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Einrichtung zur gleichzeitigen Quittierung mehrerer Meldungen über
Stellungsänderungen von Schaltvorrichtungen in Starkstromanlagen Im Patent 655 Gig
ist eine Einrichtung unter Schutz gestellt, bei der durch einen gemeinsamen Schalter,
einen sogenannten Generalquittungsschalter, alle eingelaufenen Meldungen von Stellungsänderungen
bestimmter überwachter Anlageteile gleichzeitig quittiert werden.
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Die Erfindung hat eine Weiterbildung einer solchen Einrichtung zum
Gegenstand und ergibt eine besonders einfache und zweckmäßige Schaltung, bei der
die gestellte Aufgabe mit Hilfe von nur zwei Relais für jede verstellbare Schaltvorrichtung
der überwachten Anlage gelöst werden kann. Erfindungsgemäß hält der gemeinsame Schalter
in seiner Ruhelage einen Selbsthaltekreis für vom gemeinsamen Schalter zu steuernde
Relais geschlossen, deren Erregerstromkreis bei Verstellung der zugehörigen Schaltvorrichtung
in der einen Richtung vorbereitet und bei Betätigung des gemeinsamen Schalters geschlossen,
bei Verstellung der zugeordneten Schaltvorrichtung in der anderen Richtung dagegen
unterbrochen wird. Man kann die Anordnung so treffen, ,daß jeder der zu überwachenden
Schaltvorrichtungen der Anlage ein deren Stellung wiedergebendes Hilfsrelais zugeordnet
wird. Diese Hilfsrelais bereiten beim Ansprechen in der einen Richtung den Erregerstromkreis
für die entsprechenden vom gemeinsamen Schalter zu steuernden Relais vor, während
sie beim Ansprechen in der anderen Richtung diese Erregerstromkreise unterbrechen.
Der gemeinsame Schalter besitzt hierbei zweckmäßig einen Schleppkontakt für beide
Bewegungsrichtungen.
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Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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In Abhängigkeit von der Stellung beispielsweise eines nicht dargestellten
Schalters wird ein Hilfsrelais ii über Leitungen 12 und 13 betätigt. Hierfür kann
ein Relais verwendet werden, das erregt ist, wenn der ihm zugeordnete Ölschalter
sich in der einen, Endstellung (Einschaltstellung) befindet, und das entregt ist,
wenn dieser sich in der anderen Endstellung (Ausschaltstellung) befindet. Dieses
Hilfsrelais i i schließt im erregten Zustand Kontakte 14 und 15 und im entregten
Zustand einen Kontakt 16. Dem Kontakt 15 ist die Ein-Lampe 17 und dem Kontakt 16
die Aus-Lampe i$ zugeordnet.
21 ist das durch den gemeinsamen Schalter
zu steuernde zugehörige Quittungsrelais. Es hält im erregten Zustand Kontakte 22,
23 und 25 geschlossen. Wenn es entregt ist,: schließt es Kontakte 24 und 26. Die
Kontakte 23 und 26 sind der Ein-Lampe 17, die Kontakte 24 und 25 der Aus-Lampe 18
zugeordnet. je nach Stellung des Quittungsrelais wer den entweder die Kontakte 23
bzw. 24 mit einer Sammelschiene 6 verbunden, welche von der Beleuchtungsquelle gespeist
wird, oder die Kontakte 25 bzw. 26 werden mit einer Sammelschiene 7 verbunden, die
von einer Flackerstromquelle gespeist wird.
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In der Figur ist noch eine der eben beschriebenen entsprechende Einrichtung
für einen weiteren verstellbaren Anlageteil (Schalter) dargestellt. Die Bezugszeichen
für diese Einrichtung sind entsprechend gewählt. In dieser Weise können beliebig
viele Meldeeinrichtungen für zu überwachende Organe an den Schienen 4, 5, 6 und
7 angeschlossen werden.
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i ist der gemeinsame Schalter (Generalquittun@gsschalter), welcher
zur gleichzeitigen Quittierung sämtlicher eingelaufener Meldungen. dient. Bei Betätigung,des
Schalters 1 wird ein Kontakt 2 geschlossen, wodurch über eine Leitung 5 und die
Kontakte 14, 114 usf. der entsprechenden Hilfsrelais, der Erregerstromkreis für
die zugehörigen Quittungsrelais 21, 121 usf. geschlossen wird. In seiner Ruhelage
schließt :der Schalter i einen Kontakt 3,_ durch den- über eine Leitung 4 und die
Kontakte 22, i22 usf. Selbsthältestromkreise für diejenigen Quittungsrelais geschlossen
werden, die vorher erregt worden sind.
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Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Annahme gemacht, daß der dem Hilfsrelais i i zugeordnete verstellbare Anlägeteil
(Ölschalter) sich in der Ausschaltstellung befindet, während der dem Hilfsrelais
i i i zugeordnete Anlagefeil eingeschaltet sein soll. In diesem Fall liegt die Aus-Lampe
18 für das erste Organ über dem Kontakt 16 des Relais i i, dem Kontakt 24 des Relais
21 an der Schiene 6, so daß diese Lampe ruhig leuchtet; bei der zweiten Einrichtung
liegt die Ein-Lampe 117 über dem Kontakt 115
des Relais i i i und dem Kontakt
123 des Relais i21 ebenfalls an der Sammelschiene 6, so däß auch diese Lampe gleichmäßig
leuchtet. jetzt mögen beide verstellbaren Anlageteile umgelegt werden, so daß sich
der erste jetzt in der Einschaltstellung und der zweite in der Ausschaltstellung
befindet. Entsprechend dieser neuen Schaltlage wird das Relais i i erregt, wodurch
es am Kontakt 16 den - Beleuchtungsstromkreis für die Aus-Lampe unterbricht. Durch
Schließen des Kontaktes 15 legt es über den Kontakt 26 die Ein-Lampe 17 an die Flackerstromquelle
7, ..außerdem wird durch Schließen des Kontak-ÜA 14 der Erregerstromkreis für das
Quit-" tungsrelais 21 vorbereitet. Bei der zweiten hinrichtung ist das vorher erregte
Hilfsrelais iii abgefallen. Dadurch ist der Stromkreis für die Ein-Lampe am Kontakt
115 unterbrochen worden, so daß diese jetzt dunkel ist, während die Aus-Lampe i
18 durch Schließen des Kontaktes 116 über den noch geschlossenen Kontakt 125 des
Quittungsrelais 121 an die Flackerstromquelle 7 gelegt wird: Schließlich ist durch
Abfallen des Relais i i i der Kontakt 114 geöffnet worden, so daß nach Unterbrechung
des Selbsthältestromkreises für das Relais 121 jetzt -dieses abfallen muß.
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Der Bedienungsbeamte erkennt an den flackernden Lampen 17 und 118,
daß :die beiden Schalter ihre Stellung gewechselt haben. Durch Betätigen des Generalquittungsschalters
z kann er beide eingelaufenen Meldungen gleichzeitig quittieren. Der Schalter r
ist mit Schleppkontakten in beiden Bewegungsrichtungen ausgebildet, so daß der eine
Kontakt immer erst :dann geöffnet wird, nachdem der zweite geschlossen worden ist.
Durch Umlegen dieses Schalters auf den Kontakt 2 wird also zunächst der Selbsthaltekreis
für das Relais 121 unterbrochen, so,daß dieses abfällt. Hierdurch wird die Aus-Lampe
118 durch Öffnen des Kontaktes z25 und darauffolgendes Schließen des Kontaktes 124
an die Beleuchtungsstromquelle gelegt. Die eine Rückmeldung der Stellungsänderung
ist damit quittiert. Durch Schließen des Kontaktes 2 ist ferner,der Erregerstromkreis
für das Ouittüngsrelais äi geschlossen worden, so daß dieses jetzt anspricht und
durch Öffnen des Kontaktes 26 und darauffolgendes Schließen des Kontaktes 23 die
Ein-Lampe 17 von der Flackerstromquelle auf die Bel:euchtungs-Stromquelle umschaltet.
Hierdurch ist auch diese Meldung quittiert. Beim Zurücklegen des Schalters i in
die Ruhelage wird der Erregerstromkreis für -das Quittungsrelais 21 durch den Schleppkontakt
so lange aufrechterhalten, bis der Schalter in seiner Ruhelage am Kontakt 3 über
die Leitung 4 den Selbsthaltestromkreis für das Quittungsrelais 21 schließt, den
dieses am Kontakt 22 vorbereitet hatte.
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Die den einzelnen zu überwachenden Anlageteilen zugeordneten Hilfsrelais
können auch polarisierte Relais- sein.