugeführten Ferroverbindungen gehen hierbei in Komplexverbindungen über, die erheblich beständiger gegen Oxydationswirkungen sind als gewöhnliche Ferrosalze. Hierauf mag -zum großen Teil die pharmakologische Wirksamkeit der neuen Zubereitungen zurückzuführen sein.
  • Die Eignung von Frucht- und Pflanzensäften für das neue Verfahren läßt sich dadurch prüfen, daß man ihr Reduktionsvermögen auf Ferrisalze, z. B. Ferrichlorid, beobachtet. Man gibt zu dem angesäuerten Pflanzensaft eine abgemessene Ferrichloridmenge hinzu und bestimmt nachträglich, wieviel Ferroion sich gebildet hat bzw. wieviel unverändertes Ferriion noch vorhanden ist.
  • Anstatt durch die Bestimmung des Reduktionsvermögens auf Ferriion läßt sich die Eignung der Frucht- oder Pflanzensäfte auch durch die Jodtitration in saurer Lösung oder durch die Dichlorphenolindophenolprobe ermitteln, wie sie zur Bestimmung des Vitamins C angewandt werden. Gellt man davon aus, daß durch die jodtitration eine leicht oxydierbare sekundäre Alkoholgruppe in eine Ketoverbindung umgewandelt wird, so entspricht der Verbrauch von zwei Atomen Jod dem Vorhandensein einer zur Komplexbildung fähigen I3ydroxylgruppe. Auf.4erdem lnut:) man berücksichtigen, daß jedes Ferroatom mindestens mit zwei derartigen zur Komplexbildung geeigneten Hydroxylgruppen in Reaktion tritt. ,l Atome ,Jod entsprechen somit r Atom Eisen. Vor teilhafterweise wird man mit der Menge der zugesetzten Ferroverbindung noch etwas unter diesem Grenzwert verbleiben, denn nur dann hat man die sichere Gewähr, daß die Bildung von Ferriverbindungen, die wegen ihrer ungünstigen Eigenschaften, z. B. Ätzwirkungen auf Schleimhäute, vermieden werden soll, ausbleibt.
  • Infolge ihres Gehaltes an beständigen, pharmakologisch wirksamen Ferroverbindungen eignen sich die neuen Zubereitungen vor allem zur Behandlung von Anaemie und manchen Avitaminosen.
  • Um die Bekömmlichkeit der neuen Erzeugnisse zu erhöhen, ist es unter Umständen zweckmäßig, die Frucht- oder Pflanzensäfte einer;,Vorreinigung zu unterziehen. So hat es sich als vorteilhaft erwiesen, beispielsweise Irissaft nach dem Abpressen und Filtrieren mit Methanol zu fällen. Dabei wird die Fällung verworfen, das Filtrat bei vermindertem Druck vom Methanol befreit und weiterverarbeitet.
  • Die Vorreinigung von Irissaft kann aber auch durch Ausfällen mit Bleisalzen erfolgen. Die Bleisalzfällung wird mit Salzsäure zersetzt, mit Schwefelwasserstoff die Restmenge von Blei entfernt und hierauf weiterverarbeitet. Auch andere übliche Methoden können zur Vorreinigung herangezogen werden.

Claims (1)

  1. PATIiXTAXSl'ßU('ll: Verfahren zur Herstellung pharmakologisch wirksame Ferroverbindungen in gegen Oxydation geschützter Form enthaltender Zubereitungen, dadurch gekennzeichnet, daß man zu reduzierenden Frucht-oder Pflanzensäften Ferroverbindungen in einer dem Reduktionsvermögen der Säfte entsprechenden Menge zusetzt.
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