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Matrizens ' etz- und Zeilengießmaschine mit einstellbarer Säge
zum Abschneiden der ausgestoßenen Zeilen Bei Zeilengießmaschinen ist es bereits
bekannt, eine umlaufende, von Kraft angetrie-1)ene Säge vorzusehen, um die blanken
Teile (ler einzelnen Zeilen nach dein Ausstoßen aus der Gießform abzuschneiden,
und die Stellung der Säge kann von Hand eingestellt wer-(len, um Zeilen jeder gewünschten
Länge auf (liese Weise herzustellen. Die bisherige Anordnung erfordert nun nicht
nur eine große Sorgfalt und Aufmerksamkeit seitens des Setzers, sondern hat außerdem
noch einen erlieblichen Zeitverlust bei dem Setzen im Gefolge.
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Die Erfindung bezweckt, diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen,
daß die umlaufende, von Kraft angetriebene Säge selbsttätig entsprechend den Bedingungen
der gesetzten Matrizenzeile eingestellt wird. Zu diesem Zwecke soll das Einstellen
der Säge mittels einer besonders geformten Blankmatrize erfolgen, die bei dem Setzen
der Zeile an sie angefügt wird. Bei der dargestellten Ausführungsform wird. die
Säge als Ganzes durch eine selbsttätige, durch die besonders geformte Nfatrize gesteuerte
Vorrichtung in der Längsrichtuti- der Zeile bewegt. Zu dieser Vorrichtung gehört
eine einstellbare Lehre, die den Betrag der Bewegung der Säge bestimmt und init
einem Fühler versehen ist, der von der Sondermatrize mitgenommen wird, wenn die
gesetzte Zeile in den Gießschlitten überfülirt wird, der die Zeile zum Zwecke des
Abgießens vor die Gießform bringt. Die ganze Einrichtung ist so, daß durch das Einfügen
der besonders geforinten Matrize an irgendeine Stelle der gesetzten Zeile die Sonderrnatrize
selbsttätig die Säge so einstellt, daß sie die Zeile an der entsprechenden Stelle
durchschneidet. Gewöhnlich wird die Sondermatrize vor die erste einen Buchstaben
erzeugende Matrize in die gesetzte Zeile eingefügt, so daß die Säge die Zeile unmittelbar
hinter der Schriftzeichenzeile durchschneidet. Aber die Sonderinatrize kann auch
an irgendeine andere Stelle der Zeile eingefügt werden, wenn gewünscht wird, daß
die Säge die Zeile an der betreffenden Stelle durchschneidet, was z. B. geschehen
kann, um eine Schlußzeile einer gewünschten Länge unabhängig von der tatsäclilichen
Uänge der Typenzeile herzustellen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung an einer Matrizensetzb und Zeilengießinaschine bekannter Bauart dargestellt,
und zwar zeigen: Fig. i eine Vorderansicht einer bekanntene Art von Zeilengießmaschinen
mit der Schneidz, vorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht von
rechts auf die' Fig. I, Fig- 3 einen waagerechten Schnitt durch die Schneidvorrichtung
und veranschaulicht hauptsächlich den Kraftantrieb, wobei die Teile in der gewöhnlichen
Lage stehen und eine die Zeile anhaltende Klappe geschlossen ist, Fig. 4 eine 'Vorderansicht
eines Handsetzschiffes, in dem die Matrizenzeile gesetzt wird, teilweise weggebrochen;
das Händsetzschiff ist in der Stellung gezeigt, die es während des Überführens der
Zeile in den Gießschlitten einnimmt, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach
der Linie 5-5 der Fig 4, Fig. 6 eine ähnliche, Darstellung wie die
Fig. 4, aber die gesetzte Zeile mit einer Sondermatrize, wie sie zum Einstellen
der Säge in die Stellung verwendet wird, in der die Zeile durchgeschnitten wird,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6,
Fig.
8 eine Vorderansicht der Lehre, die mit der gesetzten Zeile zusammenwirkt,
wenn sie aus dem Handsetzschiff in den Gießschlitten überführt wird, Fig.
9 eine Ansicht von links auf die Fig. 8 und veranschaulicht eine Fühlervorrichtung,
die in Verbindung mit der Lehre arbeitet, Fig. io einen senkrechten Schnitt nach
der Linie io-io der Fig. 8,
Fig. i i einen senkrechten Schnitt nach der Linie
i i-i i der Fig. 8,
Fig. i-- eine schaubildliche Darstellung der mit der Lehre
zusammenarbeitenden Bremse, Fig. 13 eine Aufsicht auf die in der Fig.
8
gezeigten Teile, Fig. 14 eine Seitenansicht von links auf die Fig. 13 und
veranschaulicht die Kupplungswelle und die dazugehörigen Teile, Fig. 15, 16 und
17 Aufsichten der Kupplungswelle teilweise schematisch dargestellt und veranschaulichen
drei verschiedene Zeitpunkte während ihres Einstellens durch die Lehre bei dem Überführen
der gesetzten Zeile in den Gießschlitten, Fig. 18, ig und 2o ähnliche Darstellungen
wie die Fig. 15 bis 17 und veranschaulichen drei verschiedene Einstellagen der die
Kupplung durch die Lehre bedienenden Welle, wenn die gesetzte Zeile aus dem Gießschlitten
entfernt wird, Fig. 21 einen mittleren senkrechten Längsschnitt durch die Kurvenwelle
und die zugehörige Kupplungseinrichtung, #.- Fig. 2ia einen senkrechten Schnitt
durch edie Gleichschaltvorrichtung nach Fig.:2i, 2ib einen waagerechten Schnitt
nach #A Linie :2, b
? -2, b der Fig. -- i a, Fig.
22,23, 24,25 und 26 senkrechte Schnitte nach den Linien22-22,
23-23, 24-24, 25-25
und 26-26 der Fig. 21, Fig. 27 einen
senkrechten Schnitt durch die von Kraft angetriebene Säge, den Antrieb und die Einstellvorrichtung,
Fig. 28 eine Ansicht der Antriebskupplung der von Kraft angetriebenen Säge
und der die Kupplung verstellenden Vorrichtung, Fig. 29 eine Seitenansicht von rechts
auf die Fig. 27,
Fig. 3o eine Seitenansicht von rechts auf die Fig.:27 und
veranschaulicht in einem größeren Maßstabe die Greifervorrichtung, welebe die gegossene
Zeile nach dein Ausstoßen aufnimmt und sie vorwärts bewegt, so daß sie hinter die
Säge gelangt, Fig. 31 eineVorderansicht der in derFig. 30
gezeigten Teile,
wobei der Deckel entfernt ist, Fig. 32 einen waagerechten Schnitt durch die
Vorrichtung und stellt die Lage der Teile während des Ausstoßens der Zeile klar,
Fig. 33, 34, 35, 36 und 37 Seitenansichten von rechts auf die
Maschine gesehen und veranschaulichen den Zeilengreifer in fünf verschiedenen Arbeitsstellungen,
Fig. 38 eine ähnliche Darstellung wie die Fig. 3o, die Teile aber in einer
anderen Lage, nämlich in derjenigen, die sie einnehmen, nachdem die Zeile abgeschnitten
und der Typenzeilenabschnitt in die zweite Zeilenschiffrinne abgefallen ist, Fig.
39 eine Vorderansicht der in der Fig. 38
dargestellten Teile nach Entfernen
der Deckplatte, Fig. -[o eine ähnliche Darstellung wie die Fig. 32, die Teile
aber in einer anderen Lage. nämlich in derjenigen, die sie nach dem Al)-schneiden
und Entfernen der Zeile einnehmen.
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Fig- 41 eine Aufsicht auf die von Kraft angetriebene Säge und den
Stößer, der damit verbunden ist, um den Abfall, also das schriftlose Ende der abgeschnittenen
Zeile wegzuf ühren, Fig. 4-- eine Seitenansicht der in der Fig. 41 gezeigten Teile,
von links gesehen, Fig. 43, 44, 45 und 46 waagerechte Schnitte durch den Zeilenstößer
in vier verschiedenen Arbeitsstellungen, Fig. 47 eine Vorderansicht der in der Fig.
41 gezeigten Teile, wobei der Stößer in seiner am weitesten ausgezogenen Lage steht,
Fig. 48 eine schaubildliche Darstellung des Stößers in der ausgezogenen Lage und
veranschaulicht
die aneinandergeführten Abschnitte, aus denen er
zusammengesetzt ist, Fig- 49, 5o, 51, 52 und 53 schematische Ansichten
von fünf verschiedenen Arbeitsstellungen der eine Umdrehung ausführenden Kupplung,
die die Zeilengreifervorrichtung steuert, Fig. 54, 55, 56, 57 und
58 schematische Darstellungen von fünf verschiedenen Arbeitsstellungen des
Kupplungsstiftes, der mit der eine halbeUindrehung ausführenden Kupplung el zusammenwirkt,
Fig. 59 und 6o schematische Darstellungen der Vorgänge, die bei der ersten
halben Umdrehung der eine halbe Umdrehung ausführenden Kupplung eintreten, die das
Einstellen der Säge und anderer Teile bewirkt, *
Fig. 61 und 62 schematische
Darstellungen der Vorgänge, die während der vollständigen Drehung der eine ganze
Umdrehung ausführeilden Kupplung eintreten, und Fig. 63 eine scliematis'che
Darstellung der Vorgänge, die bei der zweiten halben Umdrehung der eine halbe Umdrehung
ausführenden Kupplung erfolgen.
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Die Erfindung ist in Verbindung mit einer Maschine dargestellt, bei
der die Matrizen in einem Handsetzschiff -esetzt und die gesetzte Zeile alsdann
in den Gießschlitten überführt wird, der die Zeile zum Zwecke des Abgießens vor
die Gießforin bringt. Die Zeile kann als solche aus dem Handsetzschiff herausgenominen
und dem Gießschlitten zugeführt werden, oder die ganze Einheit, d. h. das
Handsetzschiff mit der gesetzten Zeile, kann in den Gießschlitten eingesetzt werden.
Für die Zwecke der Erfindung kommt es darauf nicht ,in.
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Nach den Fig. i und -- werden die gesetzten Matrizenzeilen
mittels eines von Hand verschobenen Schlittens ioi in den Kopf io2 des Gießschlittens
103 von dein Tisch 104- aus überführt, der auf einer Säule io5 angeordnet
ist und mit dein der Gießschlitten in seiner lZuhelage in gleicher Höhe steht. Der
Schlitten ioi gleitet in festen, -waagerechten Führungen auf dein Tisch io4 und
wird durch einen Handgriff io6 verschoben, der an dein einen Ende des Schlittens
angeordnet ist und nach oben ragt. Der Schlitten trägt auch noch a
zwei nach
unten ragende Finger 107 und 107 ,
zwischen denen die gesetzten Zeilen auf
dem Tisch 104 eingestellt werden und von denen jede einzelne Zeile in den Gießschlitten
hinein- und aus ihm herausgebracht wird, wenn der Schlitten hin und her bewegt wird.
