DE662013C - Auswertvorrichtung fuer gelochte Registrierelemente - Google Patents

Auswertvorrichtung fuer gelochte Registrierelemente

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DE662013C
DE662013C DE1930662013D DE662013DD DE662013C DE 662013 C DE662013 C DE 662013C DE 1930662013 D DE1930662013 D DE 1930662013D DE 662013D D DE662013D D DE 662013DD DE 662013 C DE662013 C DE 662013C
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hole
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Michael Maul
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Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
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Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
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    • G06F3/00Input arrangements for transferring data to be processed into a form capable of being handled by the computer; Output arrangements for transferring data from processing unit to output unit, e.g. interface arrangements
    • G06F3/06Digital input from, or digital output to, record carriers, e.g. RAID, emulated record carriers or networked record carriers
    • G06F3/08Digital input from, or digital output to, record carriers, e.g. RAID, emulated record carriers or networked record carriers from or to individual record carriers, e.g. punched card, memory card, integrated circuit [IC] card or smart card

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Description

DEUTSCHES REICH
s AUSGEGEBEN AM 2. JULI 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 43 a GRUPPE 4103
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1930 ab
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auswertvorrichtung für gelochte Registrierelemente, in denen die Locbungen durch Einzelpositionslöcher und Mehrpositionslöcher gebildet werden, welche vorzugsweise entsprechend einem Kombinationssystem zur unterschiedlichen symbolischen Darstellung von Zeichen dienen, nach Maßgabe deren Bedeutung die Steuereinrichtungen der Maschine eingestellt werden.
Zur Erläuterung der Begriffe Einzelpositionslöcher und Mehrpositionslöcher sei folgendes bemerkt: Bei Lochkombinationssystemen, insbesondere wie sie 'in der Lochkartentechnik bekannt sind, nimmt jedes Loch nur eine einzige Lochposition ein, welches man daher als Einzelpositionsloch bezeichnen kann. Zur Darstellung der zehn Ziffernzeichen mußte man dabei'ein Minimum von vier Lochpositionen anwenden, und zur unterschiedlichen Darstellung der 36 Buchstaben- und Ziffernzeichen benötigte man sechs Lochpositionen. In der Telegraphentechnik ist nun auch schon bekanntgeworden, Lochkombinationen anzuwenden, bei denen auch Mehrpositionslöcher vorgesehen waren. Als Mehrpositionslöcher kann man dabei solche Löcher bezeichnen, die mehrere Lochpositionen (von denen jede an sich nur für ein Einzelpositionsloch berechnet ist) einnehmen und die z. B. als ■Doppelpositionslöcher ausgebildet sein können, welche zwei benachbarte Lochpositionen einnehmen. Derartige Mehrpositionslöcher entstehen aus Einzelpositionslöchern dadurch, daß zwischen ihnen.der Steg fehlt. Ist der letztere vorhanden, so handelt es sich also nicht um ein Doppelpositionsloch, sondern um zwei Einzelpositionslöcher.
Bei der zuletzt erwähnten, in der TeIegraphie bekannten Anordnung von Lochkombinationen unter Verwendung von Einzelpositions- und Mehrpositionslöchern war jedoch die Anordnung der Lochung derart getroffen, daß sogar noch mehr Lochpositionen zur Darstellung einer'bestimmten Anzahl von Zeichen erforderlich waren als bei dem zuerst erwähnten, in der Lochkartentechnik üblichen Lochkombinationssystem, das nur Einzelpositionslöcher verwendet.
Das Wesentliche der Erfindung besteht nun darin, daß sie die Auswertung von Registrierelementen, insbesondere von Lochkarten, die mit Einzelpositionslöchern und Mehrpositionslöchern gelocht sind, in der Weise ermöglicht, daß sowohl durch auf die abgefühlten Loch-Positionen ansprechende Einrichtungen für
'*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Michael Maul in Berlin-Johannisthai.
jede gelochte Position in bekannter Weise eine Steuerwirkung verursacht wird, als auch bei in Form eines Mehrpositionsloches gelochten benachbarten Positionen außer den einzelnen, den gelochten Positionen selbst ent* sprechenden Steuerwirkungen eine zusätzliche, auf das Fehlen des Steges zwischen den\ Lochungen zurückzuführende Steuerwirkung verursacht wird. Das kann man sich-z.B. .an
ίο dem einfachsten Fall der Verwendung von beispielsweise nur zwei Lochpositionen klarmachen. Befindet sich in der ersten Lochposition ein Loch, so kann damit ein gewisser Steuervorgang bewirkt werden. Befindet sich ein Loch in der zweiten Lochposition, so kann damit ein anderer Steuervorgang bewirkt werden. Befinden sich an beiden Lochpositionen je ein Einzelpositionsloch, die dann durch den dazwischenliegenden Steg voneinander getrennt sind, so können ihre Steuerwirkungen zusammen einen dritten unterschiedlichen Steuervorgang bewirken. Soweit entspricht die Wirkung der vorliegenden Einrichtung den bekannten Auswertern für Lochkombinationen, die nur Einzelpositionslöcher verwenden. Werden aber nun beide Lochpositionen durch ein einziges Mehrpositionsloch eingenommen, so -wird infolge des Fehlens des Steges eine weitere zusätzliche Steuerwirkung ausgeübt, die also mit den von den einzelnen Lochpositionen selbst ausgeübten Steuerwirkungen einen vierten unterschiedlichen Steuervorgang bedeutet, jedoch auch selbständig für sich ausgenutzt werden kann.
Bei den bekannten Telegraphenstreifen mit Mehrpositionslöchern war eine solche Möglichkeit nicht vorgesehen, da bei seiner Benutzung die Einzelpositions- und Mehrpositionslöcher nur zur Aussendung kurzer oder langer Stromstöße nach dem System der Morseschrift dienten.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Auswertvorrichtung ermöglicht es, Registrierelemente zu verwenden, bei denen die unterschiedlichen Zeichen durch Lochkombinationen innerhalb einer Anzahl von Lochpositionen gelocht sind, die geringer ist als die seither theoretisch als Mindestzahl ermittelte Anzahl von Lochpositionen zur Darstellung einer bestimmten Anzahl von Steuerzeichen. Es können also bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung z. B. Karten zur Anwendung gelangen, bei denen die? zehn unterschiedlichen Ziffernzeichen in einer Spalte mit nur drei Lochpositionen dargestellt werden, und ferner können 36 unterschiedliche Zeichen entsprechend den Buchstaben und Ziffern in Spalten mit nur fünf Lochpositionen Aufnahme finden, und die Einrichtung gemäß der Erfindung kann dementsprechend in dem ersterwähnten Falle' zehn unterschiedliche
Steuervorgänge und in dem letzteren Falle mindestens 36 unterschiedliche Steuervorgänge überwachen. Die Erfindung zeitigt also offensichtlich den Vorteil einer wesentlichen ί Eäpierersparnis.
