DE6597C - Neuerungen an Handwirkstühlen - Google Patents
Neuerungen an HandwirkstühlenInfo
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- DE6597C DE6597C DENDAT6597D DE6597DA DE6597C DE 6597 C DE6597 C DE 6597C DE NDAT6597 D DENDAT6597 D DE NDAT6597D DE 6597D A DE6597D A DE 6597DA DE 6597 C DE6597 C DE 6597C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B11/00—Straight-bar knitting machines with fixed needles
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- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
1878.
Klasse 25.
C. A. RÜSCHER in MARKERSDORF bei BURGSTÄDT (Sachsen). Neuerungen an Hand-Wirkstühlen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. September 187S ab.
Die genannten Neuerungen betreffen:
ι. eine neue Einrichtung der Petinet- oder Stechmaschine, welche sowohl am Handkulirals auch am Handkettenstuhle angebracht ist;
ι. eine neue Einrichtung der Petinet- oder Stechmaschine, welche sowohl am Handkulirals auch am Handkettenstuhle angebracht ist;
2. eine neue Ränder- oder Fangmaschine, welche am Handkulirstuhl, namentlich zur Herstellung
dichter Links und Links-Waare benutzt i werden soll, endlich |
3. eine neue Prefsmaschine, zum Ersätze der
einzelnen Musterprefsplatten, welche bisher benutzt werden, am Kulir- und Kettenstuhle zu
verwenden.
i. Die Petinet- oder Stechmaschine, welche in der Weise verwendet wird, dafs man in ihren
Decknadeln einzelne Maschen einer glatten Reihe am Kulir- oder Kettenstuhle abnimmt und auf
Nachbarnadeln hinüber hängt, so dafs im \Vaarenstücke Oeffnungen und durch deren Zusammensetzung
Muster entstehen, enthält nach meiner Einrichtung nicht, wie bisher, einzelne Reihen
fest Hegender Nadeln (ein- oder niehrwandige Maschinen), sondern nur eine einzige Reihe
Decknadeln a, Fig. 1 und 2 beiliegender Zeichnung,
in welcher jede einzelne Nadel an ein Messing- oder Stahlblechstück b angelöthet und
mit letzterer, drehbar auf einen Lagerstab c der Schiene d aufgesteckt ist. Zur besseren Führung
der Platten b sind Blechstücke c (sogenannte Kupfer) in den Zwischenräumen der
Nadeltheilung auf die Schiene d aufgelöthet und letztere trägt nun so viele Decknadeln a, als
die Stuhlnadelreihe Hakennadeln / enthält.
Unter den hinteren Enden der Nadelplatten b befindet sich drehbar eine Welle g mit aufgesetzten
Erhöhungen gx oder eingefrästen Vertiefungen (letztere bei feinen Stühlen). Die
Welle g ist mit ihren Lagern an die Nadelschiene d befestigt und ihre Erhöhungen g,
drücken die hinteren Enden der über ihnen liegenden Platten b aufwärts und pressen die
vorderen Enden der letzteren auf die Kante der Tragschienen m, halten also die betreffenden
Nadeln α in horizontaler Lage, während andere Nadelplatten b, welche nicht durch solche Erhöhungen
g, angedrückt werden, durch ihre Federn // vorn sich heben und ihre Nadeln
schief aufwärts stellen, wie λ, in Fig. 1 punktirt
angiebt. Wird nun die Petinetmaschine in der gewöhnlichen Weise auf die Stuhlnadelreihe/
aufgedrückt, so kommen nur die horizontal liegenden Decknadeln (<z in Fig. 1) auf ihre Stuhlnadeln
und nehmen von ihnen die Maschen ab, während die anderen gehobenen Decknadeln
a, nicht wirken.
