DE872644C - Verfahren zum Pruefen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenstaenden sowie Einrichtung zum Ausueben des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Pruefen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenstaenden sowie Einrichtung zum Ausueben des Verfahrens

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DE872644C DEP3610A DE0003610A DE872644C DE 872644 C DE872644 C DE 872644C DE P3610 A DEP3610 A DE P3610A DE 0003610 A DE0003610 A DE 0003610A DE 872644 C DE872644 C DE 872644C
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  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

  • Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen sowie Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens Die Prüfung elastischer oder durch Druck leicht verformbarer Gegenstände auf Toleranzhaltigkeit ihrer geometrischen Abmessungen bietet im allgemeinen erhebliche Schwierigkeiten dadurch, daß zur Feststellung der Abmessungen Prüfgeräte zur Verwendung kommen, die auf den zu prüfenden Gegenstand mechanische Kräfte ausüben, die eine zu starke Verformung des Gegenstandes zur Folge haben kännen.
  • Zweck der Erfindung ist die Beseitigung des geschilderten Übelstandes. Sie betrifft ein Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen sowie eine Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß in einer ersten Phase unter Verwendung geringster Meßkräfte der Prüfling in bezug auf die zu prüfende Abmessung mechanisch abgetastet und das Maß unter Vermeidung einer Rückwirkung auf den Prüfling abgenommen wird.
  • Die Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein in bezug auf eine feststehende Tastfläche bewegliches Fühlorgan zum Abtasten des Prüflings, durch eine Hilfsvorrichtung und zur Registrierung des Meßwertes durch Mittel zum rückwirkungsfreien Abnehmen des Prüfergebnisses von der Hilfsvorrichtung.
  • Das Wesen der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, welche beispiels- weise Ausführungsformen der Einrichtung zum Prüfen elastischer und leicht verformbarer Gegenstände schematisch darstellt. Es zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Einrichtung von der Seite gesehen und teilweise im senkrechten Schnitt, Fig. 2 eine analoge Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispieles, Fig. 3 die Einrichtung im Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 eine Teilvariante der in Fig. 2 gezeigten Einrichtung in Verbindung mit einer elektrischen Toleranzkontaktlehre.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Einrichtung weist einen im wesentlichen U-förmigen Ständer 1 auf, dessen einer Schenkel eine innere Tastfläche 2 und eine dazu parallele äußere Meßfläche 3 besitzt. Im anderen Schenkel des Ständers ist ein zylindrischer Taststift 4 längs verschiebbar derart gelagert, daß flächen 2 und 3 stehen. Der Stift 4 geht durch eine Querbohrung eines in der Längsrichtung des betreffenden Schenkels des Ständers verschiebbar untergebrachten Bolzens 7 hindurch, der einen über das Ende des Schenkels vorspringenden Gewindeansatz 8 trägt. Eine Rändelmutter 9 ist auf den Gewindeansatz 8 aufgeschraubt und liegt unter Zwischenschaltung einer Scheibe 10 an der Stirnfläche des betreffenden Schenkels des Ständers 1 an.
  • Beim Anziehen der Mutter 9 wird der Bolzen 7 in Fig. 1 nach links verschoben und der Taststift 4 dadurch festgeklemmt und gegen Verschiebung arretiert.
  • Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist wie folgt: Während der Taststift 4 in einer in Fig. 1 nach oben geschobenen Lage mittels der Arretiervorrichtung 7 bis 10 festgeklemmt ist, wird ein zu prüfendet Gegenstand P@. der aus elastischem oder durch Druck leicht deformierbarem Material bestehen kann, auf die innere Tastfläche 2 des Ständers 1 gelegt, worauf der Taststift 4 mit seiner unteren Endfläche 5 durch sein Eigengewicht mit dem Prüfling P in Berührung gebracht wird. Das Gewicht des Stiftes 4 ist so bemessen, daß es auf den Prüfling nur einen minimalen Druck ausübt, der praktisch ohne Ein-. fluß auf die Form des Gegenstandes P bleibt. Dann wird der Taststift durch die Arretiervorrichtung 7 bis 10 unverrückbar mit dem Ständer 1 verbunden.
