DE665241C - Fahrzeugbremsschaltung zur Sicherung der Bremsfaehigkeit bei kurzzeitig ungenuegendem Reibungswert - Google Patents

Fahrzeugbremsschaltung zur Sicherung der Bremsfaehigkeit bei kurzzeitig ungenuegendem Reibungswert

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DE665241C
DE665241C DES123825D DES0123825D DE665241C DE 665241 C DE665241 C DE 665241C DE S123825 D DES123825 D DE S123825D DE S0123825 D DES0123825 D DE S0123825D DE 665241 C DE665241 C DE 665241C
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DE
Germany
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excitation
resistor
vehicle brake
brake circuit
braking
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Expired
Application number
DES123825D
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English (en)
Inventor
Hans Groeger
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/10Indicating wheel slip ; Correction of wheel slip

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Fahrzeugbremsschaltung zur Sicherung der Bremsfähigkeit bei kurzzeitig ungenügendem Reibungswert Bekanntlich haben Schaltanordnungen für elektrische Widerstandsbremsung mit Fremderregung den Nachteil daß der Motor einer ins Schleudern gekommenen Achse nach Überfahren einer Stelle mit ungenügendem Reibungswert nicht mehr oder nur unvollkommen an der Bremsung teilnimmt. Der Führer des Fahrzeugs versucht dann das Schleudern des Wagens meist dadurch zu verhindern, daß er die Fahrkurbel kurzzeitig in die Nullstellung des Fahrschalters bewegt. Im übrigen kann auch bei solchen Anordnungen ein Rückwärtslaufen des Motors der schlüpfenden Achse eintreten.
  • Die Schaltanordnung gemäß der Erfindung vermeidet die vorbeschriebenen Nachteile. Durch sie wird die Bremsfähigkeit des Fahrzeugs nach Überfahren einer Stelle mit ungenügendem Reibungswert selbsttätig wiederhergestellt.
  • Zu dem Zweck wird erfindungsgemäß bei Bremsschaltungen mit Erregung der Feldwicklungen der Motoren durch Stromsammler ein Schaltorgan vorgesehen, . das zweckmäßigerweise zwischen einem in der Mitte des in zwei gleiche Teile unterteilten Stromsammlers vorgesehenen Erregerwiderstand und einem dem geschlossenen Bremsstromkreis parallel geschalteten Spannungsvergleichswiderstand angeordnet ist. In Abb. i ist eine Schaltanordnung gemäß der Erfindung dargestellt. Mit i und 2 sind die Anker von beispielsweise zwei Triebmotoren bezeichnet, deren zugehörige Feldwicklungen 3 und 4. an einen in zwei gleiche Teile 5, 6 unterteilten Stromsammler angeschlossen sind. Zwischen den beiden Teilen 5,6 des Stromsammlers liegt der Erregerwiderstand 7. Der Erregerstromkreis ist über den Widerstand 8 geschlossen. Dieser ist zu den Feldwicklungen 3, q., den Stromsammlerteilen 5, 6 und dem Erregerwiderstand 7, welche miteinander in Reihe geschaltet sind, parallel geschaltet. Die Motoren des Fahrzeugs arbeiten, wie aus der Schaltung ersichtlich, in Widerstandsbremsung auf den Bremswiderstand 9. Parallel zu dem in sich geschlossenen Bremsstromkreis ist ein Spannungsvergleichswiderstand io angeordnet. Als Spannungsvergleichswiderstand wird zweckmäßig . ein Hochohmwiderstand verwendet, weil, an ihm die Spannung beider Motoren liegt und die Verluste in diesem Kreis möglichst gering gehalten werden sollen. Zwischen dem Erregerwiderstand 7 und dem Spannungsvergleichswiderstand io liegt ein besonderes Schaltorgan i i. Der Erregerwiderstand 7 kann durch das Schaltorgan i i über die Leitungen 12, 13 überbrückt werden.
  • Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung ist folgende: Sinkt infolge Drehzahlabfalls bei mangelndem Reibungswert die Spannung eines Motors unter einen bestimmten Wert, dann wird durch die Erregerwicklung 14 de's-7 Schaltorgans i i ein Strom fließen, weil @ü'l das Potential des an dem Erregerwiderstand': -' vorhandenen Anschlußpunktes für die Wick-:: 111119 14. des Schaltapparates i i gegenüber dem Potential des Anschlußpunktes der Wicklung 14 am Spannungsvergleichswiderstand io verschoben hat. Bei normalem Bremszustand dagegen, bei dem die Spannung der beiden Anker beider Motoren gleich ist, bleibt der Strompfad, in dem das Schaltorgan i i liegt, stromlos, weil dieErregerwicklung desSchaltorgans an potentialgleichen Punkten liegt. Bei normalem Bremsbetrieb, wenn also das Schaltorgan i i unerregt ist, wird durch dessen Kontakte der Erregerwiderstand 7 kurzgeschlossen. Beim Ansprechen des Schaltorgans i i werden dessen Kontakte unterbrochen und dadurch der Erregerwiderstand 7 in dem Feldstromkreis der Motoren wirksam gemacht. Der Erregerwiderstand 7 ist derart bemessen, daß bei Aufhebung der f_Tberbrückung, d. h. seiner Einschaltung in den Feldstromkreis der Erregerstrom so weit verkleinert wird, daß das Bremsmoment beider Motoren unter die Schlupfgrenze absinkt.