Bei der Arbeit der Teile wird der Schlitten ioi nach links aus der in der Fig. i
gezeigten Lage verschoben, um die gesetzte'Zeile in den Gießschlittenkopf ioz einzuführen.
Die Maschine wird darin mittels des Handgriffes io8 angelassen, und nachdem ein.Kreislauf
vollendet- ist, wird der Schlitten in seine Anfangslage zurückgebracht, um die Zeile
aus dem Gießschlitten zurück auf den Tisch 104 zu überführen. Die Zeile wird während
dieses Kreislaufes der Maschine aus der Stellung zwischen den Fingern 107 und 10711
nach unten gesenkt, wenn der Gießschlitten vor dem Gießen der Zeile sich nach abwärts
bewegt, und wird dann wieder zwischen die Finger zurückgebracht, wenn der Gießschlitten
nach dem Gießen wieder aufwärts geht.
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Wenn die Maschine mittels des Handgriffes io8 angelassen wird, wird
die Hauptkurvenwelle jog (Fig. 2) langsam in Umdrehung versetzt, und das Gießrad
oder der Gießformträger i i o erhält eine viertel Umdrehung entgegen der Uhrzeigerrichtung,
um die ausgewählte Gießfoim i i i (Fig. 3) in die Gießstellung zu bringen.
Der Gießschlitten 103 bewegt sich dann nach abwärts, um die gesetzte Zeile vor die
Gießform zu bringen, worauf die Zeile zwischen den Kleminbacken 112 und
113, die an dem Deckel 114 des fest angeordneten Schraubstockrahmens 115
liegen, ausgeschlossen wird. Der Gießradschlitten 1i(-) (Fig. 3) -wird nun
vorbewegt, tun die Gießform gegen die Matrizenzeile zu bringen, die hierdurch den
Gießformschlitz an der Vorderseite abschließt, und der in der Zeichnung nicht dargestellte
Metalltopf geht in gleicher Weise aus seiner Anfangslage hinter dem Gießrad vor
und bringt sein Mundstück gegen die Rückseite der Gießform und schließt dadurch
den Gießfornischlitz an der Rückseite. Darauf erfolgt die Abwärtsbewegung der Pumpenkolben,
und das geschmolzene Metall wird von dem Topf in die Gießforin gespritzt, um die
Gußzeile herzustellen. Wenn der Kreislauf weitergeht, werden die Pumpenkolben angehoben,
der Metalltopf und der Gießradschlitten gehen wieder zurück, und das Gießrad macht
eine dreiviertel Umdrehung in der gleichen Richtung wie vorher lund bringt die Gießform
init der darin befindlichen Zeile ;ii eine senkrechte Lage zwischen die Ausstoßplatte
117 (Fig. 32 und 40) an der Rückseite und die Beschneidemesser i 18
und i 19 an der Vorderseite. Der Gießradschlitten wird nun ein zweites Nilal
vorbewegt, urn die Gießforiii dicht an die `XIesser i 18 und i 19
heranzubriiigen, worauf die Ausstoßplatte I 17, die an dem Schlitten 117a
sitzt, vorwärts bewegt wird, um die Zeile aus der Gießform auszustoßen. Bei dem
Vorwärtsbewegen der Ausstoßplatte wird die Gußzeile zwischen den beiden Messern
hindurchgedrückt, deren Schneidekanten die Seitenflächen der Zeile beschneiden,
und sie wird alsdann in ein von dern. Schraubstockrahmen 115 getragenes Zeilenschiff
i2o Überführt und darin gestapelt.
Das Handsetzschiff, in dem die
Matrizen zu einer Zeile gesammelt werden, ist in den Fig.4 bis 7 dargestellt;
es besteht aus einer Rückwand 1:21, einem Boden 12:2 und zwei beweglichen Seitenwänden
123 und 124. Diese Seitenwände 123 und 124 werden, wenn das Handsetzschiff in die
gleiche Richtung mit dem Gießschlittenkopf 102 gebracht wird, aus dem Wege bewegt,
so daß der Überführungsschlitten ioi die Zeile vor dem Gießen aus dem Setzschiff
in den Gießschlitten hinein und nach dem Gießen aus dem Gießschlitten wieder in
das Setzschiff zurückbringen 1,ann.
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Bevor im einzelnen auf die Teile der Maschine eingegangen wird, die
die Erfindung bilden, dürfte es zweckmäßig sein, allgemein die Hauptteile der Maschine
und die Art und Weise zu beschreiben, in der sie zusammenwirken, um das gewünschte
Ergebnis zu erzielen. Wenn Zeilen gegossen werden, die über ihre ganze Länge Buchstaben
haben, also bei dem Ausführungsbeispiel Zeilen von 4o Cicero, dann liegt keine Veranlassung
vor, die Zeilen abzuschneiden, sie müssen im Gegenteil ihre volle Länge behalten,
und in diesem Falle arbeitet dann die Maschine in der üb-
lichen Weise. So
ist z. B. in den Fig. 4 und _# das Handsetzschiff so dargestellt, daß es eine volle
Zeile aus Buchstabe - n erzeugenden Matrizen 125 enthält, und wenn eine solche
Zeile in die Maschine eingeführt wird, dann arbeitet sie in der gewöhnlichen Weise
und gießt Zeilen 126 voller Länge und führt sie dann in das Zeilenschiff
i:2o. Wenn die Zeile aus der Gießform ausgestoßen ist und nachdem sie zwischen den
Beschneidemessern 118 und iig hindurchgegangen ist, kann sie senkrecht in die Rinne
127 fallen, die zu dem Zeilenschiff 120 führt (Fig. 30). Wenn jedoch
eine Zeile von weniger als 4o Cicero Länge hergestellt werden soll, dann sieht die
gesetzte Zeile so aus, wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt. Hier ist das
Handsetzschiff nur teilweise mit Buchstaben erzeugenden Matrizen gefüllt, und der
übrige Teil des S etzschiffes wird von Blankm atrizen oder Gevierten 128
und, 129 ausgefüllt. Die Blankmatrize 129 ist an ihrem unteren Ende mit einem nach
abwärts reichenden Ansatz 130 versehen, der in einer Längsnut 131 in der
Bodenwand des Handsetzschiffes laufen kann. Diese Sdndermatrize 129 oder eine Matrize
mit einem Ohr i3o dient dazu, die von Kraft angetriebene Säge in die Stellung zu
bringen, in der sie die gegossene Zeile an einer bestimmten Stelle durchschneidet.
Bei dem dargesteflten Ausführungsbeispiel sitzt die Sondermatrize 129 gerade vor
der ersten einen Buchstaben erzeugenden Matrize indem Handsetzschiff, und infolgedessen
wird die Säge die Zeile unmittelbar hinter dem Ende des mit Buchstaben versehenen
Teiles durchschneiden. Mit anderen Worten, die Säge schneidet die Zeile in zwei
Teile (Fig. 33- bis 37), von denen der eine, nämlich der untere Teil
132, die Buchstabenzeile trägt und später die endgültige Druckzeile wird, während
der andere, nämlich der obere Teil 133, frei von Buchstaben ist und Abfall
wird. Dies ist die gewöhnliche Arbeitsweise, obwohl mitunter die Sondermatrize 129
auch in einer bestimmten anderen Lage zu den Buchstaben erzeugenden Matrizen eingestellt
werden kann, z. B. um an der fertigen Zeile einen schriftlosen Teil zu lassen. Die
genaue Stellung der Sonderinatrize 129 kann mit Hilfe einer Skala leicht bestimmt
werden, mit der das Handsetzschiff immer versehen ist.
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Die von Kraft angetriebene Säge 134 (Fig. 3o) befindet sich gewöhnlich
in der obersten Lage, und wenn die ausgestoßene Zeile durchgeschnitten werden soll,
wird die Säge nach abwärts in eine vorherbestimmte Schneidstellung gebracht, wie
z. B. die Fig. 29 erkennen läßt, und diese Schneidlage wird durch das Einstellen
der Sondermatrize 129 in der gesetzten Zeile bestimmt. Gewöhnlich liegt die Säge
außerhalb des Bereiches der Zeile, wenn sie aus der Gießform durch die Ausstoßplatte
117 vorgeschoben wird, und es wird deswegen eine Greifervorrichtung 135
verwendet,
um die ausgestoßene Zeile aufzunehmen und an der Säge vorbeizuführen, nachdem sie
in die richtige Lage eingestellt ist (s. schematische Darstellungen Fig.
33
bis 37). Wenn die Zeile nicht durchgesägt werden soll, wird sie
in der in der Fig. 33
gezeigten Lage durch eine Klappe 136 angehalten und
kann dann in die Zeilenschiffrinne 1:27 abfallen, wie in der Fig. 3o gezeigt
ist. Wenn jedoch die Zeile durchgesägt werden soll, dann wird die Klappe 136 geöffnet,
wie in den Fig. 34 und 38 gezeigt, und die Zeile wird von der Greifervorrichtung
135 vorbewegt, bis sie vollständig durchgeschnitten ist. Der untere Zeilenteil
132 mit den Buchstaben fällt dann in eine zweite Zeilenschiffrinne
137 (Fig. 37 und 38), und der obere, buchstabenlose Teil
133 wird durch den aus aneinandergeführten Teilen bestehenden Stößer
138 fortgeschafft, wie am besten aus den Fig. 41 bis 46 zu erkennen
ist. Nach dem Durchschneiden der Zeile wird die Säge in ihre oberste Anfangslage
zurückgeführt, die Klappe 136 wieder geschlossen und die Greifervorrichtun,g 135
in die Anfangslage gemäß der Fig. 33 zurückgebracht.
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Das Einstellen der Säge in die richtige Schneidlage wird durch eine
Lehrenplatte 139 gesteuert, die durch eine Sondermatrize 129 (Fig. 8) eingestellt
wird und die in der eingestellten Lage dazu dient, die -Abwärtsbewegung
der
Säge unter dem Einfluß der Einstellvorrichtung zu begrenzen. Wie aus der Fig.
27 zu ersehen ist, ist die Säge daher an einem Schlitten i4o angeordnet,
der durch einen von einer Kurve verstellten Hebel 141 2, olehoben und geseilkt werden
kann. Der Hebel ist mit einer Anschlagschiene 142 verbunden, die sich gegen die
Lehrenplatte 139 legen kann. Gewöhnlich nimmt die Lehrenplatte 139 ihre äußerste
Rechtsstellung ein, wie in vollen Linien in der Fig. 8 gezeigt, so daß eine
volle Aufwärtsbewegung der Anschlagschiene 142- möglich ist lind infolgedessen auch
eine volle Abwärtsbewegung der Säge. Wenn jedoch die Platte 139 in ihre äußerste
1,inksstellung bewegt -wird, die durch strichpunktierte Linien in der Fig.