  • Mit Hilfe einer gebräuchlichen Meßlehre, wie beispielsweise Mikrometerlehre, Meßuhr, Rechenlehre usw., wird nachher das maß E, welches die Distanz der äußeren Meßfläche 3 des Ständers 1 zur Endfläche 6 des Taststiftes 4 ist gemessen. Die das Prüfergebnis bildende Abmessung d des Prüflings P ist dann gleich E-a-b, wobei a der Abstand der beiden Meßflächen 2 und 3 voneinander und b die Länge des Taststiftes 4 ist, welche Maße unveränderlich sind und als bekannt vorausgesetzt werden können. Die Ermittlung des Maßes E kann mit üblichen und höheren Meßkräften erfolgen, ohne daß eine Rückwirkung auf den Prüfling P stattfindet, weil der Stift 4 arretiert ist.
  • Aus dem Gesagten geht hervor, daß die Ermittlung des Prüfergebnisses in zwei Phasen vor sich geht, wobei in der ersten Phase das zu ermittelnde Maß unter Verwendung geringster Meßkräfte abgetastet und auf eine. Hilfsvorrichtung übertragen wird, welche die beiden meßflächen 3 und 6 aufweist, von welcher Hilfsvorrichtung in der zweiten Phase der Prüfung das Ergebnis unter Vermeidung einer Rückwirkung auf den Prüfling abgenommen wird.
  • Das in Fig. 2 und 3 gezeigte Ausführungsbeispiel der Einrichtung weist auf einem als Unterlage dienenden Ständer 11 wieder eine ebene Tastfläche 2 zum Auflegen des Prüflings P auf. Ein mit einer Tastfläche 12 versehenes Fühlorgan 13 hat winkelförmige Gestalt und ist mit Hilfe eines Lenkers 14 und des einen Armes eines Hebels 15 in der Höhe zu sich parallel verschiebbar an einer Säule 16 des Ständers 11 geführt, so daß die Tastfläche 12 des Fühlorgans 13 stets parallel zur Tastfläche 2 des Ständers bleibt. Der Hebel 15 weist einen nach rückwärts verlängerten Arm auf, an dessen Ende ein Kopf 17 vorhanden ist, der sich zwischen zwei Führungsteilen 18 des Ständers auf und ab bewegen kann. Der eine dieser Führungsteile 18 besitzt einen angenähert senkrecht verlaufenden Schlitz 19, durch welchen ein am Kopf 17 befestigter Gewindeansatz 20 hindurchragt. Mit Hilfe einer auf den Gewindeansatz 20 aufgeschraubten Rändelmutter 21 kann der Hebel 15 unverrückbar mit dem Ständer 11 verbunden werden. Eine Zugfeder 22 greift mit dem einen Ende am rückwärtigen Arm des hebels 15 und mit dem anderen Ende an einem mittels einer Mutter 23 verstellbar an einem Ausleger der Säule 16 gehaltenen Schraubenbolzen 24 an und hat das Bestreben, den Hebel 15 so zu schwenken, daß sich die beiden Tastflächen 2 und 12 einander nähern. Die Kraft der Feder 22 ist jedoch so schwach bemessen, daß ein zwischen die Flachen 2 und 12 hineingeschobener Prüfling P keine bemerkbare Deformation erleidet. Oberhalb des Kopfes 17 des Hebels 15 ist eine Meßuhr 25 mit Hilfe einer Säule 26 starr mit dem Ständer 11 verbunden. Der Fühler 27 der Meßuhr arbeitet mit der oberen Stirnfläche eines in den Kopf 17 eingesetzten Meßbolzens 28 zusammen und er kann mit Hilfe eines Griffes 29 nach oben gehoben werden. Der Fühler 27 der Meßuhr 25 steht unter dem Einfluß einer in der Zeichnung nicht sichtbaren Feder, die den Fühler nach unten schiebt, so daß sich die Tastfläche 12 nach oben bewegt und von einem Prüfling P abhebt.