'..Wie erwähnt, wird gemäß der Erfindung :,ein0;*zusätzliche Steuerwirkung von der Tatsache abgeleitet, ob zwei nebeneinanderliegende gelochte Positionen durch einen Steg getrennt sind oder nicht, d. h, ob die betreffenden beiden Positionen durch zwei Einzelpositionslöcher oder durch ein Mehrpositionsloch gelocht sind. Vorzugsweise wird nun gemäß der Erfindung die zusätzliche Steuerwirkung in einfacher Weise dadurch gewonnen, daß eine relative Bewegung zwischen Abfühlorgan und Karte erfolgt und daß im besonderen Falle die Karte unter Abfühlbürsten hinwegbewegt wird, wobei ein einziges Abfühlorgan für jede Spalte vorgesehen ist. Es ist natürlich auch durchaus möglich, z.B. bei mechanischen Maschinen mit. der üblichen Abfühlung bei kurzzeitig stillgesetzter Karte ein besonderes Abfühlorgan für den Steg zwischen benachbarten Lochposittonen vorzusehen und von diesem besonderen Abfühlorgan die zusätzliche Steuerwirkung abzuleiten, die ohne weiteres auf das zusätzliche Übersetzerelement eines bekannten mechanisehen Übersetzers wirken kann. Gegenüber dieser Ausbildung bedeutet das hier beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung eine wesentliche Vereinfachung, weil das gleiche Abfühlorgan zwei verschiedene Wirkungen, nämlich die Auslösung der bisher bekannten Steuerwirkungen und ferner die Auslösung des durch das Fehlen eines Steges zwischen den Lochpositionen verursachten besonderen Steuerimpulses, hervorbringt.
Vorzugsweise werden die verschiedenen Steuerwirkungen zu einem einheitlichen Steuervorgang umgesetzt, der in an sich bekannter Weise zur Überwachung eines Addierwerkes oder Druckwerkes dienen kann. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird eine an sich bekannte Übersetzereinrichtung verwendet, die für jede Lochposition ein sogenanntes Übersetzerelement aufweist, und außerdem sind in der Übersetzereinrichtung tio noch zusätzliche Übersetzerelemente vorgesehen, die durch die zusätzlichen Steuerwirkungen beeinflußt werden. Die zusätzlichen Übersetzerelemente werden entweder in der Weise beeinflußt, daß Mehrpositionslöcher verschiedener Lage das gleiche zusätzliche ■Übersetzerelement überwachen oder daß Mehrpositionslöcher verschiedener Lage verschiedene zusätzliche Übersetzerelemente überwachen.
Ein bevorzugtes elektromechaniscb.es Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im nachstehenden beschrieben. · ..
In den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht
Fig. ι das allgemeine Schaltbild einer drukkenden Tabelliermaschine in Verbindung mit der Registrierwerkseinrichtung für eine einzige Stelle.
Fig. 2 zeigt den in Verbindung mit Fig. ι benutzten Übersetzer gemäß vorliegender Erfindung.
to Fig. 2a zeigt ein mechanisches Ausführungsbeispiel der in Fig. 2 schematisch veranschaulichten Übersetzermagneteinheit.
Fig. 3 veranschaulicht einen Schlüssel für die Darstellung der Grundzahlen durch Lochkombinationen, welche der Übersetzer gemäß vorliegender Erfindung auswerten kann.
Fig. 4 zeigt eine Lochkarte, welche nach dem Schema in Fig. 3 mit Zahlenangaben gelocht ist, die zur Steuerung der Tabelliermaschinen nach Fig. ι dienen.
Fig. 5 zeigt einen Lochschlüssel sowohl für Ziffern als auch für Buchstaben.
Fig. 6 veranschaulicht einen Übersetzer, der die in Fig. 5 dargestellten unterschiedliehen Lochkombinationszeichen in unterschiedliche Einzelzeichen übersetzen kann.
Fig. 7 zeigt eine Lochkarte, welche den Übersetzer nach Fig. 6 steuert, der in einer druckenden Tabelliermaschine, die sowohl Ziffern als auch Buchstaben druckt, vorgesehen sein kann.
Fig. 8 zeigt eine Typenstange, wie sie z. B. in einer mittels des Übersetzers nach Fig. 6 gesteuerten Tabelliermaschine Anwendung finden kann.
Fig. 9 veranschaulicht ein Typenrad (wie z. B. für Telegraphenapparate benutzt), durch welches unter der Steuerung von Lochkombinationen nach Fig. 5 und Vermittlung des Übersetzers nach Fig. 6 auf einem Papierstreifen fortlaufend Zeichen gedruckt werden können.
In Fig. ι ist schematisch das an und für sich bekannte Schaltbild einer elektrischen Tabelliermaschine für Lochkombinationen, welche durch eine Übersetzereinrichtung in Einzelimpulse übersetzt werden, veranschaulicht. Die Karten 11 werden von einem Stapel durch ein Abgreifmesser nacheinander nach unten zwischen die Transportrollen 12 geschoben und von den letzteren zwischen einer Kontaktplatte 13 und den Abfühlbürsten 14 hindurchgeführt. In der Zeichnung ist nur die für eine Lochspalte bestimmte Abfühlbürste 14 und die dieser Bürste zugeordnete Übersetzereinrichtung dargestellt. Natürlich ist für jede Kartenspalte dieselbe Einrichtung erforderlich. Die Maschine wird durch Schließen des Anlaßtastenkontaktes 16 angelassen, der einen Stromkreis über den Tabelliermotor 15 und das Motorrelais 17 herstellt.