8 angedeutet ist, verhindert sie jede Aufwärtsbewegung der Anschjagschiene
142 und infolgedessen auch eine Abwärtsbewegung der Säge. In den Zwischenstellungen
der Lehrenplatte 139 kann sich die Anschlagschiene 149- frei um einen durch die
Einstellage der Platte bestimmten el Betrag aufwärts bewegen und ermöglicht dadurch
ein entsprechendes Abwärtsbewegen der Säge. Das Einstellen der Lehrenplatte
139 in die Zwischenstellung geschieht durch die Sondermatrize 129. Zu diesem
Zweck ist die Lehrenplatte 139 oder vorzugsweise der sie tragende Schlitten 143
an der äußersten linken Seite mit einem Fühler 144 versehen, der an dem Eingang
nach dem Gießschlittenkopf io2 in einer Stellung angeordnet ist, in '2:' der er
gegen das Ohr 130 einer Sondertnatrize 129 stoßen kann, wenn die gesetzte
Zeile aus dem Handsetzschiff in den Gießschlittenkopf überführt wird. Die Mitnahme
des Fühlers j44 durch die Sondermatrize wird natürlich entsprechend der Lage der
Sondermatrize in der gesetzten Zeile früher oder später erfolgen, und die Teile
sind so bemessen, daß jede Bewegung, die die Lehrenplatte 13-9 infolge des
Anstoßens der Sondermatrize 129 an den Fühler 144 ausführt, eine entsprechende
Ab-
wärtsbewegung der Säge 134 zur Folge hat. .%ulit anderen Worten, die Säge
134 wird in dieselbe Stellung in der Längsrichtung der ausgestoßenen Zeile bewegt,
die die Sondermatrize 129 in der gesetzten Zeile einnimmt, da ja die Lärt-e der
'n' gesetzten Zeile die gleiche C
ist wie die Länge der gegossenen Zeile,
in beiden Fällen also lo Cicero.
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Zu dieser kurzen Einleitung soll nun eine eingehende Beschreibung
der Teile und ihrer Arbeitsweise erfolgen.
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Die Säge 13-1 ist abnehmbar an dem unteren Ende einer senkrecht beweglichen
Welle 145 (Fig. 27) zwischen einer Schulter 146 an der Welle und einer Mutter
1-17, die auf das Ende der Welle aufgeschraubt ist, befestigt und liegt in einem
Schutz,gehäuse 47a, (las aus einem oberen HauPtstÜCk 148 und einem unteren Deckel
149 besteht. Das Gehäuse 1-1711 ist an der Rückseite offen (Fig. 40 und 41), so
daß die Säge genügend weit freiliegt, um den Zeilenkörper durchschneiden zu können.
Die Säge hat einen solchen Durchmesser, daß sie auch die breitesten Zeilen, die
gegossen werden können, durchschneiden kann. Die Welle 145 geht zunächst durch ein
Lager 150
hindurch, das in dem oberen Teil 148 des Gehäuses gebildet ist,
und sie läuft hier in den Druck aufnehmenden Lagern 151 und r52, von denen eines
innerhalb des Teiles 148 zwischen dem Lager 150 und der Säge 134 angeordnet.ist
und das andere außerhalb des Teiles 148 zwischen dem Lager i5o und einem Bund
153 an der Welle.
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Die Welle 145 ist an beiden Seiten mittels -Nut und Feder 154 in einer
senkrecht angeordneten Büchse 55 geführt, die drehbar in einem Lager
156 angeordnet ist, das an einem Arm eines Rahinens 157 angebracht ist. Der
Rahinen 157 ist an dem Schraubstockrahmen 115 bei 1571 und I57b befestigt
(Fig. 30)-Oberhalb und unterhalb des Lagers 156 sind Druckaufnahmelager
158 und ii8a vorgesehen, von denen das untere, i58a, zwischen einem Bund
159 an der Büchse 155 und der Unterseite des Lagers 156 liegt, %vährend
das obere Lager 158 unmittelbar auf der oberen Fläche des Lagers 156 angeordnet
ist. Ein in waagerechter Richtung liegendes Schwungrad 16o ist auf die Büchse 155
aufgekeilt und wird durch Muttern 161 in Eingriff mit dem oberen Drucklager 158
gehalten. Das Schwun-rad ist mit einer Riemenscheibe 162 versehen, die waagerecht
in gleicher Richtung mit einer zweiten Riemenscheibe 163 liegt, mit der sie durch
einen Riemen 164 verbunden ist. Infolge dieser Anordnung kann die Welle 145 mit
der Säge 134 in senkrechter Richtung gegenüber dem Schwungrad 16o und der Büchse
155 zum Einstellen der Säge bewegt werden, ohne daß die Antriebsverbindung
gestört wird.
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Die Rieinenscheibe 163 ist auf das obere Ende einer senkrechten Welle
16411 aufgesetzt, die in einem Lager 165 gelagert ist. Es sind Druckaufnahmelager
166 und 167 angeordnet, die zwischen der Rienienscheibe 163 und der oberen Fläche
des Lagers 165 bzw. zwischen der unteren Fläche des Lagers 105 und einem Bund 168
an der Welle 164a liegen. Das untere Ende der Welle 164(' ist mit einer -Antriebskupptung
169 verbunden, die in einem Rahmen 17o angeordnet ist. Die Welle gebt durch ein
Lager 171 an dem oberen Arm 172
des Rahmen§ hindurch und ist unterhalb dieses
Armes mit einem Kupplungsskegel 173 verbunden, der gleitbar bei 174 an ihr befestigt
ist. Ferner ist eine Druckfeder 175
vorgesehen, die z%#ischen der
unteren Fläche des Lagers 171 und einem Druckaufnahmelager 176 liegt. Das
Lager 176 liegt in einer Aussparung 177 in der oberen Fläche des Kegels'.
Unmittelbar unter dem Kegel 173
und lose an dem äußeren Ende der Welle 164#
ist ein geschlitztes Gegenkupplungsstück 178 angeordnet, das aus einem oberen
und einem unteren Teil 179 und iSo besteht und zwischen Drucklagern 18 1
und 182 angeordnet ist, von denen das erste an einem Bund 183 auf
der Welle 164a anliegt und das andere zwischen dem unteren Teil i8o des Kupplungsteiles
178 und einem Lager 184 an dem unteren Arm 185 des Rahmens 17o angeordnet
ist. Der obere Teil 179 des Kupplungsteiles 178 kann mit dem Kegel 173 unter dem
Druck der Feder 1-5 in Eingriff kommen, währendder untere Teil i8o eine Spindel
186 trägt, die durch das Lager 184 hindurchgeht und abnehmbar mit einer biegsamen
Antriebswelle 187 verbunden ist, die von einer Hülle 188 eingeschlossen ist
und zu einem Elektromotor oder einer sonstigen Antriebsvorrichtung führt. Der Kupplungsteil
178
wird in dieser Weise angewendet, daß seine beiden Teile 179 und i8o durch
eine Feder 189 miteinander verbunden wer-den, um eine Verdrehung'der Teile gegeneinander
aufnehmen zu können; die beiden Enden der Feder sind an den beiden Kupplungsteilen
befestigt. '
Der Kegel 173 ist außen mit einem ringförmigen Flansch igo versehen,
der sich über Stifte igi legt, die innen an Armen 192 eines gegabelten Hebels
193 hervorragen. Der Hebel ist drehbar an Odem Rahmen i-o befestigt und wird
durch einen Hebel 194 geschwenkt, um den Kegel gegenüber der Welle 164.a und gegen,-den
Druck der Feder 175
anzuheben. Der Hebel 194 legt sich gegen einen Kurbelarm
195, der an dem einen Ende einer Welle 196 befestigt ist, die in einer Hülse
197 angeordnet ist, die in, einem Lager 198 ruht, das in einem Arm eines
mehrarmigen Rahmens igg gebildet ist. Der Rahinen ist an der Säule 105 der Maschine
befestigt, und die Welle 196 wird durch einen Querarm :zoo (Fig.:29) geschwungen,
der an ihrem entgegengesetzten Ende und an einer exzentrischen Lasche 2oi angebracht
ist, die z5
durch ein an einer Hülse 202a festes Exzenter 202 hin und her
bewegt werden kann. Die 11#llSe 20->a dreht sich absatzweise um je eine halbe
Umdrehung. Durch Schwingen der Welle 196 in der einen Richtung unter dein 1-,influß
des Exzenters 202, wenn dieses eine halbe Umdrehung vollführt, gibt das Joch 193
den, Kegel 173 frei, so daß er sich gegenüber der Welle 164a unter dem Druck
der Feder175 senkt und in Eingriff mit dein Kupplungsteil 178 kommen kann,
um die Säge anzutreiben, während die Rückwärtsbewegung der Welle 196 bei deni Vollenden
der Drehung des Exzenters die Teile in ihre frühere Stellung zurückführt, in der
die Kupplun#gsteile i73 und 178 außer Eingriff sind und der Antrieb der Säge unterbrochen
ist.
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Der Schlitten 140 (Fig. 31, 32, 39, 40, 41, 42 und 47), der
das Einstellen der Säge 134 ermöglicht, ist mit dem Hauptteil 148 des Sägengehäuses
147a verbunden, und zwar ist er ihm gegenüber versetzt. Er gleitet in einer Schwalbenschwanzführung
i4oa in vwei senkrecht angeordneten Schienen 203, die an dem Schraubstockrahmen
115 angebracht sind, so daß die Säge in senkrechter Richtung in verschiedene Arbeitsstellungen
überführt werden kann. Der Schlitten 140 ist mit einer drehbar angeordneten exzentrischen
Kleininvorrichtung 204 versehen, die mit dem Schraubstockrahmen 115 zwischen den
beiden Führungsschienen 2-03 zusammenarbeitet und einen Griff :2o5 zum Handhaben
trägt. Außerdem ist die Klemmvorrichtung, wie die Fig. 42 zeigt, mit einer I'Nut
--o6 versehen, die mit einer federnden Falle 207 zusammenwirkt, um sie in
der Klemmstellung und in der gelösten Stellung festzuhalten. Die Klemmvorrichtung
:204 wird jedoch nur verwendet, um die Teile gegen ein unbeabsichtigtes Bewegen
zu sichern, wenn der Scliraul)-stockrahmen geöffnet wird und die Sägevorrichtung
sich mit ihm bewegt, da züi anderen Zeit-en der Schlitten sich frei bewegen muß
und dann durch den Hebel 141 gehalten wird. Der Schlitten i4o trägt ferner eine
nach unten reichende Zunge 2o8, die mit einem sich nach vorwärts erstreckenden Zapfen
2o9 versehen ist, der in einen Schlitz:2io an einem schwingenden Teil 21:2 des Hebels
141 einfaßt, und dieser Hebelteil bewegt sieh bei dem Öffnen des Schraubstockrahmens
gegenüber dem übrigen Teil des Hebels und unterbricht die Verbindung mit dem Stift
209, wenn der Schraubstockrahmen nach vorn geklappt wird; eine Feder 213
zieht den Hebel von der Zunge 2o8 zurück. Wenn der Schraubstockrahmen wieder geschlossen
wird, kann der Hebel 212 von Hand so geschwenkt werden, daß er wieder über den Stift
:2oo ,greift. Die Anordnung kann in-dessen auch so getroff en werden, daß der Hebel
212 gegen den Zug einer Feder ausschwingt und infolgedessen selbsttätig wieder in
die Stellung zurückgebracht wird, wenn der Schraubstockrahmen geschlossen wird.