Die Erhöhungen gt stehen in einzelnen Reihen
auf der Welle g (in der Zeichnung sind deren acht angegeber.) in verschiedenen Entfernungen
von einander. So hat z. B. eine Reihe 3, Fig. 2, für je die dritte Nadel eine Erhöhung .;Ί , steht
sie unter den Enden von b, so wird jede dritte Decknadel festgehalten und folglich von jeder
dritten Stuhlnadei die Masche abgegeben (mr.n
arbeitet mit der dritten), eine andere Reihe 6, Fig. 2, hat für jede sechste Nadel eine Erhöhung
g, u. s. w.
Die Welle g kann mit der Hand an / gedreht werden und dabei begrenzt eine in acht
Theile getheilte Scheibe k, in deren Einschnitte am Umfange eine Feder / einfällt, diese Drehung
so, dafs nach jeder Theilung von £ irgend eine Reihe der Erhöhungen gt (die dritte,
sechste, neunte) unter den hinteren Enden von l> steht. An den Kerben oder Einschnitten von k
ist zugleich die Zahl angegeben, welche die Vertheilung der Erhöhungen in der eben wirksamen
Reihe (die dritte, sechste etc.) andeutet, damit der Arbeiter nicht erst nöthig hat, nachzuzählen.
Die Nadelschiene d ist auf der Tragstange m
durch die Zahnstange η und das Fluidgetriebe <
> zu verschieben und eine am Umfange gekerbte Scheibe /> mit Feder /, begrenzt immer genau
die Verschiebung um je eine Nadeltheihing
des Stuhles. Die ganze Tragschiene m liegt in zwei geschlitzten Tragarmen ./, welche tfceiSs
auf der Nadelbarre r des Stuhles, theils (mit Lappen s) an den Seiten wänden des Stuhlgestelles
befestigt sind und die Stechmaschine genau horizontal vor der Stuhlnadelreihe halten;
die Stellschrauben / begrenzen die richtige Entfernung
der Petinetmaschine von den Stuhlnadeln. Die beiden Führungsschienen <f sind
aber auch aufwärts gebogen (</, </-. in Fig. 1)
und der Arbeiter kann die Petinetmaschine, wenn er sie nicht mehr braucht, zurückziehen
und nach oben schieben. Sie wird dann von Schnuren //, Fig. 2, welche über Rollen im Stuhlgestelle
gehen und Gegengewichte tragen, oben festgehalten, und kann leicht wieder herab-
genommen und in die richtige Lage gebracht •werden.
Sollte für viele verschiedene Verkeilungen
der Erhöhungen von ,^ eine einzelne Petinetmaschine
nicht ausreichen, so erhält der Stuhl noch eine zweite dergleichen, welche im Führungsschlitze
Q\ oder I]1, Fig. ι, hängt.
2. Meine Ränder- oder Links und Links-Maschine zeigt als Neuheit wesentlich die Einrichtung
ihrer Nadelbarre und die Befestigung der Maschinennadeln auf derselben. Die Nadelbarre
a, Fig. 3 und 4, hängt drehbar mit zwei Zapfen ax wie gewöhnlich in dem Hängearm b;
auf ihr sind aber die Nadeln c nicht mit Bleien festgeklemmt, sondern sie liegen in ihren gefrästen
Schlitzen, werden durch <lie vorgeschobenen Schienen d an die Nadelbarre angehalten
und durch aufgedrückte Knöpfe c\ an einer Bewegung auf- und abwärts gehindert.
Dabei können aber diese Maschinennadeln c sich um ihre eigenen Längsaxen drehen, so
dafs sie ihre Haken oben entweder nach vorwärts gegen den Arbeiter hin gerichtet halten
oder dieselben zur Seite wenden, wie in Fig. 3 angedeutet ist.