Dieses stellt einen Haltestromkreis für den Tabelliermotor 15 über den Anker des Relais 17 und Nockenkontakte 18 her, welch letztere geschlossen sind, nachdem der Motor angelaufen ist. Die Karten werden durch das Abgreifmesser und die Transportrollen 12 nach unten geführt und schließen den Kartenhebelkontakt 22. Bekannte Nockenkontakte 19 dienen dazu, einen Stromkreis zu dem Kartenhebelkontakt 22 herzustellen und die Erregung der Relais 20 und 21 zu beherrschen. Die Kontakte 19 schließen immer nur, während die Karte unter den Bürsten vorbeiläuft, und daher werden auch die Relais 20, 21 nur während dieser Zeit erregt, und vermittels des Ankers des Relais 21 wird die Kontaktplatte 13 nur während derselben Zeit an die Kontakte 19 angeschlossen, aber nur so lange, als aufeinanderfolgende Karten den Kontakt 22 geschlossen halten. Der vom Relais 20 gesteuerte Kontakt und Kontakt 18 öffnen sich also einmal in jedem Arbeitsspiel, jedoch nicht gleichzeitig, sondern zeitlich etwas verschoben, so daß der Stromkreis des Motors 15 normalerweise immer über einen der beiden Kontakte aufrechterhalten bleibt. Ist aber die letzte Karte am Kartenhebel vorbeigegangen, so werden infolge des nun offen bleibenden Kontaktes 22 die Relais 20 und 21 nicht mehr erregt, und der Kontakt des Relais 20 wird dann offen sein, wenn sich der Kontakt 18 öffnet, so daß der Motorkreis unterbrochen und die Maschine stillgesetzt wird. Jede Abfühlbürste 14 ist mit einer Übersetzereinheit gemäß vorliegender Erfindung verbunden; diese Teile der Maschine werden später noch ausführlich an Hand der Fig. 2 erläutert werden. Jedem Übersetzer ist ein Registrierwerkssteuermagnet 42 zugeordnet, welcher je nach der Bedeutung einer abgefühlten Lochkombination zu verschiedenen Zeiten innerhalb eines vollen Arbeitsspiels der Maschine erregt wird. Das Registrierwerk kann in beliebiger Weise ausgebildet sein; in Fig. 1 ist angenommen, daß dasselbe für jede Registrierstelle eine Typenstange 44 mit einer Reihe von Typen 46 aufweist, die außerdem einen Zahnrahmen 45 trägt. Während eines Arbeitsspiels werden durch einen auf und ab gehenden Rahmen 71 mittels Federn alle Typenstangen 44 hochgehoben, und j e nach der Bedeutung der abgefühlten Lochkombination erhält der Magnet 42 zu verschiedenen Zeitpunkten Strom und löst dadurch die Sperrklinke 47 aus, welche in eine Sperrverzahnung 48 der Typenstange 44 eingreift und dieselbe auf ihrem Wege nach oben sperrt. Am Ende des Aufwärtshubes des Rahmens 71 wird die in Druckstellung befindliche Type durch den Druckhammer 49 gegen die Druckwalze 50 geschlagen. Vor Beginn des Abwärtsganges
der Typenstange 44 werden die schwenkbar an einem Rahmen gelagerten Addierräder 51, die bis dahin außer Eingriff mit dem Zahnrahnien 45 waren, in Eingriff mit diesem geschwenkt, so daß beim nun folgenden Abvvärtsgang der Typenstange 44 der gedruckte Wert, welcher natürlich der Bedeutung der abgefühlten Lochkombination entspricht, auf das Addierrad 51 übertragen wird. Etwa während des ersten Viertels des Arbeitsspiels erfolgt die Abfühlung der Kartenspalte und die Einstellung des Übersetzers, durch den dabei die Vorbereitung eines der abgefühlten Lochkombination entsprechendenEinzelstromkreises nach einem Kommutator veranlaßt wird, und während der restlichen drei Viertel des Arbeitsspiels, während welcher die Typenstangen 44 synchron mit einem die Kontakte am" Kommutator überschleifenden Arm bewegt werden, erfolgt die Schließung des vorbereiteten Stromkreises, was die Aussendung eines Stromstoßes durch den Steuermagneten 42 zur Folge hat, so daß die Typenstange in dem Augenblick angehalten wird, in dem die der abgefühlten Lochkombination entsprechende Type in der Druckstellung ist.
Eine Übersetzereinrichtung, wie sie in Verbindung mit Fig. ι benutzt werden kann, ist in den Fig. 2 und 2a des näheren veranschaulicht, wobei Fig. 2a lediglich eine mechanische Ausführung der in Fig. 2 scheinatisch gezeigten Übersetzermagneteinheit darstellt.
Für jede Kartenspalte sind eine Abfühlbürste 14 sowie vier Übersetzermagnete 60 vorgesehen. Drei davon sind mit römischen Kennziffern I bis III bezeichnet in Übereinstimmung mit den drei Lochpositionen, innerhalb welcher die Lochkombinationen nach dem Schlüssel der Fig. 3 möglich sind; außerdem ist noch ein vierter, mit 60-X bezeichneter Magnet vorgesehen, welcher in Abhängigkeit von dem Vorhandensein eines Mehrpositionsloches innerhalb einer Lochspalte gesteuert wird, wie noch aus der späteren Beschreibung hervorgeht. Die Abfühlbürsten berühren in bekannter Weise durch Kartenlocher die Kontaktplatte 13, welche Strom von der (vgl. Fig. 1) Hauptleitung 24 erhält. Jeder der vier Übersetzermagnete 60 (Fig. 2 und 2a) verstellt, wenn er erregt wird, durch seinen Anker 84 eine mit diesem verbundene Steuerstange 83. Der Anker 84 liegt bei nicht erregtem Magneten auf einem xA.nsatz eines Hebels 85, der durch eine Feder 86 nach links gegen den Anker 84 gezogen wird. Wenn ein Magnet 60 kurzzeitig erregt wird, dann wird der Anker 84 und damit die Steuerstange 83 entgegen der Wirkung einer Feder 87 nach oben gezogen, und die Feder 86 des zugehörigen Hebels 85 zieht diesen nach links unter den angehobenen Anker 84, bis ein an ihm angebrachter Stift 88 gegen eine Nase 89 einer Rückstellstange 90 stößt; nach Aberregung des Magneten ruht daher die Platte 84 auf der oberen Kante des Hebels 85, so daß die noch zu beschreibenden, mit den Stangen 83 verbundenen Umschaltkontakte 91 in der neuen Umschaltstellung verbleiben. Am Ende des Arbeitsspiels wird ein Magnet 35 infolge kurzzeitiger Schließung des Kontaktes 33 erregt. Der Magnet 35 zieht die Rückstellstange 90 nach rechts, so daß die Hebel 85 vermittels der Nasen der Rückstell stange unter den Ankern 84 hinweggezogen werden und diese, soweit sie von den Hebeln 85 hochgehalten wurden, unter der Wirkung der Federn 87 wieder nach unten in die Ruhestellung fallen. Die Steuerstangen 83 sind mit Umschaltkontakten 91 verbunden, welche in bekannter Weise, je nachdem, welche der Stangen 83 verstellt wurden, einen einzigen, der Bedeutung der abgefühlten Lochkombination entsprechenden Leitungsweg von der Leitung 80 zu einer der zehn Leitungen 81 auswählen. Die Leitungen 81 endigen in Kontaktstücken 94 eines Kommutators 92. Die Kontaktstücke 94 werden von einem Kontaktarm 93 überschliffen und durch diesen bei seiner einmaligen Umdrehung während jedes Arbeitsspiels nacheinander mit einem gemeinsamen Kontaktstreifen 95 verbunden. Der Streifen 95 ist durch Leitung 40 mit dem der betreffenden Kartenspalte zugeordnetenSteuermagneten 42 verbunden, der seinerseits dann " über Leitung 41 (vgl. auch Fig. 1) an die andere Hauptleitung angeschlossen ist. Die Drehung des Armes 93 erfolgt derart im Laufe des gesamten Maschinenspiels, daß die Abfühlung der Kontakte 94 beginnt, sobald die letzte Lochposition an der Bürste 14 vorbeigegangen ist und der Aufwärtshub des Rahmens 71 beginnt. In jedem Arbeitsspiel erhält jeweils nur eine einzige der Leitungen 81 entsprechend der Erregung der Übersetzermagnete 60 in verschiedenen Kombinationen Strom, so daß immer nur ein einziger Stromimpuls für jeden Steuermagneten42 in einem von der abgefühlten Lochkombination abhängigen Zeitpunkt ausgelöst wird. Es ist also ersichtlich, daß dementsprechend ver- »o schiedene Typen eingestellt werden.