  • Soll die Dicke des Prüflings P ermittelt werden, so hebt man von Hand mit Hilfe des Grifffes 29 den Fühler 27 der Tastuhr 25 langsam hoch, so daß der Hebel unter der Wirkung der Feder 22 so schwenken kann, daß sie die Tastfläche 12 des Fühlorgans 13 dem Prüfling nähert. Der Fühler 27 wird auf diese Weise so weit nach oben bewegt, bis er sich gerade von der Meßfläche des Bolzens 28 ablösen will. Das ist dann der Fall, wenn das Fühlorgan 13 mit dem Prüfling P zur Anlage kommt. An der Meßuhr 25 kann nun die momentane Lage des Fühlers 27 abge- lesen werden, welche das Prüfergebnis bildet. Das Resultat kann bei entsprechender Eichung der Meßuhr direkt abgelesen werden. Im anderen Fall ist es mit der Ablesung in bestimmter Weise in Zusammenhang, welcher beispielsweise graphisch mittels einer Eichkurve festgelegt sein kann.
  • Beim Anheben des Fühlers 27 ist es wegen der beschriebenen Ausbildung des Hebels 15 unmöglich, auf den Prüfling einen größeren Druck auszuüben als durch die Feder 22 hervorgerufen wird, Die Prüfung kann in einfacher Weise auch so durchgeführt werden, daß der Fühler der Meßuhr mit Hilfe des Griffes 29 zunächst ganz hochgehoben wird. Der Kopf 17 des Hebels 15 wird dieser Bewegung nur so weit folgen, bis das Fühlorgan 13 mit dem Prüfling in Berührung kommt. Nur arretiert man den Hebel 15 durch Anziehen der Rändelmutter 21, worauf der Fühler der Meßuhr 25 auf die Meßfläche des Bolzens 28 abgesenkt und die Anzeige der Meßuhr abgelesen werden kann. Durch das Festklemmen des hebels 15 ist jede Rückwirkung auf den Prüfling P vermieden und es ist so nicht nötig, den Moment des Loslösens des Fühlers 27 vom Bolzen 28 zu beobachten.
  • Die Prüfung erfolgt auch hier in zwei Phasen, die dem ersten Beispiel analog sind. Die Hilfsvorrichtung, von welcher das Maß in der zweiten Phase mit Hilfe der Meßuhr 25 abgenommen wird, weist ein durch den Hebel 15 gebildetes, bewegliches Organ auf, das in der ersten Phase der Prüfung durch den Prüfling mittels des Fühlorgans 13 beaufschlagt wird. Beim ersten Ausführungsbeispiel waren das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung und das Fühlorgan starr miteinander verbunden, d. h. sie bestanden aus einem einzigen Körper 4.
  • Der Fühler 27 der Meßuhr 25 kann beim zweiten Beispiel auch als Betätigungselement für das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung betrachtet werden, da das bewegliche Organ sich nur entsprechend der Freigabe durch das Betätigungselement bewegen kann, bis das Fühlorgan 13 mit dem Prüfling zum Anschlag kommt.
