DE66353C - Vorrichtung zum Anrufen einer beliebigen Stelle in Telegraphen- oder Fernsprech-Anlagen - Google Patents

Vorrichtung zum Anrufen einer beliebigen Stelle in Telegraphen- oder Fernsprech-Anlagen

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DE66353C
DE66353C DENDAT66353D DE66353DA DE66353C DE 66353 C DE66353 C DE 66353C DE NDAT66353 D DENDAT66353 D DE NDAT66353D DE 66353D A DE66353D A DE 66353DA DE 66353 C DE66353 C DE 66353C
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Germany
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pendulum
calling
place
called
oscillation
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DENDAT66353D
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H. WETZER in Pfronten bei Kempten in Bayern
Publication of DE66353C publication Critical patent/DE66353C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1891 ab.
Auf jeder anzurufenden Stelle befindet sich ein Pendel P. Jedes, dieser Pendel hat eine andere Länge und daher eine andere Schwingungsdauer. An jedem Pendel P befindet sich ein Seitenarm a, Fig. 1 und 2, auf welchem, wenn die Vorrichtung im Ruhezustand ist, der Arm ν des in ο drehbaren Ankerhebels A, Fig. i, oder der Hammer H, Fig. 2, aufliegt, so dafs die Pendel etwas aus ihrer tiefsten Lage gedrängt sind. Durch diese Hemmung der Pendel wird erreicht, dafs die durch vorhergehendes Telegraphieren oder Anrufen entstandenen Schwingungen schnell aufhören.
Auf jeder rufenden Stelle ist ein Pendel P1 befindlich, das durch Verschieben eines Gewichtes G verschiedene Schwingungsdauer erhält. Wenn nicht gerufen wird, stehen säm.mtliche Pendel P und Pendel P1 still; die Pendel P1 sind durch Taste t aus ihrer Gleichgewichtslage gedrängt. Am Pendel P1 ist der Stromschlufskörper k angebracht, der, wenn P1 schwingt, die Feder F bald verläfst, bald berührt (Fig. 1 und 2). Bei Ruhestromleitungen mit Relaisanwendung ist k und F mit den Leitungen L verbunden, wie in Fig. ι und 2 dargestellt. Soll ein Anruf erfolgen, so stellt die rufende Stelle das Gewicht ihres Pendels P1 so, dafs die Schwingungsdauer desselben ungefähr dieselbe ist, wie diejenige des Pendels P der anzurufenden Stelle, und läfst es schwingen, dadurch, dafs auf Taste t gedrückt wird. Hat Pendel P1 nahezu seine tiefste Lage erreicht, so verlä'fst Feder F den Stromschlufskörper k, und die Linie wird unterbrochen. Die Relais R sämmtlicher Stellen schliefsen daher ihre Ortsbatterie B, und alle Ankerhebel A werden von den Elektromagneten E angezogen. Jetzt sind die Pendel P von den auf ihren Seitenarmen a ruhenden Ankerarmen v, Fig. 1, befreit und schlagen etwas in der Richtung nach A aus. Pendel P1 vollendet seine erste Schwingung. Bei der zweiten Schwingung, also bei der RUckschwingung, schliefst P1, sowie es seine tiefste Lage passirt hat, durch k und F wieder die Leitung. Dadurch fallen die Ankerhebel A ab und treffen durch ν die Seitenarme ά sämmtlicher Pendel P. Durch diesen Schlag auf die Seitenarme α erhalten die Pendel P einen Antrieb.
Pendel P1 vollendet seine zweite Schwingung. Wenn es bei seiner dritten Schwingung wieder nahezu die tiefste Lage erreicht hat, verläfst Feder F wieder den Stromschlufskörper k, die Linie wird wieder unterbrochen, alle Anker werden wieder vom Elektromagneten angezogen und Arm ν geht in die Höhe. Hat Pendel P1 bei seiner vierten Schwingung wieder die tiefste Lage erreicht, so schliefst Feder F über k wieder die Leitung und der Hebelarm ν schlägt, durch Feder η getrieben, wieder nach unten. Während bei den bedeutend schneller wie P1 schwingenden Pendeln P dieser Schlag der Ankerhebel zu spät erfolgt, um auf den Seitenarm α der Pendel P zu treffen, erfolgt er bei den bedeutend langsamer schwingenden Pendeln entweder zu früh, um die Seitenarme α zu treffen, oder sie werden getroffen, während die Pendel noch in der Richtung nach A schwingen, wodurch die Pendel gehemmt werden. Nur dasjenige Pendel P, welches ungefähr so schnell wie P1 schwingt, erhält durch diesen Schlag von ν wieder einen Antrieb. Der Rückweg für dieses Pendel P wird durch die fünfte Schwingung von P1 wieder freigemacht, durch die sechste. Schwingung von P1 erhält es wieder erneuten Antrieb u. s. w. Bald hat dieses Pendel P einen solchen Ausschlag erreicht, dafs ein an
(2. Auflage, ausgegeben am 28. September iSg8.)