Die Steuerung der vier Übersetzermagnete 60 durch Lochkombinationen nach Fig. 3 und 4, bei denen jedes Zeichen nur drei Lochpositionen einnimmt, wird auf die folgende Weise bewerkstelligt: Die Abfühlbürste 14 ist über Leitung 27 (Fig. 2) mit dem Kontaktstreifen 28 eines Drehschalters verbunden, der außerdem drei Kontaktstücke 30 und einen Kontaktarm 37 hat, der während jedes Arbeitsspiels eine einmalige Umdrehung ausführt. Der Arm 37 bewegt sich synchron mit
dem Vorbeigang einer Karte art dei Abfühk bürste und berührt nacheinander die drei Kontakte 30 in den Zeitpunkten, wo die drei Lochpositionen unter der Bürste vorbeigehen. Für den Fall, daß eine oder mehrere dieser drei Positionen gelocht sind, wird ein Stromkreis von der Platte 13 durch die Löcher über Bürste 14, Leitung 27, Kontaktstreifen 28, Arm 37 zu dem betreffenden Kontaktstück 30, auf welchem sich im Augenblick des Abfühlens der gelochten Positionen der Arm 37 befindet, und von diesem durch die zugehörige Anschlußleitung 61, 62, 63 nach den Übersetzermagneten 60-I, 60-II und 60-III hergestellt, welche ihrerseits an eine gemeinsame Rückleitung 52 angeschlossen sind. Von der Leitung 61 zweigt eine Leitung 66 ab, die zu der unteren Feder eines Blattfederkontaktes 53 (vgl· aucn Fig. 2a) führt, während die obere Blattfeder dieses Kontaktes an eine Leitung 29 angeschlossen ist, die mit dem Kontaktstreifen 28 in Verbindung steht. An die zu dem Magneten 60-Π führende Leitung 62 ist eine Zweigleitung 67 angeschlossen, die einerseits zu einem Kontakt 54 und andererseits zu einem Kontakt 55 führt; die obere Feder des Kontaktes 54 ist an eine Leitung 70 angeschlossen, die zu dem Hilfsmagneten 60-X führt, während die obere Feder desKontaktes 55 an die bereits erwähnte Leitung 29 angeschlossen ist. An die Leitung 70 ist außerdem die obere Feder des Kontaktes 54, welcher von dem Magneten 60-I gesteuert wird, angeschlossen. Von der Leitung 63 zweigt eine Leitung 69 ab, die zu der unteren Feder eines Blattfederkontaktes 57 führt, der andererseits über eine Leitung 68 mit der unteren Feder des von dem Magneten 60-II gesteuerten Blattfederkontaktes 56 in Verbin-
dung steht; die obere Feder des Kontaktes 56 führt zur Leitung 70. Den Magneten 60-I, 60-II und 60-III sind weitere Anker 39 zugeordnet, welche zur Steuerung der Kontakte 53» 54. 55. 5° un(i 57 dienen. Diese Anker
sind unter dem Einfluß von ihnen zugeordneten Federn normalerweise in der aus Fig. 2 und 2a ersichtlichen Lage; wenn jedoch ein Magnet 60 erregt wird und solange derselbe erregt bleibt, hält sein Anker 39 die zugeordneten Kontakte geschlossen.
Nunmehr soll beschrieben werden, wie unter der Überwachung von nur drei Lochpositionen die Steuerung der vier Übersetzermagnete 60 in unterschiedlichen Kombinationen vorgenommen wird. Wenn die unterste Lochposition I (vgl. Fig. 3) gelocht ist, so wird über Leitung 61 (Fig. 2) der Magnet 60-I erregt werden und seinen Anker 84 hochziehen, der dann auf die früher beschriebene
fio Weise \vährend des Arbeitsspiels in dieser Hochstellung gesperrt bleibt; gleichzeitig wird der andere Anker 39 dieses Magneten nach unten gezogen, und dadurch werden die Kontakte 53 und 54 geschlossen. Die Schließung des Kontaktes 53 hat lediglich zur Folge, daß der Magnet 60 außer über Leitung 61 auch noch von dem Kontaktstreifen 28 über Leitung 29, Kontakt 53 und Leitung 66 einen Zweigstrom erhält. Durch die Schließung des Kontaktes 54 wird der Magnet 60-X durch Leitung 70 an die Leitung 67 angeschlossen. Die Leitung 67 steht einerseits mit dem Kon-. takt 55 in Verbindung. Aber in dem Augenblick, in dem die unterste I-Position an den Bürsten vorbeigeht, ist der Kontakt 55 offen, da der Magnet 60-II nicht erregt wird. Die Leitung 67 ist andererseits an die Leitung 62 angeschlossen, welche in diesem Augenblick am Kontaktstück 30 offen ist; der Magnet 60-X kann also keinen Stromstoß über .den geschlossenen Kontakt 54 erhalten. Wenn sich nun die Karte weiterbewegt, so wird, da der Arm 37 das Kontaktstück 30 der Leitung 61 verläßt, der Magnet 60-I aberregt werden; denn auch über Leitung 29 erhält der Magnet keinen Strom mehr, da durch den Steg zwischen den Löchern zweier aufeinanderfolgender Lochpositionen die Stromzufuhr über Bürste 14 unterbrochen wird. Wenn der Bügel 37 auf den Kontakt 30 der Leitung 62 angelangt ist und sich in der II-Position ein Loch befindet, so wird der Magnet 60-II über die Leitung 62 erregt werden, wobei die Rückleitung des Stromes in der beschriebenen Weise über die gemeinsame Leitung 52 aller Magnete 60 erfolgt. Durch die Erregung des Magneten 60-II wird seine Steuerstange 83 angezogen und in ihrer Hochlage gehalten. Gleichzeitig wird aber der andere Anker 39 des Magneten 60-II angezogen und durch ihn ioo die Kontakte 55 und 56 geschlossen. Über den Kontakt 55 und Leitung 67 kann nun der Magnet 60-II wiederum von der Leitung 29 aus einen Zweigstrom erhalten, der sich mit dem aus der Leitung 62 kommenden Strom vereinigt. Die nunmehr mit der Bürste 14 in Verbindung stehende Leitung 67 liegt aber andererseits bei 54 offen, da ja der Magnet 60-I auf jeden Fall aberregt ist, auch wenn sich in der I-Position ein Einzelpositionsloch no befunden hat. Durch die Schließung des Kontaktes 56 bei der Erregung des Magneten 60-II wird die Leitung 70 an die Leitung 68 angeschlossen, was aber belanglos ist, da einerseits der Kontakt 54 offen ist und andererseits auch der an die Leitung 68 angeschlossene Kontakt 57 offen ist, weil ja bei der Abfühlung der II-Position der Magnet 60-III noch nicht erregt werden konnte. Wenn sich nun der Arm 37 weiterbewegt, so wird, wenn sich in der II-Position überhaupt ein Einzelpositionsloch befunden hat, der Magnet 60-II