  • Gemäß einer nicht dargestellten Variante kann die Einrichtung nach Fig. 2 und 3 auch ohne Arretiervorrichtung 20, 21 rückwirkungsfrei arbeiten. Zu diesem Zwecke würde die Meßuhr 25 elektrisch isoliert auf dem Ständer 11 abgestützt. Der Meßbolzen 28 und der Fühler 27 würden dann je ein Kontaktelement eines elektrischen Kontaktes bilden, der bei der Berüûhrung dieser beiden Teile miteinander geschlossen und im anderen Falle geöffnet wäre. Beim langsamen Anheben des Fühlers 27 mit Hilfe des Griffes 29 würde der Kontakt in dem Augenblick geöffnet, da das Fühlorgan 13 mit dem Prüfling P zur Anlage gelangt und eine Relativbewegung zwischen dem Meßbolzen 28 und dem Fühler 27 beginnt. Dadurch kann ein Stromkreis unterbrochen werden, wodurch gegebenenfalls mit Hilfe von Relais ein blitzartiges Aufleuchten einer Stroboskoplampe herbeiführbar ist, welche die Skala der Meßuhr 25 vorübergehend grell beleuchtet. Die Meßuhr kann während der Beleuchtung abgelesen werden, wobei diese Ablesung wie vorher dem Prüfergebnis entspricht. Die elektrische Schaltung kann so ausgebildet sein, daß dieser Vorgang in rascher Folge hintereinander mehrmals wiederholbar ist, indem der Fühler 27 der Meßuhr mehrmals auf und ab bewegt wird. Bei jedem Aufblitzen der Lampe befindet sich dann der Zeiger der Meßuhr 25 an derselben Stelle und er scheint wegen der stroboskopartigen Beleuchtung an dieser Stelle stillzustehen. Die Ablesung des Prüfergebnisses ist in diesem Fall besonders bequem. Die elektrische Schaltung kann auch so ausgebildet sein, daß die Lampe beim Schließen des Kontaktes bei der Abwärtsbewegung des Fühlers aufleuchtet, also am Ende der Relativbewegung zwischen dem Fühler und dem Meßbolzen 28.
  • Eine weitere Ausführungsvariante zum zweitbeschriebenen Beispiel ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, wobei die gegenüber Fig. 2 unveränderten Elemente weggelassen sind. Die Einrichtung gemäß dieser Variante benötigt ebenfalls keine Arretiervorrichtung für das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung, im vorliegenden Fall für den Hebel 15. An Stelle einer Meßuhr 25 ist jetzt oberhalb des Kopfes 17 des Hebels 15 eine elektrische Toleranzkontaktlehre 30 befestigt, welche einen vertikal verschiebbaren Fühler 31 besitzt, der unter der Wirkung einer Feder 32 nach unten gedrückt wird. Ein Kontakthebel 33 ist bei 43 schwenkbar gelagert und steht unter dem Einfluß einer Zugfeder 34, welche das Bestreben hat, den Kontakthebel in Fig. 4 nach oben zu schwenken. Der Fühler 31 arbeitet mit dem Kontakthebel 33 zusammen, indem ein Anschlag 35 des Fühlers sich von oben an den Hebel 33 anlegt, so daß derselbe durch die Kraft der stärkeren Feder 32 entgegen der Wirkung der Feder 34 nach unten geschwenkt wird. Das bewegliche Ende des Kontakthebels 33 befindet sich zwischen zwei feststehenden, jedoch in vertikaler Richtung einzeln verstellbaren Kontaktelementen 36 und 37, die abwechslungsweise mit dem Hebel 33 elektrischen Kontakt machen können. Der mit dem Fühler verbundene Griff 29 dient wiederum zum Anheben des Fühlers 31. Die Kontaktlehre 30 oder wenigstens deren Fühler 31 ist von der übrigen Einrichtung elektrisch isoliert, so daß der Fühler 31 das eine und der Meßbolzen 28 des Hebels 15 das andere Kontaktelement eines elektrischen Kontaktes sein können.
  • Die elektrische Schaltung der Einrichtung ist im einfachsten Fall gemäß Fig. 4 wie folgt: Der Fühler 31 ist an den Minuspol einer Stromquelle 38 angeschlossen, deren anderer Pol über die Wicklung eines Relais 39 mit dem Meßbolzen 28 in Verbindung steht. Über einen Ruhekontakt des Relais 39 ist der Pluspol der Stromquelle 38 an drei Signallampen 40, 41 und 42 angeschlossen, die anderseits mit dem Minuspol der Stromquelle bzw. dem einen Kontaktelement 36 bzw. dem anderen Kontaktelement 37 der Kontaktlehre 30 in Verbindung sind.
  • Der Kontakthebel 33 liegt elektrisch am Minuspol der Stromquelle 38.