-
Der Hebel 141 ist -an dem einen Ende der Hülse 197 befestigt,
die, wie bereits erwähnt, in dem Lager 198 angeordnet ist (Fig. 27 bis 29).
Ein kurzer Arm --14 ist an
Deng entgegengesetzten Ende der Hülse
197 angebracht und trägt eine Rolle 215, die auf dem Umfang einer Kurve 216 läuft.
Die Kurve wirkt durch den Arm 214, die Hülse 197 und den Hebel 44 um die Säge in
ihre 'Tewöhnliche oberste Lage anzuheben,. wähc rend eine Feder 217" deren eines
Ende bei 218 an dem Schraubstockrahmen 115 be-
festigt ist, bestrebt
ist, die Rolle 215 gegen die Kurve 216 zu drücken und die Säge nach abwärts in die
Schneidstellung zu bringen, wenn die Rolle auf dem niedrigen Teil der Kurve läuft.
Die Kurve 216 ist auf einer IIÜISC 202a befestigt in gleicher Richtung mit
el el e dem Exzenter 202, und sie wird absatzweise Csedreht, zuerst durch eine halbe
Umdrehung, so daß die Abwärtsbewegung der Säge in die wirksame Lage möglich ist,
und alsdann nach dein Sägen vollendet sie ihre Umdrehung und bringt die Säge gegen
den Zug der Feder 217 wieder in die oberste unwirk-same Lage.
-
Die Lehrenplatte 139, die an dem Schlitlen 143 sitzt, ist an
einem Rahmen 22o angeordnet, der an der Säule io5 befestigt ist (Fig.
8 bis 14). An dem linken Ende trägt der Schlitten 143 einen nach oben gerichteten
Pfosten 22i,.der den zweiarmigen Fühler 144 trägt, der eine begrenzte Schwingbewegung
in einer senkrechten Ebene uni seinen Zapfen 2:22 ausführen kann. Eine Zugfeder
223, die an ihm und an dem Pfosten :2,21 befestigt ist, zieht den Fühler
in die richtige Lage, wenn er über die Mitte nach der einen oder der anderen Richtung
hinaus bewegt ist. Gewöhnlich nimmt der Fühler 144 eine solche 1,age ein, (laß sein
oberer Arm 224 außerhalb des Weges der ankommenden Zeile liegt, w iihrend i der
untere Arm 225 in der wirksainen Lage ist, uni mit dem Ansatz 13o an der Sondermatrize
129 zusammenzuarbeiten, so daß er bei der fortgesetzten Bewegung der Zeile während
ihres Überführens in den Gießschlitten 103 mitgenommen wird und so den Schlitten
143 nach links bewegt (in strichpunktierten Linien in der Fig. 8 gezeigt),
und zwar in eine bestimmte Stellung, die von der Lage der Sondermatrize in der Zeile
abhängt.
-
Die schwingende Anordnung des Fühlers hat den Zweck, zu ermöglichen,
daß die Zeile gesenkt werden kann, so daß sie aus dein Bereich des Fühlers kommt
und durch den Gießschlitten in die Gießstellung gebracht Werden kann (Fig.
9). Wenn die Zeile gesenkt wird, wird der Fühler 144 geschwenkt,
bis die Feder 223 wirksam wird und ihn aus dem Wege der abwärts gehenden
Zeile herausschnellt. Hierdurch wird der obere Arm 224 in die Stellung gebracht,
in der er bei der RückkehrdesGießschlittens nach demGießen erfaßt werden kann, um
den Fühler in der entgegengesetzten Richtung soweit zu schwingen, daß die Feder
223 ihn wieder in die Anfangslage- zurückschnellen kann.
-
Der Schlitten 143 liegt auf den beiden Rollen 226 und
227, die in dem Rahmen 220 angeordnet sind und in der Längsrichtung in einer
gewissen Entfernung voneinander liegen. Es ist dann noch eine dritte Rolle 2-1,9
vorgesehen, die ebenfalls in dem Rahmen ?-2o angeordnet ist und zwischen den Rollen
226
und 227 liegt und in einer Nut 229 in der oberen Fläche des Schlittens
läuft. Die Lehrenplatte 139 hat eine geneigte Anschlagfläche 230,
gegen die sich das entsprechend geneigte Ende 231 der Anschlagschiene 142 legt,
die in Führungen an den Rahmen 232
und 233 senkrecht gleitet (Fig.
8). Das untere Ende der Anschlagschiene 142 ist mittels einer Stift- und
Schlitzverbindung 234 mit dem kurzen Arm 214 des Sägeeinstellhebels verbunden, so
daß, wenn letzterer um seinen Zapfen schwingt, wenn die Säge durch die Kurve 216
und die Feder :217 gesenkt wird, die Anschlagschiene 142 sich aufwärts bewegt, bis
ihr schräges Ende :231 gegen die Anschlagfläche230 derLehrenplatte139 stößt
und die Säge in einer bestimmten Lage anhält. Wenn die Säge durch die Lehrenplatte
139 angehalten ist, vollendet die Kurve 216 den Rest der halben Umdrehung im Leerlauf
und stützt die Säge in der eingestellten Lage nicht. Die beiden Hebelarme 141 und
:214, die Schräge der Flächen230 und 231 und die Länge der Schiene 142 sind so bemessen,
daß die Säge genain in der besonderen Schneidstellung liegt, die durch die Stellung
der Sondermatrize 129 in der Zeile bestimmt ist, und die Rolle228, die auf der oberen
Fläche des Schlittens 143 läuft, liegt uninittelbar oberhalb des Punktes, an dem
das Ende 23 1 der Anschlagschiene 142 sich gegen die Lehrenplatte 139 legt;
sie dient also als eine feste Gegenlage und verhindert ein federndes Ausweichen
der Lehrenplatte unter dem Druck der Feder 217.
-
Die Bewegung des Schlittens 1.43 nach links durch die Sondermatrize
129 erfolgt entgegen dem Zug einer Feder:235, die den Schlitten wieder in seine
Anfangslage zurückbringt. Ein Ende dieser Feder ist an dein Pfosten 2:21 an dem
Ende des Schlittens und (las andere Ende an einem Haken 236 an dem festen
Rahmen :22o befestigt. Es ist eine Bremsvorrichtung 237 vorgesehen, die der
Feder 235 entgegenwirkt und den Schlitten in der Stellung hält, in die er
eingestellt wird, wenn die Zeile von dem Fühler 144 fort durch den Gießschlitten
io3 in die Gießstellung gebracht wird. Die Bremsvorrichtung2'37 ist eine Gleitbremse
und besteht aus einem drehbar angeordneten Bremsschuh
:238, der
dem Schlitten 141 eine freie Bewegung nach links ermöglicht (Fig. 8), aber
unter dem Zug der Feder 239 in Reibungseingriff mit der oberen Fläche des
Schlittens gelangt, so daß bei einem Versuch den Schlitten wieder nach rechts in
die Aniangslage zurückzubringen, der Bremsschuh keilartig zur Wirkung kommt. Der
Bremsschuh 238 ist bei :24o an dem Rahmen 22o argelenkt und trägt einen Arm:2-4i,
der sich über den Drellzapfen hinaus erstreckt und gelenkig mit einem Lenker 242
verbunden ist, der in sich um gol verdrillt ist. Der Lenker 242 ist mit einem zweiten
Lenker 243 verbunden, der an einen Arm 244 angelenkt ist, der an dem unteren Ende
einer senkrecht schwingbaren Welle:245 befestigt ist, die nach oben durch ein Lager
2.46 in dem Tisch io4 der Maschine hindurchgeht und an ihrem oberen Ende einen -waagerecht
angeordneten gekrümmten Arm 247 trägt. Der Arm 247 ist so an der Welle 245 befestigt,
daß nur ein Teil seiner bogenffirmigen Fläche 247a in dem Wege des Fingers io7a
des Schlittens ioi steht, und wenn die Zeile in den Gießschlitten 103 überführt
oder aus ihm herausgebracht wird, dann stößt der Finger 107a gegen den Arm:247,
und der Arm wird in der Uhrzeigerrichtung (Fig. 12) gedreht, so daß er auch die
Welle 245 entgegen der Wirkung der Zugfeder 239 mitnimmt und durch den Arm:244
und die Lenker 243 und 2242 den Bremsschuli:238 um seinen Zapfen 240 in der Uhrzeigerrichtung
schwenkt und ihn außer Eingriff mit dem Schlitten 143 bringt. Natürlich ],arm der
Schlitten 143 sich immer frei nach links bewegen, da der Bremsschuh nur dahin wirkt,
seine Rückwärtsbewegung in die Anfangslage zu verhindern, also die Freigabe der
Bremse bei dem Abliefern einer Zeile in den Gießschlitten nebensächlich ist. Bei
dem Entfernen der Zeile aus dem Gießschlitten jedoch ermöglicht die augenblickliehe
Freigabe des Schlittens 143 durch den Bremsschuh, daß der Schlitten durch die Feder
--35 wieder nach rechts bewegt werden kann, bis ein Puffer:248 an dem Schlitten
gegen einen Arm 249 stößt, der von dem Rahmen 22o - nach unten ragt, der
Schlitten wird dadurch federnd in der Anfangslage angehalten.
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An der Unterseite des Schlittens 143 ist ein gabelförmiger Rahmen
--5o zum Steuern der Sägenvorrichtung vorgesehen, dessen Anordnung und Wirkungsweise
später beschrieben werden.
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Der Zeilengreifer 135 mit den zu seinem Bewegen dienenden Vorrichtungen
(Fig.,3o bis 40) ist auf einem Rahmen 157 angeordnet und besteht aus zwei
Hauptteilen, nämlich einer Vorrichtung zum Greifen und Fortführen der Zeile aus
der Gießforin nach der Säge hin und einer Vorrichtung zum Umfassen oder Stützen
des Schriftzeichenteiles 132 der Zeile genau unterhalb des Sägeschnittes.