wieder aberregt, und zwar einerseits dadurch, daß der Arm. 37 das Kontaktstück 30 der Leitung 62 verläßt, und andererseits dadurch, daß der Steg zwischen der II- und HI-Position unter der Bürste 14 hinwegläuft, dieselbe also von der Platte 13 isoliert wird, so daß auch der Kreis über die Leitung 29, Kontakt 55 und Leitung 67 (welcher für den Magneten 60-11 einen Haltestromkreis bilden könnte) unterbrochen wird. Wenn die Ill-Position in Abfühlstellung ist, verbindet der Arm 37 den Streifen 28 mit der Leitung 63, und es wird daher der Magnet 60-III erregt, falls sich in dieser Position ein Einzelpositionsloch befindet. Demzufolge wird wieder die zugeordnete Steuerstange 83 eingestellt. Gleichzeitig wird der Anker 39 des Magneten 60-III angezogen. Dadurch wird der Kontakt 57 geschlossen, so daß also die stromführende Leitung 63 auch an die Leitung 68 angeschlossen ist, welche aber bei dem Kontakt 56 offen ist, da ja der Magnet 60-II bereits aberregt worden ist.
Es ist also aus dem Vorhergehenden eras sichtlich, daß die Magnete 60-I, 60-II und 60-III in genau gleicher Weise erregt werden, wie Einzellöeher an den Positionen I, II und III vorhanden sind, und daß daher auch die Steuerstangen 83 in entsprechender Weise eingestellt werden. Die Erregung der Magnete 60-I, 60-II und 60-ΙΓΙ erfolgt nun unabhängig davon, ob die Lochung einer Position ein Einzelloch bildet oder ob diese Lochung einen Teil eines Mehrpositionsloches darstellt. Da aber nun erfindungsgemäß eine unterschiedliche Steuerwirkung erreicht werden muß, je nachdem, ob benachbarte Lochpositionen mit Einzellöchern versehen sind oder ob sie von einem einzigen sie umfassenden Mehrpositionsloch eingenommen werden, so muß noch festgestellt werden, ob zwischen mehreren Positionen ein Zusammenhang in der Form eines Mehrpositionsloches besteht. Dies wird durch den Magneten 60-X zur Anzeige gebracht, der auf die nachfolgend beschriebene Weise gesteuert wird. Dieser Magnet wird jeweils erregt, wenn sich in irgendeinem Zeichen ein Mehrpositionsloch befindet. Mittels der noch zu beschreibenden Einrichtung wird festgestellt, ob die Positionen I und II (vgl. Fig. 3) zusammenhängen, d. h. ob sich in denselben ein Mehrpositionsloch befindet oder ob sich in den Positionen II und III ein Mehrpositionsloch befindet, und in jedem dieser beiden Fälle wird der Magnet 60-X erregt. Es wurde bereits hervorgehoben, daß die Magnete 60-I, 60-II und 60-III jeweils erregt werden, wenn sich an irgendeiner Position ein Loch befindet, gleichgültig, ob dasselbe ein Einzelloch oder Mehrpositiorjsloch ist. Wenn wir nun annehmen, daß die Positionen I und II von einem Mehrpositionsloch besetzt Werden, so werden sich folgende von der vorhergehenden Beschreibung (bei welcher nur Einzelpositionslöcher betrachtet wurden) abweichende Steuervorgänge ergeben: Wenn der Arm 37 nach dem Abfühlen der !-Position durch die Bürste 14 das Kontaktstück 30 der Leitung 61 verlassen hat, so wird der Stromkreis des Magneten 60-I über diese Leitung unterbrochen; da aber nun die Verbindung zwischen Platte 13 und Bürste 14 infolge des zu diesem Zeitpunkt an der Bürste vorbeigehenden Langloches nicht unterbrochen wird, kann der Magnet 60 über den bereits vorher errichteten Haltestromkreis 29, Kontakt 53 und Leitung 66 weiterhin Strom erhalten, und er wird daher auch bis auf weiteres erregt bleiben, insbesondere wenn die Il-Position unter die Bürste 14 gelangt ist, in welchem Falle der Arm 37 den Kontaktstreifen 28 mit der Leitung 62 verbindet. Da wurde angenommen, daß sich in der I- und Il-Position ein Langloch befinden soll, so wird in dem Augenblick des Abfühlens der Position II ein Stromimpuls über Leitung 62 durch den Magneten 60-II fließen. Zur gleichen Zeit aber ist der Magnet 60-I noch erregt und daher auch der Kontakt 54 geschlossen, so daß von der Leitung 62 aus go nicht nur durch den Magneten 60-II ein Strom fließt, sondern auch über den Kontakt 54 und Leitung 70 durch den Magneten 60-X zurück zur gemeinsamen Leitung 52 aller Magnete. Wenn dann die Karte weiter an der Bürste 14 vorbeiläuft, so werden gleichzeitig die Magnete 60-I und 60-II aberregt, da sich ja dann jedenfalls zwischen der II- und III-Position eine Unterbrechungsstelle in der Lochspalte befinden muß. Es ist also ersiehtlieh, daß, wenn die I- und Il-Positionen von einem Langloch besetzt sind, außer den Magneten 60-1 und 60-II auch der Magnet 60-X erregt wird. Ähnliche Vorgänge spielen sich ab, wenn sich in den Positionen II und III ein Langloch befindet. In diesem Falle bleibt dann nämlich, nachdem der Arm 37 nach dem Vorbeigang eines Loches in der Position II an der Bürste 14 das Kontaktstück der Leitung 62 verlassen hat, ein Haltestromkreis von der Bürste 14 aus über Kontaktstreifen 28, Leitung 29, Kontakt 55, Leitung 67 durch den Magneten 60-II bestehen, welcher Haltestromkreis auch den Kontakt 56 geschlossen hält. Über den Kontakt 54 kann in diesem Falle kein Strom fließen, da sich ja jeweils entweder nur in der I- und II- oder nur in der II- und HI-Position ein Langloch befinden kann. Wenn dann beim Vorbeigang eines Loches der HI-Position an der Bürste der Arm 37 die Leitung 27 mit der Leitung 63 verbindet, so wird der Magnet 60-III erregt
und wird gleichzeitig seinen Kontakt 57 schließen. Damit kann aber auch von der Leitung 63 aus über Leitung 69, Kontakt 57, Leitung 68 und den geschlossenen Kontakt 56 (der infolge des Langloches durch den erregt gebliebenen Magneten 60-II geschlossen gehalten wird) zur Leitung 7° ein Strom über den Magneten 60-X fließen, so daß auch dieser Magnet wieder erregt wird. Es ist also auch in diesem Falle ersichtlich, daß bei Vorhandensein eines Langloches in den Positionen II und III auch der Magnet 60-X erregt wird.
