DE655847C - Vorrichtung zur Anzeige wechselnder Druecke bei Materialpruefmaschinen fuer wechselnde Belastung - Google Patents

Vorrichtung zur Anzeige wechselnder Druecke bei Materialpruefmaschinen fuer wechselnde Belastung

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DE655847C
DE655847C DE1930655847D DE655847DD DE655847C DE 655847 C DE655847 C DE 655847C DE 1930655847 D DE1930655847 D DE 1930655847D DE 655847D D DE655847D D DE 655847DD DE 655847 C DE655847 C DE 655847C
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Expired
Application number
DE1930655847D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Kurt Rathke
Dr-Ing Walter Wolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Losenhausenwerk Duesseldorfer Maschinenbau AG
Original Assignee
Losenhausenwerk Duesseldorfer Maschinenbau AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/02Details
    • G01N3/06Special adaptations of indicating or recording means

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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Anzeige wechselnder Drücke bei Materialprüfmaschinen für wechselnde Belastung Im Patent 578 014 sind Vorrichtungen beschrieben, die es gestatten, an Materialprüfmaschinen bei wechselnder Belastung den Druck in beliebig zu wählenden Phasen anzuzeigen. Zu diesem Zweck wird zwischen denjenigen Teil der Maschine, in dem die Belastung gemessen werden soll, und die Ablesevorrichtung ein besonderes, gesteuertes Organ zwischengeschaltet, das es gestattet, die Verbindung zwischen der Ablesevorrichtung mit demjenigen Teil der Maschine, in dem die Belastung gemessen werden soll, zu öffnen oder zu schließen.
  • Die Beschreibung dieses Patents erläutert besonders die Ausbildung dieses Organs in Verbindung mit hydraulischen Antriebs- und Meßeinrichtungen. Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich in Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens mit besonderen Ausführungen dieses Organs bei mechanischen Antrieben und mechanisch wirkenden Ablesevorrichtungen. In den Zeichnungen ist der Erfindungsgedanke beispielsweise und schematisch dargestellt, und zwar sollen in beiden Fällen Meßfedern für die Belastungsanzeige benutzt werden, .an denen Stelle in ähnlicher Weise auch andere, rein mechanisch wirkende Meßvorrichtungen verwendet werden können.
  • In der Abb. r stellt z den einen Spannkopf einer Materialprüfmaschine dar, der mit Hilfe der Meßfeder 2 an einem starren Teil 3 der Maschine verbunden ist. Die Meßfeder hat entsprechend den aufgebrachten Belastungen jeweils eine ganz bestimmte Länge.
  • Die hier gezeichneten Ablesevorrichtungen q. und 5 sollen den jeweils bestehenden Maximal- bzw. Minimalpunkt der Belastungswechsel, in diesem Falle also die jeweiligen Umkehrpunkte des Spannkopfes, anzeigen und sämtlichen Belastungsschwankungen des Maximums und Minimums sofort folgen. An dem Spannkopf r ist ein Hebel 6 angeordnet, der an die beiden Hebel 7 und 8 anschlagen kann. Diese beiden Hebel sind mit je einem Rohrstück o. dgl. 9 bzw. io fest verbunden, durch welche die beiden Hebel 7 und 8 längs der Stange 23 geführt werden. Der Hebel; wirkt auf den beweglichen Teil i i der feststehenden Ablesevorrichtung 4., die heispiel5 «eise als gewöhnliche Meßuhr ausgebildet sein kann. Ebenso wirkt der Hebel ä auf den beweglichen "Teil 12 der feststehenden Ablesevorrichtung 5. Das Rohrstück 9 und damit der Hebel 7 und ebenso das Rohrstück a. dgl. to und damit der Hebel 8 werden durch irgendwelche bremsenden-' Vorrichtungen 13 bzw. 14 an ihrer freien Bewegung gehindert, jedoch nicht so stark abgebremst, daß der Hebel 6 die Hebel? bzw. 8 bei seinem Hinundhergang nicht verschieben könnte. Diese Bremsvorrichtungen 13 und 14 werden durch je eine bestimmt ausgebildete Scheibe 15 und 16 unter Vermittlung der Rolle 1-7 und des Gestänges 18 bzw. der Rolle i 9 und des Cscstänges 20 und der beiden Drehpunkte 2 1 bzw. 22 in ihrer Bremslage gehalten, solange nicht die Rollen 17 bzw. i g in den ausgesparten Teil der` Scheibe 15 bzw. 16 angreifen können. Diese beiden Scheiben, die auch beide auf der gleichen Welle sitzen können, werden von dem die Wechselbelastungen hervorrufenden Antrieb der Maschine gesteuert, und zwar, wenn @es sich, wie hier angenommen sein soll, um die Ablesung der Maimal- und Minimalbelastung handelt, in der Weise, daß der ausgesparte Teil der Scheibe 15 in dem Augenblick der Rolle 17 den Weg freigibt, wenn der Antrieb in die Stellung gekommen ist, bei welcher der Spannkopf seine oberste Stellung erreicht hat und damit das Maximum der Belastung gegeben ist. Entsprechend iindet die Einstellung der Scheibe 16 statt, wenn der Antrieb der untersten Stellung des Spannkopfes und damit der Minimalbelastung :entspricht. Die Hebel 7 und B -werden außerdem noch durch eine Druckfeder 24 bzw. 25 herunter- bzw. hinaufgedrückt, jedoch nicht so stark, daß sie die Reibung zwischen den Röhrstückeiig bzw. io und den Bremsstücken 13 bzw. 14 überwinden könnten.
