DE650326C - Verfahren zur Anreicherung der harntreibend wirkenden Stoffe der Birkenblaetter - Google Patents

Verfahren zur Anreicherung der harntreibend wirkenden Stoffe der Birkenblaetter

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DE650326C
DE650326C DEC50924D DEC0050924D DE650326C DE 650326 C DE650326 C DE 650326C DE C50924 D DEC50924 D DE C50924D DE C0050924 D DEC0050924 D DE C0050924D DE 650326 C DE650326 C DE 650326C
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DE
Germany
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substances
enrichment
diuretic
birch leaves
birch
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DEC50924D
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English (en)
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Dr Rudolf Zellmann
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)

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Description

  • Verfahren zur Anreicherung der harritreibend wirkenden Stoffe der Birkenblätter In der Volksmedizin. werden seit langem wässerige Auszüge von Birkenblättern in Form von Tees bei Erkrankungen der Harnorgane und als harntreibende Stoffe mit mehr oder weniger Erfolg verwendet. Es ist auch bereits darauf hingewiesen worden, daß die Wirksamkeit derartiger Teezubereitungen durch Zusatz von geringen Mengen Natriumbicarbonat gesteigert werden kann.
  • Das, vorliegende Verfahren betrifft die Anreicherung der unter Zusatz von Natriumbicarbonat zu wässerigen Lösungen aus Birkenblättern verhaltenen Wirkstoffe. Dieser Frage der Anreicherung der Wirkstoffe kommt nicht nur ,eine technische Bedeutung, sondern auch ein praktisch-medizinischer Wert zu. In allen Fällen, in denen Flüssigkeitsansammlungen im Körper beseitigt werden sollen, ist @affenbar die Darreichung großer Flüssigkeitsmengen, in denen harntreibende Stoffe gelöst sind, in höchstem Maße unzweckmäßig und hebt zu einem erheblichen Teil die Wirkung wieder auf. Ein Anreichern dieser verdünnten Lösungen durch Eindampfung scheitert nicht nur an der Zersetzlichkeit der in der Droge enthaltenen Werkstoffe, sondern ,auch an der wirtschaftlichen Unmöglichkeit. Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Anreicherung durch Adsorption, derart, daß die in wässeriger Lösung befindlichen Stoffe mit allen ihren artverwandten Begleitstoffen bei einer zwischen 3,5 bis 6,8 liegenden pH mit großoberflächig@en Stoffen, wie z. B. aktiver Kohle, behandelt werden. D,ztb@ei erfolgt eine nahezu vollständige Adsorption, die mit verdünnter Bicarbonatlösung oder mit Alkohol oder Alkohol-Wasser-Gemischen wieder aufgehoben werden kann, so daß angereicherte Lösungen der harntreibend wirkenden Stoffe der Birkenblätter gewonnen werden, die als solche verwendet oder auch angesichts des bereits hohen Gehaltes ,an Wirkstoffen in wirtschaftlicher Weise bei niedrigerer Temperatur im Vakuum getrocknet werden können.
  • Man hat zwar bereits vorgeschlagen, Saponi;ne durch Adsorption und Blution von Verun,reinigimgen zu trennen. Dieses Verfahren soll aber nur unter ganz bestimmten Uniständen und nur in einzelnen Fällen zum Ziele führen. Zu den Bestandteilen der Birkenblätterauszüge gehören eine ganze Reihe von wirksamen Stoffen, wie Harze, Betulin, Bitterstoffe, = ätherische öle und auch Sapoinine. Welche Stoffe jedoch an der bekannten Heilwirkung der Birkenblätter beteiligt und welche für die Wirkung @entbehrlich sind, ist nicht sicher bekannt. Infolgedessen ließ sich auch nicht voraussehen, d,aß man durch Ads,orption bei seiner bestimmten Wasserstoffionen-
    konzentration und durch .anschließende Elu-
    tion mit geeigneten Lösungsmitteln die wirk-
    samen diuretischen Stoffe gewinnen könne.
    Wenn man beider Aufarbeitung von Birken-
    blätterextrakt bereits versucht hat; harzartige
    Steffe mit Hilfe von Nätriumbicarbonat in Lö=
    sung zu bringen, so. -konnte man @doch,*
    keiner Weise voraussehen, daB sich solche
    Stoffe bei der heanspruchten Wasserstoff=.
    ionenkomzientration an großoberflächigen Ma-
    terialüen ads,orberen lassen würden.
    Be ispiiel
    z kg Folia Betulae in grob zerkleinerter
    Form wird mit 5 1 Wasser, in denen i o .g
    N.atriumbicarbonat aufgelöst sind, 24 Stunden
    in der Kälte oder bei mäßiger Wärme dige-
    viert. Der abgetrennte Auszug wird mit ver-
    dünnter Mineralsäure ,auf eine pH von 3,5 bis
    6,8, vorzugsweise -etwa 5, reingestellt und mit
    25 g Aktivkohle behandelt. Nach dem Filtrie-
    ren wird das Ads,orbat mit 75 ccm 5 %ig .er
    Bicarbonatlösung wieder ausgezogen. So er-
    hält manene Lösung der Wirkstoffe mit den
    begleitenden harzartigen Körpern, die nach
    ,;dem Eindampfen einen Trockenrückstandvon
    ,etwa 6 bis 7 g ergibt. o, i bis 0,3 dieses Trok-
    tken roduktes zeigen , im Tierversuch eine
    @$iaV@e harntreibende Wirkung und eine auf-
    Jallende Steigerung der Kachsalzauss,cheidung
    im Harn. .

Claims (1)

  1. l'r\,rcrr'rAn srrtuc» Verfahren zur Anreicherung der harn- treibend wirkenden Stoffe der Birkenblät- ter, dadurch gekennzeichnet, daß man wäs- serige Birkenblätterauszüge mit großober- flächigien Stoffen-hei einer zwischen 3,5 und 6,8 liegenden Wasserstoffion@enkon- zentration behandelt, das Adsorbat durch El'ieren zerlegt und die Lösung ein- dampft.
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