Die Anordnung der Umschaltkontakte 91 und der Leitungen 81 ist bekannter Art. Wenn man die Steuerstangen 83 derjenigen Positionen hochhebt, an denen sich nach dem Schema in Fig. 3 ein Loch befindet, und außerdem die Stange 83 des Magneten 60-X hochhebt, falls die betreffende Lochkombination ein Langloch aufweist, so ergibt sich ohne weiteres die Auswahl eines Leitungsweges, der mit der aus Fig. 3 ersichtlichen Bedeutung der der Einstellung der Steuerstangen 83 entsprechenden Lochkombination übereinstimmt.
Im vorhergehenden ist beschrieben worden, wie unter der Steuerung von drei Lochpositionen zehn unterschiedliche Steuerzeichen erhalten werden, welche also z. B. zur Steuerung einer druckenden Rechenmaschine oder, wie in dem erwähnten Ausführungsbeispiel, zur Steuerung einer Tabelliermaschine dienen können. Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf zehn Steuerzeichen beschränkt, sondern kann, je nach den besonderen Erfordernissen, in Verbindung mit einer beliebigen Anzahl von Steuerzeichen angewandt werden; so zeigt z. B. Fig. S einen Lochschlüssel, durch welchen sowohl die Ziffern- als auch die Buchstabenzeichen in unterschiedlicher Weise durch Lochkombinationen dargestellt werden, wobei für die Ziffern in Übereinstimmung mit dem Schlüssel nach Fig. 3 nur drei Lochpositionen und für die Buchstaben fünf Lochpositionen zur Anwendung kommen. In Fig. 6 ist ein Übersetzer veranschaulicht, welcher in ähnlicher Weise wie der Übersetzer nach Fig. 2 zur Steuerung einer drukkenden Tabelliermaschine dienen kann. Indem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist allerdings angenommen, daß es sich hauptsächlich um den Druck von Zahlen- und Ziffernangaben handelt, da ja die Buchstabenangaben nicht addiert werden können. Die Einrichtung wäre daher so zu treffen, daß z. B. für Kartenspalten, in welchen nur Ziffern vorkommen, ein Übersetzer und eine mechanische Einrichtung angewandt wird, wie sie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich sind, während für Kartenspalten, in welchen nicht addierfähige Buchstaben und Zahlenangaben, wie z. B. der Name und Kontonummer einer Person, vorkommen, Typenstangen vorgesehen sind, die lediglich zum Druck von Zahlen und Buchstaben dienen. Eine Lochkarte 11, mittels welcher der Übersetzer nach Fig. 6 gesteuert werden kann, ist in Fig. 7 veranschaulicht, welche den Namen und die Adresse einer Person angibt, auf welche sich die in den Feldern a, b, c und d verzeichneten Zahlenangaben beziehen. Der Name der Person ist in dem linken rechteckigen Lochfelde in dem unteren Teile der Karte gelocht, während die' Ziffernangaben in danebenliegenden Feldern a, b, c und d durch Lochschrift dargestellt sind.
Der Übersetzer nach Fig. 6 kann in Übereinstimmung mit dem Schlüssel nach Fig. 5 durch fünf Lochpositionen gesteuert werden. Die drei unteren Lochpositionen I, II und III sind genau mit den früher erwähnten Lochpositionen nach Fig. 3 indentisch, und die Steuerung der Übersetzermagnete 60-I, 60-II und 60-III ebenso wie die des Hilfsmagneten 60-X erfolgt in genau gleicher Weise, wie oben erwähnt, so daß hier nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht, zumal auch in Fig. 6 die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2 gewählt worden sind und daher die oben gegebene Beschreibung auch direkt auf Fig. 6 zutrifft. Die Abfühlung der Positionen IV und V vollzieht sich nun in ähnlicher Weise wie diejenige der Positionen I bis III; der Arm 37 verbindet in dem Augenblick, in dem diese Positionen unter der Bürste 14 sind, die Leitungen 64 bzw. 65 mit dem Kontaktstreifen 28. Außer den *den unteren drei Positionen zugeordneten Magneten sind natürlich auch für die oberen Positionen IV und V je ein Übersetzermagnet 60-IV und 60-V vorgesehen, welche jeweils über ihre zugeordneten Leitungen 64 bzw. 65 erregt werden, wenn sich an den betreffenden Positionen ein Einzelloch .befindet. Den Magneten 60-IV und 60-V sind in ähnlicher Weise wie den übrigen Magneten Steuerstangen 83 zugeordnet; es ist dann noch ein weiterer Magnet 60-Y (welchem ebenfalls eine Steuerstange 83 mit Umschaltkontakten zugeordnet ist) vorgesehen, der in Abhängigkeit von den Magneten 60-IV und 60-V gesteuert wird. Durch die unterschiedliche Einstellung der Stangen 83 durch die Magnete 60-I bis 60-V und einen der Magnete 60-X oder 60-Y (in jedem Zeichen kommt, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, jeweils nur ein einziges Langloch vor, so daß in jedem Arbeitsgang, wenn überhaupt, jeweils nur einer der Magnete 60-X oder 60-Y erregt werden kann) wird jeweils nur eine einzige Verbindung zwischen der Leitung 80 und einer der 36 Leitungen 81 ausgewählt, welch letztere den zehn Ziffernzeichen und