  • Die jeweilige Einstellung der Abl:esevorrichtung auf das jeweils herrschende Maximum bzw. Minimum geschieht nun in der Weise; daß bei dem Hinaufgehen des Spannkopfes i und damit des Hebels 6 der Hebel 7 bis zum höchsten Punkte mitgenommen und durch die Bremsvorrichtung 13 sofort nach Überschreiten der Höchstlage abgebremst und in der Höchstlage gehalten wird. Ebenso wird die Meßeinrichtung für die Minimalbelastung mitgenommen und festgehalten. Findet bei dem nächsten Hub der Vorgang in denselben Grenzen wie vorher statt, so bleibt die Ablesev orrichtung selbstverständlich in ihrer Lage stehen. Sollte jedoch die Maximalbelastung beim nächsten Hub größer sein, so wird die Meßuhr um das fehlende Stück mitgenommen >,'ti.rid ebenso nach Überschreiten der Höchstlast abgebremst, so daß sie auf dem nunmehr .er-`'reichten Maximum stehenbleibt. Sollte jedöch das Maximum beim nächsten Hub niedriger liegen, so wird im Augenblick der Maximalbelastung durch Freigabe der Bremsvorrichtung 13 durch die Scheibe 15 der Hebel ; frei, und die Druckfeder 24 drückt den Hebel bis in die augenblickliche Höchststellung des Zeigers 6 herunter. Bei dem erfolgten Rückgang des Zeigers 6 wird der Hebel 7 wieder abgebremst: und der Maximalanzeiger gibt das nunmehr bestehende Maximum an. In genau der gleichen Weisse vollziehen sich die Vorgänge an der Minimalablesevorrichtung.
  • In Abb.2 ist eine weitere Ausführung des Erfindungsgedankens dargestellt. Der Antrieb für die Wechselbelastung geht durch die Kurbelwelle 26 vor sich und wird über das Gestänge 27, 28 und 29 unter Zwischenschaltung der notwendigen Gelenke und des Drehpunktes auf den Spannkopf 30 übertragen. Durch den ebenfalls axial verschiebbaren Spannkopf 31 wird darin die Belastung über das Gestänge 32, 33, 34, 35, 36 und 37 auf die beiden Meßfedern 38 und 39 übertragen. Hierbei mögen die Hebel34 und 35 bei 5; und 58 schwingbar gelagert und mit den Gestängen 33, 36 und 37 gelenkig verbunden sein. Die Meßfedern sind in ihrer Dehnung bzw. Zusammendrückung durch die beiden heile 4o bzw. 41 begrenzt, welche einer seifs verschiebbar aufgelagert sind, mit ihrer Keilfläche dagegen .auf die mit den beiden Federn verbundenen Stücke 42 bzw. 43 wirken. Die Keile werden über den Hebel 4.4 bzw. 45 beeinflößt, und zwar einerseits durch die Zugfeder 46 bzw. Druckfeder 4.; und andererseits durch den auf der Welle 26 befindlichen Nocken 48 und die Stangen 49 bzw. 5o. Die jeweilige Stellung der Meßfedern wird durch je eine an den Stangen 36 bzw. 37 angeordnete Zahnstange 51 bzw. 5:! über ein Zahnrad auf je; einen Zeiger 53 bzw. 54 übertragen, dessen Stellung an der Skala 55 bzw. 56 ablesbar ist.
  • Über die Wirkungsweise dieser Einrichtung sei folgendes gesagt: Nimmt man beispielsweise Zugversuche mit wechselnder Belastung an, so wird durch den Zug am Spannkopf 31 und durch Vermittlung des Gestänges die Meßfeder 3 8 auseinandergezogen. Der Keil 4o rückt zunächst dauernd nach. Sobald der Maximalbetrag der Zugbeanspruchung erreicht ist, wird für ganz kurze Zeit der Keil 4o durch den Nocken 48 und das Gestänge 49 bzw. 44 nach außen gedrückt. Sofort nach Überschreiten der Belastung veranlaßt jedoch infolge Freigabe des Gestänges durch den Nocken die Zugfeder .16 den Rückgang des Keiles bis zum Anliegen -an den Keil ¢2; dadurch wird die Meßfeder am weiteren Rückgang gehindert. In genau der entsprechenden Weise gehen die Vorgänge bei der Meßfeder 39 vor sich. Solange der Spannkopf 31 zurückgeht, solange also die Belastung abnimmt, gellt auch die Meßfeder 39 zurück. Durch die Druckfeder 4.; folgt der Keil zunächst nach. In der Minimalstellung wird der Keil ,11 nach außen gedrückt und ebenso, wie vorhin Keil .1o, sofort wieder zurückgedrückt, wodurch die Feder festgelegt wird. Beide Federn stehen also in der Stellung der vorhergegangenen Maximalbelastung bzw. Minimalbelastung. Sollte die Maximalbelastung beim nächsten Hub größer werden, so treten dieselben Verhältnisse ein. Wenn jedoch beim nächsten Hub die :Maximalbelastung unterhalb der vorher erreichten bleibt, so wird während der Freigabe infolge Zurückgehens des Keiles :1o das Keilstück ,12 entsprechend der neuen .#Ia:@imalstelliing zurück- bzw. nach oben gezogen und sofort danach durch den wieder zurückgehenden Keil in dieser Stellung festgelegt: In derselben Weise vollziehen sich die Vorgänge bei Größerwerden der Minimalbelastung. Die Zeiger 53 bzw. 54. zeigen also an der Skala 55 bzw. 56 stets die jeweils erreichte Maximal- bzw. Minimalbelastung -an.
  • Die Ausführung des Erfindungsgedankens kann noch auf verschiedene andere Art und Weise erfolgen. So können auch heispielsweise im Augenblick der Maximal- und Minimalbelastung in Abhängigkeit von dem Antrieb .elektrische Kontakte geschlossen werden, die :es ermöglichen, Anzeigevorrichtungen in die der jeweiligen Spannkopflage entsprechende Lage zu bringen. Dies kann z. B. durch einen Magneten geschehen, der am Spannkopf angebracht ist und im Augenblick der Maximalbelastung Strom erhält und damit einen Hebel, etwa entsprechend dem Hebel 7 in Abb. 1, in die entsprechende Lage bringt, während er bei Minimalstellung den Hebel 5 beeinflußt. In diesem Falle würden natürlich die mechanischen Teile des Steuerorgans in Wegfall kommen. Die gesamte Vorrichtung bezieht sich nicht nur auf Meßeinrichtungen mit Meßfedern, sondern läßt sich naturgemäß auch auf andere mechanische Meßeinrichtungen übertragen, beispielsweise auf solche, die für die Maximal- und Minimalbelastung zwei Neigungspendel verwenden.