  • Nimmt alsdann die Achse des schlüpfenden Motors wieder mit derselben Winkelgeschwindigkeit an der Drehbewegung teil wie die andere Achse, so wird der elektrische Gleichgewichtszustand wiederhergestellt und die Erregerwicklung 14. des Schaltorgans i i wiederum stromlos, so daß letzteres zurückschaltet und den Erregerwiderstand 7 erneut überbrückt und damit die ursprüngliche Bremsschaltung herstellt. Inzwischen wird das Fahrzeug die Stelle mit ungenügendem Reibungswert überfahren haben, so daß nunmehr beide Motoren wieder gleichmäßig an der Bremsung beteiligt sind. Die vorgeschlagene Schaltung bietet den Vorteil, daß sie auf allen Bremsstufen wirksam ist, während bei den bekannten Einrichtungen mit Rücksicht auf die in den Fahrschaltern zur Verfügung stehen-- den Kontakte besondere Schutzvorrichtungen im allgemeinen wegen Raummangels nur für die letztet- Bremsstufen vorgesehen werden können.
  • Um die durch die Anfahrbeschleunigung bzw. Bremsverzögerung verursachten, Änderungen des Achsdruckes gegenüber dem statischen Achsdruck auszugleichen, könnte man die Erregung des jeweils in der Fahrtrichtung vorn liegenden Motors beim Fahren in Parallelschaltung und des hinten liegenden Motors beim Bremsen dauernd schwächen. Diese Feldschwächung würde zweckmäßig durch einen Parallelwiderstand erfolgen. Unter Berücksichtigung des Umstandes, daß bei Nutzbremsung mit Fremderregung die Felder der Motoren im Vergleich zum '`aufgenommenen Ankerstrom an sich schon `afe,mlich geschwächt sind und daß weiterhin -"ßei Nutzbremsung im allgemeinen eine be-°'trächtliche Bremsverzögerung nicht erreicht wird, so daß auch die Unterschiede der Achsbelastung nicht so erheblich sind, erscheint eine dauernde Schwächung der Erregung des jeweils hinten liegenden Motors nicht unbedingt erforderlich. Praktisch dürfte es wohl genügen, wenn die Feldschwächung des betreffenden Motors außer beim Fahren in Parallelschaltung nur auf den Widerstandsbremsstufen eingeschaltet ist. Auf der Fahrseite wäre eine Schwächung der Erregung des jeweils hinten liegenden Motors bei Parallelschaltung auch nur so lange nötig, wie die Beschleunigung einen bestimmten Wert übersteigt. Man könnte daher die Feldschwächung des jeweils hinten -liegenden Motors auf der Fahrseite von einem selbsttätig wirkenden Schütz abhängig machen, das die Feldbeeinflussung aufhebt, sobald der aufgenommene Ankerstrom eine bestimmte Größe unterschreitet.
  • Bei Widerstandsbremsung mit Fremderregung würden selbst unter Voraussetzung gleicher Winkelgeschwindigkeit der Anker in diesen verschiedene Spannungen erzeugt werden, sofern die Erregung eines Motors geschwächt ist. Um nun zu verhindern, daß bei der angegebenen Schaltung die Erregerwicklung 1:I des Schaltorgans i i bereits bei normaler Bremsung Strom erhält, ist es unter Umständen erforderlich, diese an den Erregerwiderstand 7 oder den Spannungsvergleichswiderstand io oder aber an beide Widerstände unsymmetrisch anzuschließen, um etwaige Abweichungen im normalen Betriebsverhalten der Motoren auszugleichen.
  • In Abb. 2 ist eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung dargestellt. Während hei der ersten Anordnung bei Ausfall eines Motors die Bremsfähigkeit des anderen Motors nicht aufrechterhalten wird, ist diesem Umstand bei der Schaltanordnung gemäß Abb. 2 Rechnung getragen. Die in der ersten Schaltanordnung bereits erwähnten Aufbauelemente sind hier mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Abweichend von der Anordnung gemäß Abb. i sind zu dem Parallelwiderstand 8 weitere Parallelwiderstände 16, 17 vorgesehen, auch ist ein dem Belastungswiderstand g gegebenenfalls parallel zu schaltender Widerstand 18 angeordnet, und diese Widerstände sind durch die Hauptwalze 15 des Fahrschalters steuerbar. Im Gegensatz zur ersten Anordnung ist hier der Erregerwiderstand 7 mit dem ersten Parallelwiderstand 8 elektrisch verbunden. Von der Anzapfung des Erregerwiderstandes 7 führt eine Leitung 2o zum Kontakt 22, der durch den Anker des Schaltorgans i i -mit dem Kontakt -23 sowie über die Leitung 21 mit einem Kontaktsegment der Schaltwalze des Fahrschalters verbunden werden kann.
  • Für den Fall, daß beispielsweise im Stromkreis des einen Motors eine Unterbrechung eintritt, wird das Schaltorgan i i ansprechen. Dieses wird aber im Gegensatz zur ersten Anordnung nunmehr nicht mehr zurückschalten, sondern die Kontakte 22, 23 und damit den Stromkreis des einen Motors dauernd geschlossen halten.
  • Die dauernde Verbindung des Erregerwiderstandes 7 mit dein Parallelwiderstand 8 ist nur dann zulässig, wenn eine Regelung des Parallelwiderstandes möglich ist. Aus diesem Grunde sind diesem Widerstand, wie bereits erwähnt, weitere Widerstände zugeordnet, wobei auch die Mittelanzapfung 24. des Parallelwiderstandes 8 aufrechterhalten werden kann. Um zu verhindern, daß auf den ersten Bremsstufen der elektrische Gleichgewichtszustand der Anordnung gestört wird, erscheint es ratsam, eine Verbindung zwischen dem Parallelwiderstand 8 und dein Belastungswiderstand 18 vorzusehen, die gleichfalls über die Hauptwalze des Fahrschalters geführt werden könnte. Der Anschluß dieser Verwindung an den Belastungswiderstand auf mehreren Bremsstufen kann, wie in der Zeichnung dargestellt, so erfolgen, daß nicht für jede Bremsstufe ein besonderer Fahrschalterkontakt vorgesehen sein muß.
  • Die geschilderte Schaltanordnung gemäß der Erfindung kann auch für Widerstandsbremsung mit Selbsterregung Anwendung finden. Für den Fall, daß hierbei die Motoren in Reihe geschaltet sind, ist die Schaltung die gleiche wie die oben oben_geschilderte, nur mit dem Unterschied, daß Stroinsaminler und Parallelwiderstand entbehrlich Sind.