den 26 Buchstabenzeichen entsprechen. Dem Magneten 60-IV sind zwei Kontaktpaare 73 und 74 zugeordnet, welche durch einen zweiten Anker 39 geschlossen werden, solange der Magnet erregt ist. Die obere Feder des Blattfederkontaktes 73 ist an die Leitung 29 angeschlossen, während die untere Feder mit der Leitung 64, die zu einem Kontaktstück 30 führt, in Verbindung steht. Die untere Blattfeder des Kontaktes 74 ist über Leitung 75 an Leitung 65 angeschlossen, und die obere Feder dieses Kontaktes ist durch eine Leitung 72 mit dem Magneten 60-Y in Verbindung, dessen Rückleitung an die gemeinsame Rückleitung 52 aller Magnete angeschlossen ist. Die Erregung der Magnete 60-I, 60-ΙΓ, 60-III und 60-X beim Vorbeigang der unteren drei Lochpositionen I bis III vollzieht sich in der oben beschriebenen Weise. Wenn die Position IV an der Bürste 14 vorbeigeht und ein Loch aufweist, so wird der Magnet 60-IV erregt und zieht seine Steuerstange 83 nach oben, welche dann in der oberen Lage gesperrt bleibt. Gleichzeitig mit der Erregung des Magneten 60-IV werden die Kontakte 73 und 74 geschlossen. Durch die Schließung des Kontaktes 73 erhält' der Magnet 60-IV wieder einen Zweigstrom über Leitung 29, dessen Zufuhr aber auch wieder unterbunden wird, nachdem die IV-Position die Bürste 14 verlassen hat, falls sich in dieser Position nur ein Einzelloch befindet. Durch die Schließung des Kontaktes 74 wird die Leitung 65 mit der Leitung 72 verbunden. Da aber die Leitung 65 bei ihrem Kontaktstück 30 in dem Augenblick offen liegt, in dem die IV-Position an der Bürste 14 vorbeigeht, kann kein Strom durch die Leitung 72 zum Magneten 60-Y gelangen. Es ist auch weiter ersichtlich, daß infolge des geschlossenen Kontaktes 73 keine Rückwirkung über Leitung 29 und einen der Kontakte 53 oder 55 erfolgen kann; diese Kontakte sind immer offen, wenn die IV-Position an der Bürste 14 vorbeigeht (auch wenn alle Magnete 60-I, 60-II und 'öo-III erregt worden sind), da ja gemäß dem Schema nach Fig. 5 zwischen der III- und IV-Position überhaupt kein Langloch vorkommt. Wenn nun die V-Position unter die Bürste 14 kommt und sich an derselben ein Loch befindet, so wird der Magnet 60-V über die Leitung 65 erregt und hebt seine Steuerstange 83 an. War nun die vorhergehende IV-Position überhaupt nicht gelocht oder war sie nur mit einem Einzelloch versehen, so wird in diesem Augenblick der Kontakt 74 offen sein, und es kann von der Leitung 65 aus kein Strom über Leitung 75 abzweigen, da der Kontakt 74 offen ist. Befindet sich aber an der IV- und V-Position ein beide Positionen einnehmendes Langloch, so werden, wie ohne weiteres ersichtlich ist, die Magnete 60-IV und 60-V erregt werden. Infolge dieses Langlochs wird nun aber beim Übergang von der IV- zur V-Position die Verbindung der Platte 13 mit der Bürste 14 nicht unterbrochen, so daß der Magnet 60-IV noch über seinen eigenen Haltestromkreis erregt bleibt, wenn die Position V bereits an der Bürste 14 vorbeigeht, welcher Haltestromkreis über Leitung 29, Kontakt 73 und Magnet 60-IV führt. Wenn dann die V-Position unter die Bürste 14 kommt und der Magnet 60-V erregt wird, so kann außerdem ein Stromimpuls über die mit der Leitung 65 über den jetzt geschlossen gehaltenen Kontakt 74 in Verbindung stehende Leitung durch den Magneten 60-Y fließen, so daß also auch dieser Magnet erregt wird und seine Steuerstange 83 entsprechend einstellt.
Es sei nunmehr noch einmal kurz die Erregung der Magnete 60 in Abhängigkeit von den verschiedenen Lochungen zusammengefaßt. Jeder der Magnete 60-I bis όο-λ7 wird erregt, falls sich überhaupt an der betreffenden Position ein Loch befindet. Sind die Positionen I und II oder die Positionen II und III von einem Langloch besetzt, so wird außer den betreffenden Positionsmagneten 60 noch der Hilfsmagnet 60-X erregt, und wenn die Positionen IV und V von einem Langloch besetzt sind, so wird außer den Magneten 60-IV und 60-V der Hilfsmagnet 60-Y erregt. Durch die Einstellung der Steuerstangen 83 in verschiedenen Kombinationen entsprechend der Erregung der Magnete 60 wird nur eine einzige Verbindung'von der Leitung 80 zu einer der Leitungen 81 ausgewählt, wie leicht an Hand des Schemas nach Fig. 5 und der Darstellung nach Fig. 6 nachgeprüft werden kann, wobei diese Prüfung ergeben wird, daß die mit Ziffern und Buchstaben bezeichneten Leitungen 81 der Bedeutung der in Fig. 5 angegebenen Lochkombinationen entsprechen. Die Leitungen 81 führen zu einem allgemein mit 100 bezeichneten Kommutator, an welchem sie entsprechend ihrer Bedeutung in der Reihenfolge der Ziffern ο bis 9 und der Buchstaben A bis Z nacheinander angeschlossen sind. Die Kontaktstücke, an welche die Leitungen 81 llc angeschlossen sind, werden nacheinander von einem Kontaktarm 101 überschliffen, welcher einmal während eines Arbeitsspiels umläuft und dabei den vorbereiteten Stromweg für die ausgewählte Leitung 81 zum Kontakt- 11S streifen 102 schließt, der über Leitung 40 mit einem Steuermagneten 42 verbunden ist. Die Anordnung der Kontaktstücke des Kommutators ist so, daß während des Teiles des Arbeitsspiels, während welches der Bügel 10.1 -iao über den isoliert gezeichneten Teil des Kommutators 100 streicht, die Abfühlung der fünf
Lochpositionen durch die Bürste 14 erfolgt, so daß also die Übersetzerstangen 83 bereits eingestellt sind und bex'eits eine Leitung 81 ausgewählt haben, wenn der Kontaktarm 101 beginnt, die Kontaktstücke zu überschleifen. Je nach der durch den Übersetzer ausgewählten Leitung 81 erhält dann der Magnet 42 in ähnlicher Weise, wie dies bereits beschrieben worden ist, zu verschiedenen Zeitpunkten Strom.
In Fig. 8 ist eine Typenstange veranschaulicht, welche 10 Zifferntypen und die 26 Buchstabentypen trägt und die mittels des Übersetzers nach Fig. 6 gesteuert werden soll.
