DE39189C - Zugfestigkeitsprüfer - Google Patents

Zugfestigkeitsprüfer

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Publication number
DE39189C
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Germany
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paper
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT39189D
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English (en)
Original Assignee
A. WENDLER in Berlin SW., Schützenstrafse 581
Publication of DE39189C publication Critical patent/DE39189C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/08Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying steady tensile or compressive forces
    • G01N3/16Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying steady tensile or compressive forces applied through gearing

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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
A. WENDLER in BERLIN. Zugfestigkeitsprüfer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. October 1886 ab.
Dieser neue. Zugfestigkeitsprüfer gestattet ein directes Ablesen von Bruchbelastung und Dehnung und ist insbesondere für Papieruntersuchungen construirt. Ein Aufzeichnen der Diagramme findet hier nicht statt, auch ist keine zu Ungenauigkeiten anlafsgebende Räderübertragung vorhanden.
ABCD ist das Gestell; A und C sind parallele eiserne Schienen, welche aufser zur Bildung des Gestells noch zur Führung der bewegten Theile dienen; B und D sind zwei Böcke (beide durchlocht), welche die schmalen Seiten des Gestelles bilden.
Die Hauptbestandtheile des Apparates sind: eine Feder, zwei Klemmbacken zum Befestigen des Papiers und eine ausziehbare Spindel zum Ausüben der Kraft.
Die Feder F ist an dem hohlen, cylindrischen Ansatz T des Bockes B durch einen ebenfalls hohlen Ansatz G, welcher übergeschoben wird, mittelst Bajonnetverschlusses befestigt. Bock B mufs an der entsprechenden Stelle ebenfalls durchlocht sein, um die Sperrstange Z in die Achse, in die Kraftrichtung, legen zu' können. Die Feder F ist auf der anderen Seite durch einen Stift H mit dem Wagen J verbunden, welcher den Klemmbacken K trägt. An der Achse des Wagens ist noch der Arm L befestigt, welcher ein Gleitstück m (mit Nonius versehen) beim Anspannen der Feder vorwärts bewegt. Gleitstück m wird also, wenn die Feder wieder entlastet wird, stehen bleiben und die höchst erreichte Belastung anzeigen. Gleitstück m, welches auf der Schiene etwas eingelassen ist, hat noch einen cylindrischen Ansatz jR, ' welcher sich wieder verbreitet und eine Scala O trägt. Zur Verminderung der Reibung läuft diese Vorrichtung auf Rollen n. Die Entfernung zwischen der Marke des Gleitstückes m und dem Nullpunkt der Scala O beträgt i8o mm und ist genau so grofs, wie die Länge des eingespannten Papierstreifens. An der Schiene A ist unterhalb des Gleitstückes ein Millimetermafsstab oder ein nach der betreffenden Feder graduirter Mafsstab W befestigt. Im letzteren Falle würde der zurückgelegte Weg des Gleitstückes direct die Belastung angeben, im ersteren Falle ist noch eine Tabelle erforderlich. Ist die Feder F unbelastet, so wird die Marke auf Gleitstück M auf O stehen, falls Arm L anliegt. Mafsstab W giebt also die Belastung an, Mafsstab O soll die Dehnung angeben, und zwar direct in Procenten.
Da bei dieser Einrichtung der Weg des Wagens J1 die Summe sein wird von Belastung und Dehnung, so giebt Zeiger L1 nur die Dehnung an, weil Scala O der Dehnung der Feder, also der Belastung entsprechend, vorwärts bewegt wird. Um die Scala so einzurichten, dafs Procente abgelesen werden können, braucht nur die angewendete Länge i8o auf ioo bezogen zu werden; jedes Procent Dehnung würde also 0,55 mm betragen. Die Dehnung läfst sich genau und bequem ablesen, da der Zeiger L1 nach dem Reifsen des Papierstreifens ebenso ruhig stehen bleibt als Gleitvorrichtung ORM.