demselben befestigter Stift b eine Stromschlufsfeder i berührt und dadurch den Stromlauf einer Fortschellglocke schliefst (Fig. 2). Diese ertönt so lange, bis der herbeigerufene Beamte die Fortschelleinrichtung abstellt. Es kann auch die Einrichtung der Art sein, dafs man Stift b durch die Schwingungen von P in die Sperrklinke c, Fig. 1, einklinken läfst und dadurch den Stromlauf einer gewöhnlichen Klingel schliefst, bis der herbeigerufene Beamte das Pendel von der Klinke befreit. Die Lärmleitung kann auch dadurch geschlossen werden, dafs das Pendel- P, wenn es gröfseren Ausschlag erreicht hat, einen Hebel oder eine Feder unter eine Sperrklinke drückt, welche so lange den Stromlauf einer Klingel schliefst, bis durch den Gerufenen die Auslösung des Hebels oder der Feder erfolgt.
Der Antrieb des Pendels P kann auch auf folgende Weise stattfinden: Pendel P1, Fig. 2, unterbricht und schliefst die Leitung L auf die beschriebene Weise und schliefst und unterbricht daher auf allen Stellen durch die Relais R die Ortsbatterien. Auf jeder Stelle drückt Anker A, Fig. 2, der seinen Drehpunkt in 0 hat, wenn er angezogen wird, den einen Arm des Hammers H unter die Nase der Federklinke /. Beim Abfallen des Ankerarmes stöfst der an ihm befestigte Stift e gegen den Arm g der Klinke, wodurch Hammer H von derselben frei wird und ebenso auf den Seitenarm α wirkt, wie Hebelarm ν in Fig. 1.
Bei Ruhestromlinien ohne Relaisanwendung können die Stromschlufsvorrichtungen dieselben bleiben. Die Schlageinrichtung ist wie in Fig. 2 angedeutet, nur ist der Drehpunkt des Ankerhebels nicht in o, sondern in x; der Ankerarm A wird unmittelbar durch den Linienstrom zum Anzug gebracht.
Bei Arbeitsstromlinien mit Relaisanwendung wird, wenn Pendel P1 schwingt, durch die Berührung' von F und k die Stromquelle B geschlossen und unterbrochen (Fig. 3). Es erfolgt dann der Anruf, wie vorhin beschrieben. Ebenso ist es bei Arbeitsstromlinien ohne Relais, nur wird bei diesen der Anker A unmittelbar durch den Linienstrom zum Anzug gebracht.
Zum Anruf können ferner auch Pendel P1 benutzt werden , deren Schwingungsdauer doppelt so grofs ist, wie die Schwingungsdauer der Pendel P der zu rufenden Stelle. In diesem Falle sind die Stromschlufsvorrichtungen so angeordnet, wie in Fig. 4 und 5 angedeutet.
Anstatt der Pendel P1 und P können auch Unruhen verwendet werden; die Unruhen der anzurufenden Stellen haben Ansätze, auf welche die Schlagvorrichtung einwirkt (Fig. 6).
Hat die Unruhe der gerufenen Stelle einen gröfseren Ausschlag erreicht, so berührt der Ansatz die Feder c und schliefst die Lärmleitung.
Zum Anruf können auch Uhrwerke dienen, welche die für jeden Anruf verschiedenen Stromunterbrechungen oder Stromeinführungen durch sich drehende Scheiben hervorbringen, die mit entsprechend verschiedenen Einschnitten versehen sind.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Anrufvorrichtung für Telegraphen- und Fernsprechanlagen, bei welcher das Anrufen einer beliebigen Stelle dadurch ermöglicht wird, dafs von den auf allen Stellen angeordneten Pendeln mit für jede Stelle verschiedener Schwingungsdauer nur dasjenige der jeweilig anzurufenden Stelle einen wiederholten Antrieb und damit einen solchen Ausschlag erhält, dafs der Ortsstromkreis eines Läutewerkes geschlossen wird, indem ein Pendel auf der rufenden Stelle, welches auf nahezu dieselbe Schwingungsdauer eingestellt wird, wie sie das Pendel der anzurufenden Stelle hat, bei seinen Schwingungen den die Antriebsvorrichtungen für die Pendel sämmtlicher Stellen enthaltenden Stromkreis abwechselnd schliefst und unterbricht.
2. Bei der in Anspruch 1 bezeichneten Anrufvorrichtung die Anordnung, dafs das Pendel auf der rufenden Stelle auch die doppelte Schwingungsdauer haben kann, wie dasjenige der anzurufenden Stelle.
3. Bei der in Anspruch 1 bezeichneten Anrufvorrichtung der Ersatz der Pendel durch Unruhen sowohl für die rufende Stelle als für die anzurufende.
4. Bei der in Anspruch 1 bezeichneten Anrufvorrichtung der Ersatz der verstellbaren Pendel an der rufenden Stelle durch sich drehende Scheiben mit verschiedenen Einschnitten, welche die nöthigen Stromunterbrechungen oder Stromschliefsungen hervorbringen.
5. Bei der in Anspruch 1 bezeichneten Anrufvorrichtung die Einrichtung, dafs der Antrieb der Pendel P durch eine immer gleich grofse, von der Stärke des Elektromagneten E unabhängige Kraft erfolgt, indem die Abreifsfeder n, Fig. 1, oder ein diese ersetzendes Gewicht oder der Hammer H, Fig. 2, in beschriebener Weise auf den Seitenarm α einwirkt.
6. Bei der in Anspruch 1 bezeichneten Anrufvorrichtung die Einrichtung, dafs im Ruhezustand der Linie die Ankerarme ν oder die Hämmer H auf den Seitenarmen a der Pendel P aufruhen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66353D Vorrichtung zum Anrufen einer beliebigen Stelle in Telegraphen- oder Fernsprech-Anlagen Expired - Lifetime DE66353C (de)

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