Claims (3)

  1. P A 'r i: N T A N p P I2 Ü C HE: i. Fahrzeugbremsschaltung zur Sicherung der Bremsfähigkeit bei kurzzeitig -."ungenügendem Reibungswert mit Fremd-'°.erregung der Motoren durch einen Stromsammler, gekennzeichnet durch ein Schaltorgan (ii), das zwischen einem in der Mitte des in zwei gleiche Teile unterteilten Stromsammlers vorgesehenen Erregerwiderstand (7) und einem dem geschlossenen Bremsstromkreis parallel geschalteten Spannungsvergleichswiderstand (io) angeordnet ist und den Erregerwiderstand (7) nach Bedarf in den Feldstromkreis der Antriebsmotoren schaltet.
  2. 2. Fahrzeugbremsschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (ii) bei gleichbleibendem Spannungsabfall im Erreger- und Vergleichswiderstand den ersteren überbrückt.
  3. 3. Fahrzeugbremsschaltung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (i i) bei ungleichem Spannungsabfall zwischen Erreger- und Vergleichswiderstand (7, 1o), verursacht durch ungleiche Belastung der Motoren, den Erregerwiderstand (7) während der Dauer der ungleichen Lastverteilung einschaltet. Fahrzeugbremsschaltung nach AnspruCh 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das Schaltorgan (i i) gesteuerte Erregerwiderstand (7) derart bemessen ist, daß die Erregung der Motoren geschwächt wird, bis deren Bremsmoment unter die Schlupfgrenze sinkt. Fahrzeugbremsschaltung nach Anspruch i und .4, dadurch gekennzeichnet, (laß dem Parallelwiderstand (8) Parallelwiderstände (16, 17) zugeordnet sind, die bei längerer Dauer der ungleichen Belastung beispielsweise durch auf der Hauptschaltwalze (15) des Fahrschalters vorgesehene Kontakte zu- und abgeschaltet werden können.
DES123825D 1936-08-14 1936-08-14 Fahrzeugbremsschaltung zur Sicherung der Bremsfaehigkeit bei kurzzeitig ungenuegendem Reibungswert Expired DE665241C (de)

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