Zeiger L1 ist am Wagen oder Gleitstück J1 befestigt, welcher auf dereinen Seite Klemme K1,
auf der anderen Schraubspindel S1 trägt. Spindel S wird mittelst Handrades a in Bewegung gesetzt.
Zwischen den Klemmen K und K1 wird also das zu untersuchende Papier eingespannt. Die Backen sind wellenförmig geformt, um das Herausziehen des Papiers zu verhindern, und mittelst Scharniers Q buchdeckelförmig aufklappbar. Das Papier läfst sich auf diese Weise sehr bequem einlegen, der Verschlufs geschieht dann durch eine Flügelmutter P.
Um beim Reifsen des Papiers eine plötzliche Entlastung der Feder zu verhindern, ist mit dem Wagen J die schon oben erwähnte Zahnstange Z in Verbindung gebracht, welche durch die Feder geht. Der cylindrische Ansatz T des Bockes B hat oben einen Ausschnitt für die Sperrklinken E. Diese Sperrklinken gestatten also nur ein ganz geringes Zusammengehen der Feder.
Beim Einspannen des Papiers in die Klemme K würde sich leicht Wagen J durch die Stöfse etwas hin- und herbewegen und das Einspannen erschweren. Um dies zu verhindern, wird Wagen J festgestellt. Zu diesem Zwecke ist an Bock B ein Lappen Fangegossen; derselbe ist durchlocht und ebenso die Zahnstange Z an der entsprechenden Stelle bei entlasteter Feder. Durch Stift U werden Zahnstange Z und Lappen V verbunden, Feder F ist also festgestellt.
Ehe das Papier in Klemme K1 gespannt wird, mufs Zeiger L1 auf Null stehen, d. h. die Entfernung zwischen K und K1 mufs 180 mm betragen.
Ist das Papier eingespannt, so entfernt man Stift Z7, legt die Sperrklinken ein und bewegt das Handrad α so lange langsam, bis das Papier reifst. Während des Versuchs wird sich die Feder F ausdehnen, Arm L wird das Gleitstück m vor sich herschieben. Wie oben angedeutet, legt Zeiger L1 einen gröfseren Weg zurück als Gleitvorrichtung O R M. Dieses Plus der Bewegung entspricht der Dehnung, welche sich mit Hülfe des Mafsstabes O in Procenten ablesen läfst. Soll nach Beendigung des Versuchs die Feder wieder entlastet werden, so legt man die Sperrklinken aus und läfst dann die Feder langsam zurückgehen, welche Entlastung mit der Hand bequem vorgenommen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.:
    Ein Zugfestigkeitsprüfer, bei welchem das Prüfstück zwischen der die Zugkraft messenden Feder und der Anspannvorrichtung eingespannt und behufs des Anzeigens von Zugkraft und Dehnung von Seite der Feder eine bewegliche Scala wie ein sogen. Maximumzeiger gegen die als Zeiger für die Dehnungsscala dienende Anspannvorrichtung hin verschoben wird, bei welchem Zugfestigkeitsprüfer also die Gröfse der Verschiebung der Scala ein Mafs für die angewendete Zugkraft und die Relativbewegung zwischen Änspannvorrichtung und Scala ein Mafs für die Dehnung ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39189D Zugfestigkeitsprüfer Expired - Lifetime DE39189C (de)

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ID=314833

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DENDAT39189D Expired - Lifetime DE39189C (de) Zugfestigkeitsprüfer

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DE (1) DE39189C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2840630A1 (de) * 1978-09-19 1980-03-27 Forschungsgesellschaft Fuer Dr Vorrichtung zur messung der zugfestigkeit und/oder dehnung eines bahnfoermigen messobjektes

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2840630A1 (de) * 1978-09-19 1980-03-27 Forschungsgesellschaft Fuer Dr Vorrichtung zur messung der zugfestigkeit und/oder dehnung eines bahnfoermigen messobjektes

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