Der Greifer an sich hat die Form eines Joches 254, das einen oberen und einen unteren
Arm:255 und :256 trägt, die durch eine Querstange 257 miteinander verbunden
sind, und er ist in kanalartigen Führungen 258 und :259 angeordnet, die senkrecht
übereinander angeordnet sind. Die Arme 255 und :256 sind an ihrem Ende mit
je einer Klaue 20o zum Erfassen der Zeile versehen, wenn sie aus der Gießform
ausgestoßen wird, und jede Klaue bildet eine Anlagefläche 261, die von dem Zahn
263 und einem Ansatz 262 an dein betreffenden Arm heegrenzt wird,
und diese Anlagefläche ist gerade lang genug, um den Zeilenkörper zu halten. jede
Klaue 26o ist federnd bei 264 an dem betreffenden Jocharm befestigt, so daß sie
ausschwingen kann, um die Zeile aufzunehmen und dann mit der Zeile wieder zurückzuschwin-en,
wenn sie ZD weit genug aus der Gießform ausgestoßen ist und innerhalb der Anlageflächen
261 liegt. Die Klaue an dein unteren Arm 256 ist noch mit einem zweiten Ansatz
265 versehen, der kurz vor dem Vollenden des Sägeschnittes gegen einen festen
Anschlag:266 an dem Rahmen 157 (Fig. 30) stößt und die Klaue von dem Zeilenteil
132 abhebt, so daß er frei in die zweite Abfallrinne 137 fallen kann, die
nach dem Zeilenschiff führt. Die Querstange :257 des JocbeS 254 trägt einen Stift
267, um den sich das gegabelte Ende 268 eines Armes 269 eines
WinkelhebC1S 270 legt, der um eine Welle 271 drehbar angeordnet ist, die
in einem Lager 272 gelagert ist, das an einem Arm 273 des Rahmens
157 sitzt. Ein kurzer Arm 274 des Winkelhebels 2270 trägt eine Rolle
275, die auf dem Umfang einer Kurve 2-6 läuft, die auf einer Welle277
angeordnet ist. Diese Welle ist in Lagern 278 und 279
an den Armen
280 und 281 des Rahmens 157 gelagert (Fig. 31). und an ihrem einen Ende mit einem
Kegelrad:282 ausgerüstet, das mit einem zweiten Kegelrad 283 kämmt, das durch
eine später noch zu beschreibende Kupplungsvorrichtung angetrieben wird.
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Die gewöhnliche Stellung des Greifers ist die in der Fig.
33 gezeigte, und die verschiedenen Lagen während der Arbeit sind in den Fig.
34 bis 37 dargestellt. Bei dein Ausstoßen der Zeile aus der Gießforin zieht
eine Feder -,84, die an dem Arm 269 und an dem Rahmen 157 befestigt
ist, das Joch --54 nach der Gießforin hin, und zwar mit einer Geschwindigkeit, wie
sie durch die Rolle 275 an dein Winkelhebel 270 zugelassen wird, die
ja auf der umlaufenden Kurve 276 läuft. Wenn die Zeile ausgestoßen ist, tritt
sie zwischen die
Klauen 26o ein. Die untere Klaue liegt an der
Mündung der gewöhnlichen Zeilenabgleitrinne 127 und verhindert, daß die Zeile
in diese Rinne hineinfällt. Bei dem fortgesetzten Drehen der Kurve 276 schwingt
der Winkelhebel 270
ge - gen den Zug der Feder 284 aus und führt das
Joch nach vorn und bringt dadurch die Zeile nach der Säge hin, die vorher in die
Schneidstellung eingestellt worden ist. Die Bewegung des Joches wird so lange fortgesetzt,
bis die Zeile durchgeschnitten ist. Alsdann wird die untere Klaue26o durch das Anstoßen
an den AnsatZ265 mit dem Anschlag;266 um ihren Zapfen geschwungen, so daß der Zeilenteil
132 in die Abfallrinne 13/7 abgleiten kann (Fig. 37 und
38).
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In einer Führung286 an dem Deckel 149 des Sägengehäuses (Fig.:27 und
47) gleitet eine Stange285, die an ihrem hinteren Ende mit einem federnd angelenkten
Finger28:7 versehen ist (Fig. 32 bis 38) und gewöhnlich in ihr.er
hinteren Stellung liegt, so daß bei (lern Cberführen der Zeile von der Gießform
nach der Säge durch den Greifer 135 die Stange mit dem Finger 287 in Eingriff
kommt und ihn beim Vorbeigehen um seinen Zapfen dreht. Wenn die Zeile an dem Ende
des Fin-gers 287 vorbeigegangen ist, schnappt dieser in seine Anfangslage
hinter die Zeile zurück. Unmittelbar darauf bleibt der Greifer 135
stehen,
so daß die Stange 285 sich vorbewegen kann, bis der Finger:287 die Rückenkante
des Zeilenkörpers erfaßt, der sich dann gegen eine Schulter 288 (Fig. 4o)
an dem Ende des Fingers legt. Wenn die Zeile von dem Finger 287 erfaßt ist,
bewegen sich die Stange 285
und der Greifer 135 gleichmäßig und führen
die Zeile an der Säge vorbei, und der Finger verhindert, daß der Zeilenteil
132, der an dem Ende des Sägevorganges durch die untere Klaue 26o nicht mehr
gestützt wird, bei dem Beendigen des Sägens sich verdreht.
-
Die Bewegung der Stange 285, die den Finger 287 trägt,
erfolgt mit Hilfe eines geschlitzten Lenkers 289 (Fig. 30 und
38), der eine Bewegung parallel zu sich selbst ausführt und mit einem Stift
29o an dem vorderen E nde der Stange in Verbindung steht. Der Lenker
-289 ist an seinem oberen Ende an einen kürzeren Lenker 291 angeschlossen,
der seinerseifs an einen nach oben ragenden Pfosten 29:2 an dem Rahmen 1
5- angelenkt ist, w iihrend i das untere Ende des Lenkers 28() mit' dein
einen Arm 293 eines Winkelhebels 294 verbunden ist, der auf der Welle
27 1 sitzt. Der Arm 293 hat die gleiche Länge wie der Lenker:29i.
Der kurze Arm 2c)5 des WinkelliebeIS 294 trägt eine Rolle 29#, die auf dem Umfang
einer auf der Welle 277 befestigten Kurve 297 läuft. Wie bei dem Joch
254 erfolgt die wirksame Bewegung der Stange 285
und des l#'illgers
287 bei dein -Stützen der Zeile durch die Kurve -"#7, während das leere Vorwärtsbewegen
in die Anfangslage durch eine Feder --98- erfolgt, die zur Wirkung kommen
kann, wenn die Rolle 296 auf dem niedrigen Teil der Kurve 29- läuft.
-
Der Lenker,289 ist über seine ganze Länge geschlitzt, und zwar aus
zwei Gründen. Zunächst ist, wie bereits erwähnt, die Stange 285 in einer
Führung 286 in dem Deckel 149 des Sägengehäuses gleitbar und nimmt infolgedessen
an der senkrechten Bewegung in demselbeil Maße teil wie die Säge, wenn sie ein-Z,
elestellt wird. Da die Säge um etwa 40 Cicero verstellt werden kann, muß auch der
Schlitz schon für diesen Zweck wenigstens 40 Cicero lang sein. Außerdem bewegt sich
der Lenker 289 selbst gegenüber der Stange 28,5 während seiner das Hinundherbewegen
der Stange bewirkenden Bewegung parallel zu sich selbst; der Schlitz muß also hinreichend
lang sein, um auch diese Bewegung bei jeder Arbeitslage der Säge zu ermöglichen.
-
Der schriftlose Abfallteil 133 der Zeile wird nach dem Sägevorgang
durch einen ans gegeneinander verschiebbaren Teilen bestehenden Stößer
138 (Fig. 39 bis 48), der auf dern oberen Teil 148 des Sägengehäuses
1-t7" sitzt, entfernt. Der StÖßer 138 besteht aus vier Teilen 301, 302, 303
und 304, die mit Schwalbenschwänzen an#einand#er-leiten. Der Teil C
301
ist an einer Rippe 305 schwalbenschwarizförmig geführt, die an dem oberen
Teil 148 des Gehäuses 147a sitzt. Diese Schwalbenschwanzführung ermöglicht ein waagerechtes
Bewegen der Teile, das der Reihe nach durch Ansätze 3o6 an den Teilen
302 und 303 und durch eine Schraube 307 in dem vorderen
Ab-
schnitt 304 bewirkt wird. Die Schraube ist entfernbar, damit die Teile
zusammengesetzt und auseinandergenommen werden können. Die Ansätze 3o6 und die Schraube
307 laufen in Schlitzen 3o8 bestimmter Länge, die innen vo»n dem linken Ende
der Teile 301, 302 und 303 ausgehen und stufenförmig zueinander angeordnet
sind, wodurch der Betrag der Bewegung der Teile gegeneinander auf die Länge des
Schlitzes beschränkt wird, in dem der betreffende Ansatz läuft. Der Teil 304 trägt
einen Stößerkopf 3o9, der L-förmig ist und sich gegen die eine Seite und die untere
Kante des Zeilenkörpers legt, um zu verhindern, daß die Zeile umkippt, wenn sie
von der Säge fortgestoßen wird. Der Teil 304 ist auch noch mit einer Antriebszahnstange
31o ausgerüstet, die mit einem Zahnrad 31r kämmt, das auf dem oberen Teil 148 des
Sägengehäuses angeordnet ist und durch ein Zahnsegment 312 gedreht wird, das an
einer senkrecht angeordneten Welle 313 befestigt ist. Die Welle ist in einem Lager
314 gelagert, das in einem
sich nach vorn erstreckenden Ansatz
315 des Gehäuseteiles 148, angeordnet ist. Das gegenüberliegende Ende der Welle
313 trägt einen Bund 316, an dem ein Stift 317 befestigt ist, der
in einen. Schlitz 318 eines» eine Parallelbewegung ausführenden Lenkers 31g einfaßt,
durch den das Zahnsegment 312 gedreht wird. Der Lenker 319 ist ebenso wie
der den Greifer antreibende Lenker 289 über seine ganze Länge geschlitzt,
da das Zahnsegment 312, das Zahnrad 311 und der Stößer 138, auf dem
Sägengehäuse 147a angeordnet sind und mit diesem und dein Schlitten 140 bewegt werden.
Der Lenker 319 ist an seinem oberen Ende mit dein einen E, nde eines kurzen Lenkers
320 verbunden, dessen anderes Ende mit einem nach oben ragenden Pfosten
321 in Verbindung steht, der fest an dem Rahmen 157 angebracht ist.
Das untere Ende des Lenkers 319 ist an das Ende eines zweiten kurzen Lenkers 32-2
angeschlossen, der die gleiche Länge hat wieder Lenker 320 und an dessen
anderes Ende eine Stange 3:23 angreift, die in dem Rahmen 157 liegt
(Fig- 39). Der kurze Lenker 32:2 trägt eine Rolle 324 etwa in der
Mitte seiner Länge, die mit einer Kurve 3:25 zusammenarbeitet, die an der
Kurvenwelle :277 befestigt ist.