Die Einrichtung ist dann in ähnlicher Weise wie in Fig. 1 derart zu treffen, daß die Typenstangen synchron mit dem Kontaktarm 101 angehoben werden, wobei sie dann unter Vermittlung des Magneten 42 und der Sperrklinken 47 zu verschiedenen Zeitpunkten während ihrer Aufwärtsbewegung angehalten werden, so daß also je nach der Auswahl einer der Leitungen 81 verschiedene Typen in Druckstellung gelangen können, deren Bedeutung mit der Bedeutung der vorhergehend abgefühlten Lochkombination übereinstimmt. In Fig. 9 ist schematisch ein Typenrad veranschaulicht, wie es z. B. in Telegraphenapparaten Anwendung finden kann. Auf dem Typenrade sind nacheinander die 10 Ziffern- und die 26 Buchstabentypen angeordnet, und das Rad dreht sich synchron mit dem Kontaktarm» 101 (Fig. 6); der Magnet 42 wirkt dann auf einen Druckhammer 102, welcher einen Papierstreifen 103 unter Zwischenschaltung eines Farbbandes 104 gegen das Typenrad schlägt. Der Magnet 42 wird in dem Zeitpunkt erregt, in dem der Kontaktarm 101 den Stromkreis durch die ausgewählte Leitung.81 (Fig. 6) schließt, der über den Magneten 42 zum Hauptleiter 41 führt, und in diesem Augenblick befindet sich auch gerade die der Bedeutung der ausgewählten Leitung 81 entsprechende Drucktype vor dem Druckhammer
102. Wenn dann der Magnet 42 erregt wird, schlägt der Hammer 102 den Papierstreifen 103 für kurze Zeit gegen das rotierende Typenrad 105, und es wird daher auf dem Streifen 103 die Type zum Abdruck gebracht, welche der Einstellung des Übersetzers und damit auch der Bedeutung der abgefühlten Lochkombination entspricht.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Auswertvorrichtung für gelochte Registrierelemente, in denen Zeichen symbolisch durchEinzelpositionslöcherundMehrpositionslöcher sowie Kombinationen zwischen denselben dargestellt sind, deren Steuereinrichtungen nach Maßgabe der Bedeutung der Lochungen in unterschiedlicher Weise zur Wirkung gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß durch auf die abgeführten Lochungen ansprechende Einrichtungen (z. B. Abfühtbürste 14 sowie Magnet- und Kontaktanordnung 60, 53, 54» 55» 56, 57) für jede gelochte Position in bekannter Weise eine Steuerwirkung verursacht wird, daß aber bei Vorhandensein eines Mehrpositionsloches an benachbarten Positionen außer den einzelnen den Positionen des Mehrpositionsloches selbst entsprechenden S teuer Wirkungen eine zusätzliche, auf das Fehlen des Steges zwischen den Lochpositionen zurückzuführende Steuerwirkung verursacht wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das gleiche Abfühlorgan, durch das von den einzelnen gelochten Positionen Steuer-Wirkungen ausgeübt werden, die zusätzliche Steuerwirkung eines Mehrpositionsloches ausgeübt wird, indem in an sich bekannter Weise die Abfühlung aller Lochpositionen durch relative Bewegung zwisehen einem einzigen Abfühlorgan und der Karte erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Überwachung von unterschiedlichen Lochungen in drei Lochpositionen mindestens vier unterschiedliche Steuerwirkungen ausgelöst werden können, welche vorzugsweise in mindestens zehn unterschiedliche Einzelsteuerwirkungen übersetzt werden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Überwachung von unterschiedlichen Lochungen in fünf Lochpositionen mindestens sechs unterschiedliche Steuerwirkungen ausgelöst werden können, welche vorzugsweise in mindestens 36 unterschiedliche Einzelsteuerwirkungen übersetzt werden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der jeder Lochposition ein von einer an ihr vorgesehenen Lochung gesteuertes Element des Auswerters zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Steuerwirkungen mindestens ein weiteres Element des Auswerters überwachen, wobei als Auswerter vorzugsweise ein an sich bekannter Übersetzer für Lochkombinationen mit mehreren Übersetzerelementen Anwendung findet, der die aus einer Lochspalte erhaltenen Steuerimpulse in eine Einzelsteuerwirkung umsetzt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch Mehrpositionslöcher in verschiedener Lage unabhängig von ihrer Lage das gleiche zusätzliche Auswerterelement durch die zusätzliche Steuerwirkung beeinflußt wird.
    IO
  7. 7· Vorrichtung nach Anspruch 5 mit mehreren Auswerterelementen, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein Mehrpositionsloch in Abhängigkeit von seiner Lage jeweils eines von mehreren Auswerterelementen durch den zusätzlichen Steuerimpuls des Mehrpositionsloches beeinflußt wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Übersetzerelement sowohl von einem Mehrpositionsloch in der ersten und zweiten als auch in der zweiten und dritten Lochposition beeinflußt wird.
    '5
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß jeder der fünf Lochpositionen ein Übersetzerelement zugeordnet ist und daß ein sechstes Übersetzerelement unter der gemeinsamen Überwachung eines Mehrpositionsloches in der ersten und zweiten oder zweiten und dritten Lochposition und ein siebentes Übersetzerelement unter der Überwachung eines Mehrpositionsloches in der vierten und fünften Lochposition steht.
    ι o. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 mit elektrischer Abfühlung, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aussendung eines Stromimpulses durch eine Lochung an einer Lochposition ein Hilfsstromkreis vorbereitet wird, der durch den Steg zwischen zwei Einzelpositionslöchern unterbrochen wird, der aber beim Vorbeigang eines Mehrpositionsloches an der Bürste infolge Fehlens des Steges aufrechterhalten bleibt und in welchem bei Abfühlung der zweiten Lochposition des Mehrpositionsloches ein Steuerimpuls ausgelöst wird, der die Tatsache des Fehlens des Steges zwischen den Löchern anzeigt.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 10 mit einer elektromechanischen Übersetzereinrichtung, in der jeder Lochposition ein Ubersetzermagnet zugeordnet ist, die während der in Bewegung des Registrierelements erfolgenden Abfühlung der Lochpositionen einer Lochspalte nacheinander mit der Abfühlbürste verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß bestimmte Übersetzermagnete bei ihrer Erregung einen Hilfsstromkreis vorbereiten, der durch den Steg zwischen zwei Einzelpositionslöchern unterbrochen wird, der aber beim Vorbeigang eines Mehrpositionsloches an der Bürste infolge Fehlens des Steges aufrechterhalten bleibt und in welchem bei Abfühlung der zweiten Lochposition des Mehrpositionsloches und Erregung des zugeordneten Übersetzermagneten ein Steuerimpuls auf einen zu- 6u sätzlichen Übersetzermagneten ausgelöst wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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