DE658686C - Verfahren zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut

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DE658686C
DE658686C DEW99908D DEW0099908D DE658686C DE 658686 C DE658686 C DE 658686C DE W99908 D DEW99908 D DE W99908D DE W0099908 D DEW0099908 D DE W0099908D DE 658686 C DE658686 C DE 658686C
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Germany
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fiber material
pulp
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ammonia
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DEW99908D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Bruno Waeser
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BRUNO WAESER DR ING
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BRUNO WAESER DR ING
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/26Multistage processes

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufschließen von zellstoffhaltigem Fasergut Es ist bereits bekannt, zellstoffhaltiges Fasergut vor irgendeinem Aufschluß mit Ammoniaklösung vorzubehandeln ioder dieses riitrosen Gasen rund gegebenenfalls anschließend gasförmigem Ammoniak oder anderen Alkalien auszusetzen. Weiterhin ist es bekannt, zellstoffhaltige Rohstoffe, wie Altpapier, durch Einleiten von gasförmigem Ammoniak oder oxydierenden Gasen in die Behandlungsflüssigkeit ,aufzulösen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man in sehr guter Ausbeute zu hochwertiger Cellulose gelangen kann, wenn das ,aufzuschließende zellstoffhaltige Fasergut, gegebenenfalls in Gegenwart von Dampf, nämlich dann, wenn das Fasergut völlig trocken ist, mit gasförmigem Ammoniak vorbehandelt rund mit nitrosen Gasen fertig aufgeschlossen wird. Ammoniakgas dringt in viel höherem Maße in das Innere des aufzuschließenden Rohfasergubes ein und durch die Zellwandungen desselben hindurch als z. B. Ammoniaklösung. Ferner werden im Gegensatz zu dem eingangs ;an zweiter Stelle genannten Verfahren durch das alkalisch reagierende Ammoniakgas naturgemäß gerade die Harze und sonstigen inkrustierenden Stoffe stark angegriffen, wodurch eine weitgehende Lockerung des Faserstoffgefüges in Erscheinung tritt, bevor die Behandlung mit den nitrösen, also in ihrem Wesen sauren Gasen folgt, die nunmehr auf alle Nichtoellulosen stark zerstörend wirken, ohne daß dabei die wertvollen Stickoxyde in praktisch ins Gewicht fallendem Umfang abgebaut werden, weil eben die Behandlung mit gasförmigem Ammoniak vorhergegangen ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann zum Aufschließen sämtlicher zellstoffhaltiger Rohstoffe, wie Hölzer, Gräser, Blätter, Stroh, Rohr, Schilf, Rinden, Stauden, Mohn- und Sonnenblumenstengel, Flachs, Hanf, Jute, Brennessel, Lupinenkraut, Bambus, Bananenstiele, Agaven, Kakteen, Sojabohnenstengel, zellstoffhaltiger Abfälle, wie Altpapier u. dgl., mit gutem Erfolg Anwendung finden.
  • Ausführungsbeispiele i. Trockene Flachsstengel oder trockenes Roggenstroh werden runter gelegentlicher Bewegung bei ungefähr ioo° i bis 2 Stunden lang mit etwa strömendem Ammöniäkgas (der Rest besteht aus Luft) -unter Zusatz von wenig Dampf vorbehandelt und dann mit warmem Wasser gut ausgewaschen:;;
    Die Ablauge hat Düngewert oder kann x
    Gewinnung gelöster organischer Stoffe
    gearbeitet werden. Nun läßto man weit'
    2 bis 3 Stunden bei etwa ioo nitrose Gase#
    (der Ammöniakverbrennung) einwirken. Nach dem Waschen hinterbleibt hochwertige weiße Cellulose.
  • 2. Kleinstückiges, feuchtes Hart- oder Weichholz wird mit etwa 5o bis 6o%igem Ammoniakgas (der Rest besteht aus Luft) bei ungefähr 7 5 bis i oo° und rund 2,5 atü vorbehandelt, gedämpft, dann bei ungefähr 125' io Stunden lang nitrosen Gasen ausgesetzt und nach beendigtem Aufschluß ausgewaschen; wodurch man hochwertige Cellulose erhält: 3: Altpapier oder Lumpen werden gemäß #Beispiel 2 mit Ammoniakgas und wenig VJ)ampf vorbehandelt, verbleiben dann io bis Stunden bei ungefähr ioo° in nitrosen Gasen und werden schließlich nachgewaschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufschließen von zellstoffhaltigem Fasergut, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut, gegebenenfalls in Gegenwart von Dampf, mit gasförmigem Ammoniak vorbehandelt und mit nitrosen Gasen fertig aufgeschlossen wird.
DEW99908D 1936-11-18 1936-11-18 Verfahren zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut Expired DE658686C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747166C (de) * 1940-12-06 1944-09-13 Franz Hermann Rauch Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Kartoffelkraut u. dgl.
DE102013009526A1 (de) * 2013-06-07 2014-12-11 Spengler Technology UG (haftungsbeschränkt) Anlage zur herstellung von fasern aus bambus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747166C (de) * 1940-12-06 1944-09-13 Franz Hermann Rauch Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Kartoffelkraut u. dgl.
DE102013009526A1 (de) * 2013-06-07 2014-12-11 Spengler Technology UG (haftungsbeschränkt) Anlage zur herstellung von fasern aus bambus

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