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Nachdem die Zeile durchgeschnitten ist und der die Buchstaben tragendeTeil
in das Zeilenschiff abgleiten konnte, stößt die Rolle 324 an dem Lenker
322 gegen die Kurve 3:25 und bewegt den Lenker 3 19
rasch in die in vollen Linien in der Fig. 38 gezeigte Stellung. Bei dieser
Bewegung schwingt der Lenker das Zalinsegment 312 entgegen der Uhrzeigerrichtung
und dreht dabei das Zahnrad 311, (las durch die Zahnstange 3 10 den
Stößerkopf 309
gegen den Abfallzeilenteil 133 bringt und ihn von der
Säge fort in einen Abfallkasten führt. Unmittelbar darauf ermöglicht die Kurve
325,
daß die Teile durch die Feder 3:26, die an den Lenker
319 und den Rahmen 157 anfaßt, wieder in ihre Anfangslage gebracht werde'n.
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Die gewöhnliche vordere Führung, die an einem Zapfen aufgehängt ist
und gegen welche die Zeile stößt, wenn sie ausgestoßen wird, und durch die sie in
die Abgleitrinne geführt wird, ist bei der Anordnung gemäß der Erfindung durch eine
Klappe 136 ersetzt (Fig. 27,
30, 32 bis 40), die an der einen
Seite einer senkrechten, schwingbaren Welle 331 angeordnet ist, die an dem Schraubstockrahmen
i 15 gelagert ist und ein Schwingen der Klappe aus dem Wege der Zeile
ermöglicht, wenn sie zu der Säge geführt werden soll. Eine Feder 33:2# die mit ihrem
einen Ende mit einem an dem unteren Ende derWelle 331 angeordneten Arm
333 und ihrem anderen Ende mit einem festen Teil der Maschine verbunden ist,
ist ständig bestrebt, die Klappe 136 in der offenen Lage aus dein Wege der Zeile
züi halten. Die Klappe wird entgegen dem Zug der Feder 332
durch einen Bund
334 geschlossen, der einstellbar an einer waagerecht angeordneten, hin und her schwingbaren
Welle 335 angebracht ist und einen nach aufwärts ragenden Ansatz
336 trägt, der gegen den Arm 333
stoßen kann. Das freie Ende der Welle
335
ist gleitbar in einem drellbaren Lager 337 angeordnet, das an dem
Schraubstockrahmen 1 5
befestigt ist (Fig. 40), und ist an seinem anderen
Ende an das untere Ende eines Querarmes 2oo angelenkt (Fig. 27), der an der
Welle 196 befestigt ist. Wie bereits erwähnt, ist das andere Ende des Armes 2oo
an die exzentrische Lasche 2oi angelenkt, die das Exzenter --o2 urngibt, und wenn
der Arm 2oo die in der Fig. 28 gezeigte Stellung einnimmt, also seine gewöhnliche
Lage, wird die Klappe 136 durch den Bund 334 geschlossen gehalten, der gegen die
Spannung der Feder 332 wirkt (Fig. 3), so daß die ausgestoßene Zeile,
wenn die Klappe in dieser Lage ist, durch die Klappe in die gewöhnliche Abgleitrinne
127 geführt wird. Wenn eine Zeile gesägt werden soll und der Arm 2oo in die in der
Fig. 27
gezeigte Lage geschwungen ist, dann wird die Welle 335 nach
rechts gezogen; sie bringt dabei den Ansatz 336 an dem Bund 334 außer Eingriff
mit dem Kurbelarm 333, so daß die Feder 332 die senkrechte Welle 331
drehen und die Klappe in die in der Fig. 30 und 4o gezeigte offene Lage schwingen
kann.
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Abgesehen von dem Antrieb der Säge werden die bisher beschriebenenTeile
sämtlich durch die Hauptantriebsscheibe 340 (Fig. 3)
der Maschine angetrieben.
Die die Scheibe 340 tragende Welle 341 trägt noch ein Zahnrad 342, das mit einem
an dem Ende einer Welle 344 angeordneten Kegelrad 343 kämmt. Die Welle 344 ist in
Lagern 345 und 346 gelagert, die an dem Maschinenrahnien io5a und an der Säule
105 befestigt sind. Ein zweites Zahnrad 347 ist an dem entgegengesetzten
Ende der Welle 344 befestigt und kämmt mit einem Kegelrad 348, das an dem einen
Ende einer Welle 349 sitzt, die rechtwinklig zu der Welle 3,44 liegt und in einem
Lager 35o angeordnet ist, das in dem Rahmen igg vorgesehen ist. An dem entgegengesetzten
Ende trägt die Welle 349 ein Kegelrad 351, das mit einem Kegelrad 352 in
Eingriff ist, das auf einer Welle 353, (Fig. 21) sitzt, die rechtwinklig
zu der Welle 349 liegt und an dein einen Ende in einem Lager Igga des Rahmen.-,
igg gelagert ist. Die Welle 353 geht durch die Hülse 20211 hindurch und durch
eine zweite Hülse 354, die drehbar in einem Lager j99b des Rahmens igg angeordnet
ist und das Kegelrad:283 trägt, das zum Drehen der Kurvenwelle 277 dient.
Von dieser Welle 353 aus
werden die verschiedenen Teile
der Sägevorrichtung angetrieben, und die Zeiteinteilung der Bewegung wird durch
die beiden Kupplungen 356 und 357 geregelt.
-
Die Kupplungen 356 und 357 (Fig. 21 bis 26 und
49 bis 63) sind übereinstimmend, abgesehen von den Mitteln, die sie drehen,
und zwar macht die Kupplung 356 eine vollkommene, ununterbrochene Drehung
bei jedem Sägevorgäng und die Kupplung 357 zwei halbe Umdrehungen, eine vor
und eine nach dem Einrücken der Kupplung 356. Die folgende Beschreibung der
eine volle Umdrehung ausführenden Kupplung 356 gilt in gleicher Weise auch
für die eine halbe Umdrehung ausführende Kupplung 357, und es sind für die
übereinstimmenden Teile der Kupplungen deswegen gleiche Bezugszeichen gewählt, abgesehen
von denjenigen Fällen, in denen es zweckmäßig erschien, ein abweichendes Bezugszeichen
zu wählen, um Irrtümer zu vermeiden. Die Kupplung 350 hat einen Kupplungskörper
358' (Fig. 21 bis 24 und 26), der an der Hülse 354 befestigt ist,
die lose auf der Welle 353 sitzt. Der Kupplungskörper 358
trägt außermittig
eine zylindrische - Aussparung 36o, die sich in der Achsrichtung erstreckt
und einen Kolben 361 und eine Druckfeder 363 aufnimmt, die zwischen der Bodenwand
364 der Aussparung und dem Kolben angeordnet ist. Die Feder 363 ist bestrebt,
den Kolben aus der Aussparung herauszudrücken. Der Kolben 361 ist mit einem Führungszapfen
365 versehen, der durch dieFeder 363 hindurchgeht und in einer Öffnung
366
an der Bodenwand 364 der Aussparung gleitet, um Zu verhindern,
daß der Kolben während seiner Hinundherbewegung kantet. Ein an der Seitenwand des
Kolbens 361 vorgesehener Ansatz 367 gleitet in einer Nut 368
an der
Seitenwand der Aussparung 36o, so daß der Kolben zwar hin und her gehen, aber sich
nicht drehen kann. Die Seitenwand des Kolbens gegenüber dem Ansatz 367 hat
einen Schlitz 369, derz sich etwa bis zu der Mitte des Kolbens erstreckt,
und die innere Wand 37o des Schlitzes 369 ist bei 371 abgeschrägt, so daß
eine Schrägfläche gebildet wird, die mit einer Kurve 372 zum Bewegen des
Kolbens 361 gegen die Wirkung der Feder 363
zusammenwirkt. Die Kurve
372 ist an einem Segment 373 vorgesehen, das von einem Steuerliebel
374 getragen wird, der drehbar in dem Lager 198 gelagert ist, so daß er über der
Kupplung 356 liegt. Er wird gewöhnlich so Cre halten, daß die Kurve in der
wirksamen Lage in einer Nut 376 des Kupplungskörpers 358 gehalten
wird, und zwar durch eine Druckfeder 375, die an seinem freien Ende und an
einem Arm -des Rahmens igg angebracht ist. An dem Segment 373 (Fig.:2(»
verläuft die Kurve 372 von links nach rechts, also in der Drehrichtung der
Kupplung, und es ist eine flache Aussparung 377 vorgesehen, in die der Kolben
361 einfaßt, wenn er über die Kurve 372 lierübergegangen ist. Das Einfassen
des Kolbens 361 in die Aussparung377 verhindert ein Drehen des Kupplungskörpers
358 in beiden Richtungen und ein zufälliges Verschieben der Teile unter der
Wirkung der Kupplung 356, die ihren Gleichlauf unterbrechen würde. Der Hebel
374 ist an der dem Segment 373 gegenüberliegenden Kante mit einem Ansatz
378 versehen, an dem er erfaßt werden kann, um ihn züi schwingen, und die
Schwingbewegung wird durch eine Vorrichtung, deren Wirkungsweise noch beschrieben
werden wird, gesteuert. Die Kupplung 35() wird jedoch durch diese Vorrichtung durch
die Bewegung des Ausstoßschlittens 117(1 verstellt, wenn er während des Ausstoßens
der Zeile aus der Gießform vorgeht, und zwar schwingt dieses Vorgehen einen Hebel
379,
der fest auf einer Welle 380 sitzt die in dein Rahmen
233 gelagert ist und sich nach rückwärts bis zu einer Stelle erstreckt, an
der sie gegen eine Rolle 381 stoßen kann, die an dem Ende eines Armes
382 sitzt, der mit dem Ausstoßschlitten 117a verbunden ist. Der Hebel
379 ist so angeordnet, daß er in einer waagerechten Ebene schwingt, und er
wird durch eine Feder 383 (Fig- 3) in seiner gewöhnlichen Lage gehalten.
Die Feder ist an dem Hebel selbst und an der Säule 105 befestigt. Wenn der Ausstoßschlitten
während des Ausstoßhubes vorgeht, stößt die Rolle 381 bei dem Vorbeigehen gegen
eine Kurvenfläche 384 an einem nach aufwärts ragenden Ansatz 385
an dem freienEnde
desHebels379 und drückt ihn nach rechts (Fig. 3, 49 und 5o). Dies bewirkt
den wirksamen Hub des gegenüberliegenden Endes des Hebels 379, das siell
nach links bewegt und den Steuerhebel 37-1
aufwärts schwingt. Die Schwingung
erfolgt gegen den Zug der Feder 375, und es wird dabei das Segment
373 außer Eingriff mit dem Kolben 361 gebracht, so daß er aus der Aussparung
durch die Feder 363 herausgedrückt wird und mit dem Kupplungsteil 3'5(-)
in Eingriff kommt. Die fortgesetzte Bewegung des Ausstoßschlittens 117a bringt die
Rolle 38 1 von der Kurvenfläche 384 fort auf die Fläche 384P, so daß der
Hebel allmählich in seine Anfangslage unter der Wirkung der Feder 375 zurückschwingen
kann, wobei er den Steuerhebel 374 in die wirksame Lage bringt. Bei dem Rückwärtshub
des Ausstof3-schlittens i 1711 läuft die Rolle 38 1 auf der Fläche
386 an der gegenüberliegenden Seite des Ansatzes 383 (Fig.