  • Bei losgelassenem Griff 29 sitzt der Fühler 31 auf dem Meßbolzen 28 auf, so daß der Erreger- stromkreis des Relais 39 geschlossen ist. Sein Kontakt ist daher geöffnet und die drei Signallampen 40, 41 und 42 sind stromlos. Zur Kontrolle eines auf die Meßfläche 2 aufgelegten Prüflings P wird der Fühler 31 mit Hilfe des Griffes 29 langsam hochgehoben, wodurch sich das Fühlorgan 13 dem Prüfling nähert. Im Augenblick, da die Tastfläche 12 des Fühlorgans am Prüfling unter der Wirkung der verhältnismäßig schwachen Feder 22 zur Anlage kommt, wird bei der Weiterbewegung des Fühlers 31 der elektrische Strom zwischen demselben und dem Meßbolzen 28 durch Relativbewegung dieser Teile unterbrochen. Das Relais 39 fällt sofort ab und schließt mit seinem Ruhekontakt die Signallampen 40, 41 und 42 einerends an den Pluspol der Stromquelle 38. Dadurch kommt die Lampe 40 zum Ajufleuchten, welche anzeigt, daß das Prüfergebnis nun an den beiden anderen Lampen abgelesen werden kann. Wurde der Fühler bis zum Augenblick des Stromunterbruches zwischen den Elementen 28 und 31 nicht weit angehoben, so steht der Kontakthebel 33 noch in Berührung mit dem Kontaktelement 36, so daß nun die Lampe 41 brennt. Befindet sich in diesem Augenblick der Fühler 31 jedoch bereits in einer höheren Lage, so berührt der Kontakthebel 33 weder das Kontaktelement 36 noch das Kontaktelement 37, in welchem Falle keine der Signallampen 41 und 42 leuchtet. Ist der Fühler aber weiter angehoben, so macht der Kontakthebel 33 mit dem Kontaktelement 37 Kontakt und bringt die Lampe 42 zum Leuchten. Die beiden Kontaktelemente 36 und 37 sind nun derart eingestellt, daß das freie Ende des Kontakthebels 33 mit dem Kontaktelement 36 in Berührung bleibt, solange die zu prüfende Abmessung des Prüflings P die zulässige Toleranz überschreitet, jedoch mit dem anderen Kontaktelement 37 in Berührung kommt, sobald ein Prüfling die zulässige Toleranz der geprüften Abmessung unterschreitet. Das Aufleuchten der Signallampe 41 zeigt demnach das Prüfergebnis Übermaß und das Aufleuchten der Signallampe 42 das Prüfergebnis Untermaß, während beim Nichtbrennen beider Lampen 41 und 42 bei gleichzeitigem Leuchten der Signallampen 40 das Prüfergebnis gut erkennbar ist.
  • Es ist klar, daß bei der gezeigten Schaltung durch weitere Aufwärtsbewegung des Fühlers 31 nach dem Öffnen des Kontaktes 28, 31 die Verhältnisse wieder geändert werden können und andere als dem Prüfergebnis entsprechende Signallampen zum Leuchten kommen können. Dieser Nachteil kann unter Zuhilfenahme von weiteren Relais und durch geeignete Schaltung beseitigt werden, so daß das der Lage des Fühlers im Augenblick des Öffnens des Kontaktes 28, 31 entsprechende Prüfresultat mindestens vorübergehend festgehalten bleibt, auch wenn der Fühler noch weiter angehoben wird. Es gehört jedoch nicht in den Rahmen der vorliegenden Erfindung, dies zu zeigen.
  • Bei der beschriebenen, auf elektrischem Wege erzielten Anzeige des Prüfergebnisses, entsteht trotz des Weglassens einer Arretiervorrichtung für das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung keine Rückwirkung auf den elastischen oder unter Druck deformierbaren Prüfling.
  • Das Bewegen des Fühlers 27 (Fig. 2 und 3) bzw.
  • 31 (Fig. 4) oder allgemein des Betätigungselementes kann anstatt von Hand gegebenenfalls auch mechanisch selbsttätig erfolgen.

Claims (26)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zum Prüfen geometrischer Ab messungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß in einer ersten Phase unter Verwendung von Hilfstrastern mit geringen Meßkräften der Prüfling in bezug auf die zu prüfende Abmessung mechanisch abgetastet und das Maß in einer zweiten Phase unter Verwendung üblicher Meßgeräte mit normalen Meß# drücken von Hilfstastern abgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß ein durch den Prüfling in de@ ersten Phase der Prüfung beaufschlagbares, bewegliches Organ (4) vor Beginn der zweiten Phase der Prüfung arretiert und dann unte@ Verwendung üblicher Meßkräfte abgetastet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß durch ein vom Prüfling be aufschlagbares, bewegliches Organ (15) de@ Hilfsvorrichtung wenigstens ein elektrische@ Kontakt (36, 37) betätigt wird.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Organ (15) der Hilfsvorrichtung unter Verwendung eines Betätigungselementes (27, 31) bewegt wird, bis ein mit dem Organ (15) in Wirkverbindung stehendes Fühlorgan (13) am Prüfling zur Anlage gelangt und daß durch die Bewegung des Betätigungselementes (27 ode@ 31) der elektrische Kontakt (36, 37) betätigt wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1, 3 und 4, da durch gekennzeichnet, daß durch das Betätigungselement (31) das bewegliche Organ (15) der Hilfsvorrichtung zur Bewegung unter de@ Wirkung einer Feder (22) freigegeben wird.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Kon takt (36, 37) in dem Augenblick betätigt wird, da das Fühlorgan (13) am Prüfling zur Anlage gelangt und daß durch die Betätigung des Kontaktes (36, 37) das Prüfergebnis wenigstens teilweise auf elektrischem Weg erkennbar ge macht wird.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen 1, 3, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Kontakt (36, 37) durch die Relativbewegung des Betätigungselementes (31) in bezug auf das bewegliche Organ (15) der Hilfsvorrichtung be tätigt wird.
  8. 8. Verfahren nach Ansprüchen 1, 3, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfergebnis durch Erkennbarmachen der vom Betätigungselement (31) der Hilfsvorrichtung im Augen- blick des Anliegens des Fühlorgans (13) an den Prüfling eingenommenen Lage erkennbar gemacht wird.
  9. 9. Verfahren nach Ansprüchen 1, 4, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfergebnis durch momentanes Beleuchten einer die Lage des Betätigungselementes (31) der Hilfsvorrichtung anzeigenden Skala erkennbar gemacht wird.
  10. 10. Verfahren nach Ansprüchen 1, 3, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfergebnis mittels einer elektrischen Toleranzkontaktlehre (30) festgehalten wird, deren mit dem beweglichen Organ (15) der Hilfsvorrichtung zusammenarbeitender Fühler (31) als Betätigungselement benutzt wird.
  11. 11. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (31) von Hand bewegt wird.
  12. 12. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (31) selbsttätig mechanisch bewegt wird.
  13. 13. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein in bezug auf eine feststehende Tastfläche (2) bewegliches Fühlorgan (4 bzw. 13) zum Abtasten des Prüflings, durch eine Hilfsvorrichtung zum Festhalten des Meßwertes sowie durch eine Meßeinrichtung zum rückwirkungsfreien Abnehmen des Prüfergebnisses von der Hilfsvorrichtung.
  14. 14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlorgan (13) und das bewegliche Organ (15) der Hilfsvorrichtung miteinander verbunden sind.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Arretiervorrichtung (20,21) zum blockieren des beweglichen Organs (15) der Hilfsvorrichtung.
  16. 16. Einrichtung nach Ansprüchen 13 und 15, gekennzeichnet durch eine Tastlehre (30) zum Abfühlen des Abstandes einer am beweglichen Organ (15) von einer feststehend an der Hilfsvorrichtung angeordneten meßfläche.
  17. 17. Einrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein mit dem beweglichen Organ (15) der Hilfsvorrichtung zusammenarbeitendes Betätigungselement (27 oder 31) und durch eine das bewegliche Organ nach Maßgabe des Betätigungselementes beeinflussende Feder (22).
  18. 18. Einrichtung nach Ansprüchen 13 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (27 oder 31) derart angeordnet ist, daß es in zur Wirkung der Feder (22) entgegengesetzte Weise auf das bewegliche Organ (15) einwirkt.
  19. 19. Einrichtung nach Ansprüchen 16, 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (22) bestrebt ist, das bewegliche Organ (15) so zu verschieben, daß das Fühlorgan (13) mit dem Prüfling (P) zur Anlage kommt, wogegen mit Hilfe des Betätigungselementes (27 oder 31) das Fühlorgan (13) vom Prüfling (P) abhebbar ist.
  20. 20. Einrichtung nach Ansprüchen 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß dem Betätigungselement (27 bzw. 31) eine Vorrichtung zum Anzeigen seiner momentanen Lage zugeordnet ist.
  21. 21. Einrichtung nach Ansprüchen 13, 17 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsvorrichtung wenigstens einen elektrischen Kontakt aufweist, mit dessen Hilfe auf mindestens teilweise elektrischem Wege die momentane Lage des Betätigungselementes (31) im Augenblick des Anliegens des Fühlorgans (13) an den Prüfling (P) erkennbar gemacht ist.
  22. 22. Einrichtung nach Ansprüchen 14, 17, 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Kontaktelement mindestens eines elektrischen Kontaktes am beweglichen Organ (15) und das andere Kontaktelement am Betätigungselement (31) der Hilfsvorrichtung angeordnet ist, so daß durch Relativbewegung des Betätigungselementes (31) in bezug auf das bewegliche Organ (15) der Kontakt betätigbar ist.
  23. 23. Einrichtung nach Ansprüchen 13, 17 und 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anzeigen der momentanen Lage des Betätigungselementes (31) demselben eine Skala zugeordnet ist, welche im Augenblick des Beginns der Relativbewegung kurzzeitig elektrisch beleuchtbar ist.
  24. 24. Einrichtung nach Ansprüchen 13, 17 und 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anzeigen der momentanen Lage des Betätigungselementes (31) demselben eine Skala zugeordnet ist, welche im Augenblick des Endes der Relativbewegung kurzzeitig elektrisch beleuchtbar ist.
  25. 25. Einrichtung nach Ansprüchen 13, 17, 20 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (31) der Fühler einer elektrischen Toleranzkontaktlehre (30) ist, dessen Lage auf elektrischem Wege erkennbar gemacht ist.
  26. 26. Einrichtung nach Ansprüchen 13, 17, 20 bis 22 und 24, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung für das Prüfergebnis der Toleranzkontaktlehre (30) mit dem durch die Relativbewegung des Betätigungselementes (31) in bezug auf das bewegliche Organ (15) der Hilfsvorrichtung betätigten Kontakt in Verbindung steht, derart, daß im Augenblick des Arbeitens dieses Kontaktes das von der Kontaktlehre erfaßte Maß wenigstens vorübergehend elektrisch festhaltbar ist.
DEP3610A 1950-06-08 1950-09-24 Verfahren zum Pruefen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenstaenden sowie Einrichtung zum Ausueben des Verfahrens Expired DE872644C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932934C (de) * 1954-05-29 1955-09-12 Akad Wissenschaften Ddr Dickenmessgeraet fuer leicht zusammendrueckbare Flaechengebilde
DE951305C (de) * 1954-04-24 1956-10-25 Suhl Feinmesszeugfab Veb Mess- und Sortiergeraet zum Pruefen des Durchmessers sowie der Rundheit von kleinen Scheiben, insbesondere von Uhrlagersteinen
DE1285180B (de) * 1962-06-07 1968-12-12 Krupp Ag Huettenwerke Einrichtung zur Unterscheidung von Querschnittsfehlern verschiedener Laengenausdehnung an Formgebungsmaschinen oder Formgebungswerkzeuge durchlaufendem Gut

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