Zur Herstellung von Links und Links-Waare, d. i. solche Kulirwaare, in welcher je eine
Reihe rechts abgeschlagen mit je einer Reihe links abgeschlagen regelmäfsig wechselt, ist erforderlich,
dafs eine Maschenreihe nur an den Stuhlnadeln g und eine folgende nur an den
Maschinennadeln c gearbeitet wird, dafs man also regelmäfsig die Waarc von ersteren auf
letztere und umgekehrt überträgt. Bislang geschieht diese Uebertragung, indem man die
Nadeln c in die unteren Nuthen der Stuhlnadeln g einstemmt, die Haken von g zuprefst
und die Waare herab auf die Maschinennadeln schiebt, oder rückwärts, indem man die Maschine
c als einen Decker benutzt, ihre Nadeln auf g auflegt, ihre Haken zuprefst und die
Waare zurück auf die Stuhlnadeln g schiebt. In beiden Fällen werden die Maschen weit ausgezogen,
man konnte deshalb bisheT die Links und Links-Waare nicht fest sondern, nur sehr
locker arbeiten. Im einfachsten Falle sind sämmtliche Maschinennadeln c unten in gleicher
Richtung, etwa wie die ersten vier Nadeln in Fig. 3 und 5 seitlich abgekröpft, ihre Enden
bilden Kurbeln, welche alle von einer gemeinschaftlichen Kurbelstange i erfafst und durch
Verschieben dieser Stange um 90 ° gedreht werden, in ihren Endstellungen aber durch Einlegen
der geschlitzten Enden ?, in die Bolzen k
festgehalten werden können.
Für alle Arbeiten in Ränder- und Fangwaare stehen nun die Maschinennadeln immer so wie c
in Fig. 3 mit ihren Haken nach vorn gewendet; für Herstellung der Links und Links-Waare und
zwar zur Uebertragung der Maschinenreihen von einer Nadelsorte auf die andere werden
sämmtliche Maschinennadeln c um 90 ° herumgedreht, mit ihren Haken zur Seite gewendet.
Jede Maschinennadel c steht dann genau vor '■■ dem Kopfe ihrer benachbarten Stuhlnadel sie
kann über diese nach hinten geschoben und in ihren Haken eingehängt werden, wie
: die Fig. 6 und 7 zeigen. Wenn in solcher Lage, wie Fig. 6, die Stuhlnadeln A- geprefst
werden, so kann man dann die Waare leicht vor. ihnen hinab auf die Maschinennadeln r
schieben, hat man aber vorher, ehe man die Maschinennadeln c zur Seite drehte, deren
Haken zugeprefst und die auf ihnen hängende Waare mit Abschiebblech /, Fig. 3 und 4,
: hieratif auf ihre Haken geschoben und dort'
wie in Fig. 3 in punktirten Linien gezeichnet, durch Einklemmen des Bleches / in die
Zapfen m festgehalten, so kann, wenn hier-
: auf die Maschinennadeln c gedreht und in die Haken g, wie in Fig. 7 eingehängt werden,
die \Vaare leicht mit / von den Nadeln c wieder
hinauf auf die Stuhlnadeln g srebracht werden. In beiden Verschiebungen werden die'Maschen
nicht lang ausgezogen, denn die Nadelhaken hängen ja direct in einander, die Waare kann
also fest oder dicht sein.
Diese Einrichtung der Links und Links-Waare giebt aber auch die Möglichkeit, Muster
in der Waare derart zu arbeiten, dafs man in ein und derselben Reihe abwechselnd einige
Maschen rechts und andere links abschlägt. Man biegt dann die unteren Nadelenden nicht
alle nach ein und derselben, sondern nach zwei verschiedenen Richtungen ab, z. B. je vier wie //
und je vier wie » in Fig. 5 und 3 und erfafst jede Sorte durch eine besondere Kurbelstange /
oder ο, dann kann man nach Erfordern nur die eine oder andere Sorte um 90" drehen,
mit ihnen die Maschen von den Stuhlnadeln abnehmen und auf ihnen in der folgenden Reihe
die nach rechts abgeschlagenen Maschen bilden, während die anderen nicht gedrehten Maschinennadeln
gar nicht thätig sind, dafür deren nächst benachbarte Stuhlnadeln die links abgeschlagenen
Maschen liefern. Natürlich mufs hierfür der Stuhl noch eine Musterpresse enthalten,
entweder ein gezahntes Prefsblech der gewöhnlichen Art oder die unter 3 noch zu beschreibende
neue Prefsmaschine.
Durch Wechsel in der Vertheilung der Nadelsorten
h und ti, welche auf Erfordern auch noch in weitere Arten zu zertheilen, sowie durch
mehrere Kurbelstangen zu führen sind, wird es möglich, die verschiedensten Muster in glitter
und zweiseitiger Waare zu liefern, welche bisher mit einfacher, festliegender Nadelreihe der Links
und Links-Maschine nicht gearbeitet werden konnte.
3. Die Prefsmaschine, in Fig. S und 9 gezeichnet, ist eine Zahnpresse, d. h. sie enthält
für jede Stuhlnadel α ein besonderes Prefsstäbchen b (oder // b, Fig. 9). Sämmtliche Stäbchen
b liegen in gefrästen Schlitzen der gewöhnlichen glatten Presse c, von deren unterem Ende
nur ein Stück abgehobelt ist; sie werden durch die eingeschobene Schiene (/ in den Schlitzen
gehalten und von ihren eigenen federnden En-
den b immer nach oben gezogen, wo sie an die AVelle g oder deren Erhöhungen / anstofsen.
Auf dieser Welle wechseln in mehreren Reihen (acht sind in der Zeichnung angegeben) Erhöhungen
und Vertiefungen in verschiedener Reihenfolge mit einander ab und es werden deshalb manche Prefszähne b oben an eine Erhöhung
f anstofsen, andere in eine Vertiefung eintreten, die direct an die Wellen antreffen;
dadurch wird an den unteren Enden die Reihe der Prefszähne getheilt in hochstehende Zi1 und
in tiefstehende h. Nur die letzteren (h) werden
ihre Stuhlnadeln α pressen, während auf den
unter Ji1 liegenden Nadeln Doppelmaschen entstehen,
und damit ist die Zahnpresse zugleich eine Musterpresse. Durch verschiedene Vertheilung
der Erhöhungen f in den einzelnen Reihen werden zunächst aclit verschiedene
Muster möglich sein, bei Bedarf von mehr als diesen acht würde eine zweite Welle g sich
nöthig machen, die an die Stelle der ersteren einzulegen wäre.
Bildet eine der Reihen / eine ganz gleichmäfsige fortlaufende Erhöhung, so drückt sie
sämmtliche Prefszähne herab und diese bilden dann eine glatte Presse; es ist aber vortheilhafter,
die einzelnen Stäbchen zu schonen und als glatte Presse Heber das Blechstück /', Fig. 8,
zu benutzen, welches in der bisher bekannten Weise an der Prefsschiene c beweglich angebracht
wird und herabgeschoben werden kann, um mit seiner unteren glatten Kante alle Nadelhaken
zu pressen. Die Drehung der Musterwelle g mit der Hand am Handgriffe k wird
durch eine gekerbte Scheibe / und einfallende Feder m so regulirt, dafs bei jeder Theilung
von / eine der Reihen / über b steht und die an den Theilungsstellen von / angegebenen
Zahlen bedeuten die Anza"hl Nadeln, welche in der betreffenden Stellung geprefst und nicht geprefst
werden, z. B. in der Reihe 3 6 werden drei Nadeln geprefst und daneben sechs nicht
geprefst, denn die Reihe 3 6 auf g hat Erhöhungen von drei Nadeltheilungen Breite und
Lücken von sechs Nadeln AVeite zwischen denselben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT6597D Active DE6597C (de) | Neuerungen an Handwirkstühlen |
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|---|---|
| DE (1) | DE6597C (de) |
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- DE DENDAT6597D patent/DE6597C/de active Active
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