DE657704C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten

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DE657704C
DE657704C DEH137029D DEH0137029D DE657704C DE 657704 C DE657704 C DE 657704C DE H137029 D DEH137029 D DE H137029D DE H0137029 D DEH0137029 D DE H0137029D DE 657704 C DE657704 C DE 657704C
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sulfonation
water
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acids
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DEH137029D
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Inventor
Dr Anton Hintermaier
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Henkel AG and Co KGaA
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Henkel AG and Co KGaA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B45/00Formation or introduction of functional groups containing sulfur
    • C07B45/02Formation or introduction of functional groups containing sulfur of sulfo or sulfonyldioxy groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, das es gestattet, tertiäre Alkohole, die mindestens einen höheren aliphatischen und bzw. oder mindestens einen hydroaromatischen Rest enthalten, derartig zu sulfonieren, daß die entstehenden Produkte nicht nur wasserlöslich, sondern auch gegen Hydrolyse beständig sind. Das Verfahren besteht darin, daß diese tertiären Alkohole bei niederen Temperaturen mit stark sulfonierenden und wasserabspaltenden Mitteln behandelt werden. Es entstehen dabei hauptsächlich echte Sulfonsäuren. Als Sulfonierungsmittel im Sinne der Erfindung gelten sowohl solche Sulfonierungsmittel, die sowohl sulfonierende als auch wasserabspaltende Wirkung haben, wie Oleum und Chlorsulfonsäure und andere Halogensulfonsäuren, andererseits aber auch Mischungen aus sulfonierenden Substanzen und wasserabspaltenden Substanzen. Als solche wasserabspaltenden Körper seien z. B. genannt: einfache oder gemischte Säureanhydride anorganischer oder organischer Säuren, wie z. B. Essigsäureanhydrid, Säurehalogenide, z. B. Acetylchlorid, Phosphorhalogenide, weiterhin 15ehydratisierungsprodukte hydroxylhaltiger Säuren -vom Typus der Pyro- oder Metasäuren oder deren Salze, ferner Salze mit wasserabspaltender Wirkung. Geeignet sind Gemische von konzentrierter Schwefelsäure und Essigsäureanhydrid oder von SOg haltiger Schwefelsäure und Essigsäure. Die Sulfonierung kann gegebenenfalls unter weiterem Zusatz von Lösungsmitteln oder Sulfonierungsbeschleunigern, wie Borsäure, Borsäureänhydrid, Borphosphat, aktiven Bleicherden, erfolgen. Als Ausgangsmaterial kommen u. a. die tertiären Alkohole in Betracht, die aus Glyceriden oder Alkylestern höherer gesättigter oder ungesättigter Fettsäuren, Naphthensäuren, Harzsäuren u. dgl. durch Einwirkung von Magnesiumhalogenalkylen erhältlich sind.
  • Z. B. setzt sich der Stearinsäureäthylester mit Äthylmagnesiumbromid nach folgendem Schema um: Dabei entsteht das Heptadecyldiäthylearbinol. Beispiele i. In 5o Teile Undecyldiäthylcarbinol, die in 5o Teilen Essigsäureanhydrid gelöst sind, läßt man 5o Teile konz. Schwefelsäure unt Rühren und Eiskühlung eintropfen. Durbl Erwärmen auf Zimmertemperatur -wird dt'4 Snlfonierung beendet. Die entstandene zähe Lösung gibt man auf Eis und vermischt die Masse sodann mit ioo Teilen Butanol: Die wässerige Schicht, welche die Hauptmenge der Säure enthält; wird abgetrennt. Die butylalkoholische -Lösung des hauptsächlich aus echten Stilfonsäuren bestehenden Sulfonierungsproduktes wird mittels Natriurnbicarbonats neutralisiert. Nach dem Abtrennen des entstandenen Niederschlages wird das Filtrat im Vakuum eingedampft: 2. 5o Gewichtsteile eines Carbinöls; das durch Umsetzung von Naphthensäureäthylester finit Äthylmagnesiuinhroinid erhältlich ist, werden mit 5o Gewichtsteilen Monohydrat und 5o Gewichtsteilen Essigsäureanhydrid unter guter Kühlung vermischt und bis zur klaren Wasserlöslichkeit intensiv miteinander verrührt. Nach beendeter Sulfonierung wird das Sulfonierüngsgemisch auf Eis gegossen und finit Butanol ausgerührt. Die Lösung des hauptsächlich aus echten Sulfonsäuren bestehenden Sulfonierungsproduktes im Butanol wird abgetrennt, mit Na 01-1, neutralisiert, und das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand ist klar wasserlöslich. Die Lösung ist beständig gegen die Härtebildner des Wassers und sehr stark kapillaraktiv;- sie ist für die Zwecke der Textilausrüstung, ferner als Wasch-, Reinigungs-, Netz- und Durchdringüngsmittel auch in sauren oder alkalischen Medien, in ausgesprochen hartem Wasser, Seewasser u. a. mit Vorteil verwendbar.
  • 3. io Gewichtsteile eines Carbinolgemisches, das durch Umsetzung von Walöl mit Methylmagnesiumbromid erhältlich ist, werden unter Rühren und Kühlung mit 5 Gewichtsteilen Monohydrat versetzt, das Reaktionsgemisch wird bis zur beendeten Wasserabspaltung unter Erwärmen gerührt. Das Gemisch wird abgekühlt und bei o bis 5° mit 5 Gewichtsteilen Monohydrat und io Gewichtsteilen Essigsäureänhydrid bis zur klaren Wasserlöslichkeit unter Rühren 'sulfoniert, danach auf Eis gegossen, mit Amylalkohol ausgerührt und die amylalkoholische Lösung des hauptsächlich aus echten Sulfonsiitiren bestehenden SulfönierunL-snroduktes
    rt lgetrennt. Diese Lösung wird mit NaOH
    tttralisiert, das Lösungsmittel abgedampft
    'rcd das Natriumsalz als schwach gefärbtes,-
    @pulverföriniges Produkt erhalten. Es ist leicht und klar in kaltem Wasser löslich, die Lösung ist sehr stark käpillaraktiv, gegen die I-lä rtebildner des Wassers, Zinksalze, gegen kalte und warme verdünnte Mineralsäure beständig und auf Grund dieser Eigenschaften für alle Zwecke der Textilveredlung, als Wasch-, Reinigungs-, Netz.-, Durchdringungsmittel, für Seewasserseifen mit ausgezeichnetem Erfolg zu verwenden.
  • 4. Zu einem Gemisch aus ioGewichtsteilen eines Carbinolgemisches, das durch Umsetzung von Palinkernöl - mit Äthylinagnesitnnbromid erhältlich ist, 2o Teilen Trichloräthylen, o,5 Gewichtsteilen B.0, als Katalysator, io Gewichtsteilen Essigsäureanhydrid werden unter intensivem Rühren und Kühlung io Gewichtsteile Monohydrat zugegeben und das Gemisch bei Zimmertemperatur bis zur vollständigen Wasserlöslichkeit nach Abtrennen des Lösungsmittels sulfoniert. Die Aufarbeitung erfolgt nach Ausschütteln mit Butänol in der üblichen Weise. Das Neutralisierungsprodukt ist vollständig in Wasser löslich, die Lösung sehr stark kapillaraitiv, besonders bemerkenswert ist das gute Schaumvermögen.
  • Die erfindungsgemäß gewonnenen Sulfonierungsprodukte zeichnen sich u. a. durch große Netz- und Emulgierwirkung aus.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Stilfonierungsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man tertiäre Alkohole, die mindestens einen höheren aliphatischen und bzw: oder mindestens einen hydroaromatischen Rest enthalten, bei niederen Temperaturen mit stark sulfonierenden und wasserentziehenden Mitteln behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Mitverwendung von Lösungsmitteln oder sulfonierungsbeschleunigenden Mitteln.
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