5 1 bis 53) und schwingt das freie Ende des Hebels 37o bei dem Vorbeistreifen
nach links.
Der Kupplungskörper 3,58 wird durch eine ständig
umlaufende Scheibe 387 in Umdrehung versetzt. Die. Scheibe 387 ist
mit einer Anzahl von zylindrischen Aussparungen 388 versehen, mit denen der
Kolben 361 in Eingriff kommen kann, wenn er frei 'ist und durch die Feder
363 in eine Aussparung hineingedrückt wird. Die Scheibe 387 ist lose
auf einer mit einem Bund versehenen Verlängerung 392-a einer Nabe 392b des
Antriebsteiles 392 angebracht und an der den Aussparungen 388 gegenüberliegenden
Seite mit zwei in einem Durchmesser einander gegenüberliegenden Ansätzen
389 versehen, die zwischen die Flügel des Antriebsteiles 392 passen,
das auf der Welle 353 aufgekeilt ist. An einer zweiten Scheibe 391, die an
der gegenüberliegenden Seite des Antriebsteiles liegt, sind in ähnlicher Weise zwei
Ansätze 39o angeordnet. Die beiden Ansatzpaare 389 und 390 und der
Antriebsteil 392 liegen lose aneinander, und zwei Druckfedern 393,
die in Aussparungen 394 in dem Antriebsteil und in den Ansätzen 390 liegen,
halten die Teile in Berührung miteinander und nehmen die Drehung auf,
' wenn eine der Kupplungen eingerückt Die Kupplung wird ' 357, die
eine halbe Umdrehung ausführt, unt erscheidet sich von der Kupplung 3,56
insofern, als ihr Kupplungskörper 395 auf die HülSC 202(1 aufgekeilt ist
(Fig. 2 1). Die Hülse 202a ist gegenüber der Welle 353 drehbar, und auf ihr
sind das Exzenter 2o2 und die Kurve 9- 16 angeordnet. Angetrieben wird sie
durch die ausgesparte Scheibe 391, welche die Ansätze 390 tri*tz_#t. Da jedoch
ihre Drehung unterbrochen wird, ist der Kupplttngskörper 395 mit zwei Kolben
36 1 ausgestattet, die in einem Durchmesser einander gegenüberliegen, und
zwar gegenüber einem Steuerhebel 396, der dem Hebel 374 entspricht und in
ähnlicher Weise in dem Lager 198 angeordnet ist. Ein mit einer glatten Oberfläche
verschenes -Nockensegment 397 ist an dem Rahmen igg befestigt (Fig.:25).
Wenn einer der Kolben durch den Steuerliebel 396 zurückgezogen wird, wird
auch der andere Kolben durch den Kurventeil 397 zU-rückbewegt, und bei jeder
halben Umdrehung des Kupplungskörpers 3:95 wird der eine oder der andere
der Kolben in den Steuerbereich des Hebels 396 gebracht, dessen Segment 39611
in derselben Weise wie das Segment 373 an dem Hebel 374. ausgespart ist und
in gleicher WeisedenKüpplungskörper39,5gegenDrehung sichert.
-
Die Arbeitsweise der eine halbe Umdrehung vollführenden Kupplung
3:57 wird durch die Sondermatrize 129 durch eine Reihe von Verbindüngen gesteuert,
-Dieb nach dem Steuerliebel 396 hinführen (Fig. il' 2,19, 13 bis:2ib). Der
S - teuerhebel kommt in Eingriff mit einem Kurbelarm 398 an dem unteren
Ende einer senkrechten Welle 399, die durch Lager 400 und 4oi an den Enden
der Rahmen 23-2 und --33 hindurchgeht. Die Welle 399 wird durch
einen Bund 402, an dem der Kurbelarm angebracht ist, in ihrer Lage gehalten. Der
Bund 4o2 legt sich gegen die untere Seite des Lagers 404 und es ist ein zweiter
Bund 403 auf der Welle unmittelbar oberhalb des Lagers 400 vorgesehen. Das obere
Ende der Welle 399 ist mit einem Bund 404 ausgestattet, der mit einem Querblock
4o.9 versehen ist. Außerdem sind zwei Arme 4o6 und 407 daran angeordnet, die gelenkig
daran vorgesehene Finger 4o8 und 409 tragen. Die Finger 408 und 4o9 haben eine flache,
obere Fläche 410, die an dem einen Ende abgerundet ist und in Eingriff mit der einen
Seite des Blockes 405 kommen kann. Sie wird durch eine Feder 411 in dieser Eingriffslage
gehalten, die an -an dem Bund 404 und dem betreffenden Finger vorgesehenen Stiften
41.2 bzw. 4U befestigt ist. Die Finger 408 und 409- tragen nach aufwärts gerichtete
Stifte 414, äie in dem Weg von nach unten ragenden Ansätzen 415 an den Armen des
gabelförmigen Rahmens #5o liegen, der von dem Schlitten 143 getragen wird (Fig.
8).
Z>
Wenn der Schlitten 143 durch die Sonderinatrize 1:29 nach links
bewegt wird, wenn die Zeile nach dem Gießschlitten überfüfirt wird, dann treffen
die Ansätze 415 an dem Rahmen 25o auf diebetreffenden Stifte 414 der Finget-. Wie
in den Fig. i5, 16, und 17 dargestellt ist, schwingt der Rahmen 25o bei dem Vorbeigehen
den Finger 409 leer um seinen Zapfen entgegen der Uhrzeigerrichtung, da die obere
Begrenzungsfläche410 des Fingers an der linken Seite abgerundet ist; dagegen kann
der Finger408, der auf der rechten Seite abgerundet ist, nicht leer in der Uhrzeigerrichtung
geschwungen werden, vielmehr nimmt er den Block405 bei der Drehung mit und dreht
dadurch auch die Welle 399, Wem' die Welle 399 gedreht wird, hebt
der Kurbel-' arm 398 den Steuerhebel 396 mittels eines Ansatzes an
und zieht das Segment 390'
außer Eingriff mit dem Kolben, und dadurch wird
die Kupplung 357 für die erste halbe Umdrehung freigegeben. Bei der fortgesetzten
Bewegung des Rahmens :25*o gelangen die An-22.
-
sätze 415 hi n-ter die Stifte 41 -4 an den Fingern 408 und, 409, und
der Finger 4o9 schna#1)t unter dem Einfluß der Feder 411 in die Anfangslage zurück.
Die Welle 3991# die von ihr getragenen Teile und der Finger 8 werden 40 durch
die Rückkehr- des Kupplungssteuerhebels 396 * in - die- Wirksame Lage-
wieder in die Anfangslage zurückgebracht; da die Feder 375 den Hebel
396 zurück in die Lage bringt, in der eine Lösung der Kupplung
3-57 11,-Ich
Vollenden der ersten halben U-mdrehun" erfolgt.
Bei dem Rückbewegen des Schlittens i4#, wenn die Zeile aus dein Gießschlitten entfernt
wird, treffen die Ansätze 415 an den Armen des Rahmens 2,50 wieder auf die
Stifte 414 an den Fingern 408 und -jog. Diesmal wird jedoch der Finger 408 leer
entgegen der Uhrzeigerrichtung geschwungen, und der Finger 409. der nicht leer in
der Uhrzeigerrichtung schwingen kann, wirkt auf den Block -lo5 und dreht die Welle
399 ein zweites -Mal in der gleichen Richtung, so daß der Steuerhebel
396 gedreht wird und die Kupplung 357
die zweite halbe Umdrehung ausführen
kann. Bei dem fortgesetzten Rückwärtsbewegen des Rahmens 250 kommen die Ansätze
415 außer mit den Stiften 414; die Finger und die Welle 399 und die
damit verbundenen Teile kehren wieder in ihre Anfangslage zurück.
-
E s -sei nun noch kurz die Arbeitsweise der ganzen Vorrichtung
angegeben. Die Antriebsvorrichtung für die Sägevorrichtung wird ständig von der
durch eine Riemenscheibe angetriebenen Hauptwelle 341 der Maschine in Umdrehung
versefzt und treibt die Welle 353
ununterbrochen an, auf welcher der Antriebsteil
392 für die Kupplungen 356 und 357 angebracht ist. Wenn die
Matrizenzeile in den Gießschlitten überführt wird, erfaßt der Ansatz I 3o an der
Sondermatrize 1:29 den Fühler j44 und bewegt den Schlitten 143 nach links in eine
bestimmte, durch die Lage der Sondermatrize in der Zeile festgesetzte Stellung.
Diese Bewegung des Schlittens zeitigt zwei E-rgebnisse: Sie stellt die Lehrenplatte
139 so ein, daß die Schneidstellung der Säge beel el stimmt wird, und gleichzeitig
schwingt sie durch den gegabelten Rahmen 25o die Welle t' `3
399 SO,
daß der Kupplungssteuerhebel 396
geschwenkt wird und die Kupplung
357 eingerückt wird und eine halbe Umdrehung ausführen kann. Die halbe Umdrehung
der Klupplung 357 bewirkt durch das Exzenter #.,o2 und die Kurve 216 gleichzeitig
drei Verstellungen, nämlich das Öffnen der Klappe 136, das Einschalten der
Sägeantriebskupplung 169 und das Einstellen der Säge 134. Diese Verstellungen ergeben
sich alle nur aus (lern Überführen der Matrizenzeile nach dem Gießschlitten, bevor
die Maschine den Gießvorgang beginnt.
-
Wenn die Maschine nun angelassen und die Zeile gegossen ist, wird
die gegossene Zeile durch das Gießrad iio in die Ausstoßstellung gebracht. Wenn
der Ausstoßer 117 vorgeht, um die Zeile aus der Gießform herauszustoßen, stößt die
Rolle 381, die an dem Ausstoßschlitten i i7a liegt, gegen die Kurvenfläche
384 an dem Ende des Hebels 379 und schwingt bei dem Vorbeigehen den Hebel
so, daß der z' Kupplungssteuerhebel 374 geschwenkt wird, wodurch die Kupplung
356 eingeschaltet wird und eine volle Drehung vollführt. Die Drehung des
Kupplungskörpers 358, der auf der Hülse 3,54 befestigt ist, die auch das
Kegelrad 283 trägt, treibt die Kurvenwelle 277 an, um den Zeilengreifer
135, den die Zeile umfassenden Finger 287 und den Ausstoßer 138 für die Abfallzeile
in Tätigkeit züi setzen.
-
Wenn dann die Matrizenzeile aus dem Gießschlitten zurückbewegt wird,
schwingt der Finger 107a des Schlittens ioi den Arm 247 so, daß der keilförmige
Bremsschuh 238 von dem Schlitten 143 freigegeben wird, worauf der Schlitten
durch die Feder 235 in seine Anfangslage zurückgebracht wird. Während des
Rückwärtsbewegens des Schlittens 143 dreht der gegabelte Rahmen 250 wiederum
die Welle 399, um den Kupplungssteuerhebel 396 freizugeben, so daß
die Kupplung357 die zweite halbe Umdrehung ausführen kann. Hierdurch wird die Drehung
des Exzenters 202 und der Kurve 216 vollendet, so daß sie in die Anfangslage zurückkommen,
die Klappe 136 wird geschlossen und ferner die Säge.nantriebsk-Lipplung 169 ausgerückt,
so daß die Säge stillsteht und schließlich in ihre obere unwirksame Lage
zurückgeführt wird.
-
Wenn eine Zeile von voller Länge gegossen werden soll, arbeitet die
Maschine, wie bereits erwähnt, in der üblichen Weise, und die Säge
ZD bleibt
unwirksam. Die Zeile wird aus der Giießform ausgestoßen und kann durch die erste,
d. h. die übliche Abgleitrinne 127 in das Zeilenschiff abfallen, und
da in der gesetzten Zeile eine Sondermatrize nicht vorhanden ist, wird auch die
Lehrenplatte nicht bewegt und die eine halbe Umdrehung ausführende Kupplung nicht
in Tätigkeit gesetzt, um die Klappe zu öffnen und die Drehung der Säge einzuschalten.
Wenn jedoch nur die Vorrichtungen vorhanden wären, soweit sie bisher beschrieben
sind, dann würde bei dein Ausstoßen der Zeile die eine Umdrehting ausführende Kupplung
in Tätigkeit kommen und die Greifervorrichtung für das Abliefern der Zeile nach
der Säge in Tätigkeit setzen. Aus diesemGrundeisteineVorrichtungvorgesehen, die
das Einschalten der eine Umdrehung vollführenden Kupplung bei dein Fehlen einer
Sonderrnatrize in der gesetzten Zeile verhindert, also das Einschalten der erwähnten
Kupplung nur dann zuläßt, wenn die eine halbe Umdrehung ausführende -Kupplung in
Tätigkeit war, die Klappe geöffnet und die Säge für den Schnitt vorbereitet ist.
-
Nach den Fig. 21, 21a und 2ib gehört zu dieser Vorrichtung eine Reibungskupplung
45o, die -zwischen den Antriebsliebel 379 und
den Steuerhebel
374 für die eine Urndrehung ausführende Kupplung 356 eingeschaltet ist, und
die beiden Teile45I und 452 dieser Kupplung sind auf einer senkrecht angeordneten
Welle453 gelagert, die abnehmbar in einem Lager454 eines Ansatzes455 des Rahmens:233
liegt. Der Kupplungsteil451 sitzt lose zwischen einer Schulter 456 auf der Welle
453 und einer -Mutter 457 auf dem unteren, mit Gewinde versehenen Ende 458 der Welle.
Der Kupplungsteil trägt einen Arm 459, der gegen den Ansatz 378 an dem Steuerhebel
374 für die eine Umdrehung ausführende Kupplung stößt. Der Kupplungsteil 452 ist
lose weiter oben auf der Welle 453 gelagert und wird gewöhnlich durch eine Feder
46o gegen einen Flansch 461 an der Welle gehalten. Ein Gehäuse 46#?, an der oberen
Seite des Kupplungsteiles 45:2 schließt die Feder 46o ein, und sie ist mit ihrem
oberen Ende in einem Deckel 463 verankert, der dicht auf die offene, obere Seite
des Gehäuses 462 paßt, während ihr unteres Ende' an dem Flansch461 an der Welle453
befestigt ist.
-
Die Feder46o lieg' in dem Gehäuse461 unter schwachem Druck, so daß
sie den Kupplungsteil 4522 gegen den Flansch,461 und außer Eingriff mit dem Kupplungsteil
451 hält. Seitlich an dem Kupplungsteil 45-- ist ein Ohr 464 vorgesehen, das sich
gegen eine einstellbare Schraube 465 legt, die in das Ende des Antriebshebels
379 eingeschraubt ist, so daß die Bewegung des Hebels 379
während jeder
Zeilenausstoßbewegung den Kupplungsteil 452 in eine Teildrehung versetzt, und zwar
entgegen der Wirkung der Feder 46o, die den Teil nachdem wieder in seine Anfangslage
zurückführt.
-
Unmittelbar über dem Gehäuse 462 ist ein Sternrad 466 mit sechs radial
sich erstreckenden Armen 467 vorgesehen, das sich absatzweise um die Welle 453 dreht.
Die schrittweise Drehung erfolgt durch einen nach oben ragenden Zinger 468, der'
um einen Stift 468a drehbar an einem Arm 469 befestigt ist. Dieser Arm bildet mit
dem Bunde 4o2 ein Stück, der an der eine halbe Umdrehung ausführenden.Kurvensteuerwelle
399 befestigt ist. Der Finger 468 trägt einen gekröpften Ansatz 468c, der
die Sch-,vingbewegung des Fingers nach der einen Richtung hin begrenzt, wenn er
während seines wirksamen Hubes - das Sternrad 4(5#-) dreht; während seines
Rückwärtshubes aber kann der Finger frei in der entgegengesetzten Richtung entgegen
dem Zug einer Feder 468 b schwingen, die den Zapfen .1689 urngibt
und deren freies Ende sich gegen den Finger 468 legt, während das andere Ende sich
gegen den Arm 46# legt. Auf diese Weise kann der radial sich erstreckende Teil 467,
der durch die vorhergehende Drehung des Sternrades in die, wirksame Lage gebracht
worden ist, vorbeikommen.
-
An der oberen Fläche des Sternrades 461) nahe seinem Umfang, von dein
die radialen Arme 467 ausgehen, ist eine Reihe von Zähnen 470 vorgesehen, und es
sind zwei Sperrklinken 471 von etwas verschiedener Länge an einem gemeinsamen Zapfen
472 angebracht, der an der Seite des Lagers 454 befestigt ist. Die Klinken können
in die Zähne 47o einfassen und verhindern eine Rückdrehung des Sternrades. während
des unwirksamen Hubes des Fingers 468. Näher an der Mitte des Sternrades 466 sind
an seiner oberen Fläche drei Nocken 473 vorgesehen, die mit drei eutsprechenden
Flächen 474 an dem unteren Ende des festen Lagers 454 zusammenarbeiten und dazu
dienen, die Kupplung 45o bei dem Drehen des Sternrades zu kuppeln und zu entkuppeln.
# Die Arbeitsweise ist folgende: Wenn eine Zeile, die eine Sondermatrize 13o enthält,
alt den Gießschlitten abgeliefert wird, geht der Schlitten 143 vor und schwingt
die Welle 399,
,um die eine halbe Umdrehung ausführende Kupplung
357 in der bereits beschriebenen Weise einzuschalten. Bei ihrer Drehung nimmt
die Welle 399 den Arm 469 mit dem Finger 468 mit, -und durch den Eingriff
des Fingers 468 mit dem radial sich erstreckenden Teil 467, der dann gerade in der
wirksamen Lage ist, erhält das Sternrad 466 eine sechstel Drehung, und es ist dann
mindestens eine der Sperrklinken 471 in der Stellung, in der sie mit den Zähnen
47o an dem Sternrad in Eingriff steht, so daß es in seiner eingestellten Lage verbleibt.
Bei der Drehung des Sternrades 466 bewegen sich die Kurvenflächen 473 daran gegenüber
den entsprechenden Flächen 474 an dem Lager 454 und drücken dadurch den Kupplungsteil
452 nieder in Eingriff mit dem Kupplungsteil 451 (vgl. Fig. -->ia und2i)
.
Bei der Rückwärtsbe,%",egung des Steuerhebels 396 für die eine halbe
Umdrehung ausführende Kupplung zum Ausschalten der Kupplung 3,57
bei dem Vollenden
der ersten halben Umdrehung kehren die Welle 399 und der Arm 469 in ihre
Anfangsstellung zurück, und während dieses unwirksamen Hubes des Armes 469 schwingt
der Finger 468 entgegen dem Zug der Feder 468b um seinen Zapfen, so daß er unter
dem radial sich erstreckenden Teil 4#67, der durch die vorhergehende Bewegung des
Sternrades 466 in die wirksameLage gebracht worden ist, vorbeigeht. Wenn der Finger468
an demTeil 467 vorbei ist, schnappt er wieder in seine aufrechte Lage zurück, so
daß er bei dem nächsten Arbeitshub mit dem radialen Teil in Eingriff kommt.
-
Währerid die Kupplungsteile 451 und 45.2 in Eingriff sind. schwingt
das Vorgehen des
Ausstoßschlittens 11 7a bei dem Ausstoßen
der Zeile aus der Gießform den Kupplungshebel el 379, der durch die gegen
das Ohr 464 an dem Kupplungsteil 452 stoßende Schraube 465 eine Teildrehung der
Kupplung 45o bewirkt. Der Eingriff des Armes 459 an dem Kupplungsteil 451 mit dem
Ansatz 378 an dein Steuerhebel 27
374 fÜr die eine Umdrehung ausführende
Kupplung schwingt ihn so, daß die eine Umdrehung ausführende Kupplung
3 56 eingerückt el wird. Wenn die Matrizenzeile aus dem Gießselilitten entfernt
wird, dreht die Rückbewegung des Schlittens 143 die Welle 399 wieder und
veranlaßt die zweite halbe Umdrehung der Kupplung 357 und demgemäß auch eine
sechstel Drehung des Sternrades 466. Die zweite sechstel Bewegung des Sternrades
466 führt die Kurvenflächen 473 hinter die hohe Stelle der zugehörigen Flächen 474,
worauf die Feder 46o imstande ist, den Kupplungsteil 452 zu heben und den Eingriff
mit dem Kupplungsteil 451 aufzuheben. Die Teile kehren dann in die in Fig. 2ia gezeigte
Lage zurück, und der Arm 469 und der Finger 468 werden in der vorher beschriebenen
Weise in ihre Anfangslage zurückgebracht. -
Wenn eine Matrizenzeile keine
Sondermatrize 13o enthält und in den Gießschlitten überführt wird, dann wird der
Schlitten 143 nicht vorbewegt und die Welle 399 nicht so Z, Credreht, daß
sie die eine halbe Umdrehung ausführende Kupplung 357 einrückt. Infolgedessen
wird auch das Sternrad466 nicht gedreht, und die Kupplungsteile 451 und 452 kommen
nicht miteinander in Eingriff, so daß, wenn die Zeile aus der Gießforin ausgestoßen
wird, der Kupplungshebel 379 in der üblichen Weise schwingt, aber nur eine
Leerbewegung des nicht in Eingriff befindlichen Kupplungsteiles 452 veranlaßt, so
daß die eine Umdrehung ausführende Kupplung 3:-6 nicht eingerückt wird.