Claims (7)

  1. PATENT ANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Anzeige wechselnder Drücke bei Materialprüfmaschinen für wechselnde Belastung nach Patent 578 01,1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mechanisch .angetriebenen Prüfmaschinen mit mechanischer Kraftmessung das gesteuerte Organ, welches zwischen demjenigen Teil der Maschine, in dem der Druck gemessen werden soll und der Druckmeßeinrichtung zwischengeschaltet ist, die kraftlness:ende Verbindung zur M Beinrichtung durch mechanische oder :elektrische Beeinflussung herstellt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Prüfbelastung auf eine Meßfed.er übertragen wird, deren Stellung jeweils im Maximum und Minimum oder in bestimmten anderen Phasen der Wechselbelastung an einer oder je einer Anzeigevorrichtung dauernd abgelesen werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2_ dadurch gekennzeichnet, daß die niechanische Verbindung zwischen der Feder oder einen mit der Feder hin und her gehenden Teil und der oder den Anzeigevorrichtungen jeweils in der Maximal- und Minimalstellung oder in bestimmten anderen Phasen der Wechselbelastung durch mechanisch gesteuerte Organe hergestellt wird.
  4. 4.. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen einer mit der Feder hin und her gehenden Vorrichtung und der oder den Anzeigevorrichtungen jeweils in der Maximal- bzw. Minimalstellung der Feder durch elektrisch gesteuerte Organe hergestellt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Maschinenteil (6) einerseits ,entsprechend dem Hub der Meßfeder, andererseits entsprechend einer zwangsläufigen Führung hin und her bewegt wird, aus dessen - Lage oder Bewegung die jeweils herrschende Maximal- bzw. Minimalbelastung abgelesen werden kann.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Maschine auftretenden Belastungen auf zwei Meßfedern übertragen werden, die jeweils zur Messung der Maximal- bzw. Minimalbelastung oder zur Messung be- stimmter anderer Phasen der Wechselbelastung benutzt werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Teil der Maschine, in dem der Druck gemessen werden soll und den beiden Meßfedern über einen Ausgleichhebel(33) oder eineentsprechend wirkende andere Vorrichtung erfolgt, der bzw. die im Zeitpunkt der für die Messung gewählten Phasen der Wechselbelastung durch entsprechend gest@üerte Organe festgehalten bzw. freigegeben wird. B. Vorrichtung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Meßfedern durch besonders gesteuerte Vörrichtungen, beispielsweise Keile, Exzenter in Verbindung mit Nocken o. dgl., an ihrer Bewegung aus der jeweils erreichten Maximal- und Minimalstellung oder nach Erreichen bestimmter anderer Phasen der Wechselbelastung gehindert werden.
DE1930655847D 1930-11-18 1930-11-18 Vorrichtung zur Anzeige wechselnder Druecke bei Materialpruefmaschinen fuer wechselnde Belastung Expired DE